Neurologische Ursachen für Taubheitsgefühle im Fuß: Ein umfassender Überblick

Fußschmerzen sind oft auf die alltäglichen Belastungen und Strapazen zurückzuführen, denen unsere Füße ausgesetzt sind. Allerdings können auch neurologische Ursachen eine Rolle spielen. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen neurologischen Ursachen für Fußbeschwerden, von Nervenkompressionen bis hin zu systemischen Erkrankungen wie Diabetes.

Nervenkompressionen als Ursache von Fußschmerzen

Nerven im Fuß können durch verschiedene Faktoren eingeklemmt und gereizt werden. Dazu gehören zu enge Schuhe, Schwellungen, Zerrungen oder Prellungen. Auch Fußdeformitäten wie ein Knicksenkfuß oder eine Arthrose-bedingte Fehlstellung des Sprunggelenks können Nerven komprimieren.

Tarsaltunnelsyndrom

Eine häufige Ursache für neurologisch bedingte Fußschmerzen ist das Tarsaltunnelsyndrom. Dabei wird der Nervus tibialis (Schienbeinnerv) durch ein Band eingeengt, das zwischen Innenknöchel und Fersenbein verläuft. Dieser Nerv ist für die Gefühlsempfindung der Fußsohle verantwortlich. Wenn der Nervus tibialis unter Druck gerät, kann dies zu einschießenden Schmerzen im Fuß, Brennen, Taubheit oder Ameisenlaufen führen - ähnlich dem Karpaltunnelsyndrom an der Hand.

Diagnose und Behandlung:

Ein Tarsaltunnelsyndrom kann diagnostiziert werden, indem der Nerv abgeklopft wird. Löst dies ein elektrisierendes Gefühl aus, deutet dies auf eine Kompression hin. Die Behandlung erfolgt in erster Linie konservativ. Sie beinhaltet eine gezielte Trainingstherapie und die Verabreichung von schmerzstillenden und entzündungshemmenden Medikamenten, die an die betroffene Stelle injiziert werden. Ziel ist es, den Druck vom Nerv zu nehmen, indem das Gewebe abschwillt.

Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichend helfen, kann eine operative Behandlung erforderlich sein. Dabei wird das Band durchtrennt, das für die Einengung des Nervs verantwortlich ist.

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Morton-Neurom

Ein Morton-Neurom ist eine Verdickung der Nerven zwischen den Köpfchen des dritten und vierten - seltener des zweiten und dritten - Mittelfußknochens. Diese Erkrankung wird durch Fußdeformitäten wie Spreizfuß oder Hallux valgus begünstigt.

Symptome, Diagnose und Behandlung:

Die typische Folge einer Morton-Neuralgie ist ein brennender oder stechender Schmerz zwischen dem dritten und vierten Zeh, der sich beim Gehen verstärkt. Betroffene beschreiben oft ein Druckgefühl unter den Zehen, als würden sie über eine Falte in der Socke laufen oder ein Steinchen im Schuh haben. Häufig tritt gleichzeitig ein Taubheitsgefühl der Zehen auf, das die Betroffenen dazu zwingt, die Schuhe auszuziehen und die Füße zu massieren.

Die Diagnose erfolgt im Rahmen einer klinischen Untersuchung. Ein Druckschmerz zwischen den betroffenen Mittelfußknochen (Klingelknopfzeichen) ist ein typisches Anzeichen. Eine eindeutige Diagnose kann durch die Injektion eines Lokalanästhetikums in den Metatarsalraum gestellt werden. Wenn sich die Beschwerden daraufhin bessern, spricht dies für ein Morton-Neurom.

Die Behandlung umfasst die Anpassung der Schuhe oder die Verwendung orthopädischer Einlagen. Injektionen mit Lokalanästhetika oder Kortison können ebenfalls helfen. Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, kann das Neurom operativ entfernt werden.

Systemische Erkrankungen mit neurologischen Auswirkungen auf den Fuß

Neben lokalen Nervenkompressionen können auch systemische Erkrankungen zu Nervenschädigungen im Fuß führen.

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Diabetische Polyneuropathie

Besonders gefährdet für Nervenschädigungen im Fuß sind Patienten mit Diabetes mellitus. Ein chronisch erhöhter Blutzuckerspiegel kann die Blutgefäße durch Blutzuckerablagerungen schädigen. Dies führt zu einer unzureichenden Versorgung der Nervenzellen in den Beinen, was schmerzhafte Missempfindungen und Sensibilitätsstörungen im Fuß verursacht.

Folgen und Prävention:

Diabetiker nehmen unter Umständen nicht mehr wahr, wenn ihre Schuhe drücken. Die Haut wird trocken und rissig, wodurch sich leicht Geschwüre und offene Wunden bilden können. Diese periphere Neuropathie, auch diabetische Polyneuropathie genannt, kann auch als Folge von starkem Alkoholkonsum, der Einnahme bestimmter Medikamente, Mangelernährung oder einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit) auftreten. Diese Erkrankungen müssen bei der Diagnose eines diabetischen Fußes ausgeschlossen werden.

Jeder Diabetiker sollte seine Füße regelmäßig von einem Arzt untersuchen lassen und sie täglich selbst auf Hautschäden überprüfen und angemessen pflegen. Die Behandlung einer diabetischen Polyneuropathie zielt vor allem auf die Verbesserung der Blutzuckereinstellung ab.

Weitere Ursachen für Nervenschädigungen im Fuß

Es gibt eine Reihe weiterer Erkrankungen, die mit einer Nervenschädigung im Fuß einhergehen können. Dazu gehören:

  • Bandscheibenvorfälle
  • Physische Traumata infolge einer Operation oder eines Verkehrsunfalls
  • Tumore, die einen Nerv einklemmen
  • Virusinfektionen

Es ist wichtig, jede dieser Neuralgien so frühzeitig wie möglich zu behandeln.

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Taubheitsgefühle im Ohr: Mögliche Ursachen und Zusammenhänge

Taubheitsgefühle im Ohr können ein Warnsignal sein und verschiedene Ursachen haben, die von harmlos bis ernst reichen können.

Häufige Ursachen für Taubheitsgefühle im Ohr

  • Erkältung: Eine Erkältung kann durch die Verstopfung der Nase und der Nebenhöhlen zu einer mangelhaften Belüftung des Mittelohrs führen, was Druckgefühle, Ohrensausen, Schwerhörigkeit, Schwindelgefühle oder Taubheitsgefühle verursachen kann.
  • Ohrenschmalzansammlung: Eine ungewöhnliche Ansammlung von Ohrenschmalz am Ende des Gehörgangs kann sich zu einer kompakten Masse bilden, die auf das Trommelfell drückt oder das Ohr verstopft und somit Taubheitsgefühle auslöst.
  • Mittelohrentzündung (Otitis media): Eine durch Viren oder Bakterien verursachte Infektion im Mittelohr kann dazu führen, dass sich das Ohr mit Schleim und/oder Flüssigkeit verschließt. Dies kann mit Symptomen wie Kribbeln und Taubheitsgefühlen in der Ohrregion, Übelkeit und/oder Fieber einhergehen.
  • Verengung oder Verschluss der Eustachischen Röhre: Die Eustachische Röhre verbindet das Mittelohr mit dem oberen Teil des Rachens und reguliert den Druck im Mittelohr. Eine Entzündung kann zu einer Verengung oder einem Verschluss der Eustachischen Röhre führen, was eine Mittelohrentzündung mit den dazugehörigen Symptomen inklusive Migräneattacken verursachen kann.
  • Migräne: Migräneattacken können von neurologischen Ausfällen begleitet sein, die den Kopfschmerzen vorausgehen. Diese können sich als Sehausfälle, Taubheitsgefühle an der Wange oder am Ohr, Sprachstörungen und Lähmungserscheinungen äußern.
  • Gehörgangexostose: Die Ansammlung von Wasser im Ohr bei einer Gehörgangexostose kann zur Vermehrung von Bakterien und Pilzen führen. Dadurch entzündet sich der äußere Gehörgang, was mit Schmerzen, Rötungen und tauben Gefühlen im Ohr einhergeht (sog. Badeotitis).
  • Durchblutungsstörungen: Durchblutungsstörungen im Ohr können ein dumpfes Gefühl und Taubheit verursachen. Die feinen Blutgefäße, die das Ohr versorgen, sind empfindlich und reagieren schnell auf Störungen. Neben Taubheitsgefühlen können weitere Symptome wie Schwerhörigkeit, Ohrendruck, Ohrgeräusche, Schwindel und Übelkeit auftreten. Ursachen für Durchblutungsstörungen können Ablagerungen in den Arterien, Schädelverletzungen oder Blockaden der Halswirbelsäule sein. Auch Stress kann eine Rolle spielen.
  • Hörsturz: Ein Hörsturz kann mit einem dumpfen, pelzigen Gefühl im Ohr einhergehen, ähnlich wie wenn Watte darin stecken würde. Hinzukommen kann auch ein Tinnitus.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Wenn Taubheitsgefühle im Ohr ohne direkten Auslöser auftreten, von anderen Symptomen begleitet werden oder die Situation beunruhigend ist, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Durch eine sorgfältige Untersuchung, wie z. B. mit der Otoskopie oder der Hör- und Schwindeldiagnostik, kann sich der Arzt einen Überblick über die Gesundheit der Ohren verschaffen und die entsprechende Therapie einleiten. Diese kann z. B. aus der Gabe von Medikamenten wie Antibiotika oder Kortison bestehen.

