Rückenschmerzen sind ein weit verbreitetes Leiden, das oft mit einem Bandscheibenvorfall in Verbindung gebracht wird. Doch neben den offensichtlichen körperlichen Ursachen spielen psychosomatische Faktoren eine bedeutende Rolle bei der Entstehung und Chronifizierung von Bandscheibenproblemen und den damit verbundenen Nervenschmerzen. Dieser Artikel beleuchtet die psychosomatischen Ursachen von Bandscheibenvorfällen und Nervenschmerzen und zeigt ganzheitliche Behandlungsansätze auf, die Körper und Psyche gleichermaßen berücksichtigen.
Einführung in die Thematik
Immer mehr Menschen leiden unter chronischen Rückenproblemen, die häufig in einem äusserst schmerzhaften Bandscheibenvorfall enden. In den meisten Fällen ist der untere Bereich der Lendenwirbelsäule betroffen, gefolgt von den Bandscheiben der Halswirbelsäule. Für die Entstehung eines Bandscheibenvorfalls werden verschiedene Faktoren verantwortlich gemacht, z. B. schweres Heben, Übergewicht, ständiges Sitzen oder mangelnde Bewegung. Drei ganz wesentliche Faktoren finden in diesem Zusammenhang allerdings so gut wie gar keine Beachtung.
Anatomische Grundlagen der Wirbelsäule und Bandscheiben
Die Wirbelsäule besteht aus 24 beweglichen und 8 bis 10 unbeweglichen Wirbeln, die wiederum jeweils aus einem Wirbelkörper sowie verschiedenen knöchernen Wirbelfortsätzen bestehen. Den beweglichen Teil der Wirbelsäule bilden die Hals-, Brust und Lendenwirbelsäule. Das Kreuzbein und das Steissbein schliessen sich der Lendenwirbelsäule an. Zwischen den 24 beweglichen Wirbeln sitzt jeweils eine Bandscheibe, die im äusseren Bereich aus einem straffen Faserknorpelring mit hohem Kollagenanteil besteht. Im Inneren befindet sich ein gallertartiger, elastischer Kern. Der schleimige Gallertkern stellt den beweglichen Teil der Bandscheiben dar. Er verfügt über einen Wasseranteil von 80 Prozent, sodass er als Wasserkissen wie ein Stossdämpfer agiert. Der Gallertkern passt sich den Bewegungen der Wirbelsäule an, indem er den Druck, der ständig auf den Bandscheiben lastet, gleichmässig auf die gesamte Wirbelfläche verteilt. Die gesamte Wirbelsäule wird durch Druck, Zug oder Drehung unterschiedlich stark belastet. Beim aufrechten Gang findet beispielsweise ein gleichmässiger Druck auf die Bandscheiben statt. Jeder Druck auf die Bandscheiben bewirkt, dass diese zusammengepresst werden und dabei Flüssigkeit abgeben. Sobald die Belastung abnimmt, können sie diese jedoch aus der Zwischenzellflüssigkeit wieder aufnehmen. Findet jedoch ein anhaltend starker Druck durch Überlastung der Bandscheiben oder durch einseitige Belastung, wie z.B. Infolgedessen wird der Gallertkern dünner, wodurch seine Pufferkapazität generell eingeschränkt wird. In dieser Situation kann auch der Faserring dem anhaltenden Druck auf den Gallertkern bald nicht mehr standhalten. Lässt dieser Druck noch rechtzeitig nach, kann der Faserring wieder in seine ursprüngliche Position zurückkehren. Eine Protrusion geht oftmals schmerzfrei einher. Es können jedoch auch kurzzeitig starke Schmerzen entstehen, die allerdings meist schnell wieder nachlassen. Die übereinander angeordneten Wirbelkörper weisen jeweils an der gleichen Stelle eine Öffnung auf, so dass sich entlang der gesamten Wirbelsäule ein Kanal, ähnlich einem Kabelkanal, bildet. Er wird als Wirbelkanal oder auch Spinalkanal bezeichnet. Aus den Wirbelkörpern tritt rechts und links je ein Spinalnerv aus. So wird gewährleistet, dass sämtliche Informationen, wie z.B. Kommt es nun zu einer Bandscheibenvorwölbung oder einem Bandscheibenvorfall, wird das Rückenmark ebenso wie die Spinalnerven im Wirbelkanal eingeengt. Je nach Stärke der Rückenmarks- oder Nervenquetschung richtet sich auch die Intensität des damit einhergehenden Schmerzes. Bei einem Bandscheibenvorfall hingegen wird es im Wirbelkanal derart eng, dass starke Schmerzen, die bis zur Bewegungsunfähigkeit führen können, unausweichlich sind. Im Bereich der Halswirbelsäule löst ein Bandscheibenvorfall einen stechenden Nackenschmerz aus, der meist bis in die Arme ausstrahlt. Darüber hinaus kann er zusätzlich mit Kopfschmerzen, Sehstörungen, Schwindel oder Ohrensausen einhergehen. Der Schmerz, der bei einem Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelbereich entsteht, ist ebenfalls scharf und stechend. Im fortgeschrittenen Stadium eines Bandscheibenvorfalls im Lendenwirbelbereich kommt es zudem häufig vor, dass die Blasen- und/oder Darmfunktion nicht mehr kontrolliert werden kann. Bandscheibenvorfälle der Brustwirbelsäule erzeugen Schmerzen, die in den Zwischenrippenraum ausstrahlen und mit einer erheblichen Bewegungseinschränkung einhergehen.
Psychosomatische Zusammenhänge bei Bandscheibenvorfällen
Die Vorstellung, dass Krankheiten entweder rein körperlich oder rein psychisch sind, gilt als überholt. Meist ist es eine Mischung mit unterschiedlicher Gewichtung. Es gibt zum Beispiel Patientinnen und Patienten, bei denen Schmerzen nach einem Bandscheibenvorfall auftreten. Durch psychische Faktoren verstärken und chronifizieren sie sich. Bei anderen wiederum äußert sich psychische Traumatisierung als Schmerz auf körperlicher Ebene. Wichtig ist, die Patientinnen und Patienten mit ihren Symptomen ernst zu nehmen. Psychosomatische Schmerzen sind nicht eingebildet.
Stress und Muskelverspannungen
Lang anhaltende Stresssituationen tragen ganz erheblich zur Entstehung von chronischen Krankheiten bei. Das ist darauf zurückzuführen, dass in Urzeiten Stresssituationen ausschliesslich der optimalen Vorbereitung auf Kampf oder Flucht dienten. Heute aber kämpft niemand in Stresssituationen, zumindest nicht körperlich. Und davonrennen tut auch keiner mehr. Also wartet die Muskulatur vergeblich auf die entsprechende Aktion und verkrampft schliesslich, vor allem dann, wenn es sich um langanhaltenden, also chronischen Stress handelt. Es ist somit äussert wichtig, die anhaltend unnatürliche Körperspannung schnellstmöglich aufzuheben.
