Einführung
Es ist ein bekanntes Phänomen unter Fashionistas: Gelungene Outfits können unsere Stimmung aufhellen. Mode ist nicht nur ein Mittel des Selbstausdrucks, sondern kann auch unsere Gefühlslage beeinflussen. Ein Lieblingsoutfit kann unsere Laune positiv beeinflussen. Der Trend des Dopamin-Dressing geht jedoch noch einen Schritt weiter. Er zielt darauf ab, durch bestimmte Kleidungsstile Glückshormone freizusetzen und uns von innen heraus glücklich zu machen.
Was ist Dopamin-Dressing?
Der Begriff "Dopamin-Dressing" wurde von Dawnn Karen, Psychologieprofessorin am Fashion Institute of Technology in New York, geprägt. Er beschreibt eine Art des Stylings, die darauf abzielt, die Ausschüttung von Dopamin, einem Glückshormon, im Gehirn anzuregen. Dopamin fungiert als Neurotransmitter zwischen den Nervenzellen und aktiviert das Belohnungszentrum im Gehirn, was zu einem Gefühl von Glück und Wohlbefinden führt.
Die Wirkung von Dopamin löst Vorfreude und eine positive Grundhaltung aus, motiviert uns und lässt uns - ohne zu zögern - handeln. Eine Dopaminausschüttung kann durch eine Umarmung, ein Lächeln, das Erreichen eines Ziels, unser Lieblingsessen, Likes auf Instagram usw. aktiviert werden - kurz durch Dinge, die unser Herz höher schlagen lassen. Genau dieser Effekt wird auch durch Farben ausgelöst. Deswegen hat bunte Mode das Zeug dazu, einen regelrechten Dopamin-Tsunami loszutreten.
Die Wissenschaft hinter dem Glücksgefühl
Dopamin ist also verantwortlich dafür, dass wir Glücksgefühle empfinden können. Vergleichbar mit Adrenalin-Kicks, etwa beim Sport. Diese basieren wissenschaftlich gesehen auf demselben Muster. Adrenalin ist ein enger Verwandter von Dopamin. Studien belegen, dass beispielsweise die Farbe Orange nachweislich zu einer Ausschüttung des Belohnungshormons Dopamin im Gehirn führt, wodurch Motivation und Lebensfreude gesteigert werden. Jede Farbe hat eine besondere Bedeutung und auch Wirkung. Die Farben, die wir tragen, können unsere Stimmung beeinflussen. Helle Farben wie Gelb, Orange oder Rot können unseren Energielevel heben und lassen uns selbstbewusst wirken. Dunkle Farben wie Schwarz oder Blau vermitteln ein Gefühl von Stabilität. Tannengrün oder Braun wird eine beruhigende Wirkung nachgesagt.
Wie funktioniert Dopamin-Dressing in der Praxis?
Beim Dopamin-Dressing setzen wir bewusst auf knallige Farben. Ein positives Mindset und Mut empfinden und auch ausstrahlen - das geht mit ein paar einfachen, aber ausgesuchten Handgriffen. Farbe zu tragen ist ein einfacher Weg, um einen Glücksschub zu bekommen. Wichtig dabei ist: Die Farbe muss zu dir passen und du solltest dich damit wohlfühlen. Beim Dopamine Dressing stehen vor allem leuchtende Farben im Zentrum. Denn gerade die knalligen Töne empfinden wir als stimmungshebend. Orange ist das beste Beispiel, weil es farbpsychologisch nachweislich zu den Happy Colours zählt. Dazu zählen helle kräftige Töne wie Gelb in sämtlichen Nuancen und Pink. Zitronengelb ist das neue Schwarz. Auch energetische Töne wie kräftige »Fruchttöne«, Sorbetfarben, Mango- oder Pastelltöne wie Lachs oder Limettengrün eignen sich.
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Farbgestaltung und Muster
Style sie in Colour Blocking-Manier. Kombiniere gleich mehrere der intensive Nuancen miteinander wie Blau mit Gelb oder Grün mit Violett. Anders als beim Colour Blocking müssen die Farben aber nicht unbedingt als Kontraste funktionieren. Wenn du einen Colour Clash kreieren willst, trage ein Neon-Teil zu neutraleren Tönen oder lass es mit Neongelb und Kobaltbau richtig krachen. Wähle Ensembles aus weiten Hosen und Tuniken. Oder Kleider, die mit Fransen verziert sind und beim Laufen mitschwingen. Colour-Blocking sorgt für den maximalen Happy-Kick. Aber nicht nur Farben, sondern auch Muster heben die Stimmung. Angefangen bei Animal-Prints über florale Designs bis hin zu detailreichem Paisley oder 70ies Hippie-Mustern - sie alle versprühen gute Laune und triggern das Glückshormon. Lange Kleider mit bunten Blumen-Prints versüßen unseren Sommer genauso wie gekonnte Print-Mixes aus Polka Dots, Streifen oder Karos.
Texturen und Materialien
Neben Farbe und Muster spielt auch die Textur eine wichtige Rolle. Stoffe wie Tüll, Samt, schimmernde Seide oder gehäkelte Materialien verleihen deinem Outfit einen Hauch Extravaganz. Wie wäre es mit einem aufwändig bestickten Top? Je nach Typ und persönlichem Geschmack kann das modische Glück ganz unterschiedlich aussehen. Und darf zwar, muss aber nicht extrem sein. Oft reicht schon ein farbenfrohes Teil, das mit dezenteren kombiniert wird.
Dopamin-Dressing im Alltag
Die Office-Wear hat sich schon lange weiterentwickelt und auch im Kontext großer Business-Entscheidungen ist Farbe nicht fehl am Platz. Auch, wenn es dunkel wird, können Farben und starke Muster ihre Strahlkraft entfalten. Zu einer fließenden Hose kannst du ein knallrotes Seidentop kombinieren sowie mit Materialien wie Samt im Team mit Kunstleder spielen. Oder du entscheidest dich für einen Jumpsuit mit Pailletten-Designs oder Fransen am Oberteil.
Dopamin-Dressing für besondere Anlässe
Deine Farben? Deine Wahl. Lebe den Glücks-Style jeden Tag nach Lust und Laune aus. Allein, was dich glücklich macht, entscheidet. Die Hochzeit ist der schönste Tag im Leben des Brautpaares. Auch als Gast kannst du zum allgemeinen Stimmungshoch beitragen, indem du farbenfrohe Pieces wählst. Ein einfarbiges Midikleid in einem starken Ton ist eine gute Wahl. Achte hier aber darauf, dass dein Gesamt-Look nicht zu wild wird. Wenn du ein Outfit zusammenstellst, beginne mit einem Teil - das kann ein Kleid, ein Paar Schuhe oder sogar ein Accessoire sein - und baue den Look darauf auf. Denn beim Dopamine Dressing gibt es keine strikten Regeln.
Dopamin-Dressing: Mehr als nur ein Trend
Dopamine Dressing will uns dazu ermutigen, uns durch und mit unseren Styles wohl zu fühlen. Erlaubt ist, was dir gefällt. Wer sich wohlfühlt, wird positiver wahrgenommen. Denn glückliche Menschen haben einfach die attraktivste Ausstrahlung. Der Dopamin-Dressing-Trend ist Ihnen in diesem Jahr immer häufiger aufgefallen. Das Tragen bestimmter Farben macht sofort gute Laune und genau darum geht es bei diesem Trend!
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Farbassoziationen nutzen
Dass ein Outfit ein bestimmtes Gefühl hervorrufen kann, liegt daran, dass wir bestimmte Assoziationen haben, wenn wir verschiedene Farben sehen und tragen. Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass viele Menschen die gleichen Assoziationen mit bestimmten Farben haben. Es gibt diverse Gründe, warum man pessimistisch, oder zumindest skeptisch, ins Jahr starten könnte. Warum einem nicht nach Leichtigkeit ist und man sich zurückzieht - räumlich wie auch modisch. Und gleichzeitig gibt es immer mindestens einen Grund mehr, sich nicht allzu lange dem Weltschmerz hinzugeben. Empathisch und optimistisch zu bleiben. Mit Mode kann man Zuversicht hervorragend nach außen sichtbar machen, und sich selbst wertschätzen. Sich in dem, was man trägt, wohlzufühlen, ist das Mindeste was man sich selbst schuldet, finden Sie nicht?!
Dopamin-Dressing als Grundhaltung
Dopamin Dressing ist wohl auch deshalb ein anhaltender Modetrend, weil er mehr eine Grundhaltung als ein neues Design verkörpert. Im Grunde sollte es die Basis dessen sein, wie sich jede*r für sich tagtäglich kleidet. Was das bedeutet und wie modische Zuversicht aussehen könnte …Mit Dopamin (= ein Botenstoff, der auch als Glückshormon bekannt ist) Dressing meint man den Einfluss, den unsere Kleidung auf unsere Gemütslage haben kann. Dabei geht es gar nicht so sehr um eine spezielle Art, sich zu kleiden, sondern darum, dass man sich in allererster Linie selbst wohl mit seinem Look fühlt. Und dass man einen Einklang spürt zwischen dem, was man ist, und dem, wie man aussieht. Bestimmten Farben (Gelb oder Rottöne zum Beispiel) sagt man nach, dass sie die Laune verbessern. Selbst wenn das generell der Fall ist, hilft Ihnen persönlich ein roter Pullover trotzdem nicht weiter, sofern Sie eine Abneigung gegen den Farbton haben. Was also nichts anderes heißen soll als: Dopamin Dressing ist sehr individuell und hängt in seiner Umsetzung immer vom Träger oder der Trägerin ab.
Wie fabelhaft und befreiend, wenn Sie mich fragen. Weil es für Charakter und Freiraum steht und nicht (mehr) für starre Regeln, an die man sich halten sollte, um so zu wirken, als habe man Ahnung von Mode. Eine Annahme, die wirklich mehr als überholt ist. Die allerneuesten Trend-Pieces nutzen nichts, wenn man sie nicht fühlt. Denn: Ein Outfit hat erst Stil, wenn man es authentisch lebt, andernfalls ist es nichts anderes als eine textile Hülle. Optimismus ist, was Sie daraus machenKlar gibt es Kleidungsstücke, die vor Zuversicht strotzen. Bunte Muster zum Beispiel, knallige Farben und extravagante Kleidungsstücke, die mit Federn, Bling, oder irgendetwas in die Richtung verziert sind. Daraus lassen sich Outfits mit Augenzwinkern kreieren und stilvolle Looks, die beweisen, dass elegant nicht zwingend mit leise oder beige gleichzusetzen ist.
Ebenso gibt es leisen Optimismus. Eine Hose, die exzellent sitzt, ein megaweicher Kaschmir-Pullover, den man nicht mehr ausziehen mag, oder ein Mantel, der immer wärmt. Toll sind dann kleine Details, die Laune machen und dem Outfit Charakter verleihen. Eine lustige Brosche zum Beispiel, ein feines Halstuch mit Muster oder eine stimmungsvolle Clutch. Halten wir also fest: Dopamin Dressing ist das, was Sie daraus machen. Es sind die Looks, die Ihnen gefallen, die Sie besser fühlen lassen. Die vor allem Ihnen Spaß machen und die mehr sind als eine Aneinanderreihung trendiger Pieces.
Nachhaltigkeit und Dopamin-Dressing
Dopamine Dressing bringt nach tristen Zeiten wieder Farbe in deinen Kleiderschrank. Wer dem Trend des „Dopamine Dressing“ folgt, zeigt sich vermutlich in limettengrünen, blutorangen oder zitronengelben Outfits - und hat gute Laune. Besonders positive Auswirkungen können laut der Pharmazeutischen Zeitung Kombinationen unterschiedlicher intensiver Farbnuancen haben, beispielsweise Pink und Orange. Wie bei jedem Trend gilt auch beim Dopamine Dressing, dass du dich in deinem Outfit zu hundert Prozent wohlfühlen solltest. Dafür muss nicht zwangsläufig deine gesamte Kleidung aus hellen und auffälligen Farben bestehen. Du musst nicht alles neu kaufen - bunte Farben für den Dopamine-Dressing-Trend findest du auch auf Flohmärkten. Du würdest Dopamine Dressing gerne einmal ausprobieren? Viel Spaß! Denk dabei aber auch an die Umwelt. Für jeden Trend neue Kleidung anzuschaffen oder die gesamte Garderobe zu wechseln, ist wenig sinnvoll.
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Secondhand und Fair-Trade
Secondhand statt Neukauf: Du musst nicht alles neu kaufen. Stattdessen lohnt es sich, auf Flohmärkten oder Online-Plattformen wie Sellpy und Vinted nach gebrauchten Produkten zu suchen. Auf diese Weise schenkst du Kleidungsstücken ein zweites Leben, sparst Geld und schonst Ressourcen. Möchtest du dir doch einmal bewusst etwas Neues und qualitativ Hochwertiges kaufen, solltest du unbedingt darauf achten, dass die Kleidungsstücke zu fairen Bedingungen produziert wurden und aus nachhaltigen Materialien bestehen.
Kreative Wiederverwendung
Kleidungsstücke mehrfach verwenden: Vielleicht möchtest du neben dem Dopamine Dressing auch andere Modetrends ausprobieren. Bedenke dabei, dass du jedes Kleidungsstück mehrfach verwenden kannst. In Kombination mit anderen Accessoires, Shirts, Jeans oder Jacken passt es sicherlich auch zu einem anderen Stil. Auch mit Upcycling kannst du kreativ werden und Neues aus alten Materialien herstellen, die du nicht mehr oft trägst. Generell solltest du mit deiner Kleidung sorgsam umgehen. Wäschst du sie seltener, bleiben auch die strahlenden Farben länger erhalten und bleichen nicht aus. Oft reicht es schon, die Kleidung nur zu lüften.
Skandi Dopamine Dressing
Grün, Rot, Gelb, Blau. Hier Streifen, da Karomuster. Bunte Sonnenbrillen, Strumpfhosen, Taschen. Wer in Kopenhagen oder Stockholm durch die Straßen läuft, sieht sie überall. Die farbenfrohen Outfits der stilsicheren Einwohner*innen, die wirklich alles sind - außer langweilig. Der Skandi Style etablierte sich über die vergangenen Jahre zum festen Modebegriff und übt mittlerweile über die Landesgrenzen hinaus Einfluss. Im Sommer scheint der Modestil endgültig in Städten wie Paris, London oder Berlin angekommen zu sein. Doch was wie ein Modetrend wirkt, ist eigentlich ein Lebensgefühl, das Fashion zum Mood Booster macht. Wir haben uns einmal genauer angesehen, was hinter dem Skandi Dopamine Dressing steckt und wieso der Trendbegriff über Knallfarben hinaus geht.
Hinter dem Begriff Dopamine Dressing stecken - wie der Name schon sagt - Glücksgefühle. Denn Kleidung wird hier (mehr oder weniger gezielt) eingesetzt, um die Stimmung zu heben. Und das erfolgt bekanntlich, wenn das Glückshormon Dopamin im Gehirn angeregt wird und Hochgefühle ausschüttet. Dopamine Dressing ist mittlerweile ein altbekannter Outfit-Trick, der sich an leuchtenden Farben, Mustern und Texturen bedient. Die Idee: Je bunter und fröhlicher die Kleidung, desto besser ist auch die Stimmung des oder der Träger*in. Kleidung mit psychologischer Power also! Tatsächlich steckt dahinter eine Theorie aus der Farb- und Modepsychologie. Denn dort herrscht die Annahme, dass Kleidung beeinflussen kann, wie wir uns selbst sehen und fühlen. Und Farben selber eine Wirkung in sich tragen. Von stimmungsaufhellend bis beruhigend. Dennoch ist die Dopaminausschüttung bei jeder Person individuell. Was die eine Person fröhlich macht, hat nicht unbedingt dieselbe Wirkung bei einer anderen. Und nicht nur Farben, auch Materialien, Accessoires oder ein gewagter Stilbruch sorgen für gute Laune. Dennoch: Wer sich bunt anzieht, ist sich einem modischen Mood Booster meist sicher. In einer Zeit, in der die Nachrichten meist bedrückend sind, wirkt Dopamine Dressing wie ein optimistischer Gegentrend zur Weltlage. Denn Mode ist seit jeher auch immer eine Möglichkeit gewesen, auf andere Gedanken zu kommen - und sei es nur für einen kurzen Moment vorm Spiegel.
Bester Schauplatz für den Effekt des Dopamine Dressings: Die Copenhagen Fashion Week, bei der diese modische Lebensfreude hautnah erlebbar ist. Wo andere Fashion Weeks steif und gehetzt wirken, ist die größte skandinavische Modewoche für ihre lockere Stimmung bekannt (schließlich fährt man nirgendwo sonst mit dem Fahrrad zur Fashion Week). Gleichzeitig werden die Fashion-Influencer aus Skandinavien immer bekannter. Auch Skandi-Brands sind nicht mehr nur kleine Nischenmarken. Bestes Beispiel: Die Marke Ganni, welche mittlerweile ihre neuesten Kollektionen in Paris zeigt. Das Stilgeheimnis hinter dem Skandi Dopamine Dressing: Keine farbliche Übertreibung, sondern gezielt eingesetzte Farben und Muster (oft monochrom miteinander gestylt), was gleichzeitig auffällt und doch klar und minimalistisch wirkt. Auch die Silhouetten sind entscheidend, oft als Kombination von Oversize-Schnitten und klaren Linien. Schlicht, aber ausdrucksstark. Und vor allem: voll an modischem Spaß!
Umsetzung des Trends
Wie so oft in der Mode ist die Trendinspiration zwar schön und gut. Danach hakt es aber meist an der Umsetzung.