Taube Zehen: Ursachen, Diagnose und Behandlung

Taube Zehen können verschiedene Ursachen haben, von harmlosen Reizungen bis hin zu schwerwiegenden Erkrankungen.

Mögliche Ursachen für Taube Zehen

  • Druck auf die Nerven: Zu enge Schuhe oder Strümpfe können die Blutzirkulation beeinträchtigen und zu einer Unterversorgung von Fuß und Zehen führen.
  • Vitamin-B12-Mangel: Ein Mangel an Vitamin B12, das für die Nervenfunktionen und die Bildung von Blutzellen wichtig ist, kann zu tauben Zehen führen.
  • Diabetes: Dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte bei Diabetes können Nervenschäden (diabetische Neuropathie) verursachen, die sich durch Kribbeln, Lähmungserscheinungen, Schmerzen und Taubheitsgefühle äußern können.
  • Alkoholmissbrauch: Langfristiger Alkoholmissbrauch kann Nerven schädigen und zu tauben Zehen führen.
  • Chemotherapie: Die Behandlung kann eine periphere Neuropathie verursachen, wodurch es zu einem Taubheitsgefühl in den Zehen kommt.
  • Durchblutungsstörungen: Durchblutungsstörungen können bei Menschen mit Diabetes zu tauben Zehen führen.
  • Falsches Schuhwerk: Falsches, meist zu schmales Schuhwerk kann zu einer Reizung der Nerven und folglich zu tauben Zehen führen.
  • Fehlstellungen der Füße: Fehlstellungen und -haltungen können Druck auf die Nerven in den Füßen ausüben, wodurch ein Taubheitsgefühl entsteht.
  • Überlastung beim Sport: Auf dem Fahrrad und dem Crosstrainer können die Nerven durch den permanenten Druck auf das Pedal gereizt werden, was zu tauben Zehen führen kann.
  • Bandscheibenvorfall: Ein Bandscheibenvorfall kann Druck auf die umliegenden Nerven ausüben, was zu Taubheit führen kann.
  • Erfrierung: Grad 1 einer Erfrierung zeigt sich durch Blässe und Taubheit.
  • Morton Neurom: Das gutartige Wachstum des Nervengewebes verursacht neben brennenden und stechenden Schmerzen im Mittelfuß oftmals taube Zehen.

Wann ist eine ärztliche Untersuchung nötig?

Eine ärztliche Untersuchung ist ratsam, wenn:

  • Taubheit plötzlich ohne erkennbaren Grund einsetzt.
  • Taube Zehen über einen längeren Zeitraum anhalten.
  • Zusätzliche Symptome auftreten (zum Beispiel Schwindel, Übelkeit, Sehstörungen, Schmerzen).
  • Sich die Taubheit über eine gesamte Körperhälfte ausbreitet.

Diagnose und Behandlung

Zu Beginn wird der Arzt in einem ausführlichen Anamnesegespräch verschiedene Fragen stellen. Wichtig zu wissen ist zum Beispiel, ob und welche Symptome neben den Taubheitsgefühlen auftreten. Außerdem ist es für die Diagnosestellung von Bedeutung, ob es Vorerkrankungen in der Familie gibt und wann die tauben Zehen auftreten.

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Taubheit.

