Eine Atlasfehlstellung, also eine Fehlposition des obersten Halswirbels (Atlas), kann vielfältige Beschwerden im gesamten Körper auslösen und die Lebensqualität spürbar beeinträchtigen. Viele Betroffene spüren eine eingeschränkte Beweglichkeit im Nacken oder einen ziehenden Schmerz bei Drehungen. Bleibt eine Fehlstellung über einen längeren Zeitraum bestehen, kann dies zu chronischen Beschwerden im gesamten Körper führen. Das ist individuell sehr unterschiedlich und hängt davon ab, wie lange die Blockade bereits besteht und welche Faktoren mitwirken. Grund dafür kann neben vielen anderen Ursachen auch der Atlas, dein oberster Halswirbel, sein. Verschiebt er sich oder ist er blockiert, können vielfältige Beschwerden am ganzen Körper auftreten.
Symptome einer Atlasfehlstellung
Die Symptome einer Atlasfehlstellung können vielfältig sein und sich im ganzen Körper bemerkbar machen. Die hier aufgeführten Atlaswirbel Symptome und Beschwerden liegen im Anwendungsbereich einer Atlaswirbel Therapie durch die Methode atlasreflexTh. Durch einen manuellen Befund kann der Atlastherapeut feststellen, ob eine Atlaswirbel Fehlstellung vorliegt. Zu den häufigsten Beschwerden gehören:
- Kopfschmerzen und Schwindel: Fachleute unterscheiden bis zu 200 verschiedene Formen von Kopfschmerzen. Kopfschmerzen machen sich auch bemerkbar, wenn die Blockade zwischen dem Atlaswirbel und dem direkt darunter liegenden Axis liegt. In diesem Fall spüren die Betroffenen eine starke Bewegungseinschränkung, wenn sie den Kopf drehen wollen.
- Nackenschmerzen: Verspannungen können zu quälenden Nackenschmerzen führen. Die Wirbelsäule ist am Hals vergleichsweise zart. Gleichzeitig befinden sich hier besonders viele Schmerzrezeptoren. So können Verspannungen zu quälenden Nackenschmerzen führen. Der Bereich der Halswirbelsäule ist extrem empfindlich und mit besonders vielen Schmerzrezeptoren ausgestattet. Daher treten Nackenschmerzen bei zu hohen Spannungen rund um den Atlas gehäuft auf.
- Kiefergelenksschmerzen: Kiefergelenk Schmerzen kommen auch durch das „Zähne-Zusammenbeißen“ - hier kann eine Entspannung über den Atlaswirbel langfristig die Kiefergelenk Schmerzen beseitigen.
- HWS-Syndrom: Das HWS-Syndrom ist eine häufige Erkrankung bei Menschen mit Berufen, bei denen sie lange sitzen müssen. Typische Anzeichen sind Kribbeln und ,,Ameisenlaufen" in Händen und Armen sowie Kopf- und Nackenschmerzen.
- Tinnitus oder Ohrgeräusche: Tinnitus oder Ohrgeräusche können zu einer extremen Belastung werden. Bei einer Fehlstellung des Atlas oder Bewegungseinschränkungen wird die Wirbelarterie manchmal leicht komprimiert.
- Schwindelgefühl: Wer unter dem Schwindelgefühl leidet, ist kein Einzelfall. Jeder zehnte Patient beim Hausarzt klagt über ein Schwindelgefühl. Bei den Älteren nehmen Störungen im Gleichgewichtssystem dann noch einmal deutlich zu.
- Migräne: Kann meine Migräne durch einen Spannungskopfschmerz und Stress entstehen? Migräne Kopfschmerzen plagen die Betroffenen oftmals über mehrere Jahre hinweg. In vielen Fällen erweisen sie sich auch als therapieresistent.
- Muskelverspannungen: Als Muskelverspannung wird jener Zustand bezeichnet, in dem die Muskulatur nicht mehr fähig ist, sich zu entspannen. Das bedeutet, dass die Grundspannung der Muskeln anhaltend verstärkt ist.
- Schleudertrauma: Ein Schleudertrauma ist eine reine Weichteilverletzung an der Halswirbelsäule. Das akute Schleuder-Trauma ist häufig durch einen Auffahrunfall bedingt. Dabei wirkt plötzlich eine starke Kraft auf den Nacken ein.
- Skoliose: Die Skoliose Behandlung in der Kombination mit einer atlasreflexTh. Atlastherapie ist deutlich wirkungsvoller. Während im Normalfall die menschliche Wirbelsäule nach vorne und hinten gekrümmt, ist sie bei einer Skoliose seitlich verkrümmt.
