Baby Krampfanfall Initialschrei Ursachen: Ein umfassender Überblick

Epilepsie, oft als "Fallsucht" bezeichnet, ist eine chronische Erkrankung, die durch wiederholte, übermäßige Aktivität von Nervenzellen im Gehirn gekennzeichnet ist. Diese Aktivität kann entweder generalisiert sein, d. h. beide Hirnhälften betreffen, oder fokal, d. h. auf einen einzelnen Hirnbereich beschränkt sein. Wenn sich viele Gruppen dieser Nervenzellen gleichzeitig entladen, kann dies einen epileptischen Anfall auslösen.

Epileptische Anfälle können sich auf vielfältige Weise äußern. Einige Anfälle bleiben fast unbemerkt und manifestieren sich beispielsweise als kurze Muskelzuckungen, Kribbeln oder kleine Bewusstseinspausen ("Petit Mal"). Andere Anfälle können bis zu zwei Minuten dauern und mit Bewusstseinsverlust, heftigen Verkrampfungen und unkontrollierbaren Zuckungen einhergehen ("Grand Mal"). In der Regel verlaufen die Anfälle bei derselben Person immer ähnlich.

Ursachen von Epilepsie

Manchmal können Epilepsien auf spezifische Ursachen zurückgeführt werden ("symptomatische Epilepsie"). Dazu gehören beispielsweise Fehlbildungen im Gehirn, genetische Veränderungen, Narben nach Hirnverletzungen, Schlaganfälle, Hirnhautentzündungen oder Hirntumore. In einigen Fällen kann die Ursache jedoch nicht festgestellt werden ("idiopathische Epilepsie").

Auslöser von Epilepsie

Menschen mit Epilepsie können Anfälle bekommen, ohne dass ein bestimmter Auslöser erkennbar ist. Der Grund dafür ist, dass sich ihr Gehirn permanent in einem Zustand erhöhter Erregbarkeit befindet. Bei Menschen ohne Epilepsie können bestimmte Einflüsse einen einzelnen epileptischen Anfall auslösen. Zu diesen Einflüssen gehören:

  • Schlafmangel
  • Konsum von Alkohol und Drogen
  • Fieber bei Kindern (sog. "Fieberkrampf")
  • Flackerlicht (z. B. Stroboskoplicht oder Videospiele)

Symptome eines generalisierten epileptischen Anfalls

Ein generalisierter epileptischer Anfall kann sich unter anderem durch folgende Symptome äußern:

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  • Kurzzeitige Bewusstseinstrübung mit anschließendem Gedächtnisverlust ("Absence")
  • Schrei zu Beginn des Anfalls ("Initialschrei")
  • Schnelles Zucken bestimmter Muskelgruppen ("myoklonischer Anfall")
  • Versteifung der Gliedmaßen mit möglicher Bewusstseinstrübung ("tonischer Anfall")
  • Zungenbiss (meist am seitlichen Zungenrand)
  • Harn- und Stuhlverlust
  • Plötzlicher Spannungsverlust einzelner Muskeln ("atonischer Anfall")

Da sich Patienten meist nicht an ihre Anfälle erinnern, sind sie oft hilflos und wissen nicht, was passiert ist. Nach einem Anfall sind besonders ältere Menschen oft lange "umdämmert" und verhalten sich ungewöhnlich, was Angehörige beunruhigen kann.

Symptome eines fokalen Anfalls

Die häufigsten Anzeichen eines fokalen Anfalls sind:

  • Sensorische Störungen - die sog. "Aura" (verändertes Riechen, Fühlen, Hören, Sehen, Schmecken)
  • Sprachstörungen (z. B. unvermitteltes Stammeln, plötzliche Lautäußerungen, "speech arrest")
  • Schwindel, Halluzinationen oder Ängste (können ebenfalls Teil einer Aura sein)
  • Schweißausbrüche, Blässe
  • Übelkeit und/oder Erbrechen, komisch aufsteigendes Gefühl aus dem Bauch ("gastrale Aura")
  • Harn- und Stuhlinkontinenz

Oft beginnt ein später generalisierter Anfall mit einer Aura.

