Duale Reihe Neurologie, 7. Auflage: Ein umfassender Überblick

Die "Duale Reihe Neurologie" in der 7. Auflage bietet einen umfassenden und praxisnahen Einblick in das Feld der Neurologie. Sie zielt darauf ab, das Verständnis neurologischer Erkrankungen zu erleichtern und eine solide Grundlage für ärztliches Handeln zu schaffen.

Fundamentale Aspekte der Neurologie

Anamnese und Neurologische Untersuchung

Das Buch betont die Bedeutung einer fundierten und zielführenden Anamnese sowie einer gründlichen neurologischen Untersuchung als Basis ärztlichen Handelns. Diese werden Schritt für Schritt erläutert, um eine systematische Herangehensweise zu gewährleisten. Die Anamnese, abgeleitet vom griechischen Wort für "Erinnerung", erfasst die Vorgeschichte der Krankheiten anhand der Angaben des Patienten. Dabei ist es wichtig, sowohl die aktuellen Beschwerden und Symptome als auch frühere und familiäre Erkrankungen zu berücksichtigen. Bei Vigilanzstörungen oder Amnesie ist eine Fremdanamnese unerlässlich. Die biografische Anamnese hilft, den Kontext der Krankheitsentwicklung zu verstehen.

Apparative Untersuchungsmethoden

Mithilfe moderner Abbildungen werden alle wichtigen apparativen Untersuchungsmethoden, ihre Indikationen und die technischen Grundlagen verständlich erklärt. Dies ermöglicht es dem Leser, die verschiedenen diagnostischen Verfahren in der Neurologie zu verstehen und anzuwenden.

Krankheitsbilder, Diagnostik und Therapie

Die wichtigen neurologischen Krankheitsbilder werden ausführlich beschrieben. Der Weg zur richtigen Diagnose, relevante Differenzialdiagnosen und aktuelle Therapieempfehlungen werden praxisnah dargestellt. Zahlreiche neuroradiologische und pathologische Abbildungen veranschaulichen die einzelnen Krankheitsbilder.

Epidemiologie neurologischer Erkrankungen

Die Epidemiologie neurologischer Erkrankungen spielt eine wichtige Rolle bei der Diagnosestellung. Die Kenntnis der Verbreitung bestimmter Erkrankungen kann entscheidende Hinweise liefern. Zu den häufigsten Beschwerden und Symptomen zählen Kopfschmerzen, Schwindel und epileptische Anfälle.

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  • Kopfschmerzen: Je nach Land und Untersucher leiden 10-20 % der Bevölkerung unter Kopfschmerzen.
  • Schwindel: Jeder zehnte Arztbesucher klagt über Schwindel.
  • Epileptische Anfälle: Etwa 5-10 % aller Menschen erleiden mindestens einmal im Leben einen epileptischen Anfall.

Es ist wichtig, die Prävalenz (Krankheitshäufigkeit zu einem bestimmten Zeitpunkt) und die Inzidenz (Zahl jährlicher Neuerkrankungen) zu unterscheiden. Die Prävalenz von Hirninfarkten und -blutungen ist mit 2000-2500/100.000 Einwohnern etwa dreimal höher als die der Epilepsien. Die Inzidenzrate ist jedoch bei Hirninfarkten und -blutungen mit 160-220/100.000 Einwohnern vier- bis fünfmal höher als bei Epilepsien mit 46/100.000 Einwohnern.

Die Altersverteilung der Krankheiten ist ebenfalls von Bedeutung. Ein Großteil der Epilepsien manifestiert sich vor dem 20. Lebensjahr, während die Multiple Sklerose (MS) hauptsächlich in der 3. und 4. Dekade auftritt. Parkinson-Syndrome treten vorwiegend im höheren Lebensalter auf.

Symptomatologie und Syndrombildung

Ein Symptom ist ein anamnestisch und diagnostisch auffälliges Krankheitsmerkmal. Es ist wichtig, subjektive Angaben möglichst wörtlich zu dokumentieren und sie im Anschluss an die neurologische Untersuchung auf die erhobenen Befunde zu beziehen. Die Anamnese gibt Hinweise auf Art, Ort und Manifestationszeitpunkt der Symptome. Mehrere charakteristische Symptome bilden ein neurologisches Syndrom (Symptomenkomplex). Jede Diagnose setzt eine phänomenologische Differenzierung und ätiologische Einordnung der Symptome voraus.

Schmerzanamnese

Die Schmerzanamnese ist ein wichtiger Bestandteil der neurologischen Untersuchung. Es ist wichtig, die Qualität, Intensität, Lokalisation und Ausstrahlung, den Beginn, auslösende und lindernde Faktoren, die Frequenz, tageszeitliche Bindung, Dauer und Intervalle der Schmerzen zu berücksichtigen. Je nachdem, ob die Schmerzempfindung erhöht, herabgesetzt oder völlig aufgehoben ist, spricht man von Hyperalgesie, Hypalgesie oder Analgesie. Eine Schmerzauslösung durch nicht schmerzhafte Reize wird als Allodynie bezeichnet. Chronische Schmerz-Syndrome, die länger als sechs Monate andauern, betreffen etwa 5 % der Bevölkerung.

Didaktische Elemente und Aktualität

Anschaulichkeit und Praxisnähe

Das Buch zeichnet sich durch zahlreiche einprägsame neuroradiologische und pathologische Abbildungen aus, die die einzelnen Krankheitsbilder veranschaulichen. Moderne Grafiken erleichtern den Zugang zu komplexen Sachverhalten. Regelmäßige Fallbeispiele schlagen die Brücke zum klinischen Alltag und helfen, das Gelernte zu verinnerlichen.

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Aktualität und Leitlinienkonformität

Der Inhalt der "Dualen Reihe Neurologie" ist an die aktuellen Leitlinien angepasst, was sicherstellt, dass der Leser stets über den neuesten Stand der Forschung und Behandlungsmethoden informiert ist.

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