Carlo von Tiedemann: Kampf gegen Hirntumore und gesundheitliche Schicksalsschläge

Carlo von Tiedemann, eine bekannte Persönlichkeit des Norddeutschen Rundfunks (NDR), hat im Laufe seines Lebens zahlreiche gesundheitliche Herausforderungen gemeistert. Seine Karriere im Fernsehen und Radio wurde von persönlichen Schicksalsschlägen begleitet, die er jedoch stets mit Optimismus und Lebensmut bewältigte. Dieser Artikel beleuchtet seine Auseinandersetzung mit Hirntumoren und anderen Gesundheitsproblemen.

Gesundheitliche Probleme von Carlo von Tiedemann

Carlo von Tiedemann musste im Laufe seines Lebens mehrere gesundheitliche Rückschläge verkraften. Bereits in seiner Jugend litt er an Kinderlähmung. Später kamen zwei Hirntumoren hinzu, die sein Leben maßgeblich beeinflussten.

Hirntumor und Operation im Jahr 1992

Im Jahr 1992 wurde bei Carlo von Tiedemann ein lebensbedrohender Knochentumor diagnostiziert, der auf sein Gehirn drückte. Dieser Tumor erforderte eine Operation, bei der ihm ein Knochen aus dem Becken entfernt und im Kopf neu installiert wurde. Um die Schädeldecke zu stabilisieren, wurde ein Titan-Gitter eingesetzt.

Entfernung des Titan-Gitters im Jahr 2022

Rund 30 Jahre später, im Jahr 2022, musste sich Carlo von Tiedemann erneut einer Operation unterziehen, um das Titan-Gitter entfernen zu lassen. Grund dafür waren zunehmende Kopfschmerzen, die durch die Lockerung des Gitters verursacht wurden. Im Interview mit der "Bild"-Zeitung berichtete er von dem Eingriff, bei dem die Schädeldecke aufgeklappt und das Titan-Gitter fast vollständig entfernt wurde. Trotz eines blauen Auges und einer 15 Zentimeter langen Narbe zeigte sich von Tiedemann erleichtert und schmerzfrei.

Weitere gesundheitliche Herausforderungen

Neben den Hirntumoren hatte Carlo von Tiedemann mit weiteren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.

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Herzerkrankung Amyloidose

Im Dezember 2021 machte Carlo von Tiedemann seine Herzerkrankung, eine sogenannte Amyloidose, öffentlich. Diese Krankheit beeinträchtigt die Funktionsfähigkeit des Herzens. Er begab sich in Behandlung, da er sich matt und abgeschlagen fühlte.

Magenblutung und Intensivstation

Anfang des Jahres musste sich Carlo von Tiedemann aufgrund einer Magenblutung in einer Klinik behandeln lassen. Dabei verlor er etwa fünf Liter Blut und wurde auf der Intensivstation behandelt.

Infektion an den Herzkranzgefäßen und Rückenwirbelbruch

Im Jahr erlitt Carlo von Tiedemann eine Infektion an den Herzkranzgefäßen, die eine Operation erforderlich machte. Nach dem Eingriff brach er sich im Krankenhaus einen Rückenwirbel, was einen dreimonatigen Aufenthalt in der Klinik und auf Reha zur Folge hatte.

Persönliche Schicksalsschläge und Skandale

Carlo von Tiedemanns Leben war nicht nur von gesundheitlichen Problemen, sondern auch von persönlichen Schicksalsschlägen und Skandalen geprägt.

Drogenrazzia und Schulden

In den 1980er Jahren geriet Carlo von Tiedemann in eine Drogenrazzia im Hamburger Schanzenviertel. Zudem machte er mit Prostituierten und hohen Schulden Schlagzeilen. Er übernahm jedoch die Verantwortung für seinen Absturz, zahlte zwölf Jahre lang seine Schulden zurück und widmete sich mehr seiner Familie.

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Ehefrau mit Krebsdiagnose

Kurz vor Weihnachten musste Carlo von Tiedemann die Sorge um seine Ehefrau Julia (50) verkraften, die nach einer Krebsdiagnose operiert werden musste. Sie hatte Blut im Urin festgestellt und daraufhin Ärzte aufgesucht, die drei Tumore in der Blase entdeckten. Nach einer erfolgreichen Operation und Therapie zeigte sich Julia tapfer und kämpferisch.

Karriere beim NDR

Carlo von Tiedemann begann seine Karriere beim NDR in den 1970er Jahren und gehörte mehr als 50 Jahre zum Norddeutschen Rundfunk. Er moderierte zahlreiche TV-Sendungen wie "Die aktuelle Schaubude" und die "NDR Talk Show" sowie Hörfunkprogramme wie "Hamburg am Mittag" und "Große Freiheit". Sein Markenzeichen war ein schier unerschöpflicher Sprachfluss mit einem bodenständigen, liebevoll-derben Mutterwitz.

Karriereknick beim ZDF

Ein Karriereknick erlebte Carlo von Tiedemann mit seiner Sendung "Show und Co. mit Carlo" beim ZDF, die nach zwei Jahren abrupt endete.

Engagement als Stadionsprecher des HSV

Zwischen 1991 und 1998 war Carlo von Tiedemann auch als Stadionsprecher für den HSV tätig.

Wandlung und Persönlichkeit

Im Laufe seines Lebens durchlief Carlo von Tiedemann eine Wandlung. Er selbst sagte, dass er früher ein "Tier" gewesen sei, heute aber ein Mensch. Die Zeit, in der er "unten" war, habe ihn verändert und sein Weltbild relativiert. Trotz vieler Schicksalsschläge habe er die Lust am Leben nie verloren.

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Tiefgläubigkeit und soziales Engagement

Carlo von Tiedemann war nach eigenen Worten tiefgläubig und engagierte sich für die Hamburger Stiftung Kinder-Hospiz "Sternenbrücke".

Tod und Vermächtnis

Carlo von Tiedemann starb im Alter von 81 Jahren in Hamburg. Der NDR würdigte ihn als ein "NDR-Urgestein" und betonte, dass er mit seiner flapsigen, spontanen und herzlichen Art mehrere Generationen begeistert habe. Sein Tod sei ein herber Verlust.

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