Hilfreiche Tipps zur Vermeidung von tauben Zehen

  • Gut sitzendes Schuhwerk: Die Schuhe sollten Halt geben, dennoch die Füße genug Spielraum haben, um sich frei bewegen zu können. Zusätzlich können Einlegesohlen verwendet werden, die den Fuß im Schuh stützen und fehlerhafte Belastungen besser ausgleichen.
  • Fußpflege: Regelmäßige Pflege der Füße und Zehen ist wichtig. Zu lange Nägel können zum Beispiel zu einer Veränderung der Belastung auf den Fuß führen, wodurch es zu Nervenstörungen kommen kann.
  • Massagen: Regelmäßige Massagen an Fuß und Zehen sind empfehlenswert. Mögliche kleinere Verspannungen können so gelöst werden.
  • Mehr Bewegung: Bewegung ist gesund, auch für Ihre Füße. Kurze Wege zu Fuß erledigen oder Rad fahren, sorgen für eine gesunde Durchblutung und unterstützt den Körper dabei fit zu bleiben.

Karpaltunnel-Syndrom: Ursachen, Symptome und Behandlung

Gefühlsstörungen in den Fingern und von der Hand ausstrahlende Schmerzen, die sich manchmal über den Oberarm bis zur Schulter ziehen, können Anfangssymptome des so genannten Karpaltunnel-Syndroms (KTS) sein.

Symptome

„Häufig setzen Taubheitsgefühle und Kribbeln zunächst an den Kuppen der ersten drei Finger einer Hand ein - also dem Daumen, Zeige- und Mittelfinger. Mit der Zeit kommen leichte Schmerzen hinzu, die insbesondere nachts oder nach intensiver Handarbeit auftreten. Betroffene neigen dann oft instinktiv dazu, die Beschwerden durch Schütteln der Hand lösen zu wollen“, berichtet Dr. Curt Beil, vom Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN) mit Sitz in Krefeld. Im weiteren Verlauf der Erkrankung können sich ausgeprägte Schmerzen entwickeln, die von der Hand in den Unterarm bis in die Schulter- und Nackengegend ziehen. Besteht das Karpaltunnel-Syndrom über mehrere Jahre, können die betroffenen Finger taub werden und es kommt zu einer Schwächung der Daumenmuskulatur. „Mit dem Fortschreiten der Erkrankung bildet sich die Daumenballen-Muskulatur sichtbar zurück und die Greifkraft des Daumens lässt deutlich nach. Auch die Schmerzen können nachlassen, was jedoch auf eine starke Schädigung der Nervenfasern hinweisen kann“, warnt der Neurologe aus Köln.

Ursachen

Das Karpaltunnelsyndrom ist die am häufigsten vorkommende Nerveneinengung an der Hand. Es wird durch eine Kompression des Medianus-Nervs verursacht, der in der Höhe der Handwurzel zusammen mit Sehen durch den Karpalkanal verläuft. „Eingeengt und geschädigt wird der Nerv durch beständige Druckbelastung durch das Umgebungsgewebe der Handwurzel und deren Band. Meist sind eine Fehlhaltung und eine gleichzeitige Überlastung des Handgelenks die Ursache für die Verengung“, erklärt Dr. Beil. Daneben können auch hormonelle Ursachen, wie in der Schwangerschaft oder den Wechseljahren, Stoffwechselerkrankungen, knöcherne Verformungen sowie rheumatische Erkrankungen das Syndrom begünstigen. Auch eine Verletzung an der Hand oder ein Handgelenksbruch können ein Karpaltunnel-Syndrom begünstigen.

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose ist in den meisten Fällen gut zu stellen, da die Symptome oft typisch sind. Ausgeschlossen werden muss, dass die Beschwerden von einer Schädigung der Halswirbelsäule ausgehen. Eine Messung der Nervenleitgeschwindigkeit, die ein Neurologe vornehmen kann, vermag Aufschluss über das Ausmaß der Schädigung geben. „Im Frühstadium kann eine Ruhigstellung des Handgelenks mit Hilfe einer Schiene ausreichend sein. Gegebenenfalls kann zusätzlich eine entzündungshemmende und schmerzstillende Behandlung durchgeführt werden“, ergänzt der Neurologe. Auch die Einnahme von Kortison kann in manchen Fällen gute Erfolge bringen. Menschen, die viel am Computer arbeiten und auch Sportler mit einseitigen Bewegungsabläufen sind besonders gefährdet, ein Karpaltunnel-Syndrom zu entwickeln. Sie können der Erkrankung durch Pausen und dem Beheben chronischer Fehlbelastung sowie durch Handgelenkschoner vorbeugen. Bei der Computerarbeit ist eine ergonomisch geformte Tastatur ratsam sowie die Nutzung einer Maus, deren Maße zur Größe der Hand passen und die flüssig zu bewegen ist.

