Das AGAPLESION BETHESDA KRANKENHAUS WUPPERTAL bietet eine hochspezialisierte neurologische Versorgung für Patient:innen mit akuten und chronischen Erkrankungen des Nervensystems. Mit einem multiprofessionellen Team und modernster Ausstattung wird eine umfassende Diagnostik und individualisierte Therapie gewährleistet.
Ein Krankenhaus mit Tradition und christlichen Wurzeln
Das BETHESDA Krankenhaus, offiziell Evangelisches BETHESDA Krankenhaus zu Duisburg, wurde bereits 1904 gegründet. Ursprünglich für 50 Patient:innen geplant, wurde es stetig erweitert und verfügt heute über 413 Betten. Jährlich werden hier mehr als 15.000 stationäre und eine ähnliche Anzahl ambulanter Patient:innen betreut. Das Krankenhaus ist bekannt für seine Geburtsabteilung, in der jährlich etwa 1.000 Babys geboren werden, und beherbergt das erste und einzige zertifizierte Onkologische Zentrum in Duisburg, das Onkologische Zentrum BETHESDA Duisburg Klinikum Niederrhein. Das Krankenhaus behandelt und pflegt Menschen in allen Lebenssituationen, von der Geburt bis zum Sterbebett.
Neurokardiovaskuläres Zentrum: Interdisziplinäre Expertise für Gefäßerkrankungen
Das Neurokardiovaskuläre Zentrum des AGAPLESION BETHESDA KRANKENHAUSES WUPPERTAL ist auf die Diagnose und Behandlung von Gefäßerkrankungen von Kopf bis Fuß spezialisiert. Ein erfahrenes Team aus Fachärzt:innen der Neurologie, Neuroradiologie, Neurochirurgie, (invasiven) Kardiologie, Angiologie und Gefäßchirurgie arbeitet Hand in Hand, um Patient:innen die bestmögliche Behandlung zu bieten.
Die interdisziplinäre Zusammenarbeit basiert auf zwei Säulen:
- Ad-hoc-Meetings: Bei Notfällen wie einem akuten Schlaganfall stimmen sich die Fachärzt:innen sofort ab, um schnellstmöglich die passende Diagnostik einzuleiten.
- Neurokardiovaskuläre Konferenz: Wöchentlich werden die Gesundheitsverläufe der Patient:innen gemeinsam beurteilt und weitere Therapieschritte geplant.
Ziel ist es, Patient:innen schonend und zielgerichtet zu behandeln, wobei nur medizinisch sinnvolle und notwendige Maßnahmen ergriffen werden. Die Behandlung beginnt stets mit einer ausführlichen Diagnostik und einem persönlichen Gespräch mit spezialisierten Fachärzt:innen.
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Klinik für Neurologie: Breites Leistungsspektrum für Erkrankungen des Nervensystems
Die Klinik für Neurologie behandelt Patient:innen mit akuten und chronischen Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems, einschließlich Störungen des Gehirns, des Rückenmarks und der Nerven. Auch die Diagnostik und Therapie von Muskelkrankheiten, akuten und chronischen Schmerzzuständen (einschließlich Kopfschmerzen) sowie Schwindelsyndromen gehören zum Leistungsspektrum.
Ein multiprofessionelles Team aus Ärzt:innen, Pflegekräften, Physiotherapeut:innen, Ergotherapeut:innen, Logopäd:innen und Sozialarbeiter:innen erarbeitet gemeinsam ein individualisiertes Diagnostik- und Therapiekonzept für jeden Patient:innen.
Die apparative Ausstattung der Klinik entspricht dem neuesten Stand der Technik und umfasst:
- Elektrophysiologische Verfahren (Elektromyografie, Elektroneurografie, evozierte Potentiale, EEG-Diagnostik einschließlich Langzeit-EEG)
- Gefäßultraschall
- Muskel- und Nervensonografie
Besonders Patient:innen mit komplexen Erkrankungen profitieren vom engen fachlichen Austausch mit den Kolleg:innen der Neurochirurgie, interventionellen Neuroradiologie, Angiologie, Gefäßchirurgie und Kardiologie.