- Beckenschiefstand: Beckenschiefstand oder Beinlängendifferenz - eine oft gestellte Frage Der Beckenschiefstand als Ursache für vielerlei Beschwerden im Rücken und Nacken Der Beckenschiefstand kann verschiedene Gründe haben.
- Bandscheibenvorfall: Symptome bei einem Bandscheibenvorfall sind starke, häufig in die Extremitäten ausstrahlende Schmerzen, oft mit einem Taubheitsgefühl im Versorgungsgebiet der eingeklemmten Nervenwurzel, gelegentlich auch Lähmungserscheinungen. Viele Patientinnen und Patienten mit Bandscheibenvorfällen haben auch einen Beckenschiefstand und massive Verspannungen im Bereich des Atlaswirbels. Eine Atlaskorrektur kann dafür sorgen, dass sich der Körper neu ausrichtet.
- Kiss Syndrom: KISS Syndrom Kinder schreien häufig und wachen nachts oft auf Mit dem Kiss Syndrom bezeichnet man eine Fehlhaltung des Atlaswirbel, die zuweilen auch Schiefhals genannt wird.
- Atlasblockade: Atlasblockade Ursachen und Wirkung der Atlasblockade Ursachen für die Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule sind Überlastungen die bis hin zur Atlasblockade führen können. Eine Funktionsstörung, die sich zwischen dem Hinterhauptbein und dem Atlaswirbel festsetzt, bezeichnet man als Atlasblockade.
Die Rolle des Atlaswirbels
Als Atlas wird der erste Halswirbel (C1) beziehungsweise der erste Wirbel deiner Wirbelsäule bezeichnet. Er ist das zentrale Elemente der sogenannten Kopfgelenke - das sind die Gelenke zwischen Schädel und Atlas sowie zwischen Atlas und zweitem Halswirbel. Erst dank dieser Gelenke kann sich der Kopf überhaupt bewegen. Im Gegensatz zu allen anderen Wirbeln deines Körpers verfügt der Atlaswirbel über keinen Wirbelkörper. Stattdessen setzt er sich aus einem vorderen und einem hinteren Wirbelbogen sowie einer dicken Knochenmasse zusammen. Letztere verbindet beide Bögen miteinander. In der Mitte des Atlaswirbels verläuft der Kanal, in dem sich das Rückenmark durch die komplette Wirbelsäule zieht. Auf der vorderen Seite des Atlaswirbels sitzen sogenannte Querfortsätze. An der Rückseite befinden sich Überreste der Dornfortsätze. Gemeinsam mit dem zweiten Halswirbel (Axis) und den umliegenden Muskeln und Bändern bildet er ein eigenes System, in dem viele Nerven zusammenkommen (auch Nackenrezeptorenfeld genannt). Die Nerven in der Muskulatur steuern die Stellung des Kopfes und der einzelnen Gelenke, aber auch die Spannung der Nackenmuskulatur und der Sehnen. Das System ist auch an der Verarbeitung von Schmerzsignalen beteiligt. Manchmal verschiebt sich der Atlaswirbel ein wenig, wodurch das Fundament unseres Skeletts gewissermaßen in Schieflage gerät. Liegt eine Fehlstellung in diesem Bereich vor, bekommt das Gehirn fehlerhafte Informationen. Daraufhin reagiert der Körper und die Auswirkungen machen sich manchmal im ganzen Körper bemerkbar.
Sitzen wir zum Beispiel stundenlang am Schreibtisch vor dem Computer, wird der Kopf permanent nach vorne geschoben und der Rücken meist gerundet. Ein sogenannter Geierhals und ein Brettnacken sind da vorprogrammiert, weil der Kopf beim Blick auf den Monitor oft zusätzlich überstreckt wird. Ist der Atlaswirbel verschoben, gerät die komplette Statik des Körpers durcheinander. Durch dieses Ungleichgewicht hat eine Körperseite mehr zu tragen, was eine Ausgleichsreaktion auf der anderen Seite provoziert. Die Folge: Durch die einseitige Belastung kommt es zu erhöhten muskulär-faszialen Spannungen, wodurch sich auch eine Seite des Beckens leicht nach oben verziehen kann.
Auswirkungen auf Nerven und den Körper
Die Folgen einer Atlasfehlstellung haben Auswirkungen auf verschiedene anatomische Strukturen. Die Bandscheibe kann auch durch negative Druckeinwirkung, wie z.B. einseitiges schweres Heben, ihre Position verlassen und sich etwas zu einer Seite verschieben. Dies wird Protusion genannt. Hierbei kann es zu einer leichten Kompression auf Nerven kommen. Wenn der Faserring der Bandscheibe bei starker Druckbelastung aufplatzt und der Kern austritt, sprechen wir von einem Bandscheibenvorfall (Prolaps). Auch dieser führt zur Nervenkompression. Zum parasympathischen Nervensystem gehört auch der Nervus glossopharyngeus (.IX. Hirnnerv). Dieser steuert das Schlucken. Da er auch aus dem Foramen jugulare vom Gehirn ausgehend durch den Schädel tritt, genau wie die Arteria vertebralis, kann dieser Nerv durch eine Atlasverschiebung in seiner Funktion gestört sein. Oft klagen Patienten über Schwindel, Benommenheit oder Kopf- und Nackenschmerzen nach einer Operation. Diese Beschwerden stehen in keinem Zusammenhang zu der eigentlichen Indikation der Operation. Diese Symptome entstehen, weil der Patient bei der Narkose seine komplette Körperspannung und die Steuerung der Motorik verliert. Wenn der Kopf längere Zeit in einer ungünstigen Position liegt, kann dies zu Verschiebungen am Atlas und der Halswirbelsäule führen.
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Schwindel kann vielfältige Ursachen haben, die du bitte immer ärztlich abklären lässt. Neben einer Störung im Innenohr, dem Gehirn oder Kreislaufbeschwerden kann in einigen Fällen auch eine falsch geleitete Information der sogenannten Stellungswahrnehmer (Propriozeptoren) aus der oberen Halswirbelsäule der Grund dafür sein. Es kann auch sein, dass die Wirbelarterie auf der Höhe des Atlas durch eine übermäßige Bewegung gereizt wird oder dass ein erhöhter Druck auf ihr lastet. Dadurch verengt das Gefäß. In diesem Fall können Bereiche des Gehirns und des Innenohrs beeinträchtigt sein, die von dieser Arterie versorgt werden.
Therapiemöglichkeiten
Die Korrektur des Atlaswirbels wird in verschiedenen Therapieformen gefunden. Dies ist bei der Therapie nach Arlen, der Chiropraktik, der Manuellen Therapie, Osteopathie und verschiedenen Therapiegesellschaften, die den Atlas mit Hilfe eines Vibrationsgerätes mobilisieren, der Fall. Hier stellt sich bei jeder Therapie die Frage, wie gefährlich und wie effektiv die einzelnen Techniken sind. Bei einer diagnostizierten Fehlstellung des Atlas ist die sogenannte Atlaskorrektur eine Möglichkeit, die Beschwerden zu lindern. Dadurch soll der verschobene Wirbel wieder an seinen Platz gebracht werden. Ein verschobener Atlaswirbel hat Auswirkungen auf den gesamten Körper.
In unserer Praxis für ganzheitliche Medizin suchen wir nach der Ursache hinter Ihren Symptomen und setzen auf bewährte wie auch moderne Therapiemethoden aus Schulmedizin und Naturheilkunde. Wir legen großen Wert darauf, den Menschen als Ganzes zu betrachten.
Einige Therapieansätze sind:
- Amerikanische Chiropraktik: Diese Methode zielt darauf ab, Blockaden in der Wirbelsäule behutsam zu lösen und die natürliche Beweglichkeit wiederherzustellen. Dabei setzen wir gezielte, sanfte Impulse, um Fehlstellungen zu korrigieren.
- Osteopathie: Durch manuelle Techniken werden Spannungen in Muskulatur und Faszien gelöst. Osteopathie betrachtet den Körper in seiner Gesamtheit, sodass auch Zusammenhänge zwischen Atlaswirbel und anderen Regionen berücksichtigt werden.
- Angewandte Kinesiologie: Über spezielle Muskeltests lassen sich Ungleichgewichte im Körper aufspüren. Darauf aufbauend können gezielte Korrekturen und Unterstützungsmöglichkeiten entwickelt werden.
- Orthomolekulare Medizin: Ein ergänzender Ansatz, um den Körper mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen, die Regenerationsprozesse begünstigen können.
- Atlasreflex-Therapie: Als neurophysiologische Behandlung unterstützt die Atlasreflex-Therapie Fehlstellungen des Atlas-Wirbels in der Halssäule. Die Folgen solcher Fehlstellungen werden als Hals-Wirbel-Syndrom oder kurz HWS Syndrom bezeichnet. Als einer der wesentlichen Unterschiede zu anderen Behandlungsmethoden wendet die Atlasreflex-Therapie keine Kopf- und Halsdrehungen oder andere manipulativen Maßnahme an. Die Atlasreflex-Therapie ist eine einmalige Behandlung. Im ersten Schritt der Therapie erfolgt eine Massage der tiefen Nackenmuskulatur. Mit speziellen Geräten werden die Verspannungen und Blockaden gelöst. Meist verursachen diese Verspannungen die umliegenden Muskeln und Sehnen. Ausschließlich staatlich geprüfte Therapeuten mit einem entsprechenden Zertifikat dürfen eine Atlasreflex-Therapieübernehmen. Die Therapie gilt als eine erfolgreiche Behandlungsmethode beim Hals-Wirbel-Syndrom. Oft stellen sich sogar sehr schnell spürbare Erfolge ein. Der Therapeut wird in seiner ersten Befragung eine Gesundheitsprüfung vornehmen, sofern diese angeraten ist.
Alternative Behandlungsmethoden
Dies ist eine Therapie, bei der mittels eines Fingers auf die Spitze des Querfortsatzes ein Impuls gegeben wird. Dieser soll Rezeptoren anregen die Muskelspannung zu verringern und Impulse ans Gehirn weiterleiten. Beide Therapieformen versuchen mittels der Finger den Atlas in die richtige Position zu bewegen. Alle diese drei Therapien arbeiten genau wie die foreas Therapie mit Hilfe eines Vibrationsgerätes. Hierbei wird vorher die genaue Position des Atlaswirbels festgestellt und dieser anschließend mit dem vibrierenden Gerät in die richtige Position geschoben. Diese Art der Therapie ist die effektivste und genaueste von allen. Die Atlas- und Halswirbelkorrektur nach foreas ist nicht schmerzhaft, da die Wirbel in die richtige Position geschoben werden. Dies ist sehr sanft und zusätzlich nicht gefährlich. Wenn ihr Therapeut nach der Heilpraktiker Gebührenordnung abrechnen kann, werden die Kosten bei den privaten Kassen für eine foreas-Behandlung erstattet. Die gesetzliche Krankenkasse bezahlt die Behandlung grundsätzlich nicht.
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Vor Behandlungsbeginn klärt der Arzt zunächst ab, ob andere Ursachen für die Symptome verantwortlich sind. Ob eine Atlaswirbel-Therapie angezeigt ist, lässt sich durch einen manuellen Befund feststellen. Ist die Fehlstellung der Atlaswirbel korrigiert, kann dies direkte Auswirkungen auf die Beschwerden sowie zahlreiche andere Atlaswirbel-typische Symptome haben.
Unser Ziel ist es, die Beschwerden nachhaltig zu lindern und Ihre Mobilität zu verbessern. Wir achten bewusst darauf, keine unrealistischen Heilversprechen zu geben.
Präventive Maßnahmen
Um Blockaden am Atlaswirbel langfristig vorzubeugen, lohnt sich ein genauer Blick auf Alltagsgewohnheiten. Häufig sind es scheinbar kleine Faktoren, die auf Dauer für Fehlhaltungen oder Verspannungen sorgen.
- Ergonomie am Arbeitsplatz: Achten Sie darauf, dass Ihr Bildschirm auf Augenhöhe steht und Ihre Schultern entspannt bleiben.
- Ausreichende Bewegung: Regelmäßige sportliche Aktivität stärkt Ihre Muskulatur und verbessert die Haltung.
- Stressreduktion: Methoden wie Yoga, Meditation oder Atemübungen können helfen, muskuläre Anspannung zu reduzieren.
- Bewusstes Schlafen: Eine passende Matratze und ein geeignetes Kopfkissen entlasten die Halswirbelsäule während der Nacht. In der Bauchlage drehen viele den Kopf nach links oder rechts. Die Rückenlage hat den Vorteil, dass die Beine gestreckt sind und so die Muskeln und Faszien optimal entspannen können. Achte darauf, dass dein Kissen nicht zu hoch ist, sodass auch deine Halswirbelsäule einigermaßen gerade liegt. Außerdem ist es wichtig, dass deine Matratze weder durchgelegen noch zu weich ist.
Mithilfe dieser präventiven Maßnahmen lässt sich das Risiko für einen blockierten Atlaswirbel deutlich verringern.
Damit der muskulär-fasziale Druck vom Atlas genommen wird, solltest du regelmäßig unsere Dehnübungen machen.
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