Kribbeln im Kopf und Gesicht: Mögliche Ursachen

Taubheitsgefühle, wie tausend Nadelstiche, Dauerprickeln - wer unter Kribbeln im Kopf oder an Gesichtspartien leidet, beschreibt die Symptome mit vielen unterschiedlichen Begriffen. Wer ein Kribbeln im Kopf, der Kopfhaut oder im Gesicht verspürt, für den kann dieses Symptom sehr unangenehm sein. Generell geht die Medizin von mehreren Faktoren aus, die für unangenehme Gefühlsstörungen sorgen können. Die Symptome können an Gliedmaßen auftauchen, aber oft auch im Bereich der Kopfhaut und im Gesicht. Um die Ursache für das Kribbeln im Kopf oder andere Gefühlsstörungen im Körper herauszufinden, ist eine Untersuchung und Behandlung durch einen Arzt oder eine Ärztin sicher angeraten.

Mögliche Ursachen

  • Durchblutungsstörungen: Durchblutungsstörungen treten unter anderem dann auf, wenn es zu Ablagerungen in den Arterien kommt. Dadurch verengen oder verstopfen die Blutgefäße. Das Blut kann nicht mehr ungehindert fließen und Teile des Körpers sind mit Nährstoffen, Mineralien und Sauerstoff unterversorgt.
  • Mangelernährung: Eine zu einseitige Ernährung kann ebenfalls eine mögliche Ursache für das Kribbeln sein. Ist die Ernährung ausgewogen, stehen genügend wichtige Nährstoffe wie Eisen, Folsäure oder auch Vitamin B zur Verfügung.
  • Stress: Sind Körper und Geist ohne entsprechenden Ausgleich extrem und längerfristig belastet, können Muskel- und auch Nervenverspannungen auftreten. Der medizinische Ausdruck dafür ist Parästhesie. Das Symptom kann kurzfristig oder auch chronisch auftreten. Es wird davon ausgegangen, dass dabei bestimmte Nervenenden geschädigt sind und das Gefühl der Taubheit oder des Kribbelns in den betroffenen Körperregionen hervorrufen.

Was kann man tun?

  • Ernährung: Verzicht auf industriell verarbeitete Lebensmittel und raffiniertem Zucker. Auch tierische Fette wie in Wurst- oder Fleischwaren im Speiseplan zu reduzieren, macht vor dem Hintergrund Sinn. Ausreichend Wasser trinken.
  • Bewegung: Regelmäßige Bewegung gehört zum A und O der guten Durchblutung. Es reicht völlig aus, jeden Tag zum Beispiel 30 Minuten spazieren zu gehen, das Radfahren für sich wieder zu entdecken oder zu schwimmen.
  • Entspannung: Wird die Gefühlsstörung durch Stress und erhöhte Körperspannung ausgelöst, können Sie mit Entspannung dagegen anarbeiten. Yoga ist ein gutes Mittel und auch Meditation. Von medizinischer Seite kann die Natur hier unterstützen. Arzneilavendel (Lavandula angustifolia) als Öl oder in Kapselform zum Einnehmen trägt durch seine Inhaltsstoffe zur körperlichen und geistigen Entspannung bei.

Chronischer Schmerz: Ursachen und Messmethoden

Chronischer Schmerz ist ein komplexes Phänomen, das sich von akutem Schmerz unterscheidet.

Was ist chronischer Schmerz?

Schmerz gilt als Warnsignal des Körpers, dass irgendwo Gewebe geschädigt wird. Verselbstständigt sich der Schmerz jedoch, spricht man von chronischem Schmerz. In Deutschland leiden etwa sechs Millionen Menschen an chronischen Schmerzen.

