Neurologische Erkrankungen sind weit verbreitet und umfassen Störungen bzw. Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks sowie der peripheren Nerven. Entsprechend der vielfältigen Körperfunktionen, die das Nervensystem steuert, können die Symptome von neurologischen Erkrankungen sehr unterschiedlich sein. Die Ursachen bzw. die Pathogenese, die neurologischen Erkrankungen zugrunde liegen, sind zahlreich und teilweise noch nicht vollständig aufgeklärt. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über verschiedene neurologische Erkrankungen, ihre Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten.
Neurovaskuläre Erkrankungen
Neurovaskuläre Erkrankungen sind Erkrankungen der Blutgefäße von Gehirn und Rückenmark. Grundsätzlich wird zwischen Hirninfarkt und Hirnblutung unterschieden. Neben krankhaften Veränderungen der arteriellen Gefäße können auch Hirnvenenthrombosen ursächlich sein. Die Diagnostik und Behandlung des gesamten Spektrums neurovaskulärer Erkrankungen ist ein Schwerpunkt des Neuro-Kopf-Zentrums der TUM sowohl in der Akuttherapie als auch in der ambulanten Nachsorge.
Schlaganfall
Ein Schlaganfall ist immer ein lebensbedrohlicher Notfall und sollte so schnell wie möglich in einer entsprechend ausgerüsteten Klinik mit einer Stroke Unit versorgt werden! Es gibt verschiedene Formen von Schlaganfällen:
- Hirninfarkt: Die häufigste Form des Schlaganfalls.
- Hirnblutung: Eine seltenere Form des Schlaganfalls (ca. 15% der Fälle), bedingt durch eine Blutung im Inneren des Schädels.
- Hirnvenenthrombose: Thrombose (Gerinnselbildung) im Bereich der Venen des Gehirns.
Atherosklerose
Die Atherosklerose (umgangssprachlich Arterienverkalkung) ist eine über Jahrzehnte fortschreitende Gefäßerkrankung, die zu Ablagerungen von Blutfetten, Thromben, Bindegewebe und Kalk in den Gefäßwänden führt. Sie kann das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen.
Weitere neurologische Erkrankungen
Neben neurovaskulären Erkrankungen gibt es eine Vielzahl weiterer neurologischer Erkrankungen, die unterschiedliche Ursachen und Symptome haben. Hier ist eine Liste einiger wichtiger Kategorien:
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- Durchblutungsstörungen des Gehirns: Diese können zu einem Schlaganfall führen.
- Autoimmunerkrankungen: Hierbei greift das Immunsystem körpereigene Nervenzellen an.
- Neurodegenerative Erkrankungen: Diese führen zu einem fortschreitenden Verlust von Nervenzellen.
- Funktionsstörungen der hirnelektrischen Aktivität: Diese können beispielsweise zu Epilepsie führen.
- Erkrankungen der peripheren Nerven: Diese können zu Schmerzen, Taubheit oder Muskelschwäche führen.
- Schlaferkrankungen: Diese können die Schlafqualität beeinträchtigen und zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führen.
- Infektionskrankheiten: Einige Infektionen können das Nervensystem schädigen.
- Verletzungen: Verletzungen des Gehirns oder des Rückenmarks können zu neurologischen Problemen führen.
- Tumorerkrankungen: Tumore im Gehirn oder Rückenmark können neurologische Symptome verursachen.
- Psychiatrische Erkrankungen mit neurologischer Ursache: Einige psychiatrische Erkrankungen haben eine neurologische Grundlage.
Informationen und Unterstützung
Nach Arztbesuchen haben Betroffene mitunter weitere Fragen. Filme und Materialien beantworten das Wichtigste zu vielen neurologischen Krankheiten. Viele Fachausdrücke sind für medizinische Laien unverständlich. Mit einer Spende an die Deutsche Hirnstiftung unterstützen Sie neben unserem Informations- und Beratungsangebot für Betroffene besonders neue Forschungsansätze und Selbsthilfegruppen. Als Mitglied der Deutschen Hirnstiftung fördern Sie unsere Arbeit dauerhaft und nachhaltig. So ermöglichen Sie, dass unsere Informations- und Beratungsangebote für Betroffene kostenlos sind und weiter ausgebaut werden können.
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