Dopamin-Burger-Inhaltsstoffe: Wie sie deine Ernährung und dein Wohlbefinden beeinflussen

Viele Menschen kämpfen mit dem Abnehmen und der langfristigen Einhaltung von Diäten. Oftmals scheitert es am "inneren Schweinehund", der uns in alte Ernährungsmuster zurückfallen lässt. Anne Dufour und Carole Garnier schreiben in ihrem Buch "Dopamin Flash: Schlank und energiegeladen mit der richtigen Ernährung", dass ein niedriger Dopaminspiegel häufig zu unkontrolliertem Essen und Heißhungerattacken auf Süßes und Fettiges führt. Daher empfehlen die Autorinnen, nicht nur auf den Kaloriengehalt von Lebensmitteln zu achten, sondern auch darauf, wie sie den Glückshormon-Haushalt beeinflussen. Dopamin beeinflusst gleichzeitig die Motivation, Sport zu treiben, und hilft den Expertinnen zufolge im doppelten Sinn beim Abnehmen.

Dopamin und Gewichtsverlust: Ein Sieben-Schritte-Plan

Dufour und Garnier haben sieben Schritte zusammengestellt, um den Dopaminspiegel durch Ernährung zu erhöhen.

1. Schritt: Viele Proteine

Proteine sind die Grundbausteine der Neurotransmitter. Für die Dopaminproduktion spielen insbesondere die Aminosäuren Tyrosin und Phenylalanin eine wichtige Rolle. Ein Mangel an Tyrosin und Phenylalanin kann zu einem Dopaminmangel führen. Tyrosin ist an der Herstellung von Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin beteiligt, die uns intensive, angenehme Gefühle bescheren. Der Tagesbedarf an diesen Aminosäuren liegt bei etwa 25 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht (12,5 Milligramm Tyrosin und 12,5 Milligramm Phenylalanin).

Hier eine Auswahl der besten Tyrosin- und Phenylalaninlieferanten:

  • Parmesan
  • Greyerzer sowie alle Hartkäse (Edamer, Gouda usw.)
  • Andere Käsesorten (wie Brie, Camembert, Mozzarella, Blauschimmelkäse, Ziegenkäse)
  • Kalbs- und Putenschnitzel
  • Hähnchen
  • Schweinefleisch
  • Lamm
  • Bündnerfleisch
  • Kaninchen
  • Wild (Wildschwein, Hase, Reh)
  • Leber
  • Herz
  • Nieren
  • Lachs
  • Kabeljau
  • Fischrogen
  • Thunfisch und Sardellen (aus der Dose)
  • Tintenfisch
  • Languste
  • Erdnüsse
  • Kürbiskerne
  • Mandeln (ungeschält)
  • Pistazien

2. Schritt: Weniger Kohlenhydrate

Ein Zuviel an Zucker verringert die Dopaminproduktion und kurbelt die Serotoninausschüttung an. Deshalb sollte man nicht nur vollständig auf Süßes verzichten, sondern auch ein Zuviel an Kohlenhydraten (Brot, Nudeln, Reis, Quinoa, Linsen usw.) vermeiden, es sei denn, man treibt sehr viel Sport oder wird im Alltag körperlich stark beansprucht.

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Die besten Kombinationen für Frühstück und Abendessen bestehen aus Fleisch, Fisch oder Eiern mit Gemüse, zum Beispiel:

  • Eier mit Spinat
  • Schinken mit Ratatouille
  • Steak mit grünen Bohnen
  • Eintopf aus Gemüse und Fleisch
  • Bœuf Bourguignon
  • Schweinekotelett mit Zucchini
  • Kalbsschnitzel mit Pilzen
  • Gefüllte Tomaten
  • Lachs mit Rosenkohl
  • Seehecht mit Brokkoli
  • Miesmuscheln mit Blattsalat
  • Ein großer gemischter Salat (Kopfsalat, Tomate, Zwiebel, Thunfisch)

3. Schritt: Unverarbeitete Lebensmittel

Vitamine und Mineralstoffe, insbesondere die B-Vitamine sowie Magnesium und Kalzium, sind unverzichtbare Helfer bei der Umwandlung der Aminosäuren der Proteine in Neurotransmitter. Lebensmittel sind jedoch nur dann wirklich vitaminreich, wenn sie frisch und naturbelassen sind.

