Demenzzentren in Magdeburg: Informationen und Einblicke

Die steigende Lebenserwartung führt zu einem Anstieg von Demenzerkrankungen. In Magdeburg gibt es verschiedene Einrichtungen und Forschungsansätze, die sich mit dieser komplexen Krankheit auseinandersetzen. Dieser Artikel bietet einen Überblick über Demenzzentren, Forschungsprojekte und Betreuungsangebote in Magdeburg.

Vitanas Demenz Centrum Am Schleinufer

Das Vitanas Demenz Centrum Am Schleinufer befindet sich in einem denkmalgeschützten Gebäude, das früher die Reichsbahndirektion beherbergte. Die Lage des Centrums ermöglicht es den Bewohnern, am städtischen Leben teilzunehmen. Der Alte Markt mit dem Alten Rathaus, die Johanniskirche und das Kunstmuseum 'Kloster unserer Lieben Frauen' sind fußläufig gut zu erreichen. Die Entscheidung für dieses Zentrum ist oft eine Frage der persönlichen Sympathie.

Kosten und Leistungen

Das monatliche Heimentgelt richtet sich nach dem Pflegegrad des Bewohners. Es setzt sich zusammen aus Kosten für Pflege, Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten. Ein Teil des Heimentgeltes wird von den Pflegekassen getragen.

Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Magdeburg

In Magdeburg betreibt das DZNE Grundlagenforschung für neue Therapien gegen Alzheimer und andere Erkrankungen des Nervensystems. Der Fokus liegt auf der Überführung von experimentellen Befunden in klinisch relevante Biomarker und Therapien.

Forschungsschwerpunkte

Die Magdeburger Forscher konzentrieren sich auf kognitive Marker, insbesondere das räumliche Orientierungsvermögen und Gedächtnisprozesse. Darüber hinaus wird an der Entwicklung von medikamentösen, geistigen und körperlichen Therapieansätzen geforscht, um die Funktionen des Gehirns zu erhalten, umzubauen oder wiederzuerlangen. Ein wichtiger Aspekt ist die Plastizität des Gehirns, also seine Fähigkeit, sich in Struktur und Funktion zu verändern und neuen Gegebenheiten anzupassen. Diese Prozesse werden in Beobachtungs- und Interventionsstudien untersucht, beispielsweise im Hinblick auf die Auswirkungen von körperlichem Training oder Tanzen auf das Gehirn. In allen Forschungsbereichen werden modernste Untersuchungsmethoden eingesetzt. Prof. leitet die Forschungsgruppe, die sich diesen wichtigen Aufgaben widmet.

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Demenz: Eine Definition

Beim Krankheitsbild Demenz handelt es sich um ein Defizit der kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten. Es ist ein Oberbegriff für rund 50 Krankheiten. Menschen mit einer Demenzerkrankung haben zunehmend Probleme, den Alltag alleine zu bewältigen. Betroffen sind vor allem das Kurzzeitgedächtnis und das Denkvermögen. Auch die Sprachfähigkeit ist bei vielen Demenzerkrankten eingeschränkt. Im Gespräch fehlen oft die richtigen Namen oder Begriffe.

Symptome und Verlauf

Zu Beginn der Demenzerkrankung erleben die Betroffenen diese Defizite oft sehr genau und vermeiden dann bewusst Gesprächssituationen. Im fortgeschrittenen Stadium der Demenz kommen oft motorische Störungen und Veränderungen der Persönlichkeit hinzu. Einige Demenzkranke entwickeln ein regelrecht aggressives Verhalten, auch wenn sie vor der Erkrankung immer ruhig und ausgeglichen waren. Andere erkennen ihre nächsten Verwandten oft nicht mehr und stellen vielleicht nur noch eine vage familiäre Ähnlichkeit fest. Dies ist für die Angehörigen oft nicht leicht.

Wohnen und Pflegen Magdeburg gGmbH

Die Einrichtungen der Wohnen und Pflegen Magdeburg gGmbH haben sich seit Jahren intensiv mit dem Krankheitsbild Demenz auseinandergesetzt.

Besondere Wohnbereiche

In einigen Häusern - wie z. B. im Haus Heideweg und Haus Lerchenwuhne - gibt es besondere Wohnbereiche für Demenzkranke, auf denen z. T. auch Haustiere gehalten werden. In den anderen Pflegeheimen gibt es die integrierte Betreuung von Demenzkranken und nicht an Demenz erkrankten Bewohnern. Hier unterstützen sich die älteren Menschen auch untereinander. Oft kann es eine Hilfe sein, sich an dem Verhalten anderer zu orientieren. Weiß jemand beispielsweise nicht mehr, wie das Essbesteck benutzt wird, kann er es sich bei anderen abschauen.

Personal und Betreuung

Das Pflege- und Betreuungspersonal der Häuser wird regelmäßig zum Umgang mit Demenzkranken geschult, und in jeder Einrichtung arbeiten speziell ausgebildete gerontopsychiatrische Fachkräfte. Diese können bei Bedarf auch die Angehörigen der Demenzkranken individuell beraten. Speziell ausgebildete zusätzliche Betreuungskräfte kümmern sich ausschließlich um die Belange der Bewohner, deren Alltagskompetenz eingeschränkt ist. Sie werden über die Pflegekasse finanziert - nach Feststellung des erhöhten Betreuungsbedarfs der Bewohner.

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