Augenschmerzen und ihre Ursachen: Ein umfassender Überblick

Plötzliche, starke Schmerzattacken im Gesicht, insbesondere im Kieferbereich, können die Lebensqualität der Betroffenen deutlich einschränken und die Folge einer Trigeminusneuralgie sein. Doch was genau ist Trigeminusneuralgie, was hat sie mit dem Kopf zu tun und welche Ursachen hat sie? Hinter Augenschmerzen können sowohl harmlose als auch ernste Erkrankungen stecken. Dieser Artikel beleuchtet die vielfältigen Ursachen von Augenschmerzen, von harmlosen Überanstrengungen bis hin zu ernsten Erkrankungen, die sofortiger Behandlung bedürfen.

Was ist Trigeminusneuralgie?

Bei einer Trigeminusneuralgie handelt es sich um intensive, plötzliche Schmerzen im Gesicht, die durch eine Funktionsstörung des Trigeminusnervs (Nervus trigeminus) hervorgerufen werden. Etwa 10 von 100.000 Personen sind von dieser Erkrankung betroffen, wobei Frauen deutlich häufiger an den Schmerzattacken im Gesicht leiden. Am häufigsten tritt die Erkrankung zwischen dem 70. und 80. Lebensjahr auf. Der Trigeminusnerv ist der fünfte Hirnnerv des Menschen. Die Funktion des Trigeminusnervs ist die Leitung sensibler Informationen aus dem Gesicht an das Gehirn. Der umgangssprachlich als Fühlnerv bezeichnete Nervus trigeminus dient dazu, dass der Mensch riechen, schmecken oder im Gesicht fühlen kann. Auch die Benetzung der Hornhaut des Auges wird durch den Trigeminusnerv ermöglicht. Bei einer Trigeminusneuralgie sind meist der Unterkiefer- und Oberkieferast betroffen.

Formen der Trigeminusneuralgie

Bei der Trigeminusneuralgie kann zwischen zwei Formen unterschieden werden:

  • Klassische oder idiopathische Trigeminusneuralgie: Diese tritt unabhängig von anderen Erkrankungen auf und hat ihre Ursache im sogenannten neurovaskulären Konflikt.
  • Symptomatische Trigeminusneuralgie: Hier sind andere Erkrankungen die Ursache.

Symptome der Trigeminusneuralgie

Bei einer Trigeminusneuralgie treten blitzartige Schmerzen in einer Gesichtshälfte auf. Weitere Symptome können einzeln oder in Kombination auftreten:

  • Spontan auftretende starke Schmerzen nach einer Berührung des Gesichts, dem Kauen oder Sprechen
  • Serienhaft auftretende starke Schmerzen mit einer Dauer von weniger Sekunden bis Minuten
  • Wochen- oder monatelange Episoden mit schweren Schmerzattacken, die von schmerzfreien Perioden abgelöst werden
  • Andauerndes, brennendes Gefühl im Gesicht als Vorbote der blitzartigen Schmerzen
  • Schmerzen im Bereich der Augen, Wangen, Lippen, Kiefer, Zähne und des Zahnfleischs

Zudem gibt es wenige symptomatische Unterschiede zwischen den beiden Formen der Trigeminusneuralgie. Bei der klassischen Form treten täglich bis zu 100 Schmerzattacken auf. Bei der symptomatischen Form leiden Patientinnen und Patienten meist dauerhaft an den Schmerzen. Es können außerdem Gefühlstörungen oder motorische Ausfälle im Gesicht auftreten. Bei 70 bis nahezu 100 Prozent der Patientinnen und Patienten mit einer klassischen Trigeminusneuralgie rührt der Gesichtsschmerz von einer Kompression des Nervus trigeminus durch Blutgefäße. Dabei wird der Nerv von einem benachbarten Blutgefäß im Bereich des Nerveneintritts am Hirnstamm eingeengt, was die Myelinschicht beschädigt. Das hat zur Folge, dass die betroffenen Nervenzellen überregt werden und die Signalübertragung gestört ist. Das Ergebnis sind blitzartige Gesichtsschmerzen mit hoher Intensität.

