Betreuung von Alzheimer Patienten: Aktivitäten und Angebote für ein erfülltes Leben

Einführung

Die Betreuung von Menschen mit Alzheimer und anderen Demenzformen stellt eine besondere Herausforderung dar. Es ist wichtig, den Betroffenen ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, ihre individuellen Bedürfnisse zu berücksichtigen und ihnen die Teilhabe am Leben zu erleichtern. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über geeignete Aktivitäten und Unterstützungsangebote für Alzheimer-Patienten und ihre Angehörigen.

Das Menschenbild in der Betreuung

Jeder Mensch ist einzigartig und möchte am Leben teilhaben, sich einbringen, geachtet und respektiert werden. Dies gilt auch für Menschen mit Demenz. Sie möchten Trost und Zuspruch erfahren und ihr Leben selbstbestimmt gestalten können. Die Betreuung sollte sich daher an den individuellen Vorlieben, Abneigungen und Fähigkeiten des Einzelnen orientieren.

Aktivitäten für Menschen mit Demenz

Menschen mit Demenz können je nach Krankheitsphase immer weniger ihren gewohnten Aktivitäten nachgehen. Film und Fernsehen sind durch ihre schnellen Bildwechsel und die komplexen Handlungen zunehmend schwerer zu verfolgen. Auch Texte, etwa in Zeitungen und Büchern, werden immer weniger verstanden. Die Bewegungsfähigkeit schränkt sich, meist auch altersbedingt, immer weiter ein, die Fähigkeit zu eigenem kreativen Tun wie zum Beispiel Musizieren lässt häufig immer mehr nach.

Eine demenzielle Erkrankung kann aber auch Türöffner sein zu Aktivitäten, die im bisherigen Leben keine Rolle gespielt haben. Manche Betroffene entdecken zum Beispiel ihre Begabung und Freude am Malen oder Theater spielen. Ausdrucksformen, die früher vielleicht nicht gefördert oder vernachlässigt wurden - aus Zeitmangel oder fehlendem Zugang.

Es gibt nicht den Menschen mit Demenz - jeder Einzelne hat individuelle Vorlieben und Abneigungen, die zu berücksichtigen sind. Auch das Stadium der Demenz spielt eine große Rolle. So wird ein sportlich aktiver Betroffener mit Ende 50 in einer frühen Phase andere Freizeitbeschäftigungen schätzen als ein 90-Jähriger in fortgeschrittenem Stadium, dessen Liebe Zeit seines Lebens der klassischen Musik galt.

Lesen Sie auch: Wichtige Aspekte der 24-Stunden-Demenzpflege

Wie kann die Zeit mit einem Menschen mit Demenz sinnvoll gestaltet werden? Helfen kann hier oft ein Blick in die Lebensgeschichte des betroffenen Menschen: Wie ist er aufgewachsen, welchen Beruf hatte er, was hat er ein Leben lang gerne gemacht, was kennt und mag er, was kann er heute noch?

Bewegung und Sport

  • Regelmäßige Spaziergänge: Bewegung an der frischen Luft regt den Kreislauf an und fördert das Wohlbefinden.
  • Spiele mit Bällen und anderen Materialien: Einfache Spiele können die Motorik und Koordination verbessern.
  • Tanzen: Standardtänze oder freies Bewegen zur Musik können Freude bereiten und Erinnerungen wecken.
  • Sport- und Wandergruppen: In der Gemeinschaft macht Bewegung oft mehr Spaß.

Musik

  • Gemeinsames Singen: Vertraute Lieder, ggf. auch mit religiösem Inhalt, können Erinnerungen wachrufen und die Stimmung aufhellen.
  • Musik hören: Bekannte Schlager aus der Jugendzeit stimulieren fröhliche Erinnerungen und können die Stimmung aufhellen.
  • Musizieren: Das Spielen eines Instruments oder das Schlagen des Takts kann auch dann noch funktionieren, wenn der Betroffene nicht mehr sprechen kann.

Gedichte und Sprichwörter

  • Vervollständigen von Sprichwörtern: Menschen mit Demenz können ihr Wissen bei Sprichwörtern und Gedichten oft noch gut unter Beweis stellen.
  • Religiöse Texte: Bei religiösen Menschen können auch Psalme oder Gebete einen besonderen Stellenwert haben.

Alltagsnahe und lebenspraktische Tätigkeiten

  • Hauswirtschaftliche Tätigkeiten: Kochen, Backen, Spülen, Putzen, Bügeln - am besten jeden nach seinen bisherigen Interessen und verbliebenen Fähigkeiten einbeziehen.
  • Handwerkliche Tätigkeiten: Arbeiten mit Wolle, Schmirgeln von Holz, Sortieren von Werkzeug.
  • Gartenarbeit: Pflanzen, Gießen, Unkraut jäten.

Erinnerungen wecken

  • Fotoalben: Mit Hilfe von Fotoalben, alten Büchern, Bildbänden oder Gegenständen aus früherer Zeit (wie Flohmarktartikel oder alte Gegenstände, die zu Hause aufbewahrt wurden) können Erinnerungen wachgerufen werden, die oft präsenter sind als das aktuelle Geschehen.
  • Erinnerungsalben: Darin sammeln Sie Fotos und andere Erinnerungsstücke aus dem Leben der demenzerkrankten Person. Stellen Sie als Pflegender oder Angehöriger konkrete Fragen zur Kindheit oder Jugend des Demenzerkrankten. Zum Beispiel zu wichtigen historischen Ereignissen aus dieser Zeit.

Spiele spielen

  • Vertraute Spiele: Besonders geeignet sind Spiele, die von Kindheit an vertraut sind, wie Mensch-ärgere-dich-nicht, Mühle oder Würfelspiele.
  • Angepasste Regeln: Bei Bedarf müssen die Spielregeln verändert und an die Möglichkeiten des Menschen mit Demenz angepasst werden.

Malen und Gestalten

  • Kreative Angebote: Künstlerisch-kreative Angebote wie Malen, Umgang mit Farben oder Gestalten von Materialien machen vielen Menschen mit Demenz Freude.
  • Basteln mit Naturmaterialien: Nehmen Sie den Wechsel der Jahreszeiten als Anlass, um passende Dekoration zu basteln. Bringen Sie dafür ein paar Dinge aus der Natur mit (Tannenzapfen, Blumen, Kastanien, usw.). So stellen Sie beim Basteln einen Bezug zur Außenwelt her und fördern gleichzeitig die biografische Erinnerung.

Spirituelles

  • Glaube: Für viele Menschen spielt der Glauben eine wichtige Rolle. Insbesondere in Zeiten von Krankheit und im Alter kann Glauben noch mal zu einer Kraft- und Trostquelle werden.
  • Rituale: Die Rituale religiöser Handlungen, Texte und Lieder können ein Gefühl von Vertrautheit und Geborgenheit vermitteln. Mancherorts werden deshalb spezielle Gottesdienste für und mit Menschen mit Demenz gefeiert.

Tagesrituale

  • Vertraute Gewohnheiten: Für viele Menschen mit Demenz ist die Tageszeitung wichtig. Sie gehört zum Beispiel zum morgendlichen Ritual - auch wenn der Inhalt oft nicht mehr verstanden wird.

Ausflüge und Besuche

  • Erlebnisse außer Haus: Nicht zuletzt sind schöne, anregende Erlebnisse außer Haus wohltuend und belebend auch für Menschen mit Demenz, zum Beispiel der Besuch im Zoo, beim Friseur, in einer Eisdiele, im Tanzcafé oder auch in der Betreuungsgruppe.

Betreuungsgruppen

  • Gemeinschaft erleben: In vielen Orten gibt es mittlerweile ein solches Angebot. Eine Fachkraft und Ehrenamtliche betreuen und beschäftigen wöchentlich für mehrere Stunden eine Gruppe von Menschen mit Demenz und ermöglichen so auch das Erleben von Gemeinschaft. Gleichzeitig bieten sie den pflegenden Angehörigen so eine oft dringend benötigte Verschnaufpause.

