Austretende Nerven der BWS: Ursachen und Behandlungen

Die Brustwirbelsäule (BWS) ist ein komplexer Bereich des Körpers, der anfällig für verschiedene Erkrankungen sein kann, die zu ausstrahlenden Nervenschmerzen führen. Dieser Artikel beleuchtet die möglichen Ursachen für austretende Nerven der BWS und bietet einen Überblick über verschiedene diagnostische und therapeutische Ansätze.

Einführung in die Problematik

Schmerzen im Bereich der Brustwirbelsäule (BWS) können vielfältige Ursachen haben und stellen Betroffene oft vor eine Herausforderung. Die BWS ist ein zentrales Element des Skeletts, das Beweglichkeit ermöglicht und gleichzeitig das Rückenmark schützt. Wenn Nerven, die aus der BWS austreten, gereizt oder komprimiert werden, kann dies zu erheblichen Beschwerden führen.

Anatomie der Brustwirbelsäule

Die Wirbelsäule besteht aus 33 bis 34 Wirbeln, die in verschiedene Abschnitte unterteilt sind: Halswirbelsäule (HWS), Brustwirbelsäule (BWS), Lendenwirbelsäule (LWS), Kreuzbein und Steißbein. Die BWS besteht aus 12 Wirbeln, an denen die Rippen befestigt sind. Zwischen den Wirbelkörpern liegen Bandscheiben, die als Stoßdämpfer dienen und die Beweglichkeit der Wirbelsäule ermöglichen.

Ursachen für austretende Nerven der BWS

Verschiedene Faktoren können zu Problemen mit den aus der BWS austretenden Nerven führen. Dazu gehören:

Bandscheibenvorfall

Ein Bandscheibenvorfall tritt auf, wenn der Faserring einer Bandscheibe reißt und der Gallertkern austritt. Dieses austretende Material kann auf Nervenwurzeln drücken und Schmerzen verursachen. Im Bereich der BWS ist ein Bandscheibenvorfall jedoch seltener als in der LWS oder HWS. Wenn der Faserring eingerissen ist, sieht man im Kernspin eine sogenannte Aktivitätszone (high intensity zone).

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Wirbelgleiten (Spondylolisthesis)

Wirbelgleiten bezeichnet die Instabilität der Wirbelsäule, bei der ein Wirbelkörper gegenüber dem darunter liegenden Wirbelkörper nach vorne gleitet. Dies kann zu einer Einklemmung der Nervenwurzeln führen. Durch die Destabilisierung der sogenannten Dachziegelformation gleitet der obere Wirbel nach vorne. Er kann kyphotisch verkippen. Das wiederum führt in der Folge zu einer Einengung des Zwischenwirbellochs. Es entsteht Druck auf die austretende Nervenwurzel.

Spinalkanalstenose

Eine Spinalkanalstenose ist eine Verengung des Wirbelkanals, die Druck auf das Rückenmark und die Nervenwurzeln ausüben kann. Infolge von degenerativen Prozessen schwellen Bandscheiben-Strukturen, Bänder und Gelenke an. Diese Schwellung verengt den Nervenwurzelkanal.

Facettengelenksarthrose (Spondylarthrose)

Die Facettengelenke verbinden die Wirbel miteinander und ermöglichen die Beweglichkeit der Wirbelsäule. Mit zunehmendem Alter können diese Gelenke verschleißen und Arthrose entwickeln, was zu Schmerzen und Entzündungen führen kann. Zwischen den Wirbeln sitzen kleine Gelenke, die Facettengelenke. Mit zunehmendem Alter können sie verschleißen und Rückenschmerzen verursachen. Man spricht von Facettengelenksarthrose oder Spondylarthrose.

Blockierungen

Auf jeder Bewegungsebene an der Wirbelsäule können Blockierungen auftreten. Als Blockierung werden Verklemmungen zwischen den kleinen Wirbelgelenken und den Rippen bezeichnet. Die Blockierungen sind meist derart schmerzhaft, dass das normale Bewegungsspiel der Wirbelsäule langstreckig beeinträchtigt ist.

