Elena Miras' Kampf gegen Rheumatoide Arthritis: Eine Reality-TV-Teilnehmerin spricht offen über ihre Krankheit

Die rheumatoide Arthritis, eine chronisch-entzündliche Gelenkerkrankung, betrifft in Deutschland schätzungsweise 800.000 Menschen. Reality-TV-Teilnehmerin Elena Miras hat kürzlich ihre Diagnose öffentlich gemacht und teilt ihre Erfahrungen, um das Bewusstsein für diese weit verbreitete, aber oft unterschätzte Krankheit zu schärfen. Dieser Artikel beleuchtet die Krankheit von Elena Miras, die Symptome, Behandlungsmethoden und die Auswirkungen auf ihr Leben.

Rheumatoide Arthritis: Eine Volkskrankheit im Schatten

Während Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs viel Aufmerksamkeit erhalten, fristet die rheumatoide Arthritis oft ein Schattendasein, obwohl sie viele Menschen betrifft. Die rheumatoide Arthritis ist die häufigste entzündliche Gelenkerkrankung. Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise die eigenen Gelenke angreift. Dies führt zu Entzündungen, Schwellungen und Schmerzen. Unbehandelt kann die Krankheit die Gelenke dauerhaft schädigen und zu Verformungen und Bewegungseinschränkungen führen.

Abgrenzung: Rheuma und Rheumatoide Arthritis

Es ist wichtig zu verstehen, dass der Begriff "Rheuma" ein Überbegriff für verschiedene Erkrankungen des Bewegungsapparates ist. Die rheumatoide Arthritis ist eine davon, wird aber oft synonym mit "Rheuma" verwendet. Auch die Bezeichnung chronische Polyarthritis ist für das Krankheitsbild geläufig.

Elena Miras' Diagnose: Eine junge Frau kämpft

Elena Miras erhielt ihre Diagnose im Alter von 32 Jahren, was im Vergleich zum durchschnittlichen Diagnosealter von über 50 Jahren ungewöhnlich ist. Dies zeigt, dass die Krankheit auch junge Menschen betreffen kann. Miras' Erfahrungen verdeutlichen, wie die Krankheit das Leben der Betroffenen beeinträchtigen kann.

Symptome und erste Anzeichen bei Elena Miras

Bei Elena Miras machten sich die Symptome der rheumatoiden Arthritis vor allem durch starke Brustschmerzen bemerkbar. Diese Schmerzen traten während der Dreharbeiten zum Reality-TV-Format "Promi Big Brother" auf, was letztendlich zu ihrem vorzeitigen Ausscheiden aus der Sendung führte. "Ich habe an diesem Morgen im Haus fast keine Luft bekommen", erklärte sie in ihrer Instagram-Story.

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Zusätzlich zu den Brustschmerzen litt Miras unter Schwellungen und Schmerzen in ihren Händen. Sie erzählte, dass ihre Hände "krass geschwollen" waren. Diese Symptome sind typisch für rheumatoide Arthritis, da die Krankheit häufig symmetrische Entzündungen der Gelenke verursacht, beispielsweise an den Handgelenken.

Der Einfluss auf "Promi Big Brother"

Der gesundheitliche Zustand von Elena Miras während ihrer Teilnahme bei "Promi Big Brother" war offensichtlich. Sie hatte mit den Strapazen ihrer Krankheit und der Behandlung zu kämpfen. Nach einem Notarzteinsatz musste sie PBB verlassen und wurde kurzzeitig im Krankenhaus behandelt. In einer Nachricht an ihre Fans schrieb sie: "Meine Krankheit hat es mir schwer gemacht, die Herausforderungen der Show zu meistern."

Elena Miras musste den Container von Big Brother frühzeitig verlassen. Fans spekulierten über ihren Gesundheitszustand - jetzt enthüllte die Influencerin den tatsächlichen Grund: Rheumatoide Arthritis.

Behandlung und Therapie

Die rheumatoide Arthritis ist bisher nicht heilbar. Bei einer frühen Diagnose lässt sie sich allerdings gut behandeln. Ziel der Behandlung ist es, die Entzündung zu reduzieren, Schmerzen zu lindern und die Gelenkfunktion zu erhalten. Die Therapie wird für jeden Patienten individuell zusammengestellt.

Medikamentöse Behandlung

Ein wichtiger Bestandteil der Behandlung ist die Einnahme von Medikamenten. Elena Miras erhält derzeit wöchentlich eine Spritze. "Aktuell bekomme ich jede Woche eine Spritze dagegen. Und ich muss sagen, mittlerweile ist es auch schon viel besser. Die Hände sind nicht mehr so krass geschwollen, aber ich habe teilweise noch immer sehr starke Schmerzen", so Miras. Die Dosierung müsse jede Woche erhöht werden, um einen gewissen Wert zu erreichen. „Und dann muss man abwarten, und irgendwann wird das abgesetzt, um zu schauen, ob es besser geworden ist.“

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Es gibt verschiedene Arten von Medikamenten, die bei rheumatoider Arthritis eingesetzt werden. Dazu gehören:

  • Schmerzmittel: Diese lindern die Schmerzen, bekämpfen aber nicht die Ursache der Erkrankung.
  • Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR): Diese wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd.
  • Kortikosteroide: Diese wirken stark entzündungshemmend, haben aber auch Nebenwirkungen.
  • Basismedikamente (DMARDs): Diese greifen in den Krankheitsverlauf ein und können die Gelenkschäden verlangsamen oder aufhalten.
  • Biologika: Diese sind gentechnisch hergestellte Medikamente, die gezielt in das Immunsystem eingreifen.

Nicht-medikamentöse Behandlungsmethoden

Neben der medikamentösen Behandlung gibt es auch nicht-medikamentöse Behandlungsmethoden, die helfen können, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Dazu gehören:

  • Physiotherapie: Diese hilft, die Gelenkbeweglichkeit zu erhalten und die Muskeln zu stärken.
  • Ergotherapie: Diese hilft, den Alltag mit der Erkrankung besser zu bewältigen.
  • Kälte- und Wärmetherapie: Diese kann bei akuten Schüben helfen, die Schmerzen zu lindern.
  • Bewegung und Sport: Regelmäßige Bewegung kann helfen, die Gelenkfunktion zu verbessern und die Schmerzen zu reduzieren.
  • Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung kann helfen, Entzündungen im Körper zu reduzieren.

Elena Miras' Erfahrungen mit der Behandlung

Elena Miras berichtet von positiven Erfahrungen mit ihrer Behandlung. "Aktuell bekomme ich jede Woche eine Spritze. Und ich muss sagen, mittlerweile ist es auch schon viel besser. Die Hände sind nicht mehr so krass geschwollen", erzählt sie erleichtert. Ihre Blutwerte seien aktuell gut und sie könne die Behandlung fortsetzen, erzählt Miras erleichtert. Sie solle das Medikament sechs Wochen lang erhalten, dann werde eine Pause eingelegt.

Leben mit Rheumatoider Arthritis

Die rheumatoide Arthritis kann das Leben der Betroffenen in vielerlei Hinsicht beeinträchtigen. Die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen können den Alltag erschweren und die Lebensqualität mindern. Viele Betroffene fühlen sich müde und unwohl. Es ist wichtig, sich Unterstützung zu suchen und Strategien zu entwickeln, um mit der Krankheit umzugehen.

Psychische Auswirkungen

Die rheumatoide Arthritis kann auch psychische Auswirkungen haben. Viele Betroffene leiden unter Depressionen, Angstzuständen und sozialer Isolation. Es ist wichtig, diese Probleme anzusprechen und sich professionelle Hilfe zu suchen, wenn nötig.

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Elena Miras' Offenheit als Beitrag zur Aufklärung

Elena Miras' Offenheit über ihre Erkrankung ist ein wichtiger Beitrag zur Aufklärung über rheumatoide Arthritis. Indem sie ihre Erfahrungen teilt, hilft sie, das Bewusstsein für die Krankheit zu schärfen und Vorurteile abzubauen. Sie ermutigt andere Betroffene, sich nicht zu verstecken und sich Hilfe zu suchen.

Elena Miras hat mit den Strapazen ihrer Krankheit und der Behandlung zu kämpfen. Trotz der positiven Entwicklung ihrer Blutwerte fühlt sie sich erschöpft. "Ich hatte jetzt schon so viele Arzttermine, ich habe den Überblick verloren", gibt sie zu.

Wichtiger Hinweis

Die in diesem Artikel genannten Informationen ersetzen nicht den Gang zu einem Arzt oder einer Ärztin. Nur Fachleute können die richtige Diagnose erstellen und eine geeignete Therapie einleiten.

Seltene Krankheit in der Vergangenheit

Auslöser für eine schwere Zeit war eine Trigeminusneuralgie. Diese seltene, chronische Schmerzerkrankung war 2023 bei Elena Miras diagnostiziert worden. Sie betrifft den größten Gesichtsnerv (Trigeminusnerv), und kann extrem starke Schmerzen im Gesicht verursachen.

Die Diagnose hinterließ bei Elena sichtbare Spuren. Sie magerte ab, fühlte sich elend: „Ich habe weitergemacht, weitergemacht, weitergemacht, weitergemacht. Mein Körper hat mir gesagt: Stopp, Elena, Pause! Weitergemacht, weitergemacht ‒ … bis ich nicht mehr konnte”, sagte Elena Miras, die in Depressionen verfiel.

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