Morbus Parkinson ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung, die durch motorische Symptome wie Zittern, Muskelsteifheit und verlangsamte Bewegungen gekennzeichnet ist. Neben diesen offensichtlichen Symptomen leiden viele Patienten auch unter ungewolltem Gewichtsverlust, der die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen kann. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen für Gewichtsverlust bei Parkinson und bietet umfassende Ernährungsstrategien, um dem entgegenzuwirken und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.
Einführung
Bei Morbus Parkinson handelt es sich um eine Bewegungsstörung, die durch Zittern, eine allgemeine Muskelsteifigkeit sowie eine Verlangsamung der Bewegungen gekennzeichnet ist. Die Symptome beeinträchtigen oft die täglichen Aktivitäten und machen viele Aufgaben zu einer Herausforderung. Die Parkinson-Erkrankung wird auch Morbus Parkinson genannt. Sie ist eine chronische, also dauerhafte und fortscheitende Erkrankung der Nervenzellen in dem Teil des Gehirns, der für die Kontrolle der Bewegungen zuständig ist. Die dort betroffenen Nervenzellen produzieren den Botenstoff Dopamin. Dopamin ist für die Übermittlung von Signalen für die Bewegungskontrolle zuständig. Sterben die Nervenzellen ab, sinkt der Dopamin-Spiegel. In ihrem Verlauf kann die Erkrankung daher Auswirkungen auf die Koordination und die Bewegungsfähigkeit der Betroffenen haben.
Ursachen für Gewichtsverlust bei Morbus Parkinson
Ein ungewollter Gewichtsverlust bei Parkinson-Patienten kann verschiedene Ursachen haben. Es ist wichtig, diese zu verstehen, um gezielte Maßnahmen ergreifen zu können.
Erhöhter Energieverbrauch
Das Zittern, die Daueranspannung der Muskeln sowie die Anstrengung, eine begonnene Bewegung zu Ende zu führen, kosten den Körper viel Kraft. Menschen mit Parkinson haben aufgrund motorischer Symptome einen erhöhten Energiebedarf. Der erhöhte Energieverbrauch ist auch durch den Tremor und den erhöhten Muskeltonus bedingt und muss individuell betrachtet werden. Dieser ist auch durch den Tremor und den erhöhten Muskeltonus bedingt und muss individuell betrachtet werden. All das nimmt oft die Freude an Essen und Trinken oder erschwert diese.
Magen-Darm-Probleme
Parkinsonpatienten haben außerdem krankheits- und medikamentenbedingt einen langsamer arbeitenden Magen-Darm-Trakt. Viele Parkinsonpatienten haben Probleme mit ihrer Verdauung, sie klagen über Darmträgheit und Verstopfung (Obstipation). Das hängt mit dem bei der Erkrankung in Mitleidenschaft gezogenem Nervensystem des Darms zusammen. Die Magenentleerung ist durch die Erkrankung verzögert, die Darmmuskulatur arbeitet verlangsamt. Mögliche Folgen sind eine frühzeitige Sättigung, Völlegefühl oder Unwohlsein nach den Mahlzeiten. Eine Magenentleerungsstörung oder Verstopfung, Schluckbeschwerden oder eine Riechstörung können ebenfalls Gründe für die ungewollte Gewichtsabnahme sein.
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Schluckbeschwerden (Dysphagie)
In allen Phasen der Parkinson-Erkrankung kann es zu Schluckproblemen kommen. Diese Probleme können tageszeitlich sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Schluckprobleme können das Essen und Trinken für Betroffene sehr anstrengend machen. Betroffene Personen essen dann oft nicht mehr ausreichend (zu kleine Mengen), wodurch ihre Nährstoffversorgung leidet. Häufig ist außerdem die Lebensmittelauswahl sehr einseitig: Betroffene bevorzugen Speisen, die sie gut schlucken können, zum Beispiel Joghurt, Pudding, Kartoffelbrei oder Apfelmus. Diese einseitige Ernährung begünstigt das Entstehen einer Mangelernährung beim Patienten. Schwierigkeiten beim Kauen und Schlucken lassen sich durch ein Anpassen der Konsistenz verbessern. Parkinson-Erkrankte mit starken Schluckbeschwerden haben häufig Probleme bei Gerichten mit unterschiedlichen Konsistenzen (z. B. Eintöpfen), was die Gefahr von Aspirationen (Eindringen von Nahrung in die Atemwege) steigert. Auch dünnflüssige Konsistenzen sind im Mund aufgrund ihrer hohen Fließgeschwindigkeit nur schwer kontrollierbar. Bei gleichzeitig verzögertem Schluckreflex kann es sehr leicht zum Verschlucken kommen. Gerichte mit stückigen Einlagen sowie Fasern, Krümeln und Kernen sollten Betroffene meiden, da sie leicht zum Verschlucken und zu einer Aspiration führen können.
Verminderter Appetit und Geschmacksverlust
Parkinson-Patientinnen und Patienten leiden aufgrund ihrer Krankheit häufig unter vermindertem Geruchs- und Geschmackssinn. Das schmälert den Appetit und den Genuss am Essen.
Medikamentenwirkungen
Bei der Einnahme von Medikamenten mit dem Wirkstoff Levodopa (L-Dopa) ist auf den Eiweißgehalt der Mahlzeit zu achten. Proteinreiche Mahlzeiten können die Wirksamkeit des Medikamentes, die Aufnahme im Darm und Weitertransport durch das Blut, vermindern.
Die Bedeutung einer ausreichenden Energiezufuhr
Eine ausreichende Energiezufuhr ist wichtig! Der Parkinsonpatient muss sich in der Regel keine Gedanken um ein Zuviel an Kalorien in seiner Ernährung machen, da er häufig Gewicht verliert. Mit der richtigen Ernährung sollte ein Gewichtsverlust jedoch vermieden werden. Bei einem unerwünschten Gewichtsverlust sollte rechtzeitig gehandelt werden - denn werden zu wenig Kalorien mit der Nahrung aufgenommen, baut der Körper zuerst Fett, dann Muskelmasse ab. Das hat Auswirkungen auf Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit und das Risiko für eine Sturzgefahr steigt. In der Literatur gibt es Hinweise, dass Parkinson bei einem gesunden Körpergewicht etwas leichter und langsamer verläuft. Daher ist es besonders bei einem unerwünschten Gewichtsverlust ratsam, den Kaloriengehalt der Speisen zu erhöhen. Parkinsonerkrankte sollten dabei vor allem auf fettreiche Lebensmittel zurückgreifen.
Kalorienbedarf berechnen
Als Faustregel gelten 25 bis 30 Kalorien pro Kilogramm Körpergewicht. Beispiel: 70kg Körpergewicht benötigen 70x30 Kalorien = 2100 Kalorien
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Ernährungsempfehlungen für Parkinson-Patienten
Bei der Frage, welche Ernährung bei Parkinson die richtige ist, geht es vor allem darum, durch ausgewählte Lebensmittel aber auch ernährungstherapeutische Maßnahmen, die Freude am Essen beizubehalten und die Lebensqualität der Betroffenen zu steigern. Eine gesunde Ernährung, das empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), sollte abwechslungsreich und ausgewogen sein. Was genau heißt das? Essen Sie aus allen Lebensmittelgruppen: Lebensmittel aus dem grünen Bereich reichlich, aus dem gelben Bereich mäßig und aus dem roten Bereich sparsam. Parkinsonpatienten müssen allerdings oftmals einiges beachten beziehungsweise anpassen. Denn die Ernährung muss auf die Medikamente und den Krankheitsverlauf abgestimmt werden. So müssen Betroffene zum Beispiel die Kalorienzufuhr, den Eiweißgehalt oder die Menge an Kohlenhydraten individuell anpassen. Die Mahlzeiten sollten über den Tag gut verteilt sein. Gerade ältere Menschen sollten, statt drei große, mehrere kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Kleinere Portionen sind vielfach bekömmlicher, da sich die Verweildauer der Speisen im Magen verlängert und vermehrt Sättigungshormone ausgeschüttet werden, was zu einem verringerten Appetit führt. Selbstverständlich muss bei anderweitig vorliegenden Erkrankungen auch Rücksicht auf eventuell nötige Kostformen genommen werden.
Erhöhung der Kalorienzufuhr
Bei einem unerwünschten Gewichtsverlust sollte rechtzeitig gehandelt werden - denn werden zu wenig Kalorien mit der Nahrung aufgenommen, baut der Körper zuerst Fett, dann Muskelmasse ab. Das hat Auswirkungen auf Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit und das Risiko für eine Sturzgefahr steigt. Parkinsonerkrankte sollten dabei vor allem auf fettreiche Lebensmittel zurückgreifen. Denn: 1 g Fett liefert 9 Kalorien/g. Zum Vergleich: Eiweiß und Kohlenhydraten liefern nur 4 Kalorien/g. Verstärkt pflanzliche Öle (z. B. Kuchen, Süßigkeiten, Eis etc.
Anpassung der Eiweißzufuhr
Eiweiß (Protein) ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Ernährung und wichtig für viele unterschiedliche Funktionen im Körper, unter anderem für den Aufbau und Erhalt von Muskulatur sowie für das Immunsystem. Der Tagesbedarf liegt bei einem gesunden Erwachsenen bei 0,8 g /kg Körpergewicht. Bei der Einnahme von Medikamenten mit dem Wirkstoff Levodopa (L-Dopa) ist auf den Eiweißgehalt der Mahlzeit zu achten. Proteinreiche Mahlzeiten können die Wirksamkeit des Medikamentes, die Aufnahme im Darm und Weitertransport durch das Blut, vermindern. Daher empfiehlt es sich, das Medikament 30 bis 45 Minuten vor der Mahlzeit oder 60 bis 90 Minuten nach der Mahlzeit einzunehmen. Nehmen Sie die Medikamente am besten mit Wasser, Tee, Saft (kein Orangen- oder Grapefruitsaft), Smoothie, Apfel- oder Fruchtmus ein und verzichten Sie auf proteinhaltige Getränke oder Speisen (z. B. Bitte beachten Sie: Es gibt aus fachlicher Sicht unterschiedliche Meinungen bezüglich der Eiweißverteilung über den Tag. Manche Experten sind der Ansicht, insgesamt weniger Protein mit der Ernährung aufzunehmen und es gleichmäßig auf die Mahlzeiten zu verteilen. Es gibt aber auch die Meinung, den Hauptteil der eiweißhaltigen Lebensmittel am Abend zu verzehren.
Ballaststoffreiche Ernährung
Ballaststoffe und eine ausreichende Trinkmenge sind für die Verdauung besonders wichtigViele Parkinsonpatienten haben Probleme mit ihrer Verdauung, sie klagen über Darmträgheit und Verstopfung (Obstipation). Das hängt mit dem bei der Erkrankung in Mitleidenschaft gezogenem Nervensystem des Darms zusammen. Nehmen Erkrankte nicht genügend Ballaststoffe und Flüssigkeit über die Ernährung auf, und bewegen sich außerdem nicht ausreichend, verstärken sich meist die Verdauungsprobleme. Ballaststoffe sind unverdauliche Kohlenhydrate mit einer verminderten Kalorienzufuhr. Sie sind für die Darmbakterien unverzichtbar, denn sie dienen ihnen als Nahrung und sorgen für einen weichen Stuhl. Die DGE empfiehlt 30 g Ballaststoffe am Tag. Diese Menge ist zum Beispiel in folgenden Lebensmitteln enthalten (Tagesbeispiel):> 1 Vollkornbrötchen, 1 Kiwi, 1 Apfel, 250g Brokkoli, 200g Kartoffel, 2 Scheiben Vollkornbrot oder> Haferbrei aus 40g Haferflocken + 125ml Milch, 1 Apfel, 1 Banane, 200g Möhren, 200g Kartoffeln, 2 Scheiben Vollkornbrot Übersicht ballaststoffreicher Lebensmittel für eine bedarfsgerechte Ernährung bei Morbus Parkinson:ObstGemüseGetreide, GetreideprodukteHülsenfrüchteVollkornnudeln, -reisUm den Verstopfungen entgegenzuwirken, ist die Aufnahme einer ballaststoffreichen Ernährung sinnvoll. Ballaststoffe werden vom Körper nicht verdaut, nehmen aber im Darm durch Wasseraufnahme an Volumen zu und erhöhen somit den Druck auf die Darmwände - was wiederum für eine beschleunigte Verdauung sorgt. Dies trifft insbesondere für faserreiche pflanzliche Nahrungsmittel zu. Dazu zählen Gemüse, Getreide und Obst, die einen unterschiedlich hohen Anteil an Faserstoffen enthalten. Damit Ballaststoffe ihre beabsichtigte Wirkung entfalten, ist die gleichzeitige Aufnahme von Wasser erforderlich. Sorgen Sie dafür, dass Sie genügend Ballaststoffe zu sich nehmen, z. B. in löslicher Form wie Flohsamen oder geschrotetem Leinsamen. Außerdem eignen sich Müsli, Trockenfrüchte in Wasser eingeweicht, Sauerkrautsaft und Vollkornprodukte. Hülsenfrüchte (z.B.
Ausreichende Flüssigkeitszufuhr
Über den Tag verteilt sollten Parkinsonerkrankte, genau wie gesunde Menschen, ausreichend trinken: Die DGE empfiehlt 1,5 bis 2 Liter. Die Flüssigkeit sorgt dafür, dass die Ballaststoffe aufquellen, sich dadurch das Stuhlvolumen vergrößert und die Darmtätigkeit angeregt wird. Ausreichende Trinkmengen sind sehr wichtig, zumal im Alter das Durstgefühl als Indikator des Flüssigkeitshaushaltes wegfällt. Als Grundregel kann hierbei die Aufnahme von 2,5 l am Tag gelten, wobei im Einzelfall, z.B.
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Umgang mit Schluckbeschwerden
In allen Phasen der Parkinson-Erkrankung kann es zu Schluckproblemen kommen. Diese Probleme können tageszeitlich sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Schluckprobleme können das Essen und Trinken für Betroffene sehr anstrengend machen. Betroffene Personen essen dann oft nicht mehr ausreichend (zu kleine Mengen), wodurch ihre Nährstoffversorgung leidet. Häufig ist außerdem die Lebensmittelauswahl sehr einseitig: Betroffene bevorzugen Speisen, die sie gut schlucken können, zum Beispiel Joghurt, Pudding, Kartoffelbrei oder Apfelmus. Diese einseitige Ernährung begünstigt das Entstehen einer Mangelernährung beim Patienten. Schwierigkeiten beim Kauen und Schlucken lassen sich durch ein Anpassen der Konsistenz verbessern. Parkinson-Erkrankte mit starken Schluckbeschwerden haben häufig Probleme bei Gerichten mit unterschiedlichen Konsistenzen (z. B. Eintöpfen), was die Gefahr von Aspirationen (Eindringen von Nahrung in die Atemwege) steigert. Auch dünnflüssige Konsistenzen sind im Mund aufgrund ihrer hohen Fließgeschwindigkeit nur schwer kontrollierbar. Bei gleichzeitig verzögertem Schluckreflex kann es sehr leicht zum Verschlucken kommen. Gerichte mit stückigen Einlagen sowie Fasern, Krümeln und Kernen sollten Betroffene meiden, da sie leicht zum Verschlucken und zu einer Aspiration führen können.
Ernährungsempfehlungen für Parkinson-Erkrankte mit einer Schluckstörung:
- Abschneiden der Rinde am Brot
- Speisen besonders weich kochen, zerkleinern und/oder pürieren
- Gegebenenfalls die Getränke und Suppen andicken (es gibt geschmacksneutrale Verdickungsmittel in der Apotheke oder im Internet)
- Einsatz von individuell geeigneten Trink- und Esshilfen (z. B.
Zusätzliche Tipps
- Regelmäßige (monatlich oder wöchentliche) Gewichtskontrolle unterstützt rechtzeitiges Gegensteuern.
- Frischen Sie Ihren Ernährungsplan mit Fisch, Obst und Gemüse auf.
- Gewürze und Kräuter in einem Mörser fein zermahlen - das regt den Geruchssinn an.
- Geben Sie einen kleinen Schuss Olivenöl zu zerkleinerten oder pürierten Speisen.
- Setzen Sie auf Abwechslung: Einen Tag kommt Fleisch auf den Teller, am nächsten Fisch, Geflügel, Eier oder vegane Speisen.
- Ausreichend Ballaststoffe und dazu ausreichend trinken (2 bis 2 1/2 Liter pro Tag).
- Gerne täglich Kartoffeln.
- Vollkornbrot und Vollkornnudeln, unpolierter Reis, Vollkornhaferflocken bieten sich ebenso an.
- Fünf kleine Portionen Obst & Gemüse: Süßes nur in Maßen konsumieren, stattdessen lieber fünf gesunde Portion Obst & Gemüse pro Tag.
- Sowohl zu jeder Hauptmahlzeit und zwei mal als Snack zwischendurch, z.B. rote Beeren, Tomaten oder Gurken.
- Am besten frisch, möglichst unverarbeitet und ggf. nur kurz gegart.
- Auch Säfte sind zu empfehlen.
- So wird eine ausreichende Menge an wichtigen Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen, sowie pflanzlichen Stoffen wie Carotinoide oder Flavonoide zugeführt.
- Spinat enthält ein wenig Protein und zusätzlich jede Menge wichtige Nährstoffe wie Flavonoide, Mineralstoffe, Vitamin C, Vitamin K, Eisen, Folsäure und Calcium.
- Ein echter Alleskönner, der auf jeden Fall auf den Speiseplan gehört.
- Fleisch, Eier Wurst und Fisch nur ein bis zwei mