Bit Test: Gehirnfunktion, Training und Wahrnehmung

Das menschliche Gehirn ist ein komplexes Organ, dessen Funktionen wie Schnelligkeit und Konzentrationsfähigkeit im Laufe des Lebens nachlassen können. Doch diese Fähigkeiten sind trainierbar und beeinflussbar. Dieser Artikel beleuchtet, wie man die Gehirnfunktion testen und verbessern kann, welche Rolle die Wahrnehmung spielt und wie man mit Hörstörungen umgehen kann.

Einführung in die Gehirnfitness

Psychologe Peter Sturm betont, dass Schnelligkeit und Konzentrationsdauer wichtige Grundlagen der geistigen Fitness sind. Mit gezielten Tests und Übungen lässt sich der aktuelle Stand ermitteln und die Leistungsfähigkeit des Gehirns steigern.

Tests zur Ermittlung der Gehirnfunktion

Test 1: Schnelligkeit des Gehirns

Dieser Test misst, wie schnell das Gehirn Informationen verarbeiten kann.

Durchführung:

  1. Eine Uhr mit Sekundenzeiger oder eine Stoppuhr-App bereitlegen.
  2. Die folgende Buchstabenfolge so schnell wie möglich halblaut vorlesen und die Zeit stoppen: a l w h f z k e v p m g z n r t s b j k

Bewertung:

  • Unter 5 Sekunden: Extrem gute Leistung.
  • 6 bis 7 Sekunden: Sehr guter Wert.
  • 8 bis 9 Sekunden: Guter Bereich, in dem die meisten Menschen liegen.
  • 10 Sekunden oder mehr: Test an einem anderen Tag und zu einer anderen Uhrzeit wiederholen. Wenn das Ergebnis erneut in diesem Bereich liegt, ist es ratsam, die Schnelligkeit des Gehirns zu trainieren.

Übung "Silben-Spurt": Schnelligkeit verbessern

Diese Übung zielt darauf ab, die Verarbeitungsgeschwindigkeit des Gehirns zu erhöhen.

Durchführung:

  1. Ein Raster mit zerstückelten Wörtern eines chinesischen Sprichworts wird präsentiert.
  2. Zuerst das Sprichwort lesen.
  3. Anschließend in der richtigen Reihenfolge auf die im Raster verteilten Buchstabenteile tippen, beginnend mit dem grün hinterlegten Wort "Tee".

Das Sprichwort lautet: "Tee erleuchtet den Verstand, schärft die Sinne, verleiht Leichtigkeit und Energie und vertreibt Langeweile und Verdruss."

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Im zweiten Schritt kann man versuchen, das Sprichwort auswendig zu lernen und dann aus dem Gedächtnis die richtigen Buchstabenteile anzutippen.

Test 2: Konzentrationsdauer des Gehirns

Dieser Test misst, wie lange man sich konzentrieren kann.

Durchführung:

  1. Drei Buchstabenreihen werden angezeigt.
  2. Auf die erste Reihe (vier Buchstaben) konzentrieren.
  3. Die Buchstaben lesen, etwa einen pro Sekunde.
  4. Die Augen schließen und die Buchstaben aus dem Gedächtnis in der richtigen Reihenfolge wiederholen.
  5. Den Vorgang mit der nächsten Reihe (sieben Buchstaben) wiederholen.

Die erste Buchstabenreihe sollte leicht fallen, aber bereits die zweite Reihe kann für viele Menschen eine Herausforderung darstellen.

Übung "Dreiecke zählen": Konzentrationsdauer verbessern

Diese Übung soll helfen, die Konzentrationsfähigkeit zu steigern.

Durchführung:

  1. Eine Abbildung mit Dreiecken wird gezeigt.
  2. Zuerst die Anzahl der Dreiecke schätzen.
  3. Dann genau nachzählen.

Die richtige Lösung kann am Ende des Artikels gefunden werden.

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Gehirn fit halten: Lebensstilfaktoren

Neben spezifischen Übungen spielt der gesamte Lebensstil eine wichtige Rolle für die Gesundheit und Fitness des Gehirns.

