Die Simpsons: 25 Jahre Gelb – Eine Feier der popkulturellen Ikone

Vor 25 Jahren, am 17. Dezember 1989, flimmerte die erste Folge der „Simpsons“ über die US-amerikanischen Bildschirme. Seitdem hat die gelbe Familie aus Springfield die Popkultur maßgeblich geprägt und ist aus dem Fernsehprogramm nicht mehr wegzudenken. Die Serie hat sich über Kritik hinweggesetzt und genießt Kultstatus. Dieser Artikel würdigt die „Simpsons“ und beleuchtet einige Gründe für ihren Erfolg und ihre anhaltende Relevanz.

Die Geburt einer Legende

Bereits im April 1987 erweckte Matt Groening die Simpsons-Figuren für die „Tracey Ullman Show“ zum Leben. Die kurzen, 15-minütigen Sketche waren ein erster Vorgeschmack auf das, was kommen sollte. Die Pilotfolge „Es weihnachtet schwer“ thematisierte den vorweihnachtlichen Stress. Bart und Lisa schreiben Wunschzettel - Bart wünscht sich sogar eine Tätowierung, womit die Tattoo-Debatte bereits in ihren Anfängen thematisiert wurde. Er lässt sich auch „Mother“ stechen, was Marge jedoch mit ihrem Weihnachtsgeld entfernen lässt. Trotz aller Turbulenzen findet die Folge einen versöhnlichen Abschluss.

7 Gründe, warum wir die Simpsons lieben

Es gibt viele Gründe, warum die „Simpsons“ seit einem Vierteljahrhundert ein fester Bestandteil der Popkultur sind. Hier sind sieben Aspekte, die die Serie so besonders machen:

1. Endlosigkeit

Die „Simpsons“ hören einfach nicht auf. Seit 25 Jahren sind sie auf Sendung und wirken dabei so jung wie eh und je. So wie sich die Gesellschaft ständig weiterentwickelt, so bleibt auch die Gesellschaftskritik aus Springfield existent und im Wandel. Die Serie ist zu einem verlässlichen Begleiter geworden. Wenn es keinen Halt mehr zu geben scheint, gibt es immer noch den neuesten Couch-Gag.

2. Ein konservatives Wertgefühl

Die „Simpsons“ sind trotz ihres satirischen Charakters Stützen des Systems. George Bushs Wort von 1992, es sollte mehr Familien wie die Waltons geben und weniger wie die Simpsons, hat sich nicht bewahrheitet. Die Simpsons sind wir, und die letzte Erlösung gibt es sowieso in Moe’s Taverne.

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3. „Neiin!“ - Homers legendärer Ausruf

Homer sagt „d’oh!“, wenn ihm etwas missglückt ist. Es ist wie bei Loriot: Ein Leben ohne „d’oh!“ wäre möglich, aber sinnlos. „Neiin!“ ist die herrliche Conditio sine qua non der fernsehbegründeten Existenz.

4. Alles bleibt, wie es ist

Egal, was passiert, in Springfield bleibt alles, wie es ist. Die rettende Ecke mit dem Sofa vor dem Fernseher wird immer erreicht. Fortschritt? Nein. Wandel? Nein. Veränderung? Kaum. Dieser immerwährende Neubeginn ermöglicht erst all die Abenteuer der Figuren, die Rollenwechsel, die neuen Berufserfahrungen, die Utopien. Springfield mag in Schutt und Asche liegen, schon nächste Woche ist alles wieder gut, ohne dass ein Raumordnungsverfahren durchgeführt werden müsste. Auch hierin sind die „Simpsons“ konservativ. Jedwedes Drama kann den Simpsons nichts anhaben. Unerschütterlich halten sie zusammen. Der Glaube an die Familie überstrahlt alles Chaos.

5. Bier. Mehr Bier. Viel Bier

Wenn drei Freunde in der Kneipe stehen und sich dem Biergenuss hingeben, zitiert einer immer den legendären Satz von Homer Simpson, der sich anschickt, eine Flasche Duff zu leeren: „Erweiter mein Gehirn, Lernsaft“ aus der 17. Staffel. Der Lernsaft ist das Glückshormon des ehrlichen Menschen, jegliche Bedenken verblassen vor dem seligen Gesichtsausdruck Homers. Einmal wird Homer von Mister Burns in ein Flugzeug eingeladen, alle Wünsche stehen ihm frei. Lionel Richie singt „Say You, Say Me“ mit Bier. „Hey you, bier me / bier me for always“. Homer wünscht sich, dass jedes Wort Bier sein soll. Richie singt: „Bier bier, bier bier, / Bier bier bier bier bier“. So schön können Minimalismus und Beschränkung sein.

6. Alter setzt sich durch

Das Publikum ist mit der Serie gealtert. Als der entscheidende Impuls für die Serie ist oft die Verschiebung von Bart zu Homer als tragender Figur beschrieben worden. Die Nöte der Teenager sind nichts gegen die Freuden des mittelalten, übergewichtigen Mannes bescheidener Intelligenz. Das schier unendlich Facettenreiche der Serie wird gespeist durch Homers Erlebnisdurst und seine Faulheit. Ein sehr realistischer Antrieb. Durch die Alterung der Gesellschaft können wir Homer treu bleiben, bis wir vor dem Fernseher jammern wie Grampa Simpson, nur mit hoffentlich besseren Zähnen. Die Demografie ist mit den „Simpsons“.

7. Lachen

Kommt vor. Ständig. In der besten aller Familien. Nuff said.

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Duff - Das Bier der Simpsons

Duff ist die beliebteste Biermarke in Springfield. Es wird von der Duff-Brauerei hergestellt, deren Besitzer Howard K. Duff VIII. ist. Neben dem gewöhnlichen Duff werden noch viele weitere verschiedene Geschmacksrichtungen und Variationen des Bieres angeboten. Bei der Vermarktung von Duff spielt Werbung eine bedeutende Rolle. Neben zahlreichen Werbereklamen und -filmen gibt es zur weiteren Unterstützung einen beziehungsweise mehrere Duffmans. Die Marke Duff wird des Weiteren dadurch beworben, dass die Brauerei bei zahlreichen Veranstaltungen als Sponsor in Erscheinung tritt. In Folge s07e23 sagt Moe, das Duff-Bier aus Deutschland kommt bzw. Howard K. Duff VIII. Jr.

Die Simpsons und das Internet

Homer: „Das Internet? Gibt’s den Blödsinn immer noch?“ Ja, Homer, das Internet gibt es noch, und es ist voll mit Informationen und Verehrung für die „Simpsons“.

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