Schwerpunkte und Spezialisierungen der Klinik für Neurologie
Die Klinik für Neurologie bietet spezialisierte Behandlungen für verschiedene neurologische Erkrankungen:
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Schlaganfallversorgung
Der Schlaganfall gehört zu den häufigsten Todesursachen und Ursachen für bleibende Behinderungen in Deutschland. Schnelles Handeln ist entscheidend, um Folgeschäden zu minimieren. Das AGAPLESION BETHESDA KRANKENHAUS WUPPERTAL hat ein Konzept zur schnellstmöglichen Zuweisung von Schlaganfallpatient:innen in eine spezialisierte Behandlungseinheit (Stroke Unit) festgelegt. Die Klinik ist als regionale Stroke Unit nach den Qualitätsstandards der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe zertifiziert.
Bereits vom Einsatzort aus erhält die/der diensthabende Neurolog:in per Mobiltelefon Informationen über die/den Patient:in. Nach Ankunft in der Klinik erfolgt umgehend die weitere Diagnostik, in der Regel eine Computertomografie des Gehirns mit Darstellung der Hirnarterien oder eine Magnetresonanztomografie.
Zur Behandlung stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung:
- Endovaskuläre mechanische Thrombektomie: Bei bis zu sieben Prozent der Patient:innen kann ein Katheter bis in die Hirnarterie vorgeschoben werden, um das verschließende Gerinnsel zu beseitigen.
- Systemische Thrombolyse-Therapie: Etwa 15 Prozent der Betroffenen erhalten ein Medikament als Infusion über die Vene.
Die weitere Versorgung erfolgt durch ein multidisziplinäres Team auf der Stroke Unit.
Kopfschmerzen und Schwindel
Kopfschmerzen und Schwindel sind häufige Beschwerden, deren Ursachen oft im neurologischen Bereich liegen. Die Klinik bietet eine umfassende Diagnostik und Behandlung akuter und chronischer Kopfschmerzen und Schwindelzustände.
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Neuromuskuläre Erkrankungen
Die Klinik ist spezialisiert auf die Diagnostik und Therapie von neuromuskulären Erkrankungen, die Nerven, Muskeln und die Verbindungsstelle zwischen diesen Strukturen betreffen. Dies umfasst Polyneuropathien, Muskelerkrankungen und andere neuromuskuläre Störungen. Als Partner im Neuromuskulären Zentrum Hamburg kann die Klinik auf sämtliche diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen zurückgreifen.
Bewegungsstörungen (Morbus Parkinson)
Die Klinik bietet eine umfassende Diagnostik und Therapie von Bewegungsstörungen, insbesondere Morbus Parkinson. Die Diagnose basiert auf der Beurteilung der einzelnen Symptome und deren Zusammenführung zu einem Syndrom, unterstützt durch bildgebende Verfahren wie Ultraschall und MRT. Im Rahmen eines stationären Aufenthaltes bietet die Klinik Unterstützung bei diagnostischen Fragestellungen sowie Möglichkeiten zur Therapieoptimierung.
Multiple Sklerose
Die Multiple Sklerose (MS) ist die häufigste entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Die Klinik bietet eine umfassende differentialdiagnostische Abklärung, Schubtherapie (ggf. einschließlich Plasmapherese) sowie die Evaluation und Durchführung von Infusionstherapien. Ziel der Behandlung ist die Verhinderung einer anhaltenden Krankheitsaktivität.
Epilepsie
Die Klinik bietet eine differenzierte Diagnostik und Therapie von Epilepsien, einschließlich EEG-Diagnostik mit Provokationsmethoden. Bei medikamentöser Behandlungsresistenz werden ggf. diagnostische Maßnahmen mit Blick auf eine mögliches chirurgisches Vorgehen geprüft.