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Innere Spannungen und Emotionen
… und können bestimmte Spannungs- bzw. Emotionen, Gefühle und Gedanken rufen immer körperliche Reaktionen hervor - mehr oder weniger ausgeprägt. In diesem Beitrag geht es allerdings „nur“ um die Anspannung der Muskulatur bzw. Was geschieht zum Beispiel, wenn Sie Wut spüren? Viele Menschen spüren Wut im Magen. Aber was genau spüren Sie dort? Vielleicht spüren Sie Wut aber auch in Ihren angespannten Unterarmen. Sie sind wütend, möchten Ihren Gegenüber boxen, tun es aber nicht. Jedenfalls nicht wirklich. Die Spannungen im Bauch oder in den Unterarmen sind beispielhafte körperliche Begleiterscheinungen von Wut. Die Veränderung der Muskelspannung führt zu Spannungs- bzw. Bei diesem Muster werden Muskeln aktiviert, welche unsere Gelenke beugen und uns somit klein werden lassen. Es geht um innere Spannungen, innere Zerrissenheit, oder Ambivalenzen. Diese Dinge sind allerdings nicht miteinander vereinbar. Das Wollen oder Sollen richtet Ihren Körper auf und aktiviert das Startmuster bzw. Das Nicht-Wollen oder das Nicht-Können führt zu Abneigung, möglicherweise auch zu Angst, und aktiviert das Stoppmuster bzw. Diese beiden Muster arbeiten gegeneinander und das kann Probleme hervorrufen. Sie sind dann gegebenenfalls wie erstarrt, oder können sich unter nur großem Kraftaufwand bewegen. Bandscheiben und Gelenkknorpel werden in der Folge stärker belastet. Wenn Sie innere Spannungen, Konflikte und der gleichen allerdings jahrelang mit sich tragen und nicht lösen, dann kann das meiner Auffassung nach zu einer schnelleren Abnutzung (Degeneration) der Bandscheiben und Gelenkknorpel führen, und somit Bandscheibenvorfälle sowie Arthrosen auslösen bzw. Die erhöhte Spannung an beiden Seiten Ihrer Gelenke kann subtil, fast nicht wahrnehmbar sein. Einen ähnlichen Mechanismus finden Sie bei Wasser. Ein Tropfen Wasser kann einem Stein nichts anhaben.
Die Wirbelsäule als Spiegel der Seele
Da der Körper und die Psyche untrennbar miteinander verbunden sind, reflektiert die Wirbelsäule bzw. Die Wirbelsäule ist für unsere äussere Körperhaltung, unsere körperliche Belastbarkeit und unsere körperliche Flexibilität zuständig. Auf psychischer Ebene nun spiegelt der augenblickliche Zustand der Wirbelsäule unsere innere Haltung, unsere psychische Belastbarkeit sowie unsere geistige Flexibilität wider. Die konkrete Frage beim Bandscheibenvorfall lautet: Was will mir diese Krankheit, diese Haltung oder dieser Schmerz sagen? Wer oder was (welche Situation) setzt mich derart unter Druck? In welchem Bereich sollte ich meine innere Haltung überdenken? Wie steht es um meine Aufrichtigkeit? Zeige ich Rückgrat und stehe für meine Meinung gerade? Ein Bandscheibenvorfall wird demzufolge nicht ausschliesslich durch äussere Einflüsse (Überlastung, Fehlbelastung, Unfall etc.) ausgelöst. Daher sollten immer auch mögliche psychische Aspekte bei Bandscheibenproblemen hinterfragt werden - insbesondere dann, wenn herkömmliche Behandlungsmethoden keinen Erfolg erzielen.
Psychische Belastungen und Rückenschmerzen
Sind die Rückenschmerzen nicht auf Verletzungen oder Erkrankungen zurückzuführen, kommen andere Faktoren in Betracht. Unspezifische Rückenschmerzen können beispielsweise die Folge von Bewegungsmangel, einer schwachen Rumpfmuskulatur oder einer Fehlbelastung, unter anderem durch langes Sitzen auf dem Bürostuhl, sein. Nicht zu unterschätzen sind auch psychische Belastungen durch Stress im Familienleben, finanzielle Sorgen, Selbstzweifel oder psychische Erkrankungen wie Depressionen. Forschende haben herausgefunden, dass es tatsächlich eine Verbindung zwischen Rückenschmerzen und der Psyche gibt. In einer Studie hatte ein bedeutender Anteil der Teilnehmenden neben Schmerzen im unteren Rücken Schlafprobleme, Angstzustände und Depressionen. In einer weiteren Untersuchung analysierten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen Daten aus insgesamt 19 Ländern, um mehr über den Zusammenhang zwischen chronischen Rücken- und Nackenschmerzen und früheren psychischen Störungen herauszufinden. Das Ergebnis: Menschen, die eine Vorgeschichte mit psychischen Erkrankungen wie Angststörungen oder Depressionen hatten, wiesen ein höheres Risiko auf, langanhaltende Beschwerden in Rücken und Nacken zu entwickeln.
Wie äußern sich psychisch bedingte Rückenschmerzen?
Ob die Rücken- oder Nackenschmerzen von der Psyche begünstigt werden oder ob eine Erkrankung dafür verantwortlich ist, können Mediziner und Medizinerinnen feststellen.
Folgendes deutet auf Rückenschmerzen durch Stress und Angst hin:
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- Die Rückenschmerzen treten ohne erkennbare Ursache auf, eine ursächliche Verletzung oder körperliche Erkrankung besteht nicht.
- Während emotionaler Belastungen oder Stress nehmen die Rückenschmerzen zu, in entspannten Situationen eher ab.
- Die Rückenschmerzen werden von Gefühlen wie Angst oder Traurigkeit oder psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Angsterkrankungen begleitet.
- Aus Angst vor Rückenschmerzen nehmen Betroffene eine Schonhaltung ein oder reduzieren ihre Aktivität, die Schmerzen nehmen dadurch spürbar zu.
Wie kann die Psyche Rückenschmerzen verursachen?
Ein Ansatz bezieht sich auf das „Angst-Vermeidungsverhalten“. Wenn es im Nacken oder Kreuz schmerzt, neigen viele Menschen dazu, Bewegungen oder Aktivitäten zu vermeiden - zu groß ist die Angst, dass die Schmerzen zunehmen. Führen akute Verletzungen zu den Rückenschmerzen, ist das durchaus sinnvoll, denn so hat das Körpergewebe ausreichend Zeit, sich zu erholen. Bei chronischen Schmerzen ist der Schutzmechanismus aber nicht notwendig, die Vermeidung trägt dann zur Schmerzerhaltung bei. Das liegt daran, dass bei Betroffenen mit der Vermeidungsstrategie ein Bewegungsmangel und eine unnatürliche Schonhaltung bestehen können, die wiederum zu Verspannungen führen - diese sind häufig Grund für neue Schmerzen. Auch das Thema Selbstwirksamkeit könnte entscheidend sein: Personen, die trotz der Beschwerden zuversichtlich sind, Aktivitäten umzusetzen, leiden meist weniger unter Schmerzen und Beeinträchtigungen als Menschen, denen in Zeiten von Schmerzen das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten fehlt. Hinzu kommt, dass Gefühle von Traurigkeit und eine niedergeschlagene Stimmung, wie sie zum Beispiel bei Depressionen vorkommen, die Empfänglichkeit für Schmerzen erhöhen. Die Rückenschmerzen können dann die typischen Symptome einer Depression wie Antriebslosigkeit und eine unzureichende Selbstwirksamkeit verstärken - Bewegungsmangel, Anspannungen und eine schlechtere Schmerzbewältigung sind die Folge. Nicht immer stecken jedoch psychische Erkrankungen hinter den körperlichen Beschwerden - chronische Rückenschmerzen können auch durch Stress verursacht sein. Mehr Bewegung im Alltag und Stressbewältigungsstrategien wie die progressive Muskelentspannung können dazu beitragen, Ängste und Anspannungen abzubauen und psychisch bedingte Rückenschmerzen zu verhindern oder aufzulösen. Ein weiterer Ansatz ist ein Achtsamkeitstraining, zum Beispiel in Form von Mindfulness-Based Stress Reduction, kurz MBSR. Die achtsamkeitsbasierte Stressreduktion kann Betroffenen dabei helfen, sich der Schmerzen zwar bewusst zu sein, sie aber zu akzeptieren und nicht über sie zu urteilen, sie also hinzunehmen. Studien legen nahe, dass Menschen mit einer Schulung der Achtsamkeit ihre Rückenschmerzen als weniger störend einstufen.