Je mehr "komplexe", das heißt bereits gekochte, zubereitete, zerkleinerte oder gewürzte Nahrungsmittel man verwendet, desto weniger dieser wertvollen Vitamine und desto mehr Zusatzstoffe (die die Darmflora schädigen) und minderwertige Inhaltsstoffe (die für das gesamte Verdauungssystem schädlich sind) nimmt man zu sich. Da die Neurotransmitter, also auch Dopamin, zum größten Teil vom Darm produziert werden, sollte man Fleisch am besten beim Metzger, Fisch beim Fischhändler und Obst und Gemüse auf dem Markt kaufen. Ein panierter Fisch ist kein Fisch, Surimi ist kein Krebsfleisch und in Sirup eingelegte Früchte sind keine Früchte, sondern industriell hergestellte Produkte mit einer langen Liste an Zusatzstoffen (Zucker, Fette, Farb- und Konservierungsstoffe, Aromen, Verdickungsmittel usw.).

Die besten unverarbeiteten Lebensmittel für den Dopamin-Flash:

  • Grünes Gemüse
  • Wurzelgemüse (Möhren, Rote Bete usw.)
  • Kräuter
  • Frische und getrocknete Früchte (Feigen, Äpfel, Pflaumen usw.)
  • Samen und Nüsse (Kürbiskerne, Sesam- und Chiasamen, Mandeln, Pistazien, Walnüsse - bitte nicht geröstet, gesalzen oder gezuckert)
  • Sprossen (Sojasprossen, Alfalfasprossen usw.)
  • Eier
  • Fisch und Meeresfrüchte
  • Fleisch
  • Wasser
  • Oliven- oder Walnussöl

Aus Früchten gepresste Öle sind empfehlenswerter als Öle aus Getreide oder anderen Pflanzen, die einen aufwendigeren Verarbeitungsprozess durchlaufen müssen.

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4. Schritt: Omega-3-Fettsäuren

Der Zustand der Zellmembran ist abhängig davon, wie gut sie mit Omega-3-Fettsäuren versorgt wird. Mangelt es ihr an Omega-3-Fettsäuren, kann die Membran ihre Arbeit weniger gut verrichten. Die Folge: Entzündungen beeinträchtigen die Funktion der Nervenzellen, und es werden insgesamt weniger Botenstoffe, vor allem aber weniger Dopamin ausgeschüttet. Omega-3-Fettsäuren bekämpfen auch die Angst, den erklärten Feind des Dopamins, und ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren zieht einen Überschuss an Omega-6-Fettsäuren nach sich.

Wissenschaftler konnten nachweisen, dass Mäuse, deren Futter mit Omega-3-Fettsäuren angereichert worden war, vor der Parkinson-Krankheit geschützt waren. Damit erbrachten sie den Nachweis, dass die Omega-3-Fettsäuren - und hier insbesondere die Docosahexaensäure (DHA) - die Nervenzellen schützen, die Dopamin produzieren. Ein Zuviel an Omega-6- Fettsäuren scheint dagegen ihre Zerstörung und die Abnahme des Dopamins zu beschleunigen, denn im Unterschied zu den Omega-6- Fettsäuren, die Entzündungen begünstigen, haben die Omega-3-Fettsäuren eine entzündungshemmende Wirkung.

Ein unausgewogenes Verhältnis von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren kann die Entstehung von Depressionen fördern, weil es die Produktion der drei "antidepressiven" chemischen Botenstoffe - des Dopamins, des Serotonins und des Noradrenalins - verringert. Omega-3-Fettsäuren halten Zellmembranen elastisch und gewährleisten so den reibungslosen Transport der Neurotransmitter zu den Nervenzellen. Größere Mengen an Omega-3-Fettsäuren zu sich zu nehmen, ist darüber hinaus unerlässlich, um sich vor der sogenannten Adrenal-Fatigue (Nebennierenschwäche) zu schützen oder sie abzumildern. Ferner konnte die Wissenschaft den Nachweis erbringen, dass Menschen, die mehr Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen, ein besseres Gedächtnis haben.