Therapie von Epilepsie

Ob eine Epilepsie-Therapie notwendig ist, sollte nach ausführlicher Beratung gemeinsam mit dem Arzt entschieden werden. Nicht jede Epilepsie wird als große Belastung empfunden. Einige Patienten haben nur selten Anfälle oder Anfälle, die nicht weiter stören, und fühlen sich daher im Alltag kaum beeinträchtigt. Andere Betroffene sind mit zahlreichen oder sehr heftigen Anfällen konfrontiert.

Als Faustregel gilt: Spätestens nach dem zweiten Ereignis, das einer Epilepsie zugeordnet werden kann, sollte eine Therapie in Betracht gezogen werden. Die Therapie richtet sich dann unter anderem nach der Art der Anfälle. Der behandelnde Arzt verschreibt gezielt Medikamente, die das Anfallsrisiko senken ("Antikonvulsiva"). In bestimmten Fällen kann auch eine Operation oder ein Stimulationsverfahren helfen.

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Da eine plötzliche Bewusstseinseinschränkung das Führen von Kraftfahrzeugen nicht erlaubt (mindestens ein Jahr nach der letzten Bewusstlosigkeit) und einige Patienten auch beruflich gefährdet sind (Arbeit in der Höhe, Nachtschicht usw.), ist es oft ratsam, schnell mit einem in der Epilepsiebehandlung erfahrenen Neurologen über einen Anfallsschutz durch Medikamente und andere Maßnahmen zu sprechen.

Ist ein Krampfanfall gefährlich?

Manche Anfälle können auf Außenstehende sehr dramatisch wirken. Ein einzelner Anfall ist jedoch in der Regel nicht gefährlich für das Gehirn und hört üblicherweise nach ein bis zwei Minuten von selbst wieder auf. Es besteht allerdings ein gewisses Verletzungsrisiko durch unkontrollierte Muskelbewegungen. In sehr seltenen Fällen kommt es während eines epileptischen Krampfanfalls zu einem tödlichen Herz-Kreislaufversagen ("SUDEP"). Ebenfalls sehr selten, aber durchaus lebensgefährlich, sind Anfälle von längerer Dauer und Anfallsserien ("Status epilepticus"). Hier kann auch das Gehirn geschädigt werden. Letztere sind der Grund dafür, dass eine Behandlung spätestens dann erfolgen sollte, wenn jährlich mehr als zwei belastende Anfälle auftreten. Auch junge Frauen, die Kinder bekommen möchten, sollten sich zum eigenen und zum Schutz des Kindes beim Neurologen vorstellen, damit sie eine Schwangerschaft und Geburt nach ihren Wünschen erleben dürfen.

Besonderheiten kindlicher Epilepsien

Im Kindesalter gibt es einige Epilepsiearten, die altersgebunden auftreten, d. h. sich innerhalb eines bestimmten Zeitraums wieder zurückbilden. Dies betrifft verschiedene Altersgruppen (Säuglingsalter, Schulalter). Häufig gehen diese Epilepsieformen mit nächtlichen Krampfanfällen einher, weshalb zur Diagnosestellung zu Beginn meist eine Schlaf-EEG-Untersuchung erforderlich ist. Besonders wichtig ist, dass bei Kindern mit Aufmerksamkeitsstörungen in der Schule eine Absence-Epilepsie mittels EEG ausgeschlossen wird, da diese gut behandelbar ist. Im Gegensatz zu den Epilepsien im Erwachsenenalter ist die medikamentöse Therapie bei Kindern oft nur über einen bestimmten Zeitraum (zwei bis fünf Jahre) erforderlich.

Fieberkrämpfe bei Kindern

Der Fieberkrampf, auch Fieberanfall genannt, ist ein häufiger Notfall im Säuglings- und Kleinkindalter. Er wird zumeist von den Eltern zu Hause beobachtet und als sehr bedrohlich empfunden.

Was sind Fieberkrämpfe?

