Drusen im Sehnerv: Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Augenerkrankungen können in jedem Alter auftreten, wobei ausgeprägte Symptome, die einer Behandlung bedürfen, meist erst im höheren Lebensalter auftreten. Unbehandelt können Augenkrankheiten zu erheblichen Beeinträchtigungen des Sehvermögens bis hin zur Erblindung führen. Ein rechtzeitiger Therapiebeginn und moderne Behandlungsmethoden bieten jedoch gute Chancen auf den Erhalt des Augenlichts.

Dieses Dokument bietet umfassende Informationen über Drusen im Sehnerv, einschließlich Ursachen, Symptome und Behandlungsoptionen.

Die wichtigsten Augenkrankheiten

Zu den wichtigsten Augenkrankheiten gehören:

  • Grüner Star (Glaukom): Erhöhter Augeninnendruck schädigt den Sehnerv.
  • Grauer Star (Katarakt): Trübung der Augenlinse.
  • Altersbedingte Makuladegeneration (AMD): Schädigung der Netzhautmitte.

Weitere Augenkrankheiten sind Retinitis Pigmentosa, Netzhautablösung und Diabetische Retinopathie.

Grüner Star (Glaukom)

Der Grüne Star ist eine relativ häufige Augenerkrankung, bei der ein erhöhter Augeninnendruck den Sehnerv schädigt.

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Ursachen

Ursache ist eine Störung im Augenwasser-Regulationssystem, wodurch das Kammerwasser nicht mehr vollständig abfließen kann. Der normale Augeninnendruck beträgt 10 bis 21 mmHg. Bei einem Glaukom ist dieses Gleichgewicht gestört.

Krankheitsverlauf

Anfangs verläuft die Erkrankung ohne Symptome. Im weiteren Verlauf werden die Nervenfasern an der Netzhautperipherie geschädigt, was zu Gesichtsfeldausfällen führt. Unbehandelt führt die Schädigung des Sehnervkopfes zur Erblindung.

Risikobeurteilung

Zu den Risikofaktoren für die Entstehung eines Glaukoms gehören:

  • Genetische Veranlagung
  • Diabetes mellitus
  • Pathologische Blutdruckwerte
  • Kurzsichtigkeit/Weitsichtigkeit
  • Hohes Lebensalter

Symptome und Diagnose

Der Grüne Star ist schmerzlos und zeigt anfangs keine oder nur untypische Symptome wie Kopfschmerzen oder tränende Augen. Eine augenärztliche Kontrolle im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung ist die einzige Möglichkeit für eine frühzeitige Diagnose.

Zur Vorsorgeuntersuchung gehören:

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  • Messung des Augeninnendrucks
  • Gesichtsfelduntersuchung
  • Augenspiegelung mit der Spaltlampe
  • Computergestützte Analyse des Sehnervs

Einfluss der Ernährung

Bestimmte Vitamine und Mineralstoffe können einen positiven Effekt zeigen:

  • Vitamine A, C, E
  • Zink, Magnesium, Kupfer, Selen
  • Omega-3-Fettsäuren
  • L-Arginin
  • Extrakte des Ginkgo-Baumes

Zu meiden sind übermäßiger Kaffeegenuss, koffeinhaltige Lebensmittel und zu viele Omega-6-Fettsäuren.

Therapiemöglichkeiten

Ziel jeder Behandlung ist es, den Augeninnendruck auf ein unbedenkliches Maß herabzusetzen.

  • Medikamentöse Therapie: Augentropfen zur Senkung des Augeninnendrucks.
  • Laserbehandlung: Reduzierung des Augeninnendrucks.
  • Operation: Schaffung eines künstlichen Abflusses für das Kammerwasser.

Vorbeugung

Da der Grüne Star nicht heilbar ist, ist eine frühzeitige Diagnose mit sofort eingeleiteter Behandlung wichtig, um das Fortschreiten der Krankheit aufzuhalten. Ab einem Lebensalter von 40 Jahren ist eine augenärztliche Untersuchung empfehlenswert.