Spiele für Menschen mit Demenz

  • Erinnere Dich Memory: Auf den Karten finden sich bekannte Gegenstände, die - wie bei jedem Memory - paarweise auftreten. Doch das Sammeln ist nur ein Ziel. Genauso wichtig ist, dass die Karten Erinnerungen wecken und so zum Erzählen anregen.
  • Einfache Puzzles: Einfache Puzzles mit nur vier Teilen je Motiv machen das Zusammenfügen leicht. Die Motorik wird geübt, ein hübsches Bild entsteht und ganz nebenbei entspannt sich ein Gespräch über damals und heute, über heitere Erinnerungen aus der Familiengeschichte.
  • Bunte Mischung Kartenspiel: Zu Themen wie „Natur“, „Damals“, „Zu Hause“, „Bewegung“ oder „Rätseln“ werden Fragen gestellt, Lieder gesungen oder Gymnastikübungen gemacht.
  • Am Tisch sitzen und Geschichten erzählen: Spielplan und die entsprechenden Karten liefern Impulse für das Gespräch. Es geht um Rätselraten, Wortsammlungen und Redensarten.

Digitale Angebote

  • Demenz-Tablets: Immer mehr Anbieter entwickeln spezielle Demenz-Tablets, die auf die Beschäftigung und Aktivierung von Demenzerkrankten ausgerichtet sind.

Selbstgemachte Spiele

Im Prinzip sind alle Spiele sinnvoll, die Sinneseindrücke fördern, Freude bereiten und dabei keinen Leistungsdruck erzeugen. Dinge zu entdecken, sich zu erinnern und kleine Herausforderungen zu meistern ist wichtiger als der Wettbewerb um den Sieg.

Umgang mit Herausforderungen bei der Beschäftigung

  • Beachten Sie das Stadium der Demenz: Überforderung bewirkt negative Reaktionen.
  • Gehen Sie auf persönliche Vorlieben und Abneigungen ein: Die Beschäftigung sollte Spaß machen.
  • Respektieren Sie die Entscheidung des Demenzerkrankten: Lassen Sie es zu, wenn der Erkrankte nicht selbst aktiv werden möchte, sondern lieber beobachtet.
  • Tolerieren Sie „Fehler“: Schimpfen Sie auf keinen Fall, wenn etwas nicht funktioniert.
  • Vermeiden Sie Leistungsdruck: Demenz lässt sich nicht „wegtrainieren“.
  • Monotonie: Monotonie in den Abläufen schreckt die Angehörigen, nicht aber die Menschen mit Demenz, die aus gleichförmigen Tätigkeiten ein Gefühl von Sicherheit und Kompetenz ziehen.

Kommunikation mit Menschen mit Demenz

Die Fähigkeit zu sprechen nimmt mit Fortschreiten der Demenz immer weiter ab. Schwierigkeiten bei der Verständigung führen dazu, dass sich der Mensch mit Demenz häufig enttäuscht oder verwirrt fühlt und zunehmend in Isolation gerät. Solange sich die betroffene Person noch sprachlich mitteilen kann, sollte dies aufgegriffen werden. Erzählt sie viel aus der Vergangenheit, bietet sich die Chance, von dort eine Brücke in die Gegenwart zu schlagen. Die sprachlichen Äußerungen von Menschen mit Demenz werden mit der Zeit immer zusammenhangloser und scheinen oft inhaltsleer zu sein. Umso wichtiger wird es, auf den Sinn hinter dem Gesagten zu achten. So drückt andauerndes Rufen nach der bereits verstorbenen Mutter etwa den Wunsch nach Geborgenheit oder Zuwendung aus. Vielleicht hilft es, den betroffenen Menschen in diesem Moment in den Arm zu nehmen, statt darauf zu beharren, dass seine Mutter seit vielen Jahren tot ist. Die Fähigkeit der Betroffenen, nichtsprachliche Äußerungen zu verstehen und zu benutzen, bleibt sehr lange erhalten. Deshalb wird es immer wichtiger, auf ihre Körpersprache zu achten und aufgrund von Haltung, Gestik und Gesichtsausdruck zu entschlüsseln, was sie mitteilen möchten. Auf der Gefühlsebene sind Menschen mit Demenz besonders ansprechbar: Umarmungen, Streicheln und Blickkontakte geben ihnen ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit. Auch wenn sie der Sinn der Worte nicht mehr erreicht, werden Unterhaltungen als Zuwendung aufgefasst und genossen. Besonders sensibel reagieren Menschen mit Demenz im Regelfall darauf, wenn das, was gesagt wird, nicht mit der Körpersprache übereinstimmt.

  • Sprache: Sprechen Sie langsam und deutlich, verwenden Sie einfache Sätze und vermeiden Sie komplizierte Begriffe.
  • Vertraute Abläufe: Am einfachsten ist es, sich an bereits vertraute Abläufe zu halten, wie zum Beispiel Aufstehen, Frühstücken, Anziehen oder Duschen. Diese Routinen geben der erkrankten Person Sicherheit und Vertrautheit.
  • Emotionale Beruhigung: Treten dennoch Ängste auf, ist es sinnvoll, den betroffenen Menschen emotional zu beruhigen.
  • Körpersprache: Achten Sie auf die Körpersprache des Betroffenen und reagieren Sie auf seine Bedürfnisse.

Unterstützung für Angehörige

Nach wie vor leben die meisten Menschen mit Demenz in privaten Haushalten und werden zumeist von nahen Angehörigen (vor allem von ihren Ehepartnern, Töchtern oder Schwiegertöchtern) betreut und gepflegt. Dies verlangt von den Angehörigen viel Engagement, Verzicht auf Freizeit und die Bereitschaft, gegebenenfalls „rund-um-die-Uhr“ zu begleiten und zu unterstützen. Darum ist es besonders wichtig, etwas für die eigene körperliche Gesundheit und den seelischen Ausgleich zu tun. Viele Angehörige berichten, dass sich während der Pflege ihre körperliche Gesundheit verschlechtert und sie häufiger Medikamente benötigen, dass Freunde, Bekannte und/oder Familienmitglieder den Kontakt meiden, dass sie ihren Beruf und ihre Hobbies aufgeben. Als besonders belastend wird es empfunden, wenn problematische Verhaltensweisen wie Aggressivität, Schreien oder Wahnvorstellungen bei den Erkrankten hinzukommen. Niemand kann und muss diese schweren Aufgaben auf Dauer und ganz alleine erfüllen. Auch im Interesse der Erkrankten ist es wichtig und ratsam, mit den eigenen Kräften hauszuhalten und sich frühzeitig nach Möglichkeiten der Beratung und Entlastung umzusehen.

  • Selbstfürsorge: Achten Sie auf Ihre eigene Gesundheit und nehmen Sie sich Auszeiten.
  • Professionelle Hilfe: Holen Sie sich Unterstützung von Pflegediensten, Betreuungsgruppen oder Selbsthilfegruppen.
  • Finanzielle Unterstützung: Informieren Sie sich über die Leistungen der Pflegeversicherung.