Ursachen

Die Ursachen für chronischen Schmerz sind vielfältig. Manchmal ist er Folge einer nicht ausreichend behandelten akuten Schmerzsituation. In anderen Fällen entwickelt sich ein Schmerzgedächtnis, bei dem Nervenzellen auch ohne äußeren Reiz Schmerzsignale aussenden.

Messmethoden

Die Messung von Schmerz ist subjektiv und schwierig. Es gibt verschiedene Methoden, die eingesetzt werden:

  • Numerische Skala: Patienten sollen ihren Schmerz auf einer Skala von 0 bis 10 verorten.
  • Schmerzschwellenmessung: Hier wird die Schmerzschwelle des Patienten ermittelt, indem beispielsweise ein leichter Schmerzreiz gesetzt und die Reaktion darauf gemessen wird.
  • Hirnscanner: Forscher versuchen, Schmerzzentren im Gehirn zu identifizieren und die Gehirnaktivität bei Schmerzen zu messen.

Behandlung

Die Behandlung von chronischem Schmerz erfordert einen interdisziplinären Ansatz. Neben medikamentösen Therapien können auch Psychotherapie und alternative Heilmethoden helfen. Ziel ist es, den Schmerz zu überlernen und den Patienten zu einem Alltag zu verhelfen, der nicht nur auf ständiges Leid fixiert ist.

Narzisstische Mütter: Auswirkungen auf die Kinder

Narzisstische Mütter betrachten ihre Kinder nicht als eigenständige Wesen, sondern als einen Teil ihrer selbst. Sie glauben, ein lebenslanges Recht an ihren Kindern zu besitzen.

Verhaltensweisen narzisstischer Mütter

  • Instrumentalisierung der Kinder: Narzisstische Mütter nutzen ihre Kinder für ihre eigenen Zwecke.
  • Formung nach eigener Vorstellung: Sie wollen sich mit gut erzogenen, gebildeten, leistungsfähigen und erfolgreichen Kindern selbst aufwerten.
  • Idealisierung der Kinder: Sie sprechen ihren Kindern Eigenschaften und Verhaltensweisen zu, die diese gar nicht haben.
  • Unachtsamkeit gegenüber den Bedürfnissen der Kinder: Sie sind unfähig, die ureigensten Veranlagungen und Möglichkeiten der Kinder zu sehen und diese zu fördern.
  • Kontrolle über Gefühle und Gedanken: Sie glauben, ihr Kind besser zu kennen als es sich selbst.

Auswirkungen auf die Kinder

Kinder narzisstischer Mütter haben große Mühe, sich seelisch von ihrer Mutter zu lösen. Sie bleiben fixiert auf die Meinung und das Urteil ihrer Erzieherin, weil sie aufgrund der jahrelangen Gewöhnung diese Denk- und Verhaltensmuster nicht einfach ablegen können.

Hilfe für Betroffene

Andere Bezugspersonen wie die Großeltern, Onkel oder Tanten, Lehrer, Trainer oder auch möglicherweise die Eltern von Freunden können eine große Unterstützung für die Kinder sein, wenn sie in dieser Umgebung die Chance erhalten, sich frei zu bewegen und zu entfalten.

Alternative Therapieansätze

Neben den konventionellen medizinischen Behandlungen gibt es auch eine Reihe alternativer Therapieansätze, die bei neurologischen Beschwerden im Fußbereich eingesetzt werden können.

Ohrakupunktur

Die Ohrakupunktur basiert auf der Vorstellung, dass sich der gesamte Körper auf der Ohrmuschel abbildet. Durch das Setzen von Nadeln an bestimmten Punkten auf dem Ohr sollen Blockaden gelöst und die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden.

Homöopathie

Die Homöopathie ist eine alternative Behandlungsmethode, die auf dem Prinzip "Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden" basiert. Dabei werden stark verdünnte Substanzen eingesetzt, die in unverdünnter Form ähnliche Symptome wie die zu behandelnde Krankheit hervorrufen würden.

Biochemie nach Schüssler

Die Biochemie nach Schüssler ist eine alternativmedizinische Behandlungsmethode, die auf der Verwendung von Mineralsalzen basiert. Die Schüssler-Salze sollen den Mineralstoffhaushalt des Körpers regulieren und somit die Selbstheilungskräfte aktivieren.

Ätherische Öle

Ätherische Öle können bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt werden. Einige Öle haben entzündungshemmende, schmerzlindernde oder beruhigende Eigenschaften.

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