Fieberkrämpfe sind Krampfanfälle, die vom Gehirn ausgehen und bei Fieber auftreten. Sie betreffen etwa 3-5 % aller Kinder und treten typischerweise zwischen dem 6. Lebensmonat und dem 5. Lebensjahr auf. Besonders häufig sind sie im Alter von 1-3 Jahren.

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Ursachen von Fieberkrämpfen

Fieberkrämpfe beruhen auf einer Veranlagung des Gehirns, in einer bestimmten Entwicklungsphase auf Fieber mit Krampfanfällen zu reagieren. Es ist bekannt, dass Fieberkrämpfe in manchen Familien bei mehreren Mitgliedern auftreten. Ob das Fieber allein oder der dem Fieber zugrunde liegende Infekt den Krampfanfall hervorruft, ist bislang unklar. Wichtig ist, dass die Körpertemperatur manchmal so rasch ansteigen kann, dass erst mit dem Fieberkrampf registriert wird, dass das Kind überhaupt Fieber hat. Alle Erkrankungen, die mit Fieber einhergehen, können einen Fieberkrampf auslösen.

Symptome eines Fieberkrampfes

In der überwiegenden Zahl der Fälle handelt es sich um einen sogenannten einfachen Fieberkrampf, der innerhalb weniger Minuten von selbst aufhört. Er geht einher mit Bewusstseinsverlust, Blaufärbung im Bereich der Lippen (Zyanose) und Muskelverspannung oder Muskelzuckung oder Schlaffheit. So schlimm dieses Ereignis auch erscheint, das Kind erholt sich davon typischerweise rasch. In seltenen Fällen hört der Anfall nicht von selbst auf, sondern dauert länger als 15 Minuten und muss durch Medikamente beendet werden, oder es treten andere Auffälligkeiten hinzu. Einige Kinder neigen dazu, beim Beginn eines Fieberkrampfes eine Art Aura zu verspüren bzw. einen kurzen Schrei (Initialschrei) von sich zu geben.

Was ist bei einem Fieberkrampf zu tun?

Wenn ein Kind erstmalig einen Fieberkrampf erleidet, sollte man bei dem Kind bleiben, Ruhe bewahren und auf die Uhr schauen, wie lange der Anfall dauert. Die Kleidung des Kindes wird, wenn nötig, gelockert, damit das Kind frei atmen kann. Auf keinen Fall dürfen Getränke oder Nahrung gegeben werden, denn das Kind könnte daran ersticken. Das Kind darf wegen einer Verletzungsgefahr niemals geschüttelt werden, auch kaltes Wasser ist nicht hilfreich. Vielmehr sollte rasch ein/e Kinder- und Jugendärztin/arzt oder Notärztin/arzt verständigt werden. Nach dem Anfall wird die Körpertemperatur gemessen. Das Fieber kann durch Fieberzäpfchen und kühle Wickel gesenkt werden.

Wenn ein Kind zum wiederholten Male einen Fieberkrampf erleidet und der Anfall länger als einige Minuten dauert, ist die Gabe eines Notfallmedikaments sinnvoll. Welches Medikament in welcher Dosierung angemessen ist, wird Ihnen Ihr/e Kinder- und Jugendärztin/arzt nach dem ersten Fieberkrampf erklären und verordnen. In der Regel wird dies ein Medikament in einer Rektiole sein, das wie ein Zäpfchen gegeben wird. Ihr/e Kinder- und Jugendärztin/arzt wird Ihnen seinen Gebrauch und seine Aufbewahrung erläutern. Krampft das Kind jedoch länger als 5 Minuten muss der Notruf gewählt werden.

Nach dem Fieberkrampf muss das Kind in der Regel von der/dem Kinder- und Jugendärztin/arzt gesehen und untersucht werden, um eine Hirnhautentzündung oder andere schwerwiegende Erkrankungen auszuschließen. Die/Der Kinder- und Jugendärztin/arzt entscheidet, ob das Kind zur weiteren Untersuchung und eventuellen Behandlung in ein Krankenhaus eingewiesen werden muss.

