Ernährung bei Polyneuropathie: Rezepte und wichtige Aspekte

Polyneuropathie ist eine neurologische Erkrankung, bei der periphere Nerven geschädigt werden. Dies führt zu Symptomen wie Kribbeln, Taubheit, Muskelschwäche und Schmerzen in den Extremitäten. Die Auslöser können vielfältig sein, darunter Diabetes, Alkoholmissbrauch, Infektionen oder genetische Faktoren. Die Behandlung zielt darauf ab, die Ursache zu behandeln und die Symptome zu lindern. Dabei spielt die Ernährung eine wichtige Rolle.

Der Einfluss der Ernährung auf Polyneuropathie

Eine gesunde Ernährungsweise mit einer umfassenden Versorgung mit Nährstoffen ist für Menschen mit Polyneuropathie von großer Bedeutung. Sie beeinflusst das gesundheitliche Wohlbefinden, das Krankheitsgeschehen und das neuropathische Schmerzempfinden. Eine gesunde Ernährung bildet die Grundlage für die Gesundheit eines jeden Menschen, und dies gilt umso mehr für Kranke.

Chronische Entzündungen und Polyneuropathie

Chronische Entzündungen gelten als eine der Hauptursachen von Krankheiten. Polyneuropathie, Herzkrankheiten, Krebs und viele andere schwere Krankheiten können durch chronische Entzündungen häufiger und schlimmer werden. Es wird vermutet, dass die Schwere der Polyneuropathie davon abhängt, ob man Entzündungen durch die Ernährung begünstigt oder hemmt.

Ernährungsempfehlungen und Rezepte

Eine entzündungshemmende Ernährungsweise ist nicht nur bei Polyneuropathie, sondern auch bei anderen Entzündungsformen und zur allgemeinen Gesundheitsförderung hilfreich.

Entzündungshemmende Ernährung

Das "Ernährung bei Polyneuropathie" Kochbuch enthält 52 Rezepte, die dazu beitragen, Entzündungen zu reduzieren und eine bereits bestehende Polyneuropathie positiv zu beeinflussen. Diese Rezepte sind einfach gehalten und alltagstauglich. Neben Rezepten zur Entzündungshemmung gibt es auch Kapitel zur Stärkung der Darmflora und zur Entfernung von Giftstoffen aus dem Körper.

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Rezeptvielfalt

Das Kochbuch bietet eine vielseitige Auswahl an 170 Rezepten für verschiedene Anlässe. Ob Fischgerichte, Snacks oder mehr Abwechslung im Speiseplan - hier findet sich für jeden Geschmack und Bedarf etwas Passendes.

Spezifische Nährstoffe und ihre Bedeutung

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren können bei Patienten, die eine Chemotherapie erhalten, präventiv wirken. Einige kleinere Studien zeigten eine Verbesserung der Symptome der Polyneuropathie durch die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren bei Diabetikern. Es ist jedoch ratsam, dies mit dem behandelnden Arzt zu besprechen, bevor man Nahrungsergänzungsmittel einnimmt. Alpha-Linolensäure aus Pflanzenölen ist weniger wirksam als Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA) aus Fischöl. Da eine tägliche Einnahme von Fischölen notwendig ist, um die Polyneuropathie zu bremsen, sind Fischölkapseln eine sinnvolle Ergänzung.

Vitamin D

Menschen mit niedrigen Vitamin-D-Spiegeln entwickeln laut einigen Studien häufiger Polyneuropathie. Es wird empfohlen, den Vitamin-D-Spiegel im Blut messen zu lassen und bei einem Mangel Vitamin D in normalen Mengen einzunehmen.

Alpha-Liponsäure

In wissenschaftlichen Studien wurde die Wirkung von Alpha-Liponsäure nur bei diabetischer Polyneuropathie untersucht. Eine starke Wirkung zeigte sich nur dann, wenn die Alpha-Liponsäure als Infusion gegeben wurde. Es ist wichtig, mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten zu beachten.

B-Vitamine

Ein Mangel an B-Vitaminen kann eine Polyneuropathie auslösen. Bei einer normalen, nicht-veganen Ernährung nimmt man in der Regel genügend B-Vitamine auf. Alkoholfreies Hefeweizen/Weißbier kann ebenfalls zur Versorgung mit B-Vitaminen beitragen.

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Kupfer

Ein Mangel an Kupfer kann langfristig zu einer Polyneuropathie führen. Ursachen können Operationen am Magen-Darm-Trakt oder Erkrankungen des Verdauungssystems sein. Auch eine große Aufnahme an Zink kann die Kupferaufnahme beeinträchtigen.

Kreatin

Kreatin wird häufig als Nahrungsergänzungsmittel für Sportler eingesetzt. Studien haben jedoch keinen zusätzlichen Nutzen von Kreatin bei Polyneuropathie gezeigt.

Ernährung bei speziellen Formen der Polyneuropathie

Diabetische Polyneuropathie

Bei diabetischer Polyneuropathie ist die Reduktion des Blutzuckerspiegels das wichtigste Ziel. Die richtige Bewegung kann ebenfalls helfen, den Blutzucker dauerhaft zu senken. Eine sanfte Senkung des HbA1c-Wertes um weniger als zwei Prozentpunkte über einen Zeitraum von drei Monaten gilt als optimal.

Polyneuropathie durch Alkohol oder Medikamente

Sind Alkohol oder Medikamente die Ursache, hilft Abstinenz beziehungsweise ein Wechsel der Präparate.

Glutenunverträglichkeit

Bei Menschen mit Glutenunverträglichkeit kann Gluten eine Polyneuropathie auslösen. Diese Patienten müssen sich dann streng an eine glutenfreie Ernährung halten.

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Weitere Ernährungsempfehlungen

Salz

Obwohl eine salzarme Ernährung oft empfohlen wird, gibt es Hinweise darauf, dass Salz nicht gemieden werden sollte. In Tierversuchen zeigte sich durch eine salzreiche Ernährung sogar ein Schutz vor Polyneuropathie.

Heilfasten

Heilfasten kann bei Typ-2-Diabetes eine Möglichkeit sein, den Blutzuckerspiegel zu regulieren und Gewicht zu verlieren. Es gibt auch wissenschaftliche Daten, die zeigen, dass Heilfasten einen positiven Effekt auf das Nervensystem haben kann. Allerdings sollte Heilfasten nur durchgeführt werden, wenn kein Untergewicht besteht und Mangel an Vitaminen und Spurenelementen vermieden wird.

Kaffee

Kaffee in moderaten Mengen ist in der Regel unbedenklich und kann bei diabetischer Polyneuropathie sogar helfen, den Blutzuckerspiegel zu senken.

Medikamente und Therapien

Zur Schmerzbekämpfung haben sich Antidepressiva und Medikamente gegen Krampfanfälle (Antikonvulsiva) bewährt. Capsaicin-Pflaster können den schmerzenden Bereich betäuben und die Neubildung kleiner Nervenfasern anregen. Bei der Elektrotherapie werden die Nerven durch Impulse stimuliert. Gegen die fortschreitende Gangunsicherheit wirkt Gleichgewichtstraining in der Physiotherapie.

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