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Diagnose und Behandlung der Trigeminusneuralgie

Häufig kann die Diagnose bereits aufgrund der typischen Beschwerden gestellt werden. Grundsätzlich lässt sich zwischen einer medikamentösen Therapie und einem operativen Eingriff zur Behandlung einer Trigeminusneuralgie unterscheiden. Häufig wird die neurologische Erkrankung sowohl bei der idiopathischen als auch symptomatischen Form zunächst medikamentös behandelt, was eine gute Erfolgsrate hat und den Gesichtsschmerz reduzieren kann. Die konservative Therapie mit Medikamenten ist meist die erste Maßnahme bei einer Trigeminusneuralgie. Dabei werden Medikamente wie Carbamazepin, Pregabalin, Gabapentin oder Baclofen verwendet. Zunächst starten Patientinnen und Patienten mit einer geringen Dosierung und steigern diese im Verlauf der Therapie. Spricht der jeweilige Wirkstoff nicht an, kann in manchen Fällen eine Kombination mehrerer Medikamente notwendig werden.

Verschaffen Medikamente bei einer Trigeminusneuralgie keine Besserung, gibt es weitere Verfahren, die Patientinnen und Patienten in Anspruch nehmen können. Bei einer klassischen Trigeminusneuralgie kann eine mikrovaskuläre Dekompression durchgeführt werden. Bei diesem operativen Eingriff wird zunächst der Schädel hinter dem Ohr geöffnet und das Kleinhirn etwas zurückgezogen, um den Hirnstamm und den Nervus trigeminus sichtbar zu machen. Im nächsten Schritt wird ein Kunststoffstück wie beispielsweise Teflon zwischen Blutgefäß und Nerv eingebracht, um den mikrovaskulären Konflikt zu beseitigen.

Zu den perkutanen Operationsverfahren zählen die Ballonkompression, die Glycerininjektion und die Thermokoagulation. Diese Verfahren bilden keinen chirurgischen Eingriff und sind invasiv. Daher bieten sie sich für Patientinnen und Patienten an, denen eine medikamentöse Behandlung keine Abhilfe verschaffen konnte oder deren Operations- oder Narkoserisiko zu hoch ist.

Zu den strahlentherapeutischen Verfahren zählt die sogenannte stereotaktische Bestrahlung, bei der der Trigeminusnerv zielgerichtet und millimetergenau vor dem Eintritt in das Gehirn bestrahlt wird. Durch diese Bestrahlung wird der Nerv innerhalb von wenigen Wochen zu einem Umbau angeregt, was zur Schmerzlinderung führen soll.

Ursachen und Triggerreize der Trigeminusneuralgie

Bei der Trigeminusneuralgie unterscheidet man einerseits die Ursachen der Erkrankung und andererseits die Triggerreize (Auslöser) der jeweiligen Schmerzattacken. Die Symptome der klassischen Trigeminusneuralgie entstehen wahrscheinlich durch elektrische Ladungsübersprünge zwischen dem Blutgefäß, welches eng am Nervus trigeminus (fünfte Hirnnerv) anliegt, und dem Nerv selbst. Nicht immer sind es ausschließlich blitzartig einschießende, sekundenlang anhaltende Schmerzen, die dadurch ausgelöst werden.

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Während die symptomatische Trigeminusneuralgie meist durch eine Grunderkrankung ausgelöst wird, gibt es bei der klassischen Form sogenannte Triggerreize. Diese beziehen sich nicht auf die Ursache der Erkrankung selbst, sondern auf den Auslöser der jeweiligen Schmerzattacke. Die Trigger können bei der Trigeminusneuralgie sehr unterschiedlich sein. Oft rufen ganz alltägliche Dinge den Schmerz hervor. Dazu gehören:

  • Berühren des Gesichtes
  • Lächeln beziehungsweise Lachen
  • Kauen beziehungsweise Essen kalter oder heißer Speisen
  • Trinken
  • Zähneputzen
  • Waschen des Gesichtes
  • Sprechen
  • Auftragen von Make-up
  • Rasieren
  • Zugluft

Unabhängig von Triggerreizen können die stechenden Schmerzen auch spontan auftreten, das heißt ohne Anlass. Sie strahlen meist in eines, selten in mehrere der drei Territorien der Gesichtshälfte aus, die durch die Äste des Nervus trigeminus versorgt werden. Am häufigsten ist der Gesichtsbereich betroffen, der vom Unterkieferast versorgt wird, seltener der Bereich des Oberkieferastes und in sehr seltenen Fällen der Bereich des Augenastes.

Da Patient:innen versuchen, mögliche Ursachen zu vermeiden, hat die Neuralgie nicht nur durch den starken Gesichtsschmerz selbst einen Einfluss auf die Lebensqualität.