Ganzheitliche Behandlungsansätze
Körperorientierte Methoden
Auf diesem Weg können aber auch körperorientierte Methoden nützlich sein. Yoga, Thai Chi, Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation, Feldenkrais, usw. können helfen bewusster, ruhiger und achtsamer zu werden. Schließlich stehen Körper und Geist permanent miteinander in Kontakt, und beeinflussen sich gegenseitig. Wenn sich psychische Probleme in unseren Muskeln bzw. Aufgrund der Schmerzen, welche der Bandscheibenvorfall auslösen kann, bewegen sich viele Betroffene ungünstig (Vermeidungsbewegungen, um dem Schmerz auszuweichen). Wenn diese nicht behandelt werden, dann bleiben diese auch nach dem Bandscheibenvorfall bestehen, und bereiten mehr oder weniger Probleme bzw. Im Falle einer Arthrose hilft eine Triggerpunkt Selbstbehandlung die von Muskeln ausgelösten Schmerzen zu lindern und zu beseitigen. Psychosomatische Nackenschmerzen und Parästhesien bzw.
Multimodale Therapie
Es genügt nicht, den Bandscheibenvorfall als rein körperliches Phänomen zu behandeln. Im Z.O.R. am Roggenmarkt behandeln wir Rückenschmerzen und einen Bandscheibenvorfall mit sogenannten multimodalen Therapien. Ein multimodales Behandlungsprogramm vereint verschiedene Verfahren zur Behandlung. Damit verfolgen wir jene Ursachen, die bei unseren Patientinnen und Patienten - höchst individuell - zu deren Beschwerden geführt haben. Das kann eine Infiltrationstherapie ebenso beinhalten wie Akupunktur oder regenerative Physiotherapie, Krankengymnastik sowie eine medizinische Trainingstherapie bzw. Auch eine Ernährungs- und Lifestyle-Änderung können richtungsweisend sein, die wir gerne aktiv und unterstützend begleiten. Manchmal müssen wir auch dafür sorgen, dass der Körper wieder im richtigen Maß mit Vitalstoffen oder Hormonen versorgt ist.
Psychotherapie
Führt eine Anpassung der Lebensgewohnheiten mit mehr Bewegung und Achtsamkeit nicht zum gewünschten Ergebnis, ist eine professionelle Hilfe durch einen Facharzt oder eine Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie ratsam. Eine kognitive Verhaltenstherapie, die durch Körper-, Bewegungs-, Sozial- und Kunsttherapie ergänzt werden kann, bietet Menschen mit anhaltenden Rückenschmerzen Unterstützung. Meist finden die Therapien ambulant statt und manchmal werden sie durch Medikamente, beispielsweise bei Ängsten oder Depressionen, ergänzt.
Entspannungstechniken und Stressbewältigung
Gezielte Entspannungstechniken helfen, muskuläre Anspannung zu lösen und innere Unruhe zu reduzieren. Bewährt hat sich die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, bei der einzelne Muskelgruppen systematisch angespannt und wieder gelockert werden. Auch ruhige Bewegungsformen wie Yoga, Qigong oder Tai-Chi wirken positiv. Regelmäßige körperliche Aktivität wirkt sich nachweislich positiv auf Schmerzen und Stimmung aus. Empfohlen werden zwei bis drei Stunden Bewegung pro Woche, angepasst an die eigenen Möglichkeiten. Ob Spazierengehen, Radfahren, Tanzen oder Schwimmen, wichtig ist, dass die Bewegung Freude macht. Physiotherapeuten erstellen ein individuelles Übungsprogramm, welches auf das Beschwerdebild des Patienten abgestimmt ist. Ziel ist es, verspannte Muskelgruppen zu lockern, die Haltung zu verbessern und bestimmte Muskelpartien gezielt zu kräftigen. Nicht jeder Stress lässt sich vermeiden. Was man allerdings beeinflussen kann, ist der Umgang damit. Achtsamkeit, gutes Zeitmanagement, das Reduzieren von Multitasking sowie regelmäßige Pausen können helfen, den Alltag zu entschleunigen.
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Ernährung und Entsäuerung
Der erste und wichtigste Schritt bei einem Bandscheibenvorfall zur Entlastung des Körpers (und Entsäuerung) ist die Umstellung Ihrer Ernährung. Alle wichtigen Details zur basenüberschüssigen Ernährung können Sie am Ende dieser Seite nachlesen: Basische-Ernährung. Hierbei handelt es sich um das Trinken einer hochbasischen Flüssigkeit, die Säuren auch aus dem Zellinneren freizusetzen vermag, so dass diese ebenfalls über den Urin ausgeschieden werden können. Auf diese Weise findet parallel zur Entsäuerung der Körperflüssigkeiten auch gleichzeitig eine Entsäuerung des Zellinneren statt.
Darmsanierung
Darmprobleme können einen Bandscheibenvorfall mitverursachen. Eine Darmsanierung ist daher auch bei einem Bandscheibenvorfall ein wichtiger Aspekt. Bei einer Darmreinigung handelt es sich weder um ein aufwendiges noch um ein kompliziertes Unterfangen. Ganz im Gegenteil! Sie können die Darmreinigung problemlos alleine zu Hause durchführen. Sie werden die positiven Auswirkungen eines gereinigten Darms schnell zu spüren bekommen.
Entzündungshemmende Ernährung
Da auch beim Bandscheibenvorfall entzündliche Prozesse im Körper vorliegen, ist eine entzündungshemmende Ernährung sehr sinnvoll. Lebensmittel mit entzündungshemmender Wirkung sind u.a. Verwenden Sie in der kalten Küche zusätzlich ein entzündungshemmendes Omega-3-Öl, wie z.B. Hanföl oder Leinöl. Da Magnesium ebenfalls eine nachgewiesene entzündungshemmende Wirkung hat, sollten magnesiumreiche Lebensmittel, wie z.B.
Prävention und langfristiges Management
Um die Langzeitfolgen eines Bandscheibenvorfalls zu minimieren und Rückfällen vorzubeugen, sind präventive Maßnahmen und Lebensstiländerungen entscheidend. Eine proaktive Herangehensweise kann helfen, die Gesundheit der Wirbelsäule zu erhalten und zukünftige Bandscheibenvorfälle zu vermeiden.
Gesunde Ernährung und Gewichtsmanagement
Eine ausgewogene Ernährung spielt eine wesentliche Rolle bei der Prävention von Bandscheibenvorfällen. Übergewicht erhöht den Druck auf die Bandscheiben und beschleunigt deren Abnutzung. Eine Ernährung, die reich an Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und mageren Proteinen ist, unterstützt die allgemeine Gesundheit und kann helfen, ein gesundes Gewicht zu halten. Der Verzicht auf zucker- und fettreiche Lebensmittel sowie auf stark verarbeitete Nahrungsmittel ist ebenfalls ratsam.
Regelmäßige körperliche Aktivität
Regelmäßige Bewegung ist unerlässlich für die Gesundheit der Bandscheiben. Aktivitäten wie Gehen, Schwimmen, Radfahren und Yoga fördern die Beweglichkeit und stärken die Rückenmuskulatur. Sportarten, die die Wirbelsäule schonen und gleichzeitig die Muskulatur kräftigen, sind besonders vorteilhaft. Zudem hilft regelmäßige Bewegung, die Durchblutung zu verbessern und die Bandscheiben mit notwendigen Nährstoffen zu versorgen.
Rückenschonende Bewegungsabläufe
Das Erlernen und Anwenden rückenschonender Bewegungsabläufe kann die Belastung der Wirbelsäule reduzieren. Richtiges Heben und Tragen, das Vermeiden von ruckartigen Bewegungen und das Anpassen der Körperhaltung im Alltag sind wichtige Maßnahmen. Ergonomische Anpassungen am Arbeitsplatz, wie zum Beispiel ein geeigneter Bürostuhl und ein höhenverstellbarer Schreibtisch, können ebenfalls dazu beitragen, die Belastung der Bandscheiben zu minimieren.
Ergonomische Anpassungen
Besonders für Menschen, die viel sitzen oder körperlich arbeiten, sind ergonomische Anpassungen am Arbeitsplatz wichtig. Ein ergonomischer Stuhl, der die natürliche Krümmung der Wirbelsäule unterstützt, und ein Schreibtisch, der auf die richtige Höhe eingestellt ist, können dazu beitragen, Rückenschmerzen vorzubeugen. Regelmäßige Pausen zum Dehnen und Bewegen sind ebenfalls wichtig.
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