Folgen von Fieberkrämpfen

Kinder mit Fieberkrämpfen entwickeln sich genauso normal wie Kinder ohne Fieberkrämpfe. Fieberkrämpfe führen nicht zu einer Schädigung des Gehirns. Bei einem Drittel der betroffenen Kinder muss jedoch mit weiteren Fieberkrämpfen gerechnet werden. Diese Neigung zu Fieberkrämpfen verlieren die Kinder spätestens im Schulalter.

Vorbeugung von Fieberkrämpfen

Es gibt kein Mittel, einen erneuten Fieberkrampf zuverlässig zu verhindern, auch nicht durch konsequente Fiebersenkung, weil die Krampfanfälle häufig im Fieberanstieg auftreten und deswegen gar nicht vorherzusehen sind. Eltern sollten sich daher keine Vorwürfe machen oder sich mit Schuldgefühlen quälen, wenn ihr Kind einen weiteren Fieberkrampf erleidet. Allgemein gilt, dass bei fieberhaften Infekten hohes Fieber, unter dem das Kind sichtlich leidet, mit von der/dem Kinder- und Jugendärztin/arzt empfohlenen Medikamenten und Maßnahmen gesenkt werden sollte. In Einzelfällen kann bei Kindern mit komplizierten oder wiederholten Fieberkrämpfen die kurzzeitige, vorbeugende Gabe eines krampflösenden Medikaments sinnvoll sein.

Schlaf und Epilepsie

Für alle Epilepsie-Patienten ist generell ein sehr geregelter Schlaf von großer Wichtigkeit. Dies gilt noch einmal in besonderem Maße für von einer idiopathischen generalisierten Epilepsie Betroffene. Bereits ein um wenige Stunden nach hinten verlegtes Einschlafen kann bei einigen Epileptikern am nächsten Morgen einen Anfall auslösen. Dies lässt sich in der Regel auch nicht verhindern, wenn einfach länger geschlafen wird, um die Gesamt-Schlafdauer auf die Norm zu bekommen. Zu weiteren Verschlimmerungen kann es kommen, wenn zusätzlich am Abend noch Alkoholgenuss stattgefunden hat und sich am Vormittag unter Umständen auch noch die Medikamenteneinnahme nach hinten verschiebt. Empfohlen wird deshalb, den Schlaf-Wach-Rhythmus normal stringent einzuhalten. Abweichungen sollten so selten wie möglich vorkommen, wobei die Schwankungen bei höchstens einer bis zwei Stunden liegen sollten.

Zu Verschiebungen im Schlaf-Wach-Rhythmus kommt es häufig im Zusammenhang mit dem Wochenende - von Freitagabend bis Montagmorgen. Finden sich im Anfallskalender gehäuft Anfälle an diesen Tagen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Schlafverschiebung ein Auslösefaktor ist. Darüber hinaus kann es auch durch den mit Fernreisen verbundenen Jetlag bzw. den damit verbundenen Zeitverschiebungen zu Störungen des üblichen Schlaf-Wach-Rhythmus kommen und somit zum Auftreten von Anfällen. Sind Reisen dieser Art nicht zu vermeiden, sollte man versuchen, den Schlaf-Wach-Rhythmus schnell an die örtlichen Tages- und Nachtzeiten anzupassen. Unter Umständen kann dieses auch - falls nötig - unter kurzzeitiger Einnahme von Schlafmitteln erfolgen. Hier sollte man aber vorab ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt führen und sich ggf. beraten lassen.

Diagnose von Epilepsie

Der Verdacht auf Epilepsie ergibt sich in der Regel nach einem Anfall. Der Arzt wird zunächst vor allem wissen wollen, ob es sich bei den Symptomen tatsächlich um einen epileptischen Anfall gehandelt hat.

  • Wie lief der Anfall genau ab?
  • Welche Symptome sind während des Anfalls aufgetreten?
  • Hat sich der Anfall im Vorfeld angekündigt, z. B. durch eine Aura?

Oft kann sich die betroffene Person selbst nicht oder kaum an den Anfall erinnern. Anhand bestimmter Merkmale kann der Arzt bestimmen, ob es tatsächlich ein epileptischer Anfall war. Zu Beginn eines epileptischen Anfalls haben (vorher wache) Betroffene beispielsweise meist die Augen geöffnet. Die Augen wirken starr, verdreht und der Blick geht ins Leere.

Ist ein epileptischer Anfall den Schilderungen nach wahrscheinlich, wird der Arzt einige Untersuchungen veranlassen. Die Diagnose Epilepsie stellt der Arzt, wenn mindestens zwei epileptische Anfälle im Abstand von mindestens 24 Stunden auftreten.

Nach dem Gespräch wird der Arzt seinen Patienten gründlich körperlich untersuchen.

  • Elektroenzephalogramm (EEG): Im EEG misst der Arzt die Hirnströme. Diese werden auf einem Monitor in Form von Wellen sichtbar gemacht. Der Arzt kann anhand der charakteristischen Muster erkennen, ob die Person zu epileptischen Anfällen neigt.
  • Magnetresonanztomographie (MRT): Mithilfe der MRT kann der Arzt herausfinden, ob bestimmte Veränderungen im Gehirn die Anfälle auslösen.
  • Laboruntersuchungen: Der Arzt wird Blut abnehmen. Bestimmte Blutwerte können bis zu mehrere Stunden nach einem Anfall erhöht sein. Dazu gehört z. B. die Creatinkinase. Das Blutbild kann zudem Hinweise auf die Ursache der Epilepsie geben. Gegebenenfalls wird der Arzt zudem das Nervenwasser (Liquor) untersuchen. Um auszuschließen, dass hinter der Epilepsie andere Ursachen (z. B. Entzündungen) stecken, wird der Arzt gegebenenfalls das Nervenwasser (Liquor) untersuchen.

Was tun bei einem Krampfanfall?

Die meisten Krampfanfälle bei Epilepsie sind ungefährlich und gehen schnell vorbei. Dauert der Krampfanfall nicht länger als 5 Minuten an, ist eine unmittelbare Behandlung nicht erforderlich. Wenn jemand in Ihrer Umgebung einen Krampfanfall hat, ist es am wichtigsten, dass Sie ruhig bleiben und den Epileptiker gegebenenfalls vor Verletzungen schützen.

  • Bei schwächeren Anfällen, die sich durch kurze Abwesenheit und Muskelzuckungen äußern, ist es oft ausreichend, beim Betroffenen zu bleiben und ihm Sicherheit zu vermitteln.
  • Bei größeren Anfällen, bei denen das Bewusstsein eingeschränkt ist, sollten Sie darauf achten, dass sich der Betroffene nicht selbst in Gefahr bringt und ihn gegebenenfalls daran hindern. Dabei sollten Sie Ruhe bewahren und den Epilepsie-Betroffenen möglichst nur vorsichtig anfassen. Auch hier ist es sinnvoll, nach dem Krampfanfall zur Verfügung zu stehen. Eine Behandlung muss nicht erfolgen - manche Betroffene stehen jedoch nach einem Krampfanfall neben sich und Zuwendung kann hilfreich sein.
  • Bei einem starken Anfall, bei dem sich der gesamte Körper verkrampft und der Betroffene das Bewusstsein verliert, sollten Sie folgende Regeln beachten:
    • Bei eng sitzender Kleidung kann es sinnvoll sein, diese zu lockern.
    • Schützen Sie den Betroffenen vor Verletzungen. Achten Sie dabei besonders auf seinen Kopf. Räumen Sie gefährliche Gegenstände aus dem Weg.
    • Ansonsten ist es am besten, abzuwarten, bis der Anfall vorbei ist.
    • Lassen Sie den Betroffenen bis dahin nicht allein und kümmern Sie sich auch nach dem Anfall um den Betroffenen.
  • Nach dem Krampfanfall:
    • Kontrollieren Sie, ob die Atemwege frei sind.
    • Manche Menschen benötigen nach einem Anfall Zuwendung - sie brauchen Zeit, um zu sich zu kommen und sind sehr müde.
    • Bringen Sie die Person gegebenenfalls in die stabile Seitenlage und verhindern Sie, dass sich Schaulustige um sie sammeln.

Normalerweise dauert ein Anfall 1 bis 2 Minuten.

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