Astralreisen und Gehirnaktivität: Eine umfassende Untersuchung

Astralreisen, auch bekannt als außerkörperliche Erfahrungen (AKE), faszinieren die Menschheit seit Jahrtausenden. Berichte über das bewusste Verlassen des eigenen Körpers, Reisen durch andere Dimensionen und Begegnungen mit fremdartigen Wesen finden sich in unterschiedlichsten Kulturen weltweit. Dieser Artikel beleuchtet das Phänomen der Astralreise im Kontext der Gehirnaktivität, wobei sowohl spirituelle als auch wissenschaftliche Perspektiven berücksichtigt werden.

Grundlagen des Bewusstseins und der Sinne

Um das Thema Astralreisen und Gehirnaktivität besser zu verstehen, ist es wichtig, einige grundlegende Konzepte des Bewusstseins und der Sinne zu definieren.

Oberflächlicher Geist vs. Tiefer Geist: Es ist wichtig, klar zwischen dem oberflächlichen Geist und dem tiefen Geist zu unterscheiden. Der oberflächliche Geist ist der Teil des Bewusstseins, der durch die Gehirnaktivität gesteuert wird. Dieser arbeitet hauptsächlich mit den fünf äußeren Sinnen: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten. Der tiefe Geist hingegen wird auf seiner niedrigsten Ebene geweckt und verstärkt durch die Konzentration auf die fünf inneren Sinne: Gelenkposition, Muskelstadium, Schmerz, Druck und Temperatur. Diese inneren Sinne sind die natürlichsten und sichersten Eingänge zum tiefen Geist.

Äußere vs. Innere Sinne: Eine klare Unterscheidung zwischen den fünf äußeren und den fünf inneren Sinnen ist entscheidend. Von den fünf inneren Sinnen hat nur das Muskelstadium entsprechende motorische Nerven. Druck, Gelenkposition und Temperatur werden indirekt durch den Wechsel der Muskelstadien reguliert. Die fünf Muskelphasen sind: Halten (Neutrale Stellung), Zusammenziehen, Entspannen, Dehnen und Entdehnen.

Alpha-Gehirnwellen und Astralreisen

Oft ist beim Astralreisen von Alpha-Gehirnwellen die Rede. Doch was hat es mit dieser Gehirnfrequenz auf sich und was für einen Nutzen haben sie für Astralreisen oder allgemein auf unser gesamtes Sein?

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Was sind Alpha-Gehirnwellen?

Unser Gehirn lässt sich in unterschiedliche Bereiche aufteilen, von denen jeder seine eigene Aufgabe hat. Damit das Gehirn als Ganzes fungieren kann, müssen die Gehirnregionen ständig untereinander in Kontakt bleiben. Dieser Kontakt erfolgt mit Hilfe elektrischer Impulse. Sobald eine Gehirnregion aktiv ist, nehmen die Impulse zu, die wiederum mit Elektroenzephalographie (EEG) gemessen werden können. Die zeitlichen Aufnahmen dieser Spannungen werden als Gehirnwellen bezeichnet.

Befindet sich unser Körper und unser Bewusstsein im Normalzustand, spricht man von Beta-Gehirnwellen. Die Gehirnfrequenz befindet sich dann in einem Bereich von 13 - 38 Hertz.

Wenn sich der zeitliche Abstand zwischen zwei Impulsen verkürzt, wird die Gehirnwellenfrequenz schneller. Dies macht sich durch Hektik und Stress bemerkbar. Ist die Gehirnwellenfrequenz schneller als Normal, tritt man in den Gamma-Gehirnwellenbereich ein. Die Frequenz beträgt dann mehr als 38 Hertz.

Ist der zeitliche Abstand zwischen zwei Impulsen größer als Normal, verlangsamt sich die Gehirnwellenfrequenz. Dies macht sich durch Entspannung bemerkbar. Die Gehirnwellenfrequenz beträgt dann weniger als 13 Hertz. Im Bereich zwischen 13 und 8 Hertz treten die Alpha-Gehirnwellen auf.

Die Vorteile von Alpha-Gehirnwellen

Durch die Verlangsamung der Gehirnaktivität mittels Alpha-Gehirnwellen, wird eine wohltuende Entspannung im Körper und Bewusstsein erzeugt. Besitzt dein Gehirn eine Alpha-Gehirnwellenfrequenz, verändert sich also dein Bewusstsein. Man spricht dabei von dem Alpha-Bewusstseinszustand.

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Dadurch, dass wir häufig Stress und Termindruck ausgesetzt sind, verschiebt sich unsere Beta-Gehirnwellenfrequenz in eine erhöhte Beta-Gehirnwellenfrequenz, d. h. der Basislevel unserer Gehirnwellenfrequenz ist ständig erhöht. Durch diese Belastung auf unser Gehirn können Krankheiten wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen oder Bluthochdruck entstehen. Trittst du aber regelmäßig in den Alpha-Bewusstseinszustand ein, kannst du deine Grundfrequenz wieder in einen gesunden Bereich verschieben. Weiterhin wird dir in Zukunft das Entspannen um einiges leichter fallen.

Eine Astralreise findet bei einer Gehirnwellenfrequenz unter 5 Hertz statt, welche noch weit unter der Alpha-Hirnwellenfrequenz liegt. Jedoch ist der Sprung zwischen dem Beta-Bewusstseinszustand zum Astralreisen-Bewusstseinszustand nicht möglich. Der Übergang passiert immer fließend. Möchtest du also den Astralreisen-Bewusstseinszustand erreichen, wirst du zwangsläufig erst in den Alpha-Bewusstseinszustand eintreten müssen. Der Alpha-Bewusstseinszustand ist also der erste Schritt zur erfolgreichen Astralreise und die perfekte Grundlage für eine Astralreisen-Technik.

Wie man den Alpha-Zustand erreicht

Es ist einfacher als gedacht, in den Alpha-Zustand zu gelangen. Sobald man sich in ein entspanntes Gespräch vertieft, einen interessanten Film ansieht oder chillige Musik anhört, tritt man unbewusst in den Alpha-Bewusstseinszustand ein. Es ist ein fließender Übergang, der mit Entspannung verbunden ist.

Zum Erreichen des Alpha-Bewusstseinszustandes eignen sich alle Arten von Entspannungsübungen. Es ist jedoch zu beachten, dass bei den Entspannungstechniken beide Komponenten, sowohl der Körper, als auch das Bewusstsein, stimuliert werden. Wichtig ist also, dass der Körper frei von Muskelverspannungen ist und das Bewusstsein nicht mit kreisenden Gedanken beschäftigt ist.

Entspannungstechnik für den Körper: Diese Technik hilft, Verspannungen im Körper zu lösen, indem man die Muskeln für kurze Zeit anspannt und dann wieder entspannt.

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  1. Lege dich in dein Bett in Rückenlage.
  2. Spanne deine Wadenmuskulatur und deinen Fuß so stark an, wie du nur kannst. Zähle währenddessen bis 10. Anschließend kannst du die Muskulatur wieder entspannen und fühlen wie sich die Entspannung ausbreitet.
  3. Wiederhole dies für Oberschenkel, Pomuskulatur, Bauchmuskulatur, Oberkörpermuskulatur, Hände (Faust machen), Oberarmmuskulatur, Halsmuskulatur und Gesicht (Zähne zusammenbeißen, Augen zukneifen, Lippen aufeinanderpressen).

Entspannungstechnik für das Bewusstsein: Diese Technik hilft, kreisende Gedanken zu kontrollieren.

  1. Stelle dir eine kleine Blase vor, die über deinem Körper schwebt.
  2. Wenn eine Alltagssorge auftaucht, dann denkst du kurzzeitig darüber nach, machst dir ein Bild davon und schätzt ein, wie groß dieses Alltagsproblem ist. Nachdem du diese Alltagssorge in deinen Gedanken festgehalten hast, überträgst du sie von deinem Kopf in die imaginäre Seifenblase und stellst dir vor, wie sie entsprechend wächst.
  3. Achte nun wieder auf eine weitere Alltagssorge, fixiere sie und stecke sie ebenfalls in die Blase.
  4. Konzentriere und fixiere deine Gedanken auf die Blase. Lasse die Blase mit Hilfe deiner Gedanken immer kleiner werden, damit sich im Inneren ein Druck aufbaut. Lasse die Blase mit einer imaginären Nadel platzen und lasse deine Alltagssorgen verpuffen.

Gehirnwellen und Bewusstseinszustände

Gehirnwellen geben Rückschlüsse auf den vorliegenden Bewusstseinszustand. Bewusstseinszustände wie Wachbewusstsein, Tagträumen, Tiefschlaf lassen sich bestimmten Frequenzbereichen oder Frequenzbändern zuordnen. Diese Frequenzbänder werden unterteilt in Alpha Wellen, Beta Gehirnwellen, Delta Wellen, Theta Wellen und Gamma Wellen.

Alpha-Wellen (8-13 Hz)

Wenn die Augen geschlossen sind und man sich in einem entspannten, wachen und aufmerksamen Zustand befindet, werden Alpha-Wellen automatisch produziert. Sie treten vermehrt bei leichter Meditation oder einem Spaziergang in der Natur auf. Lernen, Konzentration, Fokus, Zugang zur Intuition und Visualisierung fallen im Alpha-Zustand besonders leicht.

Alpha-Gehirnwellen sind ein Bindeglied zwischen Beta- und Theta-Gehirnströmen. Der Zustand des „Flow“ beschreibt am ehesten den Alpha-Bereich.

Delta-Wellen (0.5-4 Hz)

Delta-Wellen sind die am langsamsten schwingenden Gehirnwellen. Traumlose Tiefschlafphasen sind typisch für Delta-Wellen. Im Delta-Zustand finden wichtige körpereigene Heilungsprozesse wie Zellregeneration oder die Ausschüttung von lebenswichtigen Hormonen statt. Hier, im Reich des Unterbewusstseins, findet geistige und körperliche Regeneration statt.

Gamma-Wellen (30-100 Hz)

Es wurde festgestellt, dass diese Wellen, die mit einer Frequenz von etwa 30-100 Hz schwingen, in direktem Zusammenhang mit höheren kognitiven Funktionen, geistiger Wachheit und Bewusstsein stehen. Gamma-Wellen spielen eine entscheidende Rolle bei der Verarbeitung von Informationen und der Wahrnehmung. Darüber hinaus wird angenommen, dass Gamma-Frequenzen die Integration von Sinneseindrücken erleichtern und das Gehirn in die Lage versetzen, eine kohärente Wahrnehmung der Umgebung zu erzeugen. Dieser erhöhte Bewusstseinszustand ist besonders bei Aktivitäten von Vorteil, die Problemlösungsfähigkeiten, schnelle Entscheidungsfindung und kreatives Denken erfordern.

Die Forschung hat gezeigt, dass erhöhte Gammafrequenzen mit einer verbesserten Funktion des Immunsystems sowie mit einer Verringerung von Entzündungen und der Zellregeneration verbunden sind.

Gamma-Wellen werden in bestimmten Gehirnregionen erzeugt, insbesondere in der Großhirnrinde, die für komplexe kognitive Funktionen verantwortlich ist. Dieses Phänomen wird als “Gammaband-Synchronisation” bezeichnet und steht in Verbindung mit einer erhöhten Informationsverarbeitung und einer verbesserten Kommunikation zwischen den verschiedenen Gehirnbereichen.

In spirituellen Praktiken wie Meditation, Yoga und schamanischen Ritualen wurden erhöhte Gamma-Wellen-Aktivität und veränderte Bewusstseinszustände beobachtet. Es wird angenommen, dass Gamma-Wellen den Geist in einen Zustand erhöhter Wachheit und Achtsamkeit versetzen, der es ermöglicht, tiefere spirituelle Erfahrungen zu machen.

Es gibt verschiedene Methoden, um die Gamma-Wellen-Aktivität zu stimulieren. Meditationstechniken wie Achtsamkeitsmeditation und Transzendentale Meditation haben gezeigt, dass sie die Gamma-Wellen-Aktivität im Gehirn erhöhen können.

Außerkörperliche Erfahrungen und Astralreisen

Bei einer außerkörperliche Erfahrung (AKE) haben die Betroffenen das unmissverständliche Gefühl, ihren Körper zu verlassen und von außen zu betrachten. Manche können dabei ihren eigenen ruhenden physischen Körper im Bett betrachten. Das AKE-Phänomen kann bei Übermüdung, schwerer Energielosigkeit sowie bei hoher Energetisierung oder bei Klarträumen auftreten, aber auch in außergewöhnlichen Bewusstseinszuständen oder unter Einfluss von psychotropen Substanzen.