Augenschmerzen: Symptome, Ursachen und Behandlung

Augenschmerzen können sich auf unterschiedliche Weise äußern und verschiedene Ursachen haben. Es ist wichtig, die Symptome richtig zu deuten und bei Bedarf einen Arzt aufzusuchen.

Arten von Augenschmerzen

Mediziner unterscheiden drei verschiedene Arten von Augenschmerzen:

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  • Schmerzen im Auge bzw. im Augapfel
  • Schmerzen am Auge bzw. an Augenhöhle, Stirn oder Lidern
  • Schmerzen bei der Augenbewegung

Der Ort der Augenschmerzen kann ebenso variieren wie ihre Art: Manche Betroffene berichten über unangenehme Schmerzen im Augenwinkel oder von einem stechenden Schmerz im Auge ("Pieksen" im Auge). Andere beklagen pochende Schmerzen im Auge oder Schmerzen über dem Auge.

Begleitsymptome von Augenschmerzen

Augenschmerzen treten oft nicht alleine auf. Beispielsweise können ein Stechen im Auge und Kopfschmerzen zusammen einhergehen. Zu den häufigen Begleitsymptomen gehören unter anderem:

  • Kopfschmerzen
  • Kieferschmerzen
  • Lichtscheue
  • Sehstörungen wie zum Beispiel das Sehen von Doppelbildern
  • Tränende Augen
  • Brennende Augen
  • Juckende Augen
  • Trockene Augen
  • Rote Augen
  • Geschwollene Augen
  • Druckgefühl im Auge
  • Fremdkörpergefühl im Auge

Wann sollte man bei Augenschmerzen zum Arzt gehen?

Bestehen die Augenschmerzen über einen längeren Zeitraum, ohne dass eine Besserung erkennbar ist, sollten Sie zum Augenarzt gehen. Das Gleiche gilt, wenn Sie besonders starke Augenschmerzen haben, ein plötzliches Stechen im Auge verspüren oder ein Fremdkörper im Auge die Schmerzen verursacht. Abgesehen davon sollten Sie einen Arzt aufsuchen, wenn zusätzlich zu den Augenschmerzen eines oder mehrere der folgenden Begleitsymptome auftreten:

  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Muskelschmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Verminderte Sehschärfe
  • Sehen von Lichthöfen um Lichtquellen
  • Hervorwölbung des Augapfels aus der Augenhöhle (Exophthalmus, "Glubschauge")
  • Starke Rötung der Augen
  • Ermüdung

Auch die Unfähigkeit, das Auge in alle Richtungen zu bewegen (wie etwa nach rechts, links, oben und unten) ist ein Warnsignal. Sie sollten umgehend einen Arzt aufsuchen!

Untersuchung und Diagnose von Augenschmerzen

Wenn Sie wegen schmerzender Augen oder einem Pieksen im Auge zum Arzt gehen, wird dieser zuerst in einem ausführlichen Gespräch Ihre Krankengeschichte erheben (Anamnese). Daran schließen sich verschiedene Untersuchungen an.

Anamnese

Bei der Anamnese befragt Sie der Arzt zu Ihren Beschwerden und eventuellen Vorerkrankungen. Mögliche Fragen sind zum Beispiel:

  • Seit wann haben Sie die Augenschmerzen?
  • Sind beide Augen betroffen?
  • Wie würden Sie den Schmerz beschreiben (zum Beispiel: Stiche im Auge, pochende Schmerzen, Pieksen)?
  • Wo genau sitzt der Schmerz?
  • Schmerzt das Auge, wenn Sie den Augapfel bewegen?
  • Sind Sie lichtempfindlich?
  • Haben Sie zusätzliche Symptome wie zum Beispiel Fieber?
  • Hatten Sie diese Beschwerden früher schon einmal?
  • Könnte ein Fremdkörper die Schmerzen verursachen?
  • Hat sich Ihre Sehkraft verändert?
  • Leiden Sie an anderen Erkrankungen?

Untersuchungen

Es folgt eine körperliche Untersuchung. Dabei achtet der Arzt unter anderem auf Veränderungen am Auge, der Augenlider und der Augenhöhle. Er schaut zum Beispiel, ob die Augen rot und geschwollen sind. Außerdem prüft er mit einer kleinen Lampe die Reaktion der Pupillen.

Weitere Untersuchungsmethoden, die bei der Abklärung schmerzender Augen helfen können, sind:

  • Sehtest
  • Gesichtsfelduntersuchung
  • Spaltlampen-Untersuchung (zur Beurteilung tieferer Augenabschnitte)
  • Allergietest (bei entsprechendem Verdacht)
  • Abstrich aus dem Auge (bei Verdacht auf eine infektiöse Ursache der Augenschmerzen)

Gegebenenfalls sind auch bildgebende Verfahren hilfreich, um Augenschmerzen auf den Grund zu gehen:

  • Computertomografie (CT), etwa bei Verdacht auf eine Nasennebenhöhlenentzündung
  • Kernspintomografie (Magnetresonanztomografie, MRT), etwa bei Verdacht auf eine Sehnerventzündung

Mögliche Ursachen für Augenschmerzen

Die Ursachen von Augenschmerzen sind vielfältig und können von harmlosen bis hin zu ernsten Erkrankungen reichen. Es ist wichtig, die Symptome richtig zu deuten und bei Bedarf einen Arzt aufzusuchen.

  • Glaukomanfall: Diese Ursache für Augenschmerzen ist nicht sehr häufig, aber ernst. Das Kammerwasser, eine Flüssigkeit im Auge, fließt nicht mehr richtig ab. Dadurch steigt der Druck im Inneren des Auges - der Augeninnendruck, kurz Augendruck - plötzlich stark an. Das ist ein medizinischer Notfall, der sofort behandelt werden muss. Sonst droht im schlimmsten Fall die Erblindung.
  • Bindehautentzündung: Die Bindehaut ist eine dünne Schleimhaut an der Innenseite der Augenlider. Die Bindehautentzündung (Konjunktivitis) gehört zu den häufigen Augenkrankheiten. Zu den möglichen Ursachen zählen unter anderem Allergien, trockene Augen oder Infektionen mit Bakterien oder Viren. Dann besteht Ansteckungsgefahr.
  • Erkrankung der Hornhaut: Die durchsichtige Hornhaut bedeckt den vorderen Teil des Auges wie ein Uhrglas. Wird die Hornhaut verletzt, zum Beispiel durch Kratzer oder Fremdkörper, kann es zu einer Hornhautabschürfung kommen. Auch beim Bohren oder Schleifen können beispielsweise metallische Teilchen ins Auge fliegen. Es schmerzt heftig oder kratzt beim Blinzeln. Das Auge ist oft lichtempfindlich, lässt sich womöglich kaum öffnen. Hornhautverletzungen können sich infizieren oder ein Geschwür bilden und sollten sofort untersucht werden.
  • Entzündung weiterer Anteile des Auges: Schmerzen die Augen, wenn sie bewegt werden, kann das unter anderem durch eine Entzündung der Augenmuskeln oder eine Sehnervenentzündung verursacht sein. Auch weitere Strukturen des Auges können sich entzünden - die mittlere Augenhaut (diese Entzündung heißt Uveitis), die Lederhaut oder das Augeninnere. Eine rasche Abklärung ist in jedem Fall wichtig.
  • Erkrankungen des Augenlids: Manche Hauterkrankungen im Gesicht können auf die Lider übergreifen. Mögliche Folge ist eine Lidentzündung. Die Augenlider können geschwollen, gerötet oder verklebt sein, die Augen jucken oder brennen. Am Augenlid kann sich auch ein schmerzhaftes Gerstenkorn bilden, eine Entzündung der Talg- oder Schweißdrüsen der Lidkante.
  • Trockene Augen: Es gibt viele Ursachen für trockene Augen, zum Beispiel trockene Luft, langes Arbeiten am Bildschirm, manche Medikamente oder Grunderkrankungen wie das Sjögren-Syndrom. Bei dieser Autoimmunerkrankung richtet sich das Immunsystem irrtümlich gegen Bestandteile des eigenen Körpers. Die Augen fühlen sich trocken und gereizt an, können brennen und auch tränen.
  • Überlastung der Augen: Wer stundenlang und ohne Pause konzentriert liest, strengt seine Augen womöglich zu stark an - sie fühlen sich eventuell müde und schwer an. Nicht oder schlecht korrigierte Sehfehler, wie Weitsichtigkeit, Alterssichtigkeit oder verdecktes Schielen, können die Augen ebenfalls anstrengen.
  • Erkrankungen der Nasennebenhöhlen: Eine Nasennebenhöhlenentzündung, zum Beispiel im Rahmen einer Erkältung, kann sich auf die Augenhöhlen ausbreiten. Augenprobleme oder Beschwerden wie Schmerzen im Gesicht, hohes Fieber oder Schwellungen um die Augen oder die Stirn, sollten umgehend ärztlich untersucht werden. Polypen oder Tumoren der Nasennebenhöhlen sind weitere mögliche Gründe für Schmerzen im Augenbereich.
  • Spezielle Kopfschmerzarten: Der Clusterkopfschmerz tritt üblicherweise periodisch auf. Mögliche Symptome sind starke Schmerzattacken hinter einem Auge, manchmal auch im Bereich der Stirn, Augentränen, Augenrötung, verstopfte oder laufende Nase, Unruhe. Migräne kann neben Kopfschmerzen auch Sehstörungen und Lichtscheu auslösen.
  • Gürtelrose: Die Viruserkrankung verursacht oft Schmerzen und einen Hautausschlag einseitig am Rumpf. Sie kommt aber auch am Kopf vor und kann das Auge erfassen. Häufige Symptome sind Schmerzen, Kribbeln, Bläschen auf einer Stirnseite, am Augenlid und an der Nasenspitze. Um Komplikationen zu vermeiden, ist bei Verdacht auf eine Gürtelrose eine rasche Untersuchung wichtig.
  • Spezielle Schlaganfall-Form: Ein Riss in der Halsschlagader kann einseitige Kopf- oder Nackenschmerzen verursachen. Manchmal sind sie auf den Bereich eines Auges begrenzt. Es kann zu einer vorübergehenden Blindheit auf dem Auge kommen. Die Lidspalte und die Pupille können verengt sein, die Zungenbeweglichkeit verändert. Ein pulssynchrones Ohrgeräusch ist ein weiteres mögliches Symptom. Ein Schlaganfall ist ein Notfall. Besteht der Verdacht, sofort die 112 rufen.

Behandlung von Augenschmerzen

Es gibt keine pauschale Therapie für Augenschmerzen. Denn sie können viele Gründe haben. Deshalb sollte eine Ärztin oder ein Arzt die Ursache feststellen - üblicherweise ein Augenarzt oder eine Augenärztin. So entscheidet sich, ob eine Behandlung nötig ist und wie sie gegebenenfalls aussieht.

Beispielsweise kommen bei einer bakteriellen Infektion eventuell Antibiotika als Tropfen oder Augensalbe zum Einsatz, bei Allergien Allergiemedikamente, zum Beispiel Antihistaminika. Ein trockenes Auge wird oft mit Tränenersatzmitteln („künstlichen Tränen“) behandelt.

Bei Grunderkrankungen als Ursache sind möglicherweise weitere Fachleute gefragt, zum Beispiel aus dem Bereich Rheumatologie, Neurologie oder Hals-Nasen-Ohrenheilkunde.

Vorbeugung von Augenschmerzen

Augenschmerzen müssen immer untersucht werden, Krankheiten passend behandelt. Durch richtiges Händewaschen kann man das Risiko für Infektionen etwas senken. Wer Kontaktlinsen trägt, sollte auf eine besonders sorgfältige Hygiene achten und vereinbarte Kontrolluntersuchungen bei der Augenärztin oder beim Augenarzt wahrnehmen. Eine gesunde Lebensweise trägt generell dazu bei, die Augen möglichst lange gesund zu erhalten.

Pausen achten

Der Lidschlag verteilt den Tränenfilm auf dem Auge und schützt gegen Austrocknen. Wer viel und konzentriert am Computer arbeitet oder lange aufs Smartphone starrt, neigt womöglich dazu, das Blinzeln zu vergessen. Außerdem müssen die Augen bei der Bildschirmarbeit pausenlos auf eine kurze Distanz scharf stellen. Das kann die Augen anstrengen.

Oft wird die 20-20-20-Regel empfohlen: Alle 20 Minuten für 20 Sekunden ein Objekt in 20 Fuß Entfernung betrachten. Das sind ungefähr sechs Meter. So stellen sich die Augen zwischendurch auf die Ferne ein, was Überlastungen vorbeugen soll. Und man wird an nötige Pausen und damit auch an das regelmäßige Blinzeln erinnert. Allerdings handelt es sich bei dieser Regel nur um eine grobe Faustregel. Eine exakte wissenschaftliche Grundlage haben diese Zahlen nicht.

Grundsätzlich sollte der Arbeitsplatz ergonomisch gestaltet sein. Das kann die Augen ebenfalls entlasten.

Vorsicht bei Hausmitteln

Auf selbst hergestellte Lösungen mit Kamille sollte man am Auge verzichten. Sie könnten Krankheitserreger enthalten, die den Augen schaden. Auf Kamille reagieren zudem einige Menschen allergisch. Wer Produkte am Auge anwenden möchte, sollte sich bei seiner Ärztin oder seinem Arzt erkundigen, welche individuell infrage kommen.

Clusterkopfschmerz: Wenn der Schmerz in Clustern kommt

Clusterkopfschmerz ist eine seltene, aber extrem belastende Kopfschmerzart, die durch heftige, einseitige Schmerzattacken im Bereich von Auge und Schläfe gekennzeichnet ist. Die Schmerzen treten in Clustern auf, d.h. in Phasen, in denen die Attacken mehrmals täglich auftreten können.

Symptome des Clusterkopfschmerzes

Patient:innen mit Clusterkopfschmerz erleben sehr heftige, einseitige Schmerzattacken im Bereich von Auge und Schläfe. Häufig ist das betroffene Auge gerötet und tränt.

Weitere typische Begleitsymptome sind:

  • verstopfte oder laufende Nase
  • Schwitzen an Stirn und Wangen
  • verkleinerte Pupille
  • geschwollenes oder hängendes Augenlid
  • Überempfindlichkeit gegen Geräusche oder Licht

Weil die Schmerzen bei Bewegung etwas nachlassen, sind viele Betroffene unruhig und gehen während einer Attacke zum Beispiel umher. Nach 15 Minuten bis 3 Stunden verschwinden die Schmerzen meist so schnell wieder, wie sie gekommen sind.

Ursachen des Clusterkopfschmerzes

Was dazu führt, dass ein Mensch an Cluster-Kopfschmerzen erkrankt, ist nicht bekannt. Fachleute vermuten unter anderem, dass die Nervenzellen in bestimmten Bereichen des Gehirns, die auch für die Regulation des Tag-Nacht-Rhythmus verantwortlich sind, „überaktiv“ sind. Weil in manchen Familien Cluster-Kopfschmerzen gehäuft vorkommen, könnte auch Vererbung eine Rolle spielen.

Studien zeigen Hinweise auf eine Fehlfunktion des Hypothalamus, der als „innere Uhr“ des Gehirns eine zentrale Rolle spielt. Zusätzlich werden Durchblutungsveränderungen und eine neurovaskuläre Entzündung vermutet.

Trigger des Clusterkopfschmerzes

Ähnlich wie bei der Migräne gibt es auch bei Cluster-Kopfschmerzen bestimmte Auslöser (Trigger) - also unterschiedliche Stoffe oder Situationen, die eine Schmerzattacke hervorrufen können. Viele Menschen mit Cluster-Kopfschmerzen bekommen zum Beispiel eine Schmerzattacke, wenn sie Alkohol getrunken haben.

Weitere mögliche Trigger sind:

  • Aufenthalt in großen Höhen
  • nitroglyzerinhaltige Medikamente (zum Beispiel Mittel gegen Brustenge bei koronarer Herzkrankheit)

Diese Trigger lösen jedoch nur dann Attacken aus, wenn sich die Betroffenen in einer aktiven Phase der Erkrankung befinden, in denen es generell häufig zu Attacken kommt.

Einige Menschen berichten, dass bestimmte Gerüche bei ihnen Cluster-Kopfschmerzen auslösen können. Häufig werden auch Nahrungsmittel wie bestimmte Käsesorten oder Wurstwaren mit Cluster-Kopfschmerzen in Verbindung gebracht.

Diagnose und Behandlung des Clusterkopfschmerzes

Die Diagnose ergibt sich aus einem ausführlichen Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt (Anamnese) und einer körperlichen Untersuchung. Dabei werden unter anderem im Rahmen einer neurologischen Untersuchung die Wahrnehmung von Berührung und die Muskelkraft geprüft.

Die Behandlung erfordert ärztliche Erfahrung im Umgang mit dieser seltenen Erkrankung. Wichtig sind auch Aufklärung und Patientenschulung. Eine dauerhafte Heilung ist derzeit nicht möglich. Die meisten Patient:innen erleben einen wiederkehrenden Verlauf über Jahre. Mit individuell abgestimmter Therapie kann die Erkrankung jedoch bei vielen Betroffenen gut kontrolliert werden.

Vorbeugung von Clusterkopfschmerz

Mittel, die grundsätzlich verhindern können, an Cluster-Kopfschmerzen zu erkranken, sind nicht bekannt. Eine Möglichkeit, Attacken vorzubeugen, ist jedoch herauszufinden, was sie auslöst und diese Auslöser dann zu vermeiden. Dazu ist es hilfreich, ein Kopfschmerztagebuch zu führen, in das man unter a…

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