5. Schritt: Keine zuckerhaltigen Getränke

Softdrinks mit oder ohne Zucker, Energydrinks, Milchgetränke mit Früchten, Schokolade, Vanille usw., Café Latte - egal ob sie in Tetrapaks, Glas- oder Plastikflaschen verkauft werden - sind tabu! Zuckerhaltige Getränke sind sogar noch schlimmer als feste gezuckerte Speisen. Ob sie nun Fanta, Sprite, Coca Cola, Pepsi oder Red Bull heißen, all diese Softdrinks enthalten in der Regel - abgesehen von zu viel Zucker - Unmengen an Zusatzstoffen wie Phosphor, Kohlensäure, Koffein und tausend andere Inhaltsstoffe, die nichts mit natürlichen Lebensmitteln zu tun haben und die man unbedingt meiden sollte.

Auch bei Fruchtsäften ist Vorsicht geboten, vor allem wenn sie industriell hergestellt sind. Sie sehen zwar relativ "natürlich" aus, enthalten aber ebenfalls extrem viel Zucker und haben deshalb in der Dopamin-Diät keinen Platz. Das gilt gleichermaßen für sogenannte "zuckerfreie" Light-Getränke, denn die Süßstoffe können vor allem für das Dopamin problematisch sein. Und zwar zum einen, weil es sich nicht um "echten" Zucker handelt, sie also keinerlei Energie liefern. Dadurch wird der Belohnungskreislauf entweder gar nicht oder nur in geringem Maße angeregt, wodurch sich das Risiko für eine Gewichtszunahme erhöht. Da der Energieschub nach dem Genuss eines mit Süßstoff gesüßten Getränks ausbleibt, stellt sich nicht die gleiche Befriedigung ein wie nach dem Genuss eines zuckerhaltigen Getränks, und man neigt dazu, mehr davon zu trinken - in der (leider vergeblichen) Hoffnung, dass sich dieses Gefühl der Befriedigung dann einstellt.

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Zum anderen begünstigen die falschen Zucker die Entstehung dick machender Bakterien wie Clostridien und Bacteroides, die im Verdacht stehen, Diabetes und Prädiabetes (das heißt eine Insulinresistenz) auszulösen. Zum Dritten kommt es durch Süßstoffe zu einer erhöhten Kalorienresorption im Darm, und auf diese Weise nimmt man zu, ohne mehr gegessen zu haben. Deshalb trinkt man zum Essen keine Milch.

6. Schritt: Gutes für die Darmflora

Dazu zählen fermentierte, insbesondere mit Milchsäurebakterien fermentierte Lebensmittel, aber auch Ballaststoffe, "gute" Fette und Polyphenole. Es ist außerordentlich wichtig, dass wir bei den Mahlzeiten auch unseren Darm gut ernähren. Industriell verarbeitete Lebensmittel haben eine negative Wirkung auf den gesamten Verdauungstrakt. Vorsicht ist aber auch bei den darmfreundlichen Produkten geboten sein, die uns die Lebensmittelindustrie in den kommenden Jahren mit Sicherheit präsentieren wird.

Die Bakterien, die den Darm besiedeln, sind von großer Bedeutung für unsere Gesundheit, unsere Figur und unser Wohlbefinden. Einige dieser Bakterien, etwa die Kolibakterien, produzieren spezielle Proteine, die sogenannten Amyloide, die ins Gehirn wandern, wo sie sich als Plaque ablagern und so verschiedene degenerative Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson auslösen können. Wieder andere Bakterien verursachen Mikroentzündungen im Gehirn, die unter anderem als Auslöser für Depressionen und Störungen des Dopaminhaushalts gelten. Eine gestörte Darmflora zieht Nervenfunktionsstörungen nach sich. Um die Entstehung "guter" Bakterien (die keine Entzündungen verursachen und keine Amyloide produzieren) zu fördern und die Entstehung "schlechter" Bakterien zu verhindern, müssen wir unseren Darm verwöhnen. Die "guten" Bakterien freuen sich besonders über Ballaststoffe, und hier insbesondere präbiotische Ballaststoffe.

Die besten darmfreundlichen Lebensmittel für den Dopamin-Flash:

  • Gemüse
  • Obst
  • Walnüsse
  • Mandeln
  • Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide (wegen ihres hohen Gehaltes an präbiotischen Ballaststoffen - sind sie doch gewissermaßen der Dünger für unsere Darmflora)

Bei anhaltendem Stress, einer Antibiotika-Behandlung, chirurgischen Eingriffen oder einer dauerhaften Medikamenteneinnahme wird empfohlen, den Darm täglich neu mit probiotischen Bakterienstämmen zu besiedeln.

Dazu eignen sich am besten:

  • Fermentierte Nahrungsmittel wie Sauerkraut (nicht aus industrieller Herstellung, denn industriell hergestelltes Sauerkraut ist pasteurisiert und enthält deshalb kaum oder sogar gar keine Probiotika)
  • Miso-Suppe
  • Jede Art von fermentiertem Gemüse (Pickles, fermentierter Rote-Bete-Saft usw.)
  • Naturjoghurt
  • Rohmilchkäse (die Rinde mitessen!)
  • Kefir
  • Sauerteigbrot

7. Schritt: Gesunde Fette

Butter, Olivenöl, Sonnenblumenöl, Mayonnaise, Avocado, Lachs, Mandeln, Walnüsse - nicht alle Fette sind gleichwertig, denn auch wenn sie die gleiche Kalorienzahl liefern, verwertet der Körper nicht jedes Fett auf die gleiche Weise. Einige von ihnen helfen nicht nur beim Abbau von Fettreserven, sondern sind darüber hinaus auch gut für das Gehirn. Sie haben nicht nur unmittelbare Auswirkung auf unser Wohlbefinden, sondern spielen auch eine Rolle bei der Signalübertragung zwischen den Nervenzellen. Sind die Membranen unserer Gehirnzellen elastisch und in gutem Zustand, funktioniert dieser Informationsaustausch quasi wie von selbst. Sind die Zellmembranen jedoch nicht mehr elastisch, gestaltet sich die Sache etwas schwieriger. Die guten Fette (Omega-3- und Omega-9-Fettsäuren sowie einige Omega-6-Fettsäuren) sorgen dafür, dass die Membranen elastisch bleiben. Dagegen führen gesättigte Fettsäuren, Cis- und Trans-Fettsäuren sowie bestimmte Omega-6-Fettsäuren zu einer Verhärtung der Zellmembranen.

Die Schattenseite von Fast Food: Dopamin-Burger und ihre Auswirkungen

Doppelt Fleisch, Käse, Salat und eine spezielle Soße: Der „Big-Mac“ ist für viele Fast-Food-Fans eines der beliebtesten Angebote im Schnellrestaurant. Das liegt offenbar nicht nur an dem charakteristischen Geschmack, sondern auch an den Inhaltsstoffen, die im Körper mehr ausrichten, als dem Verbraucher bekannt ist.

Was passiert nach dem Verzehr eines Big Mac?

  • Die ersten zehn Minuten: Der hohe Nährwert (540 Kalorien pro Stück) lässt den Zuckerspiegel im Blut in die Höhe steigen und regt die Ausschüttung des "Glückshormons" Dopamin im Gehirn an.
  • 20 Minuten nach dem Essen: Der Zucker gelangt in die Blutbahn, wodurch der Blutzuckerspiegel weiter ansteigt. Der Big-Mac enthält eine hohe Menge Maissirup und Natrium - Zusatzstoffe, die dazu führen, dass der Körper noch mehr essen will.
  • Nach 30 Minuten: Der hohe Natriumgehalt (970 Milligramm) führt zu Dehydratation und regt das Herz an, schneller zu schlagen.
  • 40 Minuten später: Der Blutzuckerspiegel fällt schlagartig wieder ab, wodurch ein erneutes Hungergefühl entsteht.
  • Nach einer Stunde: Die Verdauung des Burgers beginnt langsam. Es dauert etwa 51 Tage, um Trans-Fettsäuren zu verdauen. Ein Big-Mac enthält 1,5 Gramm Trans-Fettsäuren.

Regelmäßiger Konsum von Big Macs und ähnlichen Fast-Food-Produkten kann schwere gesundheitliche Schäden anrichten.

Schokolade und Dopamin: Mythos oder Realität?

Schokolade enthält eine Reihe von Inhaltsstoffen, die theoretisch das Gemüt beeinflussen könnten. Es scheint aber nur β-Phenylethylamin, ein biogenes Amin mit Blut-Hirn-Schrankengängigkeit, in der Lage zu sein, den Neurotransmitterstoffwechsel so zu beeinflussen, dass Auswirkungen auf die Psyche, Stimmung und Aktivität möglich erscheinen.

Die Rolle von β-Phenylethylamin

β-Phenylethylamin kann die Blut-Hirn-Schranke gut passieren und wird auch im Gehirn aus der Aminosäure Phenylalanin gebildet. Es hat Dopamin- und Noradrenalin-freisetzende Eigenschaften und scheint möglicherweise direkte agonistische Effekte an Dopamin- und Serotoninrezeptoren zu haben. Experimentelle Studien weisen darauf hin, dass β-Phenylethylamin Stereotypien auslöst, die durch MAO-B-Hemmer verstärkt und durch Neuroleptika antagonisiert werden.

Weitere Inhaltsstoffe und ihre Wirkung

  • Anandamid: Ein Cannabinoid, von dem Kilogrammmengen Schokolade konsumiert werden müssten, um entsprechende Effekte auszulösen.
  • Theobromin: Auch hier sind die Konzentrationen in Schokolade zu gering, um eine signifikante Wirkung zu erzielen.
  • Serotonin: Kann die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren und hat daher keine Bedeutung für die Gehirnfunktion.
  • Tyramin, Dopamin, Tryptamin: Werden ebenfalls an der Blut-Hirn-Schranke durch MAO-A abgebaut.

Schokolade enthält jedoch die Vorstufen dieser biogenen Amine in größerer Menge, nämlich Aminosäuren wie Phenylalanin, Tyrosin, Dihydroxyphenylalanin (DOPA), Tryptophan und 5-Hydroxytryptophan.

Fazit

β-Phenylethylamin ist ein nicht zu unterschätzendes biogenes Amin, das neuropsychiatrische Mechanismen beeinflusst oder selbst direkt ausübt. Diese werden auf der Verhaltensebene durch eine Stimulation motorischen Verhaltens sowie in „euphorisierender“ und stimmungsaufhellender Wirkung repräsentiert. Eventuell werden diese multiplen biochemischen und pharmakologischen Eigenschaften von β-Phenylethylamin durch psychologische Effekte der Vermarktung und durch die Biopsychologie von der Art der Schokolade, Ansehen der Schokolade, Riechen, Hören und Tasten synergistisch beeinflusst. Somit erfüllt Schokolade viele Kriterien eines Pharmakons, basierend auf Inhaltsstoffen der Kakaobohnen, die je nach Herkunft unterschiedlich zusammengesetzt sein können.

Die Sucht nach Junk Food: Eine Frage des Dopamins?

Wenn Menschen Schwierigkeiten damit haben, bei süßem oder fettreichem Essen die Bremse zu ziehen, kann man von einer Sucht sprechen. Grund dafür können verschiedene Veränderungen im Gehirn sein.

Studien an Ratten

Ein Wissenschaftlerteam von der kanadischen Universität Calgary hat an Ratten untersucht, welche Auswirkungen uneingeschränkter Zugang zu fett- und zuckerreichen Lebensmitteln auf das Gehirn hat. Die Ratten konnten zusätzlich zu ihrem gewöhnlichen Nahrungsangebot auf Schokolade und andere Süßigkeiten zugreifen - und taten es im Übermaß.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Ratten mit dauerhaftem Junkfood-Zugang stark an Gewicht zunahmen und ihr normales Futter durch den zusätzlichen Junkfood-Verzehr "attraktiver" wurde. Sie aßen einfach immer weiter, auch über ihren Sättigungspunkt hinaus.

Die Rolle von Dopamin

Aus älteren Studien geht hervor, dass Lebensmittel mit einem hohen Fettanteil oder viel Zucker an den Dopamin Rezeptoren andocken und die Ausschüttung von Dopamin beeinträchtigen - ähnlich wie bei synthetischen Drogen wie Kokain oder Heroin. Hoch verarbeitete Lebensmittel wie Chips, Pizza, Burger und Co. beeinflussen die Kalorienzufuhr und bringen den Energiehaushalt und den Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht.

Glutamat: Ein umstrittener Geschmacksverstärker

Glutamat ist von Natur aus ein äußerst wichtiger Neurotransmitter im Gehirn sowie im Zentralnervensystem, das den Stoff aus der Aminosäure L-Glutaminsäure selbst herstellt. Im ZNS gilt Glutamat quantitativ als eher aktivierender Vertreter der Neurotransmitter. Die Funktionen des Botenstoffes sind vielfältig und liegen beispielsweise in der Vermittlung von Sinneswahrnehmungen und dem Einfluss auf die Ausschüttung von Hormonen im Gehirn (Hirnanhangdrüse, Hypophyse u.a.). Somit gilt Glutamat auch als wichtig für höhere Gehirnfunktionen, die beim Lernen und der Gedächtnisleistung notwendig sind, oder für motorische Funktionen, die das Ausführen von Bewegungen durch Muskelarbeit und Koordination erst möglich machen. Gegenspieler für die Glutamat-Wirkung im Körper ist die Gamma-Aminobuttersäure, kurz GABA.

Ein Überschuss an Glutamat kann Neuronen zerstören und die Gehirnleistung herabsetzen. Die Wissenschaft sieht dies jedoch als eher unwahrscheinlich an, da über die Nahrung aufgenommenes Glutamat auf Fertigprodukten und verarbeiteten Lebensmitteln über den Darm aufgenommen und nach Weitergabe an die Leber in Zucker und Milchsäure umgewandelt wird. Zudem werden Überschüsse an körpereigenem Glutamat durch GABA ausgeglichen.

Dopamin: Mehr als nur ein Glückshormon

Dopamin ist ein lebenswichtiges Hormon, das auch als Neurotransmitter wirkt. Chemisch zählt es zu den biogenen Aminen und wird - gemeinsam mit Adrenalin und Noradrenalin - der Gruppe der Catecholamine zugeordnet.

Funktionen von Dopamin

  • Emotionen & Kognition: Dopamin spielt eine Schlüsselrolle für die Funktion des limbischen Systems und seine Verknüpfung mit der Hirnrinde (Cortex).
  • Belohnungssystem: Dopamin vermittelt das Erleben lustvoller Erfahrungen - beim Essen, aber auch beim Konsum abhängig machender Substanzen wie Nikotin, Kokain oder Heroin und im Kontext sexuellen Begehrens.
  • Motivation: Das dopamingesteuerte Belohnungssystem ist ein Schlüsselfaktor für motiviertes Verhalten.
  • Kognitive Kontrolle: Der Dopaminspiegel beeinflusst auch die kognitive Kontrolle, d.h. wie konsequent wir ein gesetztes Ziel im Arbeitsgedächtnis behalten, wie gut wir zwischen Aufgaben wechseln können bzw. wie schnell wir uns ablenken lassen.
  • Wahrnehmung: Ein Zuviel an Dopamin intensiviert die Wahrnehmung von Sinneseindrücken, Körperempfindungen und Gedanken.
  • Stimmung: Zu wenig Dopamin kann zur Entstehung depressiver Verstimmungen beitragen.
  • Motorik: Dopaminmangel kann auch zur Entwicklung von extrapyramidalen Bewegungsstörungen führen.
  • Schlaf-Wach-Regulation: Dopamin steht in enger Wechselbeziehung mit den zirkadianen Rhythmen unseres Gehirns.

Dopaminspiegel beeinflussen

Mit Lebensmitteln, die reich an Tyrosin sind, liefern wir unserem Körper den wichtigsten Ausgangsstoff für die Dopaminsynthese.

Dopamin-Fasten

Ursprünglich ein Konzept der kognitiven Verhaltenstherapie, das regelmäßige "Fastenzeiten" für suchtartiges Verhalten empfiehlt. Also beispielsweise täglich 2 Stunden vor dem Schlafengehen, jeden Sonntag und eine Urlaubswoche pro Jahr ohne Social Media, Computerspiele oder auch Porno-Konsum zu verbringen, um dem Gehirn eine Pause zu gönnen, alternative Aktivitäten zu erkunden und somit langfristig zu einer bewussten Lebensführung zu finden.

Dopamin-Test

Ein Blut- bzw. Urintest kann den Spiegel von Dopamin bzw. Dopamin-Abbauprodukten bestimmen. Mediziner nutzen dies vor allem im Rahmen der Tumordiagnostik. Gemessen wird dabei allerdings das periphere Dopamin, nicht das Dopamin im Gehirn - verlässliche Aussagen in Bezug auf emotionale und kognitive Symptomatiken sollte man hier also nicht erwarten.

Stoffe, die aus Dopamin entstehen

Dopamin ist Teil der Synthesekette von zwei weiteren Neurotransmittern: Noradrenalin und Adrenalin. Weitere Stoffe entstehen beim Abbau von Dopamin: Zum einen wird es durch Catechol-O-Methyltransferase (COMT) zu Methoxytyramin verstoffwechselt. Zum anderen wird es durch Monoaminoxidase (MAO) in ein Aldehyd umgewandelt, das dann über Dihydroxyphenylessigsäure zu Vanillinmandelsäure metabolisiert wird.

Gesunde Alternativen zu Fast Food

Pommes, Burger, Pizza, Donuts, Milchshakes und Softdrinks sind beliebt, aber Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes Typ II und viele andere Erkrankungen sind die Folgen von zuckerreichem und fetthaltigem Essen.

Was macht Fast-Food so schädlich?

  • Zusatzstoffe: Aromen, Geschmacksverstärker, Konservierungs- und Süßstoffe sorgen nicht nur für den köstlichen Geschmack, sondern auch eine lange Haltbarkeit.
  • Hoher Kaloriengehalt: Fast-Food liefert eine beträchtliche Menge an Kalorien, die als „leere“ Kalorien gelten.
  • Ungesunde Fette: Gerade die ungesunden Fettsäuren können Entzündungen und Schmerzen auslösen.

Gesunde Fast-Food-Alternativen

  • Falafel-Burger: Mit Vollkornbrötchen, Avocado und getrockneten Tomaten.
  • Ofen-Pommes: Aus verschiedenen Kartoffeln wie Süßkartoffeln, aber auch aus Kürbis sowie Petersilienwurzeln oder Pastinaken zubereitet.
  • Pizza aus Vollkornmehl: Belegt mit Gemüse und veganem Käse.

Die Esssucht-Falle: Wenn der Selbsterhaltungstrieb versagt

Studien zufolge aktiviert das exzessive Aufnehmen von Nahrung die Belohnungssysteme in unserem Gehirn - bei manchen Menschen so sehr, dass kein Sättigungsgefühl mehr entsteht. Je mehr diese Menschen essen, umso stärker wächst ihr Verlangen nach weiterer Nahrung - ähnlich wie bei Alkoholikern und Rauschgiftabhängigen die Gier nach der Droge mit dem Konsum zunimmt.

Moderne, extrem kalorienreiche Nahrungsmittel, die viel Fett und Zucker enthalten und oft besonders ansprechend aussehen, stimulieren unsere Belohnungssysteme so stark, dass die appetitzügelnde Wirkung von Leptin und anderen Hormonen nicht mehr dagegen ankommt. Infolgedessen essen wir immer weiter, auch wenn wir keinen Hunger mehr haben.

Die Rolle von Hormonen

Der Organismus reagiert auf das Kalorienbombardement, indem er den Blutspiegel appetitzügelnder Hormone wie Leptin und Insulin in dem Maß erhöht, in dem das Körpergewicht steigt. Jedoch büßen diese Signalstoffe irgendwann an Wirkung ein, weil der Körper eine Toleranz gegen sie entwickelt. Zudem reagieren die Belohnungssysteme im Gehirn übergewichtiger Menschen nur noch schwach auf den Verzehr von Speisen, wie Forscher des Brookhaven National Laboratory und des Oregon Research Institute mittels bildgebender Verfahren feststellten. Diese Abstumpfung führt zu ausbleibender Befriedigung und damit zu depressiver Verstimmung. Und was tut der Mensch dagegen? Er isst noch mehr, um seine Stimmung zeitweilig aufzuhellen - was den Teufelskreis perfekt macht.

Medikamente als Ausweg?

Laut neueren Studien senken Endorphinblocker die Aktivität von Belohnungszentren bei Menschen und Nagern, denen verlockende Speisen dargeboten werden - mit dem Ergebnis, dass die Betroffenen weniger davon zu sich nehmen. Behandelt man Drogenabhängige mit solchen Wirkstoffen, konsumieren sie anschließend weniger Heroin, Alkohol oder Kokain. Dies stützt die These, wonach exzessivem Essen und Drogensucht dieselben Mechanismen zu Grunde liegen.

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