Chefärztin Neurologie: Eine umfassende Betrachtung der Versorgung in Zell und Mosel

Die neurologische Versorgung in der Region Zell und Mosel ist ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Infrastruktur. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte der neurologischen Versorgung in dieser Region, einschließlich der beteiligten Kliniken, Chefärzte und Behandlungsschwerpunkte.

Die neurologische Landschaft in Zell und Mosel

Die Region Zell und Mosel verfügt über mehrere Einrichtungen, die neurologische Behandlungen anbieten. Dazu gehören Krankenhäuser mit neurologischen Abteilungen und spezialisierte Reha-Zentren. Diese Einrichtungen arbeiten oft interdisziplinär mit anderen Fachbereichen zusammen, um eine umfassende Patientenversorgung zu gewährleisten.

St. Josef-Krankenhaus Zell

Das St. Josef-Krankenhaus in Zell spielte eine wichtige Rolle in der neurologischen Versorgung der Region. Ehemaliger Chefarzt der Inneren Abteilung, Dr. Volker Hammann, führte die Krebstherapie ein und machte sich einen Namen als Onkologe.

Klinikum Mittelmosel

Das Klinikum Mittelmosel hat mit der Privat-Dozentin Dr. habil. Sabine Fitzek eine erfahrene Medizinerin als neue neurologische Chefärztin gewonnen. Sie unternahm ihre ersten beruflichen Schritte in der Zeller Neurologie unter der Leitung von Dr. Karl Friedrich Masuhr. Das Klinikum Mittelmosel verfolgt das Ziel, die Neurologie auf neue Beine zu stellen und strebt eine engere Vernetzung der verschiedenen Fachdisziplinen an, einschließlich der Radiologie.

Rhein-Mosel-Fachklinik

In Zusammenarbeit mit dem St. Nikolaus-Stiftshospital erfolgt eine Schlaganfallversorgung, die grundsätzlich durch die Stroke Unit der Rhein-Mosel-Fachklinik gesteuert wird. Die Rhein-Mosel-Fachklinik hat eine gemeinsame Fortbildungsreihe mit dem St. Nikolaus-Stiftshospital gestartet, um die Zusammenarbeit im Bereich der Organisation von Notfallpatienten zu stärken.

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MEDIAN Reha-Zentrum Bernkastel-Kues

Das MEDIAN Reha-Zentrum Bernkastel-Kues bietet neurologische Rehabilitation an.

Chefärzte und ihre Expertise

Die neurologische Versorgung in Zell und Mosel wird von erfahrenen Chefärzten geleitet, die über spezialisierte Kenntnisse in verschiedenen Bereichen der Neurologie verfügen.

Dr. Sabine Fitzek

Privat-Dozentin Dr. habil. Sabine Fitzek ist die neue neurologische Chefärztin am Klinikum Mittelmosel. Ihre beruflichen und wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in der Schlaganfallbehandlung, der Epileptologie sowie der Behandlung von Menschen mit Parkinson und Demenzen.

Dr. Karl Friedrich Masuhr

Dr. Karl Friedrich Masuhr war ein prägender neurologischer Chefarzt, unter dessen Leitung Sabine Fitzek ihre ersten beruflichen Schritte in der Zeller Neurologie unternahm.

Dr. Christian Bamberg

Dr. Christian Bamberg ist Chefarzt der Neurologie an der Rhein-Mosel-Fachklinik.

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Dr. Martin Hecht

Privat-Dozent Dr. Martin Hecht ist seit Januar 2023 Chefarzt der Klinik für Neurologie, Neurophysiologie und Stroke Unit an den Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren. Er war zuvor als Assistenzarzt am St.-Josef-Krankenhaus in Zell/Mosel tätig.

Behandlungsschwerpunkte

Die neurologischen Abteilungen und Kliniken in Zell und Mosel decken ein breites Spektrum an neurologischen Erkrankungen ab. Zu den häufigsten Behandlungsschwerpunkten gehören:

Schlaganfall

Die Schlaganfallversorgung ist ein zentraler Schwerpunkt. Die Rhein-Mosel-Fachklinik steuert in Zusammenarbeit mit dem St. Nikolaus-Stiftshospital die Schlaganfallversorgung über ihre Stroke Unit. Schlaganfall-Spezialstationen (Stroke Units) sind spezielle Einrichtungen, die eine besonders intensive Betreuung von Patienten mit akutem Schlaganfall bieten.

Epilepsie

Die Behandlung von Epilepsie ist ein weiterer wichtiger Schwerpunkt.

Parkinson und andere Bewegungsstörungen

Die Behandlung von Parkinson und anderen Bewegungsstörungen wird ebenfalls angeboten.

