Botox gegen Migräne in Bruchsal: Eine umfassende Übersicht

Im Laufe der Zeit hinterlassen die ständigen Bewegungen unserer Gesichtsmuskeln Spuren in Form von Mimikfalten. Viele Menschen suchen nach Möglichkeiten, diese Zeichen der Zeit zu mildern, und entscheiden sich für eine Behandlung mit Botox. Diese Therapie ermöglicht es, Mimikfalten nahezu risikofrei und innerhalb weniger Minuten effektiv zu reduzieren. Obwohl die Unterspritzung mit Botulinumtoxin an sich ein risikoarmes Verfahren ist, sollte man sich stets an einen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie wenden.

Was ist Botox und wie funktioniert es?

Botox ist ein Markenprodukt, das den Wirkstoff Botulinum Toxin enthält. In der ästhetischen Medizin wird Botulinumtoxin in stark verdünnter und gereinigter Form verwendet. Dadurch entfaltet es eine starke Wirkung gegen Falten, birgt aber im Grunde genommen keine gesundheitlichen Risiken. Botox ist ein umgangssprachlicher Begriff für Botulinumtoxin A (Handelsnamen Botox®, Dysport®, Xeomin®). Es handelt sich um ein natürlich vorkommendes Bakterieneiweiß. Wird es in einen Muskel gespritzt, werden dort gezielt Nervenimpulse blockiert. Der Muskel kann dann nicht mehr wie gewohnt angespannt werden. Andere Nervenfunktionen (Tasten und Fühlen) werden nicht beeinflusst.

Botulinumneurotoxin (BoNT oder Botox abgekürzt) ist ein starkes Nervengift. In kleinsten Mengen an Nerven oder in Muskulatur gespritzt, unterbricht es die Weiterleitung von Nervenimpulsen (z.B. Schmerzreizen) zur Muskulatur oder auch zum Gehirn, was aus therapeutischer Sicht zur Schmerzunterdrückung genutzt werden kann. Sein schmerzstillender Effekt wurde bereits 1987 beschrieben in der Behandlung von Spastizitäten (Spasmen, Krämpfe, erhöhte Eigenspannung der Skelettmuskulatur).

Anwendungsbereiche von Botox

Botox ist nicht nur ein bewährtes Mittel zur Korrektur mimischer Falten im Gesicht. Neben der verjüngenden Wirkung wird Botox auch zur Therapie von Migräne, Zähneknirschen oder neurologischen Erkrankungen eingesetzt. Am häufigsten wird Botulinumtoxin A in der Ästhetischen Chirurgie zur Behandlung von mimischen Falten (z. B. Glabellafalten, horizontale Stirnfalten, Krähenfüsse, etc.) eingesetzt.

Weiterhin kann Botox auch in folgenden Fällen eingesetzt werden:

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  • Schmerztherapie (z. B. Kopfschmerzen, Migräne, Schmerzzustände der Muskulatur)
  • Achalasie
  • Hyperhidrose (übermäßiges Schwitzen)
  • Spannungskopfschmerzen
  • Dystonien
  • Bewegungsstörungen nach peripheren Affektionen
  • Schielen
  • Lidkrämpfe

Botox zur Migränebehandlung

Botox wird erfolgreich gegen Migräne eingesetzt. Seit mehreren Jahren wird Botox zur Behandlung von Muskelverkrampfungen im Bereich der Augen und der Stirn eingesetzt. Für diese Anwendungsbereiche wurde es vom zuständigen Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen.

Der schmerzstillende Effekt von Botox wurde bereits 1987 in der Behandlung von Spastizitäten beschrieben. In der Schmerztherapie gibt es mittlerweile zahlreiche weitere Anwendungsmöglichkeiten bei den unterschiedlichsten Krankheitsbildern. Die Vorteile der Schmerztherapie mit Botox liegen neben dem fehlenden systemischen Risiko im Vergleich zur sonstigen medikamentösen Therapie vor allem darin, dass eine einmalige Injektion ca. 6 bis 12 Wochen wirksam sein kann. Es wird üblicherweise Botulinumtoxin A subcutan im Bereich der Schmerzen gespritzt. Eine wiederholte Injektion nach ca. 10 bis 12 Wochen verbessert die schmerzstillende Wirksamkeit. Studien haben darüber hinaus ebenfalls zeigen können, dass die Lebensqualität und das subjektive Schlafempfinden sich unter Botoxbehandlung deutlich verbessern.

Ablauf einer Botox-Injektion bei Migräne

Die Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung ist eine ausführliche Beratung und Aufklärung. Bei der Behandlung selbst wird eine Lösung von Botulinumtoxin A (Botox) mit einer sehr feinen Nadel direkt in den entsprechenden Muskel gespritzt. Nach einer entsprechenden Kühlung (ca. 10 Minuten) sind die Einstichstellen kaum noch zu sehen. Die Behandlung findet im Sitzen oder Liegen mit leicht erhöhtem Kopf statt.

Botox-Behandlung in Bruchsal: Was Sie erwartet

Wenn Sie an chronischer Migräne leiden und andere Behandlungen nicht geholfen haben, kann eine Botox-Behandlung eine Option sein. In Bruchsal und Umgebung gibt es mehrere Praxen und Kliniken, die diese Therapie anbieten.

Ablauf der Behandlung

Eine Botox Behandlung dauert meist 10 bis 30 Minuten. Vor der Anwendung untersucht der Arzt Ihr Gesicht und legt den Bereich der Injektion fest. Dann wird die Haut desinfiziert. Nun kann die Botox Behandlung beginnen. Dabei injiziert der Arzt Botulinumtoxin in den Muskel, der die mimische Bewegung auslöst. Hier unterbindet Botox die nervlichen Reize, die die muskulären Bewegungen auslösen. Unmittelbar nach der Injektion werden Sie harmlose Nebenwirkungen wie leichte Rötungen und Schwellungen feststellen.

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Zunächst sollten Sie wissen, dass das Ergebnis der Behandlung nicht sofort sichtbar ist. Resultate werden Sie erst nach drei bis sieben Tagen bemerken. Wie lange Botox wirkt, hängt vom persönlichen Stoffwechsel ab.

Vorbereitung auf die Behandlung

Eine Woche vor der Behandlung sollte kein blutverdünnendes Medikament oder Acetylsalicylsäure (z. B. Asperin) genommen werden. Beraten Sie Ihren Arzt über die Einnahme von Medikamenten.

Nach der Behandlung

Während der ersten zwei Stunden nach der Behandlung sollten die behandelten Stellen nicht unnötig berührt werden.

Weitere ästhetische Anwendungen von Botox

Neben der Migränebehandlung wird Botox auch für verschiedene ästhetische Zwecke eingesetzt, um das Erscheinungsbild zu verbessern und ein jugendlicheres Aussehen zu erzielen.

Behandlung von Falten

  • Stirnfalten: Sorgenfalten bzw. Zornesfalten oder Falten an der Stirn lassen uns grimmig und missmutig erscheinen. Botulinum führt zur Entspannung der Stirnfalten und ist eine der häufigsten ästhetischen Behandlungen überhaupt.
  • Krähenfüße: Lachfältchen um die Augen werden häufig als sympathisch wahrgenommen. Zeichnen sich aber Krähenfüße ab, empfinden viele diese als störend. Die Fältchen an den Augen werden mit Botulinumtoxin A deutlich entspannt.
  • Nasenfältchen (Bunny Lines): Als Nasenfältchen oder Bunny lines bezeichnet man feine Fältchen, die sich seitlich am Nasenrücken ausbilden.
  • Oberlippenfältchen (Plisseefältchen): (Nicht-)Raucher klagen häufig über Oberlippenfältchen. Eine faltenfreie, jugendliche Mund- und Lippenpartie spielt aber für unser ästhetisches Wohlbefinden eine besondere Rolle, sodass der Wunsch nach einer Entfernung der Plisseefältchen ein häufiger Grund für eine Vorstellung in der Ästhetiksprechstunde ist.

Weitere ästhetische Anwendungen

  • Gesichtsverschmälerung: Wirkt das Gesicht zu maskulin, breit oder quadratisch, kann die Ursache häufig ein zu stark ausgebildeter Muskel sein, z.B. bedingt durch nächtliches Zähneknirschen (Bruxismus). Durch eine Behandlung der Kaumuskeln mit Botulinumtoxin A können wir also nicht nur ein breites Gesicht ästhetisch verschmälern, sondern auch krankhaftes Zähneknirschen therapieren.
  • Erdbeerkinn: Zeigt sich die Haut am Kinn nicht eben und glatt, sondern unruhig oder einem Kopfsteinpflaster ähnlich wellig, so spricht man auch von einem Pflasterstein- oder Erdbeerkinn.
  • Hyperhidrose (übermäßiges Schwitzen): Als Hyperhidrose bezeichnet der Dermatologe ein krankhaft vermehrtes Schwitzen. Dieses kann generalisiert am ganzen Körper oder auch lokalisiert an umschriebenen Hautarealen (Achseln, Handflächen oder Fußsohlen) auftreten. Wurden mögliche internistische Ursachen einer Hyperhidrose ausgeschlossen, so stellt sich die Frage nach einer adäquaten Therapie. Waren Antitranspirantien oder andere Therapien erfolglos, so bietet eine medizinische Behandlung mittels Botox® für die lokalisierte Hyperhidrose eine vielversprechende Alternative. Bereits nach einer einzigen Injektion ist eine monatelang andauernde, deutliche Reduktion der Schweiss­produktion zu erwarten.
  • Brow-Lift: Manchmal wirkt das Gesicht durch herabgesunkene Augenbrauen deutlich älter und sorgt für einen müden Gesichtsausdruck. Die Augen wirken durch gesenkte Brauen kleiner und es können unschöne Schlupflider entstehen. Abhilfe schafft in diesem Fall ein sogenanntes Botox® Brow-Lift.
  • Baby Botox®: Bei Baby Botox®, kommt Botox® zur Anwendung, jedoch in sehr viel geringeren Dosen. Dabei zielt Baby Botox® speziell darauf ab, das Gesicht weniger drastisch zu verändern oder die Mimik einfrieren zu lassen. Bei Baby Botox sollten die Termine tatsächlich alle mind. drei Monate wiederholt werden. Die Injektionstechnik ist, um den maßgeschneiderten Look zu erreichen, etwas anders. Perfekt, die Entstehung von den statischen Falten zu verhindern. Sprich, man kann mit der Behandlung in den jungen Jahren, den sog. Twenties beginnen.

Mögliche Komplikationen und Nebenwirkungen

Bei der Verwendung von Botulinumtoxin A sind kaum Komplikationen zu erwarten. Wie bei jeder anderen Spritzeninjektion in die Haut kann es zu einer Hautreizung, Hautinfektion oder einer leichten Schwellung kommen. In ganz wenigen Fällen ist die Entstehung eines Blutergusses beobachtet worden. Allergische Reaktionen (z. B. Rötung, Juckreiz) sind äußerst selten. Alle Nebenwirkungen bilden sich innerhalb weniger Tage zurück.

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Ist die Botulinumtoxin-Lösung zu hoch dosiert oder wird zu tief oder falsch injiziert, kann es zu einer vorübergehenden Lähmung des Lides führen, was zu einem hängenden Lid führt. Augentrockenheit, Keratitis, Blutergüsse oder Schwellungen des Augenlides treten extrem selten auf (unter 1%).

Wichtige Hinweise

Die Anwendung des Medikamentes BOTOX® gegen Falten ist inzwischen so weit verbreitet und durch Massenmedien bekannt gemacht worden, dass sich der Begriff „Botoxbehandlung“ unabhängig von der genauen Bezeichnung des verwendeten Medikamentes als Begriff für das Therapieverfahren durchgesetzt hat (ähnlich wie „Tempo“ für Papiertaschentücher oder „Tesa“ für Klebestreifen).

Ob eine Botoxbehandlung von Ihrer privaten Krankenversicherung übernommen wird, ist im Einzelfall zu besprechen.

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