Astralreisen ist ein Begriff, der oft synonym für außerkörperliche Erfahrungen verwendet wird und oft mit spirituellen Praktiken wie Meditation, Yoga und Trance verbunden ist.

Die Wissenschaft ist sich nicht so recht einig, ob außerkörperliche Erfahrungen und Astralreisen real sind. Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass sie auf neuronal-mentalen Funktionen zurückzuführen sind und dass sie somit ein Beweis für die Existenz einer Seele oder eines Bewusstseins jenseits des Körpers sind. Es gibt durchaus wissenschaftliche Erkenntnisse, die die Existenz von außerkörperlichen Erfahrungen unterstützen. Anfang des 21. Jahrhunderts erhielt man hierzu Bestätigungen von Millionen klinisch Verstorbener, die die Existenz der außerkörperlichen Erfahrung nach ihrer Rückkehr in den physischen Körper bestätigten. Sie lasen während der Erfahrung beschriebene Zettel, die brasilianische Ärzte auf deren hohen Schränke platziert hatten und man ausschließlich von der Zimmerdecke aus lesen konnten.

Wissenschaftliche Erklärungsmodelle

Die dominierende These der klassischen Neurowissenschaft lautet: Bewusstsein ist ein emergentes Produkt neuronaler Aktivität. Demgegenüber steht die sogenannte Filtertheorie des Bewusstseins, bei der das Gehirn kein Erzeuger, sondern vielmehr ein Filter für ein übergeordnetes Bewusstseinsfeld wäre.

Eine der am besten untersuchten Hirnregionen im Zusammenhang mit Außerkörperlichen Erfahrungen ist der sogenannte Temporo-Parietale Übergang (TPJ). Die Stimulation dieser Region kann außerkörperliche Erfahrungen auslösen.

Auch die biochemische Seite spielt eine Rolle. DMT (Dimethyltryptamin) ist Bestandteil vieler schamanischer Pflanzenrituale (z. B. Ayahuasca) und kann außerkörperliche Erfahrungen hervorrufen.

Viele Astralreisen treten in der Übergangsphase zwischen Wachen und Schlafen auf. Luzide Träume und außerkörperliche Erlebnisse gehen häufig ineinander über. Neuere Studien zeigen, dass bei mystischen Erfahrungen, Meditation oder unter Psychedelika das sogenannte Default Mode Network (DMN) heruntergefahren wird. Diese Zustände ähneln teilweise dem, was bei Astralreisen beschrieben wird.

Die Frage des Bewusstseins

Die Kernfrage lautet: Handelt es sich bei Astralreisen um rein neurologisch erzeugte Halluzinationen - oder erlebt der Mensch hier tatsächlich eine Trennung von Bewusstsein und Körper?

Der australische Philosoph David Chalmers prägte den Begriff des “harten Problems des Bewusstseins” (The Hard Problem of Consciousness). Genau hier setzt auch die Debatte über Astralreisen an. Der deutsche Neurowissenschaftler Thomas Metzinger sieht im „Selbstmodell“ des Gehirns einen möglichen Schlüssel: Unser Bewusstsein erzeugt permanent ein Modell unserer selbst in Raum und Zeit.

Praktische Aspekte der Astralreise

Astralreisen ist die Fähigkeit, deinen astralen oder spirituellen Körper von deinem physischen Körper zu trennen, so dass du das astrale Reich erkunden kannst. Es kann am besten beschrieben werden als Schweben oder Herausheben aus dem physischen Körper und Verwenden des Astralkörpers.