Ambulante Spezialfachärztliche Versorgung (ASV) für neuromuskuläre Erkrankungen
Die Ambulante Spezialfachärztliche Versorgung (ASV) ist ein Angebot für Patient:innen mit seltenen oder komplexen Krankheiten und hat das Ziel, deren Versorgung zu verbessern. In der ASV für neuromuskuläre Erkrankungen arbeiten Spezialist:innen verschiedener Fachrichtungen in Kliniken und Praxen fachübergreifend zusammen, um die medizinische Versorgung dieser Patient:innen koordiniert zu übernehmen und die bestmögliche Therapie zu gewährleisten. Die ASV ergänzt das bestehende Behandlungsangebot im Rahmen der Infusions-Ambulanz. Auch die Abklärung von Verdachtsdiagnosen bestimmter neuromuskulärer Erkrankungen kann im Rahmen einer ASV erfolgen. Für die Behandlung in der ASV ist in der Regel eine Überweisung notwendig.
Ambulante Behandlung nach Maß
In der Klinik für Neurologie erhalten Patient:innen mit (chronisch-) entzündlichen Erkrankungen des zentralen oder peripheren Nervensystems sowie der Muskulatur eine Behandlung mit hochspezialisierten Antikörpern, bestimmten Bluteiweißprodukten bzw. subkutan zu verabreichenden oder oralen Medikamenten, die eine kurzfristige Überwachung erfordern (Erstgabe), auch im ambulanten Rahmen.
Behandelt werden in der Infusionsambulanz u.a. folgende Erkrankungen:
- Multiple Sklerose / Neuromyelitis optica Spektrum-Erkrankungen / Autoimmunvermittelte („limbische“) Enzephalitis
- Autoimmunvermittelte / entzündliche Neuropathien (CIDP, MMN, MADSAM, vaskulitische Neuropathien und weitere mehr)
- Entzündliche und autoimmunvermittelte Muskelerkrankungen (z.B. Einschlusskörpermyositis, Polymyositis, nekrotisierende Myositis, Dermatomyositis)
- Stoffwechselmyopathien (z.B. Morbus Pompe)
- Neurologische Manifestationen autoimmunvermittelter Systemerkrankungen
Diagnostische Verfahren in der Neurologie
Zur Diagnostik neurologischer Erkrankungen setzt die Klinik eine Vielzahl von Untersuchungsmethoden ein:
- Neurologische Untersuchung: Die neurologische Untersuchung ist eine gezielte Funktionsprüfung des Nerven- und Muskelsystems, bei der Bewusstsein, Gedächtnis, Denken, Sprache und Handeln geprüft werden.
- EEG (Elektroenzephalogramm): Das EEG registriert die elektrische Aktivität der Nervenzellen des Gehirns und ist unersetzlich für die Epilepsiediagnostik.
- Doppler- und Duplex-Sonographie: Mit diesen Ultraschallmethoden können Verengungen der Arterien innerhalb und außerhalb des Kopfes festgestellt und die Hirndurchblutung untersucht werden.
- Evozierte Potentiale (EP): Die Untersuchung der EP erlaubt, die Sinnesorgane mit ihren Leitungsbahnen zu untersuchen.
- Elektromyographie (EMG): Die EMG ist zur Untersuchung bei Erkrankungen der Nerven und Muskeln von wesentlicher Bedeutung.
- Elektroneurographie (NLG): Bei der Elektroneurographie wird die Nervenleitgeschwindigkeit gemessen.
- Elektronystagmographie: Die Elektronystagmographie ist die Untersuchung der elektrischen Signale des Gleichgewichtssystems.
- Lumbalpunktion: Die Lumbalpunktion wird durchgeführt, um Nervenwasser für chemische und mikroskopische Untersuchungen zu gewinnen, z. B. bei Verdacht auf einen entzündlichen Prozess.
- Schlaflabor: Im neurologischen Schlaflabor werden während des Nachtschlafes verschiedene Parameter wie EEG, EKG, Muskelaktivität, Atmung und Sauerstoffsättigung erfasst und aufgezeichnet.
Weitere Informationen
- Notfallaufnahme: Patient:innen mit akuten Beschwerden können jederzeit in der zentralen Notaufnahme vorgestellt werden.
- Barrierefreiheit: Das Krankenhaus verfügt über rollstuhlgerechte Sanitäranlagen und einen rollstuhlgerechten Zugang zu Serviceeinrichtungen.
- Besuchszeiten: Besuche werden von den Patient:innen als willkommene Abwechslung während ihres Aufenthaltes angesehen.
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