Checkliste für geistige Fitness

  • Gesunde Ernährung: Viel Gemüse und Obst, wenig Fleisch, regelmäßig Fisch, wenig Zucker. Täglich eine Handvoll Blaubeeren und Nüsse, ein bis zwei Mal pro Woche ein Gericht mit Forelle. Mehr Eiweiß als Kohlenhydrate. Diabetes vermeiden oder behandeln lassen.
  • Regelmäßige Bewegung: Vier bis fünf Mal die Woche für 30 Minuten sportliche Aktivitäten zur besseren Durchblutung des Gehirns.
  • Bluthochdruck behandeln lassen.
  • Ausreichend Schlaf: Mindestens sieben Stunden pro Nacht.
  • Stress und negative Emotionen vermeiden.
  • Nicht rauchen: Rauchen stört die Durchblutung, auch im Gehirn.
  • Zahnpflege: Entzündungen im Körper können sich negativ auf das Gehirn auswirken.

Die Rolle der Wahrnehmung

Die Wahrnehmung ist die Interpretation und Rekonstruktion der externen Welt aus den Sinneseindrücken. Alle Wahrnehmungen über die Sinnesorgane liefern eine Vielzahl an Sinneseindrücken an das Gehirn, das dann die entsprechenden Informationen abgleicht, verarbeitet und das Relevante an unser Bewusstsein bringt.

Informationsverarbeitung im Gehirn

Unser Gehirn verarbeitet 11 Millionen Bit an Informationen pro Sekunde, von denen aber nur 40 Bit im Bewusstsein ankommen. Der Rest wird in den kognitiven Verarbeitungsprozessen als unwichtig eingestuft und weggefiltert. Nur als wichtig priorisierte und notwendige Informationen kommen durch. Kognitive Prozesse umfassen Vorgänge wie Erinnern, Lernen, Erkennen, Vergleichen, Nachdenken, Problemlösen, Entscheiden oder Planen.

Unterschiede in der Wahrnehmung

Die Wahrnehmung ist die Interpretation und Rekonstruktion der externen Welt aus den Sinneseindrücken abzüglich der weggefilterten, unwichtigen Informationen. Dadurch ergeben sich die Unterschiede zwischen uns Menschen in der Wahrnehmung. Was dem Einem wichtig ist, kann für den anderen so unbedeutend sein, dass sein Gehirn es einfach wegfiltert.

Wahrnehmung im Bereich Hören

Besonders im Bereich Hören zeigen sich diese Unterschiede. Ein Beispiel sind die Menschen, die an Autobahnen leben und die die Fahrgeräusche wegfiltern, also ausblenden, und keine Probleme beim Schlafen mit offenem Fenster haben. Andere, die diese Geräuschkulisse nicht gewohnt sind, können diese Geräusche nicht ignorieren und fühlen sich gestört.

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Hörstörungen und ihre Behandlung

Es gibt eine Vielzahl an Hörstörungen, die auch ohne Beeinträchtigung des Hörvermögens, also ohne Hörverlust, das Verstehen beeinträchtigen können.

Arten von Hörstörungen

  • Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS) bei Kindern und Erwachsenen
  • Hyperakusis
  • Hyperakusis dolorosa
  • Misophonie
  • Phonophobie
  • Stresssyndrom und Konzentrationsstörungen
  • Filterfunktionsstörungen (chronischer Tinnitus)
  • Hörentwöhnung

Hörtherapie und Hörtraining

Zur Behebung der Hörstörungen können Hörtherapien und Hörtraining angewandt werden. Anlaufstellen für Betroffene sind ausgebildete Hörtherapeuten.

Die Rolle des Hörtherapeuten

Hörtherapeuten sind speziell im Bereich kognitive Hörverarbeitung und Hörstörungen ausgebildet. Der Besuch bei einem Hörtherapeuten beinhaltet ein Vorgespräch (Anamnese), Fragebögen (subjektive Erfassung der Höreinschränkung), einem Screening Test und ggf. einen ausführlichen Test der kognitiven Verarbeitungsbereiche im Bereich Hören zur objektiven Erfassung der Hörverarbeitungseinschränkung.

Ablauf einer Hörtherapie

Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse wird ein individueller Therapie- bzw. Hörtrainingsplan erstellt. Eine Hörtherapie kann von 4 (z.B. Stressmanagement) bis zu 12 Wochen (wie bei Tinnitus-Therapie) dauern. Eine Hörtherapie beinhaltet einen wöchentlichen Besuch beim Hörtherapeuten mit Trainingseinheiten und einem täglichen Training von 45-90 Minuten und anschließender Entspannung (Zeitaufwand je nach Therapie) mit Therapiegeräten.

Kosten einer Hörtherapie

Die Therapiekosten setzen sich aus Betreuungskosten und Miete der Therapiegeräte zusammen.