Techniken zum Erlernen von Astralreisen

  1. Ernährung: Die meisten der Lebensmittel, die wir essen, insbesondere Fleisch und zuckerhaltige Lebensmittel, haben negative Ladungen oder Essenzen. Dies wirkt sich stark auf die Polarität des Körpers aus. Gemüse, insbesondere grün-belaubte, und Früchte haben positive Essenzen.
  2. Atmung: Tiefes Einatmen bringt Chi in deine Lunge. Dein Chi hat eine sehr hohe Schwingungsrate. Wenn du tief einatmest, bringst du Chi in deine Lunge. Dein Chi hat eine sehr hohe Schwingungsrate. Wenn du mit deinen Versuchen Erfolg haben willst, versuche, den Atem in der Lunge für ein paar Sekunden anzuhalten.
  3. Bewusstsein: Versetzen Sie Ihr Bewusstsein in eine andere Schwingungsfrequenz, um es zu projizieren.
  4. Visualisierung: Stellen Sie sich vor, die Hand bewegt sich langsam nach oben, und versuchen Sie, dies zu sehen und zu fühlen, während Sie Ihre Augen geschlossen halten und sich auf Ihre Atmung konzentrieren. Eine andere Möglichkeit ist, sich eine Stange oder ein Seil über Ihnen vorzustellen, während Sie liegen oder sitzen, und Ihre Hand zu visualisieren, die nach ihr greift.

Ist Astralreisen gefährlich?

Es gibt immer eine „silberne Schnur“, die dich an deinem physischen Körper befestigt, das kann nicht gebrochen werden. Einige Leute behaupten, dass die Astralprojektion gefährlich ist und mit Risiken verbunden ist. Versuchen Sie daher nur dann, Astralreisen zu lernen, wenn Sie sich darüber informiert haben und wissen, was Sie tun.

Nahtoderfahrungen und das Leben nach dem Tod

Seit Anfang 2011 stellt Clint Eastwoods Film "Hereafter - Das Leben danach" die Frage nach dem Jenseits. In dem Film geht es um Nahtoderfahrung und den Kontakt mit Verstorbenen.

Konkret geht es um die Deutung dessen, was in so genannten Nahtoderfahrungen oft berichtet wird: Die erlebte Trennung des Bewusstseins vom Körper und damit verbundene außersinnliche Wahrnehmungen sowohl des eigenen physischen Körpers wie eines mystischen Lichtes, was manchmal eine Begegnung mit verstorbenen Freunden oder Verwandten einschließt.

Empirisch gesehen trägt eine Studie des niederländischen Kardiologen Pim van Lommel entscheidend bei, die 2001 in der renommierten Medizinzeitschrift The Lancet publiziert wurde: Van Lommel oder Kollegen bzw. Mitarbeiter befragten wiederbelebte Patienten sehr bald nach der Reanimation nach entsprechenden Erlebnissen. Es wurden ihnen dabei nachprüfbare Details außerkörperlicher Wahrnehmung mitgeteilt, die stimmten und die sich nach sorgfältiger medizinischer Analyse nicht während des Herzstillstandes und damit verbundener EEG-Nulllinien im Gehirn gewinnen ließen.

Weltbilder und Bewusstsein

Der Weltbildhintergrund ist für diese Kernfrage insofern entscheidend, als das noch weit verbreitete „klassische“, naturalistische Weltverständnis jede Bewusstseinstätigkeit an Hirnvorgänge bindet, eine Trennbarkeit von Teilen des Bewusstseins und Gehirn also ablehnt. In dem durch die Quantenphysik veränderten Weltbild besteht dagegen grundsätzlich kein Einwand gegen die genannte Trennbarkeit.

Eine neurobiologische Untersuchung auch außerkörperlicher Bewusstseinsprozesse steht einstweilen nicht an, da die gegenwärtige Hirnforschung zu fast 100% auf klassische Physik gründet. Ehe sich das geändert hat, ist sie somit nicht legitimiert, auf dem Boden quantenphysikalisch erweiterter Wissenschaft über die Trennbarkeit von Körper und Bewusstsein eine wesentliche Aussage zu treffen.

Einwände und Erklärungen

Zu dem gelegentlich geäußerten Einwand, man könne Nahtoderlebnisse künstlich verursachen, etwa durch Sauerstoffentzug, Hirnreizung, Drogeneinnahme, autogenes Training oder Tiefenmeditation, möchte ich noch Folgendes bemerken: Hier wird „verursachen“ und „auslösen“ verwechselt. Auch ein Verkehrsunfall oder Herzinfarkt kann Auslöser eines Nahtoderlebens sein, erklärt aber nicht, was dann geschieht.

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