Einführung
Die Behandlung von chronischen Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) stellt eine große Herausforderung dar. Eine mögliche Therapieoption ist die Verödung der Nerven, die die Schmerzen verursachen. Das Brüderkrankenhaus ist eine Einrichtung, die solche Behandlungen anbietet. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte dieser Therapieform, die Anwendungsbereiche, den Ablauf und die Erfahrungen von Patienten. Ziel ist es, ein umfassendes Bild zu vermitteln, das von den Grundlagen bis zu den persönlichen Erfahrungen reicht.
Ursachen und Diagnose von Rückenschmerzen
Rückenschmerzen sind ein weit verbreitetes Problem, das viele verschiedene Ursachen haben kann. Es ist wichtig, die genaue Ursache der Schmerzen zu identifizieren, bevor eine geeignete Behandlungsmethode gewählt werden kann.
Vielfältige Ursachen von Rückenschmerzen
Rückenschmerzen können durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden, darunter:
- Bandscheibenvorfälle: Hierbei tritt Gewebe der Bandscheibe aus und drückt auf Nervenwurzeln.
- Verschleißerscheinungen: Degenerative Veränderungen der Wirbelsäule, wie Arthrose der Wirbelgelenke.
- Verengungen des Spinalkanals (Spinalkanalstenose): Dies führt zu Druck auf das Rückenmark und die Nerven.
- Fehlstellungen der Wirbelsäule (Skoliose, Instabilitäten): Abnormale Krümmungen oder Instabilitäten können Schmerzen verursachen.
- Entzündungen: Entzündliche Erkrankungen wie Spondylitis können ebenfalls Rückenschmerzen verursachen.
- Tumore: In seltenen Fällen können Tumore der Wirbelsäule die Ursache sein.
- Rheumatologische Erkrankungen: Diese können ebenfalls zu chronischen Rückenschmerzen führen.
- Brüche (Frakturen) von Wirbelkörpern: Unfälle können zu Brüchen führen, die Schmerzen verursachen.
Diagnostische Verfahren
Um die Ursache der Rückenschmerzen zu ermitteln, werden verschiedene diagnostische Verfahren eingesetzt:
- Anamnese und körperliche Untersuchung: Der Arzt erfragt die Krankengeschichte und führt eine körperliche Untersuchung durch.
- Bildgebende Verfahren: MRT (Magnetresonanztomographie) und CT (Computertomographie) werden eingesetzt, um detaillierte Bilder der Wirbelsäule zu erhalten.
- Nuklearmedizinische Untersuchungen: Diese können Entzündungen oder andere Veränderungen sichtbar machen.
- Knochendichtemessung: Zur Beurteilung der Knochenstruktur und zum Ausschluss von Osteoporose.
- Schmerztherapeutische Injektionen: Lokalanästhetika können zur Diagnose und zur vorübergehenden Schmerzlinderung eingesetzt werden.
Nervenverödung (Neurolyse) bei LWS-Schmerzen
Die Nervenverödung, auch Neurolyse genannt, ist eine minimalinvasive Methode zur Behandlung von chronischen Schmerzen, die von den Facettengelenken der Wirbelsäule ausgehen.
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Prinzip der Nervenverödung
Bei der Nervenverödung werden die kleinen Nerven, die die Schmerzen von den Wirbelgelenken zum Gehirn weiterleiten, gezielt ausgeschaltet. Dadurch wird die Schmerzweiterleitung unterbrochen.
Ablauf der Behandlung
- Vorbereitung: Der Patient wird in Bauchlage auf den Operationstisch gelagert. Unter computertomographischer oder Röntgenkontrolle wird eine dünne Nadel (ca. 2 mm) präzise an den zu behandelnden Nerv herangeführt.
- Positionierung und Test: Durch einen leichten Reizstrom wird überprüft, ob die Nadel korrekt platziert ist. Der Patient kann dabei ein leichtes Zucken der Muskulatur spüren.
- Verödung: Nach korrekter Positionierung stehen verschiedene Methoden zur Verfügung, um den Nerv auszuschalten:
- Alkohol (Ethanol): Der Nerv wird durch die Zuführung von hochprozentigem Alkohol abgetötet.
- Laser: Der Nerv wird mittels Laser durchtrennt.
- Thermosonde: Der Nerv wird mit einer Thermosonde auf etwa 75°C erhitzt.
- Cryosonde: Der Nerv wird mit einer Cryosonde auf etwa -60°C denerviert.
- Wiederholung: Die Prozedur wird an mehreren Wirbelgelenken wiederholt, um alle schmerzleitenden Nerven zu erfassen.
- Kontrolle: Der gesamte Eingriff wird durch wiederholte Computertomogramm- oder Röntgenkontrollen überwacht.
Geeignete Patienten
Nicht alle Patienten mit Rückenschmerzen sind für eine Nervenverödung geeignet. Wichtig ist, dass die Schmerzen eindeutig von den Wirbelgelenken verursacht werden. Dies kann durch eine vorherige Testinjektion mit einem Lokalanästhetikum festgestellt werden. Patienten mit unspezifischen Rückenschmerzen, bei denen die Schmerzursache nicht klar den Wirbelgelenken zugeordnet werden kann, sind in der Regel nicht für den Eingriff geeignet.
Risiken und Komplikationen
Die Nervenverödung ist ein komplikationsarmer Eingriff. Das Risiko ist vergleichbar mit anderen schmerztherapeutischen Injektionen in den Rücken. Dennoch können in seltenen Fällen Komplikationen auftreten, wie z.B. Infektionen oder Nervenverletzungen.
Nachsorge
Nach dem Eingriff bleibt der Patient noch für einige Zeit unter Beobachtung, bis er sich fit für den Heimweg fühlt. Am Tag des Eingriffs sollte der Patient nicht selbst Auto fahren oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen.
Langzeitwirkung
Die Schmerzlinderung durch die Nervenverödung ist in der Regel nicht dauerhaft. Nach ein bis zwei Jahren können sich die verödeten Schmerznerven wieder erholen und die Schmerzen können zurückkehren. In diesem Fall kann der Eingriff wiederholt werden.
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Erfahrungen im Brüderkrankenhaus
Das Brüderkrankenhaus ist eine Einrichtung, die sich auf die Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen spezialisiert hat. Es gibt positive Rückmeldungen von Patienten, die sich dort einer Nervenverödung unterzogen haben.
Positive Patientenbewertungen
Einige Patienten berichten von positiven Erfahrungen im Brüderkrankenhaus:
- Kompetente und freundliche Mitarbeiter: Viele Patienten loben die Kompetenz und Freundlichkeit der Ärzte und des Pflegepersonals.
- Gute Aufklärung: Die Patienten fühlen sich gut aufgeklärt und über die Behandlung informiert.
- Saubere und komfortable Umgebung: Das Krankenhaus wird als sauber und komfortabel beschrieben.
- Erfolgreiche Schmerzlinderung: Einige Patienten berichten von einer deutlichen Schmerzlinderung nach dem Eingriff.
Individuelle Erfahrungen
Es ist wichtig zu beachten, dass die Erfahrungen mit der Nervenverödung individuell unterschiedlich sein können. Der Erfolg der Behandlung hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Ursache der Schmerzen, dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten und der Erfahrung des behandelnden Arztes.
Das Wirbelsäulenzentrum
Das Wirbelsäulenzentrum im Brüderkrankenhaus bietet ein umfassendes Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten für Wirbelsäulenerkrankungen an. Das Team besteht aus erfahrenen Ärzten, Pflegern und Therapeuten, die eng zusammenarbeiten, um den Patienten eine bestmögliche Versorgung zu bieten.
Alternative Behandlungsmethoden
Neben der Nervenverödung gibt es noch andere Behandlungsmethoden für chronische Rückenschmerzen.
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Konservative Therapie
Die konservative Therapie umfasst in der Regel:
- Schmerzmittel: Medikamente zur Schmerzlinderung.
- Physiotherapie: Übungen zur Stärkung der Muskulatur und zur Verbesserung der Beweglichkeit.
- Manuelle Therapie: Techniken zur Lösung von Blockaden und Verspannungen.
- Osteopathie: Eine ganzheitliche Behandlungsmethode, die den Körper als Einheit betrachtet.
- Akupunktur: Eine traditionelle chinesische Behandlungsmethode, bei der feine Nadeln in bestimmte Punkte des Körpers gestochen werden.
Operative Therapie
In einigen Fällen ist eine Operation erforderlich, um die Ursache der Rückenschmerzen zu beseitigen. Mögliche operative Eingriffe sind:
- Bandscheibenoperation: Entfernung oder Stabilisierung der Bandscheibe.
- Dekompression des Spinalkanals: Erweiterung des Spinalkanals, um den Druck auf das Rückenmark zu verringern.
- Versteifungsoperation (Spondylodese): Stabilisierung der Wirbelsäule durch Verbindung von Wirbelkörpern.
- Künstliche Bandscheibenprothese: Ersatz einer geschädigten Bandscheibe durch eine Prothese.
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Das St. Bernward Krankenhaus bietet ein breites Spektrum an medizinischen Leistungen an, darunter auch die Behandlung von verschiedenen anderen Erkrankungen.
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