Eric Clapton: Krankheit, Schicksalsschläge und der Kampf eines Musikers

Eric Clapton, eine Ikone der Musikgeschichte, hat im Laufe seines Lebens zahlreiche Erfolge gefeiert, aber auch schwere Schicksalsschläge erlitten. Diese Erfahrungen haben ihn menschlich und musikalisch geprägt und seine Karriere nachhaltig beeinflusst. Dieser Artikel beleuchtet die Krankheiten, mit denen Clapton zu kämpfen hat, sowie die tragischen Ereignisse, die sein Leben überschattet haben.

Kindheit und Jugend: Ablehnung und frühe musikalische Einflüsse

Eric Clapton wurde 1945 in Ripley, Großbritannien, geboren. Seine Mutter war bei seiner Geburt erst 16 Jahre alt, weshalb er von seiner Großmutter aufgezogen wurde. Er wuchs in dem Glauben auf, dass seine Großmutter seine Mutter sei und seine Mutter seine ältere Schwester. Diese Situation änderte sich, als er durch Getuschel erfuhr, dass Patricia, die inzwischen nach Deutschland ausgewandert war, tatsächlich seine Mutter war. Als sie zurückkehrte, bat er sie, sie "Mama" nennen zu dürfen, wurde aber abgewiesen. Sie bestand darauf, dass er seine Großmutter weiterhin als Mutter bezeichnete.

Trotz dieser schwierigen familiären Umstände entdeckte Clapton früh seine Leidenschaft für die Musik. Durch Folkmusik in BBC-Radio-Kindersendungen fand er seine Liebe zur Musik. Er wünschte sich eine Gitarre und bekam die billigste Version überhaupt. Ohne formellen Unterricht brachte er sich das Gitarrespielen autodidaktisch bei und spielte Bluessongs aus dem Radio nach.

Musikalische Karriere: Von den Yardbirds zu Cream und Soloerfolgen

In seiner Jugend spielte Clapton Gitarre in Pubs. Seine Karriere begann mit den Yardbirds, wo er sich als Gitarrist einen Namen machte. Allerdings verließ er die Band, nachdem sie auf Drängen ihres Managers den Song "For Your Love" veröffentlicht hatten, da er den Song und den Stil nicht mochte.

Von 1965 bis 1966 spielte Clapton bei "John Mayall & The Bluesbreakers" und entwickelte dort seinen eigenen Sound. Auch hier war er mit den vertraglichen Bedingungen unzufrieden und stieg aus. 1966 gründete er mit Jack Bruce und Ginger Baker die Band "Cream", die sich jedoch bereits 1968 wieder auflöste. Die ständigen Streitereien zwischen Bruce und Baker sowie Claptons Wunsch nach ruhigerer und ehrlicherer Musik führten zu dieser Entscheidung.

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In den späten 1960er Jahren fehlte Clapton ein klares Konzept für seine weitere Karriere. Er spielte mit "Blind Faith", hatte Auftritte mit "Delaney & Bonnie" und schmiedete zeitweise Pläne für neue Bands oder Soloprojekte. Trotz dieser Unsicherheiten etablierte er sich als einer der einflussreichsten Gitarristen seiner Zeit.

Persönliche Krisen: Sucht und tragischer Verlust

Claptons Leben war nicht nur von musikalischen Erfolgen, sondern auch von persönlichen Krisen geprägt. Er geriet in eine Heroinsucht und wollte aus Angst, bei einem Konzert in Bangladesch keinen Stoff zu bekommen, zunächst nicht teilnehmen. Nur die Garantie der Versorgung mit Heroin bewegte ihn zur Teilnahme. Durch die Unterstützung von Freunden wie George Harrison und Pete Townshend fand Clapton im Jahr 1974 nach einigen erfolglosen Entzugsversuchen seinen Weg aus der Heroinsucht.

Nach der Trennung von Pattie Boyd von George Harrison wurden sie und Clapton ein Paar. Doch Clapton war zu dieser Zeit bereits Alkoholiker, was er selbst jedoch nie zugab. Seine Alkoholsucht beeinträchtigte seine Auftritte, und er war oft nicht in der Lage, richtig zu spielen. Die Beziehung zu Boyd scheiterte schließlich, und das Paar reichte 1989 die Scheidung ein.

Der wohl tragischste Moment in Claptons Leben war der Tod seines Sohnes Conor im Jahr 1991, der aus einer Beziehung mit einem italienischen Model stammte. Conor stürzte aus dem Fenster des 53. Stockwerks eines New Yorker Hochhauses. Um seine Trauer und den Schmerz über den Verlust seines Kindes zu verarbeiten, schrieb Clapton gemeinsam mit dem Songwriter Will Jennings den Song "Tears In Heaven".

Gesundheitliche Probleme: Periphere Neuropathie, Tinnitus und Gehörverlust

In den letzten Jahren hat Eric Clapton mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Er leidet an peripherer Neuropathie, einer Nervenkrankheit, die die Wahrnehmung und die Muskeln schwächt und zu Schmerzen führt. Diese Krankheit beeinträchtigt sein Gitarrenspiel und hat bereits zu Konzertausfällen geführt.

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Zusätzlich zur peripheren Neuropathie leidet Clapton an Tinnitus, der im Verlauf zu zunehmendem Gehörverlust führt. Tinnitus tritt häufig bei Musikern auf, oft als Folge zu großer Lautstärke und von Stress. Trotz dieser gesundheitlichen Herausforderungen hat Clapton sich vorgenommen, weiterhin zu arbeiten und live aufzutreten.

Impfkritik und Kontroversen

In jüngster Zeit geriet Eric Clapton wegen seiner kritischen Haltung gegenüber Corona-Impfstoffen und der Politik der britischen Regierung im Kampf gegen das Coronavirus in die Schlagzeilen. Er veröffentlichte eine neue Single, in der er seine ablehnende Haltung zum Ausdruck brachte und in den sozialen Medien sowohl Kritik als auch Unterstützung erhielt.

Clapton begründete seine kritische Sichtweise mit einem "katastrophalen" Impf-Erlebnis mit dem Vakzin von Astrazeneca im Februar. Er berichtete von schweren Nebenwirkungen nach der ersten Spritze und noch schlimmeren nach der zweiten. Er bereue seine Entscheidung für die Impfung und kritisierte die "Propaganda", die ihn dazu verleitet habe.

Clapton positionierte sich auch gegen die Corona-Politik des britischen Premierministers Boris Johnson und erklärte, er werde nicht auf einer Bühne auftreten, vor der ein diskriminiertes Publikum anwesend sei. Er behalte sich das Recht vor, Shows abzusagen, sofern keine Vorkehrungen getroffen würden, dass alle Menschen teilnehmen können.

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