Verletzungen

Traumatische Ereignisse wie Unfälle können zu Wirbelkörperfrakturen oder anderen Verletzungen führen, die die Nervenwurzeln beeinträchtigen.

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Tumore und andere Raumforderungen

In seltenen Fällen können Tumore oder andere Raumforderungen im Bereich der BWS auf die Nervenwurzeln drücken.

Nervenwurzelkompression

Eine Nervenwurzelkompression ist ein medizinischer Zustand, bei dem Druck auf eine Nervenwurzel eines Spinalnervs, der aus dem Rückenmark austritt, im Bereich der Wirbelsäule ausgeübt wird. Durch die mechanische Kompression werden Nervenfasern in ihrer Funktion beeinträchtigt und je nach Ursache und Ausdehnung kann es zu einer Nervenschädigung kommen.

Neuroforamenstenose

Eine Neuroforamenstenose beschreibt einen Zustand, bei dem die Neuroforamina stenosiert, also verengt sind. Neuroforamina sind Öffnungen der knöchernen Wirbelsäule durch die Nerven den Spinalkanal verlassen und in Richtung Arme und Beine verlaufen, um diese zu innervieren. Im Rahmen einer Neuroforamenstenose kommt es durch angeborene oder degenerative Verengungen der knöchernen Öffnungen zu einer Kompression der Nerven, die durch die entsprechenden Foramina ziehen.

Symptome

Die Symptome bei Problemen mit den aus der BWS austretenden Nerven können vielfältig sein und hängen von der Ursache und dem Ausmaß der Nervenbeeinträchtigung ab. Häufige Symptome sind:

  • Schmerzen: Lokale Schmerzen im Bereich der BWS, die in Arme, Brustkorb oder Bauch ausstrahlen können.
  • Taubheitsgefühle und Kribbeln: Empfindungsstörungen in den betroffenen Gebieten.
  • Muskelschwäche: Schwäche in den Muskeln, die von den betroffenen Nerven versorgt werden.
  • Bewegungseinschränkungen: Schwierigkeiten bei bestimmten Bewegungen der Wirbelsäule oder des Oberkörpers.
  • Brennen im Rücken: In der Regel handelt es sich hierbei um ein Symptom eines erkrankten, verletzten oder geschädigten sensorischen Nervs. Welche Ursache infrage kommt, hängt davon ab, wo die Beschwerden auftreten. Das Brennen im Rücken kann auch von den Knochen oder der Muskulatur, jedoch ebenso von den inneren Organen ausgelöst werden, zum Beispiel des Brust- oder Bauchraums.

Diagnostik

Um die Ursache für die Beschwerden zu ermitteln, sind verschiedene diagnostische Maßnahmen erforderlich:

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  • Anamnese und körperliche Untersuchung: Der Arzt erfragt die Krankengeschichte des Patienten und führt eine gründliche körperliche Untersuchung durch, um die Schmerzquelle zu lokalisieren und neurologische Ausfälle festzustellen.
  • Bildgebende Verfahren:
    • Röntgen: Zur Beurteilung der knöchernen Strukturen und zum Ausschluss von Frakturen.
    • Computertomographie (CT): Liefert detailliertere Bilder der knöchernen Strukturen und kann auch Bandscheibenveränderungen darstellen.
    • Magnetresonanztomographie (MRT): Das MRT ist die Untersuchung der Wahl, wenn es um die Untersuchung von Weichteil- und Nervengewebe geht. Bei einem Bandscheibenvorfall kann mit dem MRT das Krankheitsausmaß genau dargestellt werden. Der Bandscheibenvorfall kann dabei in einen medialen, lateralen oder mediolateralen Vorfall klassifiziert werden. Außerdem zeigen die Schnittbilder welche Nervenfasern bedrängt oder verletzt werden, woraus sich eine therapeutische Konsequenz ableiten lässt.
    • Myelografie: Dabei wird ein Kontrastmittel in den Rückenmarkskanal gespritzt und anschließend eine Röntgenaufnahme oder ein CT durchgeführt.
  • Elektromyographie (EMG): Bei der Elektromyographie, EMG, handelt es sich um ein Untersuchungsverfahren, dass der Messung der Muskelaktivität dient. Dabei wird die Muskelaktivität entweder mittels Oberflächen-EMG ermittelt. Bei dem Oberflächen-EMG klebt man Elektroden auf die Haut, bei dem Nadel-EMG werden feine Nadeln durch die Haut in die Muskulatur vorgeschoben.
  • Kapillarmikroskopie: Die Kapillarmikroskopie ist ein anerkanntes und etabliertes Verfahren zur Diagnostik rheumatischer Erkrankungen. Mithilfe eines speziellen Mikroskops machen wir so die kleinsten Gefäße an der Oberfläche, die sogenannten Kapillarschlingen, im Nagelbett sichtbar.
  • Knochendichtemessung: Bei der Knochendichtemessung kontrollieren wir den Mineralsalzgehalt der Knochen, der über Zustand und Stabilität. Auskunft gibt.
  • Knochenszintigraphie: Bei der Knochenszintigraphie spritzen wir dem Patienten ein kurz wirksames, schwach radioaktives Medikament. Das Medikament lagert sich vornehmlich dort ein, wo ein gesteigerter Knochenstoffwechsel vorliegt.
  • Schmerzprovokationstests: Gezielte Injektionen von Lokalanästhetika in bestimmte Bereiche (z.B. Facettengelenke) können helfen, die Schmerzquelle zu identifizieren (diagnostische Infiltration).
  • Schwarz-Weiß-Ultraschall (s-w-Ultraschall): Schwarz-Weiß-Ultraschall, auch B-Bild-Ultraschall genannt, gehörte in den vergangenen Jahrzehnten zu den wichtigsten Formen der Geräte basierten Diagnostik. Das Schwarz-Weiß-Bild zeigt die unterschiedliche Echogenität von Geweben an, das heißt, wie die Schwingungen an einer bestimmten Stelle im Körper zurückgeworfen werden. Die Auflösung der modernen Geräte liegt bei 0,1 mm. Damit lassen sich geringe Veränderung von Sehnenstrukturen, Knorpel und Gelenkoberflächen sowie Flüssigkeitsansammlungen und Zysten diagnostizieren. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist, dass die Gelenksonographie auch eine Funktions- und Bewegungsanalyse der Gelenke erlaubt.
  • Thermographie: Die Thermographie ist ein bildgebendes Verfahren, mit dem die Oberflächentemperatur von Objekten zur Diagnostik von Krankheiten angezeigt wird. Sie kommt seit vielen Jahren in der Medizin zum Tragen. Sie hat in den letzten Jahren aufgrund einer gesteigerten Dokumentation an Bedeutung gewonnen. Eine Wärmebildkamera wandelt dabei die für das menschliche Auge unsichtbare Infrarotstrahlung in elektrische Signale um. Daraus entsteht ein Bild in Falschfarben. Viele Krankheiten gehen mit Temperaturveränderung der betroffenen Körperpartien einher, so beispielsweise Entzündungen. Überschüssige Wärme wird durch das Hautgefäßsystem wieder an die Umwelt abgegeben. Mittels Thermographie können wir Rückschlüsse auf mögliche Erkrankungen der darunterliegenden Organe ziehen. Neben der dermatologischen Thermographie kommt auch die vegetative Funktionsthermographie zum Einsatz.
  • 3D-Wirbelsäulenvermessung: Die 3D-Wirbelsäulenvermessung hat sich in den letzten Jahren auch in der Jugend-Orthopädie etabliert. Das strahlungsfreie Verfahren ermöglicht es, Verkrümmungen in der Wirbelsäule aufzudecken und den Verlauf zu protokollieren.
  • Fußdruckanalyse: Mit der Fußdruckanalyse können wir mittels Computertechnik die verschiedenen Belastungszonen am Fuß im Stand sowie bei Bewegung grafisch darstellen.
  • Computergestützte Analyse des Bewegungsablaufes: In unserer Praxis kommt ein hochmodernes diagnostisches Verfahren der Orthopädie und Sportmedizin zur Anwendung: die computergestützte Analyse des Bewegungsablaufes. Im sogenannten Ganglabor messen wir Ihren Bewegungsablauf und können so möglichen Beschwerden auf den Grund gehen. Die Auswertung des Bewegungsmusters deckt auch okkulte Störungen auf.

Therapie

Die Behandlung von Problemen mit den aus der BWS austretenden Nerven zielt darauf ab, die Schmerzen zu lindern, die Funktion wiederherzustellen und die Lebensqualität zu verbessern. Die Therapie kann konservativ oder operativ erfolgen, abhängig von der Ursache und dem Schweregrad der Erkrankung.

Konservative Therapie

  • Schmerzmittel: Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) oder stärkere Schmerzmittel können zur Schmerzlinderung eingesetzt werden.
  • Muskelrelaxantien: Zur Entspannung der verspannten Muskulatur.
  • Physiotherapie: Gezielte Übungen zur Stärkung der Rückenmuskulatur, Verbesserung der Beweglichkeit und Haltungsschulung.
  • Wärme- und Kälteanwendungen: Zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung.
  • Injektionen:
    • Infiltrationen: Bei der Infiltration wird eine therapeutische Substanz in die schmerzende Körperregion injiziert. Der Arzt spritzt dabei entzündungshemmende Substanzen wie langwirksames Kortison, betäubende Wirkstoffe wie Lidocain oder schmerzstillende Medikamente. Die injizierten Substanzen wirken direkt vor Ort, z. B. im Wirbelgelenk oder an der Nervenwurzel.
    • Periradikuläre Therapie (PRT): Eine periradikuläre Therapie, kurz PRT, ist eine schmerzlindernde Behandlungsmethode bei chronischen chronischen Rückenschmerzen, die durch eine Irritation einer Nervenwurzel entstehen. Die mit Abstand häufigste Indikation zur Durchführung einer PRT ist ein Bandscheibenvorfall. Eine periradikuläre Therapie wird MRT-gesteuert durchgeführt. Das bedeutet, dass die kranke Nervenwurzel unter radiologischer Sicht mit dem MRT-Gerät dargestellt und die Punktionsnadel gezielt platziert werden kann.
  • Biacuplastie
  • Bildwandlergestützte Facetteninfiltration
  • Bildwandlergestützte ISG-Infiltration
  • Bildwandlergestützte periradikuläre Infiltrationstherpie
  • Minimalinvasive perkutane Thermodenervation in Lokalanästhesie
  • Peridurale Infiltration
  • Rückenschule: Hierbei werden rückenfreundliche Verhaltensweisen im Alltag erlernt.

Operative Therapie

Eine Operation wird in der Regel nur dann in Erwägung gezogen, wenn die konservativen Maßnahmen nicht ausreichend helfen oder neurologische Ausfälle (Lähmungen, Taubheitsgefühle) auftreten. Mögliche operative Verfahren sind:

  • Mikrodiskektomie: Entfernung des Bandscheibenvorfalls unter dem Mikroskop.
  • Laminektomie/Laminoplastie: Erweiterung des Wirbelkanals, um den Druck auf das Rückenmark und die Nervenwurzeln zu verringern.
  • Spondylodese (Wirbelversteifung): Stabilisierung der Wirbelsäule bei Wirbelgleiten oder Instabilität.
  • Operative Stabilisierung bei Wirbelgleiten: Bei dauerhaften Rücken- oder Beinschmerzen durch Wirbelgleiten kann es notwendig sein, den betroffenen Wirbel operativ zu versteifen. Das erfolgt meistens durch einen Mittelschnitt am Rücken oder minimalinvasive über mehrere kleinere Zugänge. Die Korrektur der Fehlstellung erfolgt über sogenannte Pedikelschrauben. Diese stellen das betroffene Wirbelsäulensegment auf. Damit wird die Fehlstellung der Wirbelsäule behoben. Zur zusätzlichen Stützung der Region kommt ein Bandscheibenersatz - auch Cage genannt - zum Einsatz. Bei stabiler Versorgung heilt die so geschiente Wirbelsäule wie bei einem Knochenbruch.
  • Operative Stabilisierung bei starkem Wirbelgleiten in dorso-ventraler Technik: Bei dieser Operation ist eine alleinig von hinten durchgeführte Operation jedoch nicht ausreichend. Stattdessen muss von vorne durch den Bauchraum zunächst die Bandscheibe ausgeräumt und die störende Kuppel des Kreuzbeindomes entfernt werden. Der auf diese Art und Weise entstandene Zwischenraum wird während der Operation aufgespreizt. Dort bringen wir dann den Cage (Körbchen) an. In der gleichen Sitzung können wir dann auch noch die Korrektur in Form von Rückholung des Gleitwirbels mit Schrauben-Stab-Systemen und damit die Relordosierung (Zuggurtung) durchführen. Das Ziel dieser Operation ist nicht nur die komplette Reposition, sondern auch mit der Lordosierung des Segmentes das Wiederherstellen der intakten Gesamtstatik der Wirbelsäule.

Prävention

Einige Maßnahmen können helfen, Problemen mit den aus der BWS austretenden Nerven vorzubeugen:

  • Regelmäßige Bewegung: Sportarten wie Schwimmen, Walking oder Radfahren stärken die Rückenmuskulatur und fördern die Beweglichkeit.
  • Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung: Achten Sie auf eine korrekte Sitzhaltung und vermeiden Sie langes Sitzen in derselben Position.
  • Rückenschonendes Heben und Tragen: Heben Sie schwere Gegenstände aus den Beinen heraus und vermeiden Sie Drehbewegungen der Wirbelsäule.
  • Gewichtsmanagement: Übergewicht belastet die Wirbelsäule zusätzlich.
  • Stressmanagement: Stress kann zu Muskelverspannungen führen. Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation können helfen, Stress abzubauen.
  • Vermeide Bewegungsmangel: Es ist am günstigsten, sich während der Arbeitszeit so oft wie möglich zu bewegen. Eine Faustformel empfiehlt hier 50% Sitzen, 25% Stehen und 25% Bewegung. Für den Bereich der Freizeit soll der Anteil der Bewegungsaktivität deutlich größer sein. Zum Beispiel kann man beim Telefonieren einfach aufstehen, selten gibt es hier einen Grund, sitzen zu bleiben - man läuft selbst zum Kopierer und schickt nicht den Kollegen - man benutzt statt des Fahrstuhles regelmäßig die Treppe. Des Weiteren sollte man sich „recken und strecken“, um die Muskeln zu dehnen und zu lockern. Die Sitzhaltung sollte so oft wie möglich geändert werden, um die Bandscheiben zu entlasten. Durch eine wechselnde Körperhaltung erreicht man, dass immer andere Bereiche der Wirbelsäule bzw. der Bandscheiben be- und entlastet werden. Außerdem wird die Rumpfmuskulatur unterschiedlich und nicht einseitig belastet. Aufstehen und gegen den täglichen Bewegungsmangel einige Lockerungsübungen durchführen! - Ein Motto, das einem der „Bewegungsapparat“ danken wird, denn er ist kein „Liege- und kein Schonapparat“, sondern liebt Bewegung und den Wechsel zwischen Belastung und Entlastung. Man sollte überlegen, wann es möglich ist, während der Arbeit aufzustehen. Das geht zum Beispiel, wenn man telefoniert oder wenn man sich etwas durchliest. Vielleicht kann man auch ein Stehpult in das Arbeitszimmer stellen. Für die Anschaffung eines rückengerechten Stuhles gilt: nicht jeder Stuhl ist für jeden Menschen geeignet. Hier muss man am besten individuell ausprobieren, mit welchem Stuhl man gut zurechtkommt. Die Funktion und die Einstellung des Stuhles sollte durch den Möbelfachmann erklärt werden. Auch ist hier nicht immer die teuerste hier die beste Lösung.

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