Wirkung von Hörtherapie

Durch die regelmäßige Anwendung im Rahmen einer Hörtherapie können neue kognitive Verarbeitungsrituale etabliert und konditioniert werden und noch bestehende Hörverarbeitungsstrukturen wieder integriert werden. Fast alle Symptome bzw. Probleme einer Hörentwöhnung, Auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS) bei Erwachsenen und Kindern, Hyperakusis, sowie Störung der Filterfunktionen (Tinnitus) können durch Hörtraining rückgängig gemacht werden.

Gehirnjogging durch Hörgeräte

Um die rückgewonnene Gehirnleistung zu behalten, muss man nicht permanent ein Hörtraining durchführen. Es reicht das Gehirn „joggen“ zu lassen. Bei Hörverlust bedeutet das, dass durch das tägliche Tragen der Hörgeräte ein Training absolviert wird und das Gehirn sein tägliches „Gehirnjogging“ ganz nebenbei absolviert und fit bleibt.

Hörentwöhnung: Ursachen, Symptome und Behandlung

Hörentwöhnung entsteht durch Informationslücken im Gehirn aufgrund von Hörverlust. Das Gehirn muss mehr Kapazitäten zur Verarbeitung von Höreindrücken aufwenden, was zu Stress führt.

Symptome der Hörentwöhnung

  • Kurze Aufmerksamkeitsspanne und hohe Ablenkbarkeit
  • Überempfindlichkeit bei Geräuschen
  • Gedächtnisstörungen
  • Verwechslung ähnlich klingender Wörter
  • Schlechte Ortungsfähigkeiten
  • Zögerndes Sprechen
  • Flache und monotone Stimme
  • Hörverzögerungen

Behandlung der Hörentwöhnung

Die Hörentwöhnung muss im Gehirn rückgängig gemacht werden. Das Gehirn muss seine Filterfunktionen und Interpretationen neu ausrichten bzw. kalibrieren. Der Grad der Hörentwöhnung muss ermittelt werden und mit Hilfe eines Hörtrainings und speziell abgestimmten Therapiegeräten die zentrale Hörleistung ca. 6 Wochen trainiert und verbessert werden.

Stressausgelöste AVWS

Mit AVWS bezeichnet man die Störung einer oder mehrerer Teilbereiche der kognitiven Hörverarbeitung, wodurch Konzentration und Verstehen nur eingeschränkt möglich sind, obwohl kein Hörverlust besteht.

Ursachen von AVWS

Diese können durch Entwicklungsstörungen während der Schwangerschaft oder frühkindlicher Entwicklung entstehen (permanente AVWS) oder aufgrund von Stress oder traumatischen Erlebnissen (temporäre AVWS).

Stress als Auslöser

Stress kann die kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigen und stören. Chronischer Stress führt zu einer ständigen Alarmbereitschaft des Körpers, was die Aufmerksamkeit und die zentrale Verarbeitung von Sinneseindrücken reduziert.

Mögliche Auslöser für temporäre AVWS

  • Überforderung
  • Starke Veränderung der Lebensumstände (Umzug, Scheidung, Verlust)
  • Mediale Überreizung (PC, TV, Smartphone, Computerspiele)
  • Traumatische Erlebnisse (Unfälle, Überfälle)

Hyperakusis, Misophonie und Phonophobie

  • Hyperakusis: Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen, die in der Hörumwelt vorkommen.
  • Misophonie: Überempfindlichkeit gegenüber nur bestimmten Geräuschen.
  • Phonophobie: Angst vor bestimmten Geräuschen, die eine extreme Stressreaktion, Aggression und Wut auslösen können.

Ursachen

Hyperakusis ist eine bestimmte Stressreaktion des limbischen Systems, mit einer erhöhten Beteiligung der Amygdala.

Tinnitus

Tinnitus aurium heißt „Ohr-Tinnitus“ und bezeichnet den Tinnitus der durch eine Beschädigung des Innenohres entsteht.

Ursachen für Tinnitus aurium

  • Hörsturz
  • Knalltrauma
  • Lärmtrauma
  • Hörverlust und Altershörverlust
  • Ototoxische Medikamente und Substanzen

Therapie bei akutem Tinnitus aurium

Zur Behandlung eines Tinnitus aurium, bei dem die Ursache noch aktiv ist (also zeitlich unabhängig akut), ist der HNO-Arzt/Ärztin der/die richtige Ansprechpartner/In. Zu den erfolgsversprechenden Therapien gehören Infusionen oder Tabletten zur Vorbeugung von Infektionen, Verbesserung der Durchblutung und zur Versorgung und Rehabilitation der Haarsinneszellen mit Hilfe von Mikronährstoffen.

Therapie eines chronischen Tinnitus aurium

Zur Behandlung eines Tinnitus aurium im chronischen Stadium ist der/ Hörakustiker/In mit Spezialisierung auf Tinnitus der/die Ansprechpartner/in, da oft auch ein Hörverlust vorliegt. Die Therapie besteht also darin, mit einem Hörgerät den Hörverlust und den damit verbundenen „Verlust“-Tinnitus zu behandeln.

Gehirninsuffizienz und Stress

Warum gibt es keine Päppel-Medizin für das Gehirn? Warum lässt es sich nicht neu einstellen, so wie der Blutdruck oder die Herzfrequenz bei Herzinsuffizienz? Ganz einfach, weil es für das Gehirn (noch) keine etablierte objektive Routine-Funktions-Diagnostik gibt.

Die Komplexität des Gehirns

Es fehlt an allem: Es fehlt eine funktionelle Diagnostik, es fehlt eine spezifische Bildgebung, es fehlen Biomarker, die im Blut auf ein empfindliches Gehirn hinweisen, und es fehlt auch an Medikamenten, die nach oder während Stress das Gehirn aufbauen.

Funktion des Gehirns

Unser Gehirn ist ein Supercomputer, der die gesamte Information von allem, was ist, für uns wahrnimmt, zurechtfiltert und dann ganz vereinfacht und runter gebrochen aus vielen Milliarden Bits, uns das präsentiert, was für uns und unser Überleben im Jetzt das Wichtigste ist, um zu entscheiden, was als Nächstes zu tun ist.

Was tun bei Gehirninsuffizienz?

  • Sich nicht mehr selbst fertig machen, wenn man so komisch empfindlich auf Stress reagiert.
  • Psychotherapeutische Hilfe holen.
  • Alles tun, was einem bei anderen Krankheiten auch sonst gut hilft, um sich wieder zu erholen: schlafen, trinken, leichte Kost, Ruhe und ausruhen, wenn möglich etwas Urlaub, Sport, gesunde Ernährung, Massage, Tiere streicheln, malen, die Liebe, in der Natur leichtes Wandern, das Meer, das Licht etc.

Energieversorgung des Gehirns

Das Gehirn ist sehr energieabhängig. Deswegen greifen wir auch zu Süßem und Kaffee, wenn wir müde (= Energiemangel im Gehirn) sind. Stress ist das, was vom Gehirn Höchstleistungen bezüglich seiner Funktion abfordert.

Nährstoffe für das Gehirn

Man kann sein empfindliches Gehirn stärken mit ca. 15-20 wichtigen Nährstoffen. Auch wichtig ist es, bei „Burn-out“ unbedingt die Hormone zu überprüfen.

Hormone und Gehirn

Es liegt bei den Menschen mit Gehirninsuffizienz und klinischem Burn-out, ein erheblicher Mangel an B-Vitaminen vor. Vor allem fehlen zum Teil dramatisch: B12, B6, Folsäure (B9), B2 und B1. Dazu kommen noch sehr oft ein Vitamin-C-Mangel, ein Vitamin-D-Mangel, ein Magnesium-, Calcium- und Bor-Mangel, ein Eisen-, Selen- und Zinkmangel und ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA), die notwendig für alle Zellen, aber insbesondere für die Gehirnzellen sind. Auch Vitamin A, Vitamin E und Vitamin K2 fehlen manchmal schwer.

Steroidhormone

In der Lebensmitte verlassen uns viele unserer geliebten Regulationsstoffe für Regeneration und Wiederaufbau. Das sind die Steroidhormone: Progesteron, Estradiol, DHEA und Testosteron. Cortisol verlässt uns nicht so schnell, das hält lange durch, aber die anderen verlassen uns ganz altersgemäß Schritt für Schritt und die vermisst ganz besonders das Gehirn.

Wachstumsfaktor BDNF

Darüber hinaus gibt es einen sehr interessanten Biomarker, einen Wachstumsfaktor, der im reifen Gehirn im Hippocampus gebildet wird, der im Labor zeigen kann, ob das Gehirn „müde“ ist oder nicht: der Brain-derived neurotropic Factor, kurz BDNF. Wenn dieser Wert niedrig ist, kann das für eine vorliegende Depression und/oder Schlafstörung sprechen.

Gleichstromstimulation des Gehirns

Im Rahmen eines Projekts werden die Therapieeffekte einer neuen Methode (Gleichstromstimulation) auf räumliche Störungen und Neglect untersucht.

Durchführung der Gleichstromstimulation

Durch zwei mit dem Gerät verbunden Elektroden wird Strom geleitet. Die Elektroden werden hinter den beiden Ohren angebracht und beim Einschalten des Geräts verschiedene Gehirnbereiche stimuliert, die zu dem Gleichgewichtssystem des Menschen gehören. Die Stärke des Stroms ist so gering (ca.

Mögliche Nebenwirkungen

Nebenwirkungen der Gleichstromstimulation sind extrem unwahrscheinlich unter Berücksichtigung der Sicherheitskriterien und einer sachgerechten Anwendung. Bisher beobachtete Nebenwirkungen umfassen lediglich ein leichtes Kribbeln bzw. Jucken unter den Elektroden und leichte Kopfschmerzen.

Galvanische vestibuläre Stimulation (GVS)

Eine weniger bekannte, aber vielversprechende sensorische Stimulations- Methode ist die galvanische vestibuläre Stimulation (GVS). Diese nicht-invasive Technik führt zu einer Polarisierung der vestibulären Nerven und dadurch zu einer Aktivierung der vestibulären Kortizes und den angrenzenden kortikalen Arealen im temporo-parietalen Kortex.

Stereotypen und Wahrnehmungsverzerrungen

Stereotypen sind total natürlich und wichtig für unser Gehirn. Wir brauchen sie, um Informationen zu verarbeiten und Situationen einschätzen zu können. Unsere Entscheidungen werden von unterbewussten Motiven beeinflusst.

Der Einfluss von Stereotypen

Unser alltägliches Umfeld und auch unsere Erziehung beeinflussen, wie wir Dinge wahrnehmen und welche Urteile wir treffen. Das ist nicht immer schlecht. Es kann uns schließlich vor Gefahren schützen und das Leben vereinfachen.

Conversion-Optimierung und Neuromarketing

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht sollte möglichst mehr Deckungsbeitrag aus jedem Webseitenbesucher gewonnen werden, um Wachstum zu realisieren bzw. zumindest den Status quo zu wahren. Der große Wunsch eines Webseitenbetreibers ist es daher, die Conversion-Rate der relevanten Besucher kontinuierlich zu steigern.

Die zwei kognitiven Systeme

Daniel Kahneman, Psychologe und Nobelpreisträger, unterscheidet zwei kognitive Systeme und verwendet dafür die in der Psychologie üblichen Namen System 1 und System 2.

  • System 1: Arbeitet automatisch und schnell, weitgehend mühelos und ohne willentliche Steuerung.
  • System 2: Lenkt die Aufmerksamkeit auf die anstrengenden mentalen Aktivitäten, die auf sie angewiesen sind, darunter auch komplexe Berechnungen.

Heuristiken

Mittels einfacher Verfahren, Heuristiken genannt, werden direkte, jedoch ggf. unvollkommene Antworten auf schwierige Fragen gefunden. Diese Heuristiken, einfache (Hilfs-)Regeln, denen Menschen bei Entscheidungen folgen, sind von großer Bedeutung für das Verhalten und gleichzeitig Basis für kognitive Verzerrungen, die fehlerhaften Neigungen im Denken und Urteilen.

Priming-Effekt

Der Priming-Effekt, auch Bahnungs-Effekt genannt, lenkt die Antwort des Wortfragments in die Richtung, welche durch den ersten Stimulus (gewaschene Wäsche, Geruch) „gebahnt“ wurde. Der mentale Pfad wurde vorgetreten und gleichgerichtete Stimuli haben tendenziell leichtes Spiel.

Loss Aversion

Menschen zeigen generell die Tendenz zur Verlustaversion. Die Angst, dass die Preise steigen könnten, forciert die unmittelbare Buchung. Verknappung stärkt diesen Effekt zusätzlich.

Endowment-Effekt

Eng mit der Verlustaversion ist der Endowment-Effekt („Besitztumseffekt“) gekoppelt, welcher besagt, dass ein Gut als wertvoller eingeschätzt wird, wenn es bereits im eigenen Besitz ist.

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