Grauer Star (Katarakt)

Der Graue Star ist eine Augenkrankheit mit Trübung der Augenlinse, die zu einer Abnahme des Sehvermögens führt.

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Ursachen und Risikofaktoren

Die Ursache der Entstehung einer Katarakt ist meist unbekannt. Folgende Faktoren können jedoch in Frage kommen:

  • Linsenalterung
  • Mangelernährung
  • UV-Strahlung
  • Infrarot-Strahlung
  • Diabetes mellitus
  • Reaktionen auf bestimmte Medikamente und Drogen
  • Augenverletzungen
  • Erbliche Veranlagung
  • Bereits bestehender Grüner Star
  • Extreme Weit- oder Kurzsichtigkeit
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Nikotinmissbrauch
  • Mangel an bestimmten Vitaminen und Spurenelementen
  • Chronische Belastungen durch Schwermetalle

Krankheitsverlauf

Beim Grauen Star kommt es zum Verklumpen und oxidativen Veränderungen der Kristallproteine in der Augenlinse, was zu einer allmählichen Linsentrübung führt. Im Endstadium führt eine Katarakt zur Erblindung.

Symptome

  • "Nebelschleier"
  • Doppelbilder
  • Blendungsempfindlichkeit
  • "Höfe" um Lichtquellen

Diagnose

Die Diagnose erfolgt durch den Augenarzt mittels Brückner-Test und Untersuchung mit der Spaltlampe.

Vorbeugung und Einfluss der Ernährung

Die Vorbeugung beschränkt sich auf das Vermeiden der Risikofaktoren. Die Zufuhr bestimmter Nährstoffe kann den Grauen Star im günstigsten Fall verhindern oder zumindest den Zeitpunkt bis zur Sehverschlechterung nach hinten schieben.

Behandlung

Eine medikamentöse Behandlung ist nicht möglich. Nur eine Operation, bei der die erkrankte Augenlinse entfernt und durch ein künstliches Implantat ersetzt wird, kann die Sehkraft wiederherstellen.

Gefäßverschlüsse im Auge

Gefäßverschlüsse im Auge können zu plötzlicher Sehverschlechterung oder Erblindung führen.

Ursachen

Mögliche Ursachen sind:

  • Einengungen an Stellen mit verdickten Netzhautarterien
  • Thrombosen
  • Eingeschwemmte Blutgerinnsel (Embolie)
  • Gefäßentzündungen (Riesenzell-Arteriitis)
  • Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose)
  • Herzrhythmusstörungen
  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Hyperviskositätssyndrome
  • Retinale Vaskulitis
  • Entzündliche Darmerkrankungen

Diagnose

Die Fluoreszein-Angiographie zeigt das Ausmaß der Durchblutungsstörungen und bestimmt die mögliche Therapie.

Behandlung

  • Medikamenteneingabe (IVOM): Verbesserung der Sehkraft bei Venenverschlüssen.
  • Vitrektomie mit RON: Verbesserung der Durchblutung in ausgesuchten Fällen.

Erfolgsaussichten

Die Netzhautveränderungen bei Gefäßverschlüssen nehmen einen sehr unterschiedlichen Verlauf. Eine Sehverbesserung ist bei den venösen Verschlüssen im Gegensatz zu den arteriellen Verschlüssen gut möglich.

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Die altersbedingte Makuladegeneration ist die häufigste Ursache für eine schwere Sehbehinderung bei Menschen über 50 Jahren.

Ursachen

Bei der AMD wird die Netzhaut im hinteren Bereich des Auges an der Makula angegriffen. Es werden zwei Formen unterschieden:

  • Trockene AMD: Ablagerung von Stoffwechselprodukten (Drusen) auf der Netzhaut.
  • Feuchte AMD: Wachstum krankhafter Gefäße unter der Makula.

Risikofaktoren sind genetische Faktoren, Lichtbelastung, entzündliche Prozesse, Abbauvorgänge im Rahmen des Alterungsprozesses, Rauchen, unbehandelter Bluthochdruck und eine ungesunde Ernährung.

Symptome

  • Verschwommenes Sehen
  • Verzerrtes Sehen
  • Unschärfen in der Mitte des Sehfeldes
  • Dunkle Flecken beim Lesen

Diagnose

  • Messung der Sehschärfe
  • Augenspiegelung
  • Fluoreszenzangiographie
  • Optische Kohärenztomografie (OCT)

Behandlung

  • Feuchte AMD: Medikamente zur Hemmung des Gefäßwachstums (VEGF-Hemmer)
  • Trockene AMD: Bisher keine Therapie. Empfohlen wird eine gute Ernährung mit vitaminreicher Frischkost.

Selbsthilfe

  • Gute Ernährung mit Lutein-haltigen Lebensmitteln
  • Hochdosierte Vitamin-Präparate

Neurologische Sehstörungen

Neben Erkrankungen der Augen können auch neurologische Krankheiten Sehstörungen verursachen.

Ursachen

  • Entzündungen des Sehnervs und/oder des Gehirns
  • Durchblutungsstörungen im Gehirn
  • Vergiftungen
  • Tumore
  • Folgeschäden einer Tumortherapie
  • Stress und psychische Belastungen
  • Angeborene Krankheiten
  • Muskelkrankheiten
  • Migräne und epileptische Erkrankungen

Symptome

  • Unscharfes Sehen
  • Gesichtsfeldausfälle
  • Doppelbilder
  • Verschwommenes Sehen
  • Bildinstabilität

Sehnervenentzündung (Optikusneuritis)

Eine Sehnervenentzündung beeinträchtigt das Sehvermögen meist nur vorübergehend, kann aber ein Anzeichen für Multiple Sklerose sein.

Ursachen

Die Entzündung wird durch die Immunabwehr ausgelöst, wobei körpereigene Abwehrzellen Fasern des Sehnervs angreifen. Häufig tritt sie im Zusammenhang mit Multipler Sklerose auf.

Symptome

  • Schmerzen, vor allem bei Augenbewegung
  • Sehverschlechterung
  • Unscharfes oder nebelartiges Sehen
  • Kontrastarmes und dunkleres Sehen
  • Farben werden als schmutzig und blass wahrgenommen

Diagnose

  • Augenärztliche Untersuchung
  • Neurologische Untersuchung
  • Magnetresonanztomographie (MRT)

Behandlung

  • Häufig kurzzeitige hochdosierte Kortisontherapie
  • Behandlung einer möglichen Multiplen Sklerose

Makuladegeneration: Was bringen Nahrungsergänzungsmittel?

Bei der Makuladegeneration ist eine Verschlechterung der zentralen Sehschärfe das Hauptsymptom.

Ursachen

Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist der häufigste Grund für einen irreversiblen Sehverlust bei Menschen in Industrieländern. Man unterscheidet eine trockene und eine feuchte Form.

Symptome

  • Verschlechterung des Sehens im zentralen Bereich des Sichtfelds
  • Unscharfer, verschwommener oder grauer Fleck
  • Schwierigkeiten, Gesichter zu erkennen oder zu lesen
  • Verzerrte Wahrnehmungen (Metamorphopsien)

Diagnose

  • Ophthalmoskopie
  • Fluoreszenz-Angiografie
  • Optische Kohärenztomografie (OTC)

Behandlung

  • Feuchte Makuladegeneration: VEGF-Inhibitoren per Spritze in den Glaskörper des Auges (IVOM)
  • Trockene Makuladegeneration: Keine vergleichbare medikamentöse Therapie

Vorbeugung

  • Nicht rauchen
  • Blutdruckhochdruck ärztlich behandeln lassen

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