Synapsen entgiften: Wege zur Förderung der Gehirnfunktion

Das Gehirn ist ein komplexes Organ, das ständig arbeitet und Informationen verarbeitet. Dabei entstehen auch Stoffwechselprodukte, die potenziell schädlich sein können. Um eine optimale Funktion aufrechtzuerhalten, muss das Gehirn diese Stoffe abbauen und ausscheiden, also entgiften. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Aspekte der Entgiftung von Synapsen und gibt Einblicke, wie man die Gehirnfunktion unterstützen kann.

Die Bedeutung der Synapsen für die Gehirnfunktion

Synapsen sind die Verbindungsstellen zwischen Nervenzellen (Neuronen) und spielen eine entscheidende Rolle bei der Informationsübertragung im Gehirn. Sie ermöglichen die Kommunikation zwischen Neuronen, die für alle kognitiven Prozesse wie Lernen, Gedächtnis und Denken unerlässlich ist. Ein reibungsloses Funktionieren der Synapsen ist daher entscheidend für die allgemeine Gehirnfunktion.

Wie das Gehirn arbeitet und warum es müde wird

Das menschliche Gehirn wird oft mit einem Computer verglichen, aber im Gegensatz zu einer Maschine kann das Gehirn Informationen nicht ohne Pause verarbeiten und Entscheidungen treffen. Wer über mehrere Stunden intensive Denkarbeit leistet, „vergiftet“ gewissermaßen sein Gehirn. Im präfrontalen Kortex des Gehirns würden sich nach und nach potenziell toxische Nebenprodukte ansammeln, so Neurowissenschaftler. Dadurch falle es uns schwerer, Entscheidungen zu treffen. Das Gefühl, müde zu werden, schütze uns also indirekt davor, schlechte oder unzureichende Entscheidungen zu treffen - und auch davor, unser Gehirn weiterhin zu „vergiften“.

Die Rolle von Glutamat bei der Gehirnfunktion

Glutamat ist ein wichtiger Neurotransmitter im Gehirn, der für die Erregungsübertragung an den Synapsen verantwortlich ist. Es spielt eine entscheidende Rolle bei Lernprozessen und der Gedächtnisbildung. Ein ausgewogener Glutamatspiegel ist für eine normale Gehirnfunktion unerlässlich. Ein Überschuss an Glutamat kann jedoch schädlich sein und zu einer Übererregung der Nervenzellen führen, was als Exzitotoxizität bezeichnet wird.

Die Entgiftung von Synapsen

Das Gehirn verfügt über verschiedene Mechanismen, um sich vor schädlichen Stoffen und einer übermäßigen Glutamatkonzentration zu schützen. Dazu gehören:

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  • Astrozyten: Diese speziellen Gliazellen spielen eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Glutamatspiegels im synaptischen Spalt. Sie nehmen überschüssiges Glutamat auf und wandeln es in Glutamin um, das dann wieder an die Neuronen abgegeben wird.
  • Mikroglia: Diese Immunzellen des Gehirns entfernen Zelltrümmer und andere schädliche Stoffe aus dem Gehirn.
  • Blut-Hirn-Schranke: Diese selektive Barriere schützt das Gehirn vor schädlichen Substanzen aus dem Blutkreislauf.

Möglichkeiten zur Unterstützung der Entgiftung von Synapsen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Entgiftung von Synapsen zu unterstützen und die Gehirnfunktion zu fördern:

  • Pausen: Wer eine Pause einlegt, am besten sogar ein kleines Nickerchen, habe, so die Forscher, gute Chancen, dass die Synapsen im Gehirn das überschüssige Glutamat verstoffwechseln und es so entgiften. Schließlich werden im Schlaf keine neuen Denkprozesse angeschoben, die für einen Glutamat-Nachschub sorgen.
  • Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst, gesunden Fetten und ausreichend Mikronährstoffen ist wichtig für die Gehirnfunktion und die Entgiftungsprozesse.
  • Sport: Wer nicht viel Sport treibt, dessen Gehirn produziert nicht genügend BDNF. Um deine BDNF Produktion anzukurbeln, solltest du oft und intensiv Sport treiben, denn je höher die Intensität und je öfter die Aktivität, desto eher steigt die BDNF-Produktion.
  • Intermittierendes Fasten: Intermittierendes Fasten beschreibt regelmäßiges temporäres Fasten und einen optimalen Boost für deinen BDNF-Spiegel.
  • Schlaf: Ausreichend Schlaf ist wichtig für die Regeneration des Gehirns und die Entgiftungsprozesse.
  • Stressmanagement: Chronischer Stress kann die Gehirnfunktion beeinträchtigen und die Entgiftungsprozesse stören. Entspannungstechniken wie Meditation oder Yoga können helfen, Stress abzubauen.

Die Rolle von BDNF

BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor) ist ein Protein, das sowohl die Gehirnfunktion als auch das periphere Nervensystem beeinflusst. Im Laufe deines Lebens verändert sich dein Gehirn und wird weiter reorganisiert, indem es neue Nervenverbindungen bildet.Neurotrophine sind Chemikalien, die helfen, die Neurogenese, also die Bildung von Neuronen, zu stimulieren und anzuregen. BDNF ist eins davon. Für die Gebiete im Gehirn, die wichtig für das Lernen, Gedächtnis und höheres Denken sind, ist GDNF verantwortlich.GDNF steht für Glial Cell Line-Derived Neurotrophic Factor und ist dort für das Überleben von Neuronen zuständig. BDNF hingegen, ist besonders für dein Langzeitgedächtnis von Bedeutung.Es hilft dort das Überleben bestehender Neuronen zu unterstützen und fördert Wachstum, Regeneration und Entstehung neuer Neuronen und Synapsen, weshalb BDNF auch als Wachstumshormon im Gehirn gilt.

Mögliche Nahrungsergänzungen

Verschiedene Ergänzungen zu deiner alltäglichen Ernährung, können die BDNF Produktion in deinem Gehirn unterstützen:

  • Curcumin: Curcumin kann die BDNF Produktion im Hippocampus fördern.
  • Grüner Tee: Eine einfache Möglichkeit, den BDNF-Spiegel zu erhöhen, ist es, regelmäßig grünen Tee zu trinken oder Grünteeextrakt einzunehmen.
  • Omega-3-Fettsäuren: Omega-3-Fettsäuren, die natürlich nur durch Meeresfrüchte und Fisch in ausreichenden Mengen aufgenommen werden können, haben ebenfalls einen starken Einfluss auf die Produktion von BDNF.

Schwermetalle und ihre Auswirkungen auf die Gehirnfunktion

Schwermetalle sind giftig und können die Enzymaktivität deutlich hemmen. Eine Schwermetallvergiftung führt in der Regel zu einer Degeneration des Nervensystems. Schwermetalle werden über die Nahrung aufgenommen und in Knochen, Zähnen und im Gehirn gespeichert. Auch das Knochenmark ist betroffen (Cadmium), erbgut- und fruchtschädigende Wirkungen sind im Tierversuch nachgewiesen.

Die Rolle von Enzymen bei der Entgiftung

Enzyme spielen eine wichtige Rolle bei der Entgiftung von schädlichen Stoffen im Körper, einschließlich des Gehirns. Sie katalysieren chemische Reaktionen, die schädliche Stoffe in weniger schädliche oder ausscheidbare Formen umwandeln. Ein Beispiel ist das Enzym Katalase, das Wasserstoffperoxid in Wasser und Sauerstoff umwandelt und somit zur Entgiftung von Peroxiden beiträgt.

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Dopamin und Sucht

Der Botenstoff Dopamin spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Suchtverhalten. Dopamin hat die Aufgabe, auf mögliche Belohnungen hinzuweisen, also eine belohnungsankündigende Wirkung. Das spielt beim Belohnungslernen eine große Rolle. Wenn wir etwas Positives erleben - wenn wir zum Beispiel hungrig sind und etwas essen oder wenn wir Zuwendung von einem anderen Menschen bekommen ­- dann wird Dopamin ausgeschüttet und markiert diese Situation als wichtig.

Neuroenhancement

Neuroenhancement ist der Versuch gesunder Personen, ihre geistige Leistungsfähigkeit durch die Einnahme psychoaktiver Substanzen zu steigern. Im Wesentlichen sollen Aufmerksamkeit, Konzentration und Gedächtnis verbessert werden. Die am häufigsten verwendeten Substanzen sind Koffein, Ginkgo biloba, Methylphenidat, Amphetamine und Modafinil, aber auch Antidementiva und Antidepressiva bis zu illegalen Drogen wie Speed oder Ecstasy kommen zum Einsatz.

Jod und seine Bedeutung für die Gehirnfunktion

Das Spurenelement Jod ist am Aufbau der Schilddrüsenhormone (T3, T4) beteiligt. Bis auf das Gehirn sprechen die meisten Gewebe auf T3 an. Die Hormone stimulieren den RNA- bzw. den Eiweißaufbau. Ebenso werden Wachstum und Reifung von Gehirn und Knochen durch die Schilddrüsenhormone stimuliert.

Uridinmonophosphat

Uridinmonophophat ist ein Bestandteil Deiner Erbsubstanz, ein Nukleotid. Mitunter wird auch die Bezeichnung Uridylat oder die Abkürzung UMP verwendet. Bei Uridinmonophosphat handelt es sich um eine besondere Form (Monophosphat) des Uridin, und das findet sich auch in tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln. Studien zeigen, dass der Speisepilz Pleurotus giganteus, ein Austernseitling, das Wachstum von Nervenfasern unter künstlichen Laborbedingungen fördert. Es wurden unterschiedliche chemische Substanzen des Pilzes getestet, wie Benzoesäure, Linolsäure und Uridin.

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