Entlastungsangebote für pflegende Angehörige

  • Ambulante Pflegedienste: Die sozial- und gesundheitspflegerischen Dienste der ambulanten Pflegestationen leisten einen oft unverzichtbaren Beitrag dazu, dass die Erkrankten weiterhin zu Hause leben können. Die „Hauspflege“ umfasst Hilfen im Haushalt sowie die Grundpflege (Körperpflege, Hilfe beim Essen). Die „häusliche Krankenpflege“ (Behandlungspflege) wird von examinierten Pflegefachkräften durchgeführt. Grundlage hierfür ist eine ärztliche Verordnung.
  • Betreuungsgruppen: Alzheimer-Gesellschaften in den verschiedenen Regionen sowie unterschiedliche Wohlfahrtsverbände bieten Betreuungsgruppen zur Entlastung pflegender Angehöriger als niedrigschwelliges ambulantes Angebot an. Für einige Stunden am Tag werden die Betroffenen an ein bis zwei Tagen pro Woche in Gruppen beschäftigt und betreut.
  • Angehörigen- bzw. Selbsthilfegruppen: Angehörigen- bzw. Selbsthilfegruppen bieten die Möglichkeit, mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen, die sich in einer ähnlichen Pflegesituation befinden wie man selbst. Viele Angehörige nutzen das Angebot, um über ihre Sorgen, Ängste und Verzweiflung zu sprechen, aber auch, um sich gegenseitig Unterstützung, Anregungen und Tipps zu geben und die Energiespeicher wieder aufzufüllen.
  • Helferinnenkreise: Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer betreuen für einige Stunden in der Woche vor allem Demenzerkrankte, die mit ihren Angehörigen oder alleine zu Hause leben. Dadurch entstehen für den Angehörigen ebenfalls Freiräume. Die freiwilligen Helfer übernehmen stundenweise die soziale Betreuung der Kranken, nicht aber pflegerische oder hauswirtschaftliche Aufgaben.
  • Tagespflegeeinrichtungen: Tagespflegeeinrichtungen zählen zu den teilstationären Pflege- und Betreuungsangeboten. Die Tagespflege dient der Aktivierung und Rehabilitation durch therapeutische und pflegerische Angebote sowie durch soziale Einbindung und einen strukturierten Tagesablauf.
  • Kurzzeitpflege: Für maximal 28 Tage im Jahr kann der erkrankte Angehörige dort in Obhut gegeben werden, sodass die Pflegeperson in diesem Zeitraum zum Beispiel einen Erholungsurlaub in Anspruch nehmen kann. Kurzzeitpflegeeinrichtungen übernehmen während der Aufnahme die komplette Versorgung der erkrankten Person.
  • Verhinderungspflege: Ebenfalls für maximal 28 Tage pro Jahr ist es möglich, die erkrankte Person zum Beispiel durch einen Pflegedienst oder eine nahestehende Person zu Hause versorgen zu lassen, wenn die Hauptpflegeperson (zum Beispiel durch Krankheit oder Erholungsurlaub) verhindert ist.
  • Urlaubsangebote: Urlaubsangebote, die speziell auf die Bedürfnisse von Demenzkranken und ihren Angehörigen zugeschnitten sind, haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend etabliert.

Weitere Unterstützungsangebote

  • Alzheimer-Telefon: Angehörige, Betroffene und alle Ratsuchenden können sich montags bis donnerstags von 9.00 bis 18.00 Uhr und freitags von 9.00 bis 15.00 Uhr an das Alzheimer-Telefon wenden.
  • Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz: Dies sind lokale Netzwerke, die es sich zur Aufgabe gemacht haben zu unterstützen, damit Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen weiter am alltäglichen Leben teilhaben können. Sie entwickeln Angebote, die vor Ort noch fehlen oder besonders nachgefragt werden.
  • Familiencoach Pflege: Das Online-Selbsthilfeprogramm der AOK für Angehörige von Demenzkranken. Der „Familiencoach Pflege“ hilft Angehörigen, den Pflegealltag besser zu bewältigen und sich vor Überforderung zu schützen.

Wohnformen für Menschen mit Demenz

  • Demenz-WG: In einer Demenz-WG leben 6 bis 12 Menschen mit Demenz in einer gemeinsamen Wohnung. Jeder hat ein eigenes Zimmer, während Küche, Wohnzimmer und Bäder gemeinschaftlich genutzt werden.
  • Pflegeheim: Wenn die Betreuung zu Hause nicht mehr möglich ist, bietet ein Pflegeheim Rund-um-die-Uhr-Betreuung und eine sichere Umgebung.

Tipps für den Alltag

  • Klare Tagesstruktur: Eine klare Tagesstruktur kann helfen, Orientierung zu geben: Tageslicht, frische Luft und feste Abläufe am Tag, Ruhe und gedimmtes Licht am Abend.
  • Essen und Trinken: Eine ruhige Umgebung, feste Essenszeiten und vertrautes Geschirr geben Orientierung.
  • Sinnesüberlastung vermeiden: Laute Wassergeräusche, helles Licht oder intensive Düfte von Pflegeprodukten können ebenfalls Stress auslösen.
  • Kleidung: Halten Sie das Angebot klein, also lieber weniger Kleidung, dafür welche, leicht kombinierbar ist.

Lesen Sie auch: Ambulante Demenzbetreuung: Was Sie wissen müssen

Lesen Sie auch: Informationen zur Demenzbetreuung

tags: #betreuung #von #alzheimer #patienten #aktivitaten #buch