Botox®, bekannt für seine Anwendung in der ästhetischen Medizin zur Faltenreduktion, bietet auch therapeutische Möglichkeiten bei chronischer Migräne. Im Laserzentrum Heidelberg und den Praxen in Frankenthal und Mainz bietet SKINCREW® moderne, sichere und individuell abgestimmte Botox®-Behandlungen an, die weit über die reine Faltenbehandlung hinausgehen.
Was ist Botulinumtoxin A?
Botulinumtoxin A ist ein natürlich vorkommendes Protein, das gezielt die Reizübertragung zwischen Nerv und Muskel hemmt. Es wird seit Jahrzehnten erfolgreich in der Ästhetischen Medizin, aber auch in der medizinischen Schmerztherapie eingesetzt. Dank seiner muskelentspannenden Wirkung kommt Botulinumtoxin in der Ästhetischen Medizin gezielt und effektiv zum Einsatz, bietet aber auch therapeutische Ansätze bei chronischer Migräne, Hyperhidrose oder Bruxismus.
Wie wirkt Botox® gegen Migräne?
Wie genau Botox® gegen Migräne wirkt, ist nicht abschließend geklärt. Es wird als Injektion in bestimmte Muskeln im Kopf- und Nackenbereich verabreicht. Botulinumtoxin A ist ein Neurotoxin und wirkt durch die Hemmung der Übertragung von Nervenreizen zum Muskel. Ein zusätzlicher Vorteil des Botox ist die Blockade der Neurotransmitter. Diese leiten Schmerzen an unser Gehirn weiter, erhöhen den Blutdruck und verursachen Migräne. Dadurch kann das Toxin Kopfschmerzen und Migräne reduzieren und gilt auch als Therapiemöglichkeit bei Migräne. Die Behandlung der Migräne mit Botox® kann zu einer Reduzierung der Migränetage bei chronischen Migräne-Patienten führen. Botox® ist seit 2018 für die Behandlung chronischer Migräne zugelassen und hat sich seitdem in der Therapie bewährt.
Ablauf einer Botox®-Behandlung gegen Migräne
Beratung und Vorbereitung
Am Anfang steht ein ausführliches Beratungsgespräch in der Praxis. In dieser ersten Begegnung geht es nicht nur um die fachliche Analyse, sondern vor allem um die persönlichen Wünsche und Erwartungen. Es wird gemeinsam erarbeitet, welche Bereiche behandelt werden sollen, welches Ergebnis realistisch erreichbar ist und ob Botox® die passende Methode für Ihr Anliegen darstellt. Vor der eigentlichen Behandlung wird sorgfältig der Gesundheitszustand geprüft und abgeklärt, ob eventuell bestehende Kontraindikationen vorliegen. Dazu zählen etwa bestimmte neurologische Erkrankungen, akute Infektionen im Behandlungsbereich, Stillen oder eine Schwangerschaft. Bei Bedarf wird die Behandlung individuell an die gesundheitlichen Voraussetzungen angepasst.
Die Injektion
Die Botox®-Injektion erfolgt ambulant und dauert in der Regel nur 15 bis 30 Minuten. Zunächst wird die Haut gründlich gereinigt und desinfiziert. Anschließend wird der Wirkstoff mit einer sehr feinen Nadel präzise in die ausgewählten Muskeln an Kopf und Nacken injiziert. Dank der gezielten Vorgehensweise und der geringen Einstichtiefe ist der Vorgang für die meisten Patientinnen und Patienten nahezu schmerzfrei. Eine lokale Betäubung ist in der Regel nicht notwendig, kann bei Bedarf jedoch angeboten werden. Nach gründlicher Desinfektion der Haut werden die Injektionspunkte angezeichnet.
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Nachsorge
Für ein optimales Ergebnis ist auch die Nachsorge von großer Bedeutung. In den ersten 48 Stunden nach der Behandlung sollten Sie auf Sport, Solarium, Saunagänge, direkte Sonneneinstrahlung und intensives Massieren der behandelten Areale verzichten. Sie sollten den Kopf nach der Behandlung für einige Stunden aufrecht halten und auf Sport und Anstrengung für circa 2 Tage verzichten. Für ungefähr 14 Tage nach der Behandlung sollten Sie starke Sonneneinstrahlung meiden. Der Effekt des Botulinumtoxins setzt in der Regel nach drei bis sieben Tagen ein, die volle Wirkung entfaltet sich etwa nach zwei Wochen. Im ersten Jahr der Botox®-Therapie sollte die Behandlung circa alle drei Monate wiederholt werden, um eine Linderung der Beschwerden zu erzielen. Bei gutem Ansprechen auf das Medikament kann der Behandlungszyklus gegebenenfalls auf 4 Monate erweitert werden.
Wer ist für eine Botox®-Behandlung gegen Migräne geeignet?
Bestenfalls haben Sie bereits eine ausführliche Diagnostik zur Migräne abgeschlossen. Außerdem sollten auch weiterhin sämtliche konservative Maßnahmen ergriffen werden, um den Migräne-Attacken vorzubeugen. Dazu gehören ein regelmäßiger Tagesablauf, das Vermeiden von persönlichen Triggern (Auslösern), ein guter Flüssigkeitshaushalt und ausreichend Schlaf. Auch Meditation und Sport können helfen. Von einer Botox-Behandlung wird abgeraten, sollten die zu behandelnden Falten durch eine sinkende Elastizität bzw. Schlaffheit der Haut, sowie starken Gewichtsverlust und übermäßige Sonneneinstrahlung entstanden sein. Diese Falten lassen sich mit anderen Verfahren effektiver entfernen. Patienten, die unter bestimmten Muskelerkrankungen leiden, Entzündungen in der Gesichtspartie vorweisen oder kurz zuvor mit Antibiotika behandelt wurden, sollten von einer Botox-Behandlung absehen. Des Weiteren sollte das Toxin nicht während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit injiziert werden.
Vorteile einer Botox®-Behandlung gegen Migräne
- Reduzierung der Migränetage
- Schneller, unkomplizierter Eingriff
- Nahezu keine Komplikationen oder Nebenwirkungen
- Keine Regenerationsphase notwendig
- Nachhaltige Wirkung bei regelmäßiger Anwendung
Risiken und Nebenwirkungen
Grundsätzlich wird die Behandlung mit Botulinumtoxin sehr gut vertragen und Komplikationen treten nur äußerst selten auf. Auftretende Nebenwirkungen sind meist sehr einfachen Charakters. An den Einstichstellen der Spritze können kleine Rötungen oder Blutergüsse auftreten, diese schwellen allerdings innerhalb weniger Stunden wieder ab und sind entsprechend gut behandelbar. Die Wirkung von Botox® gegen Migräne hält normalerweise etwa 3-4 Monate an. Mögliche Nebenwirkungen sind vorübergehende Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Muskelschwäche oder Rötungen an den Injektionsstellen. Seltener können Schluck- oder Sprechstörungen auftreten. Bei einer Botoxbehandlung ist eine erstklassige Behandlung von erfahrenen und spezifisch geschulten Fachärzten von enormer Wichtigkeit. Wird eine Botoxinjektion nicht richtig gesetzt, wirkt das Gesicht unnatürlich plastisch und entstellt, zudem kann es zu einer ungewollten Lähmung anderer Muskeln im Gesichtsbereich kommen.
Kosten der Botox®-Behandlung
Die genauen Kosten sind von der Menge des benötigten Medikaments abhängig und werden im Beratungsgespräch erörtert. Die Kosten einer Botox®-Behandlung variieren je nach Region und Menge des verwendeten Wirkstoffes. Für typische Behandlungszonen wie Stirn, Zornesfalte oder Krähenfüße liegen die Preise durchschnittlich zwischen 200 und 500 Euro. Die Kosten für die Behandlung werden von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht übernommen und müssten vom Patienten selbst getragen werden. Ob eine Botoxbehandlung von Ihrer privaten Krankenversicherung übernommen wird, ist im Einzelfall zu besprechen.
Botox® oder Hyaluron?
Häufig werden Botox® und Hyaluronsäure fälschlicherweise gleichgesetzt oder als Alternative zueinander verstanden. Tatsächlich verfolgen jedoch beide Wirkstoffe unterschiedliche Ziele. Botox® dient zur Entspannung überaktiver Muskeln und reduziert mimikbedingte Falten. In vielen Fällen lässt sich beides sinnvoll kombinieren: Während Botox® die Aktivität bestimmter Muskeln reduziert, sorgt Hyaluron für eine strukturelle Unterstützung.
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Weitere Anwendungsgebiete von Botulinumtoxin
Botulinumtoxin ist ein wirksames Neurotoxin, das in der Medizin zur Behandlung verschiedener neurologischer Krankheitsbilder eingesetzt wird. Zu diesen gehören neben der chronischen Migräne auch der Hemispasmus facialis, Blepharospasmus, zervikale Dystonie, Spastik, aber auch Sialorrhoe (vermehrter Speichelfluss), wie er bei vielen neurologischen Erkrankungen vorkommen kann. Auch die chronische Migräne mit mehr als acht Attacken pro Monat kann mit Botulinumtoxin behandelt werden. Zudem kann die Behandlung bei weiteren, selteneren Erkrankungen wie z.B. Schreibkrampf, übermäßige Speichelproduktion und Kieferbewegungsstörungen wirksam sein. Botox® kommt unter anderem auch zur Behandlung von starkem Schwitzen, der sogenannten Hyperhidrose, zum Einsatz. Das Medikament wird an mehreren Injektionspunkten injiziert.
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