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Multiple Sklerose

Die Abklärung und Therapie von Multipler Sklerose gehören zum Leistungsprofil.

Demenzen

Die Behandlung von Demenzen wird ebenfalls angeboten.

Neurophysiologie

Die Neurophysiologie spielt eine wichtige Rolle in der Diagnostik neurologischer Erkrankungen.

Schmerztherapie

Die Behandlung von Schmerzen, insbesondere Lumboischialgie/Bandscheibenvorfall, wird konservativ angeboten.

Die Stroke Unit: Spezialisierte Schlaganfallversorgung

Stroke Units sind Schlaganfall-Spezialstationen, die eine besonders intensive Betreuung von Patienten mit einem akuten Schlaganfall bieten. Sie sind mit speziell geschultem Pflegepersonal und Neurologen besetzt und verfügen über eine technische Ausstattung ähnlich einer Intensivstation.

Aufgaben einer Stroke Unit

  • Unmittelbare Diagnostik des Schlaganfalls
  • Rechtzeitige Erkennung von Komplikationen
  • Kontinuierliche Überwachung von Körperfunktionen
  • Lyse-Therapie zur Auflösung von Blutgerinnseln
  • Frührehabilitation durch Physiotherapeuten und Logopäden
  • Sekundärprophylaxe zur Verhinderung weiterer Schlaganfälle
  • Umfassende Aufklärung über den Schlaganfall

Diagnostische Maßnahmen auf der Stroke Unit

  • Neurologische und internistische Untersuchung
  • Computertomografie (CT)
  • Ultraschalluntersuchung der hirnversorgenden Blutgefäße
  • Elektrokardiogramm (EKG)
  • Kernspintomografie (MRT)
  • Angiographie
  • Herzultraschalluntersuchung
  • Langzeit-EKG und Blutdruckmessung über 24 Stunden

Bedeutung der Stroke Unit

Die Behandlung auf einer Schlaganfallstation ist sehr effektiv und reduziert die Sterblichkeit, Tod oder Abhängigkeit sowie die erforderliche Weiterbehandlung in einem Pflegeheim oder vollständige häusliche Pflege. Schlaganfallpatienten sollten in Kliniken aufgenommen werden, die über eine Stroke Unit verfügen.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist ein wichtiger Bestandteil der neurologischen Versorgung in Zell und Mosel. Die neurologischen Abteilungen arbeiten eng mit anderen Fachbereichen zusammen, um eine umfassende Patientenversorgung zu gewährleisten. Dazu gehören:

  • Kardiologie
  • Psychosomatik
  • Orthopädie
  • Radiologie

Schlaganfall: Ursachen, Symptome und Notfallmaßnahmen

Ein Schlaganfall entsteht durch eine mangelnde Nährstoffversorgung des Gehirns. Meistens (ca. 85%) liegt eine Verminderung der Durchblutung vor, in 15% aller Fälle kommt es zu einer Blutung in das Hirngewebe.

Ursachen

  • Arterienverkalkung (Arteriosklerose)
  • Blutgerinnsel (Thromboembolie)
  • Herzrhythmusstörungen
  • Hirnblutungen
  • Gefäßentzündungen

Risikofaktoren

  • Alter
  • Bluthochdruck
  • Herzerkrankungen
  • Blutzuckererkrankung (Diabetes mellitus)
  • Nikotinabusus (Rauchen)
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Alkoholkonsum
  • Übergewicht
  • Migräne
  • Erbliche Veranlagung

Symptome

  • Sehstörungen
  • Kribbelmissempfindungen
  • Extrem starker Kopfschmerz
  • Schwäche, Lähmung oder Gefühlsstörung einer oder mehrerer Gliedmaßen
  • Gesichtsschwäche oder Asymmetrie
  • Sprachstörungen
  • Sprechstörungen (Dysarthrie)
  • Störung des Gesichtsfeldes
  • Bewusstseinsveränderungen
  • Epileptischer Krampfanfall
  • Schwindel
  • Doppelbilder
  • Einseitiger Hörverlust
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Ataxie (Unfähigkeit der gleichmäßigen Bewegungsausführung)

Notfallmaßnahmen

Da beim Schlaganfall jede Minute zählt, ist es wichtig, sofort den Rettungsdienst über die Notrufnummer 112 zu informieren. Nachfolgend sollte man dem Betroffenen helfen, enge Kleidungsstücke zu öffnen oder zu entfernen, ihn beruhigen und für eine ausreichende Sauerstoffversorgung sorgen. Bewusstlose Patienten müssen in die stabile Seitenlage gebracht werden und die Atmung sowie der Herzschlag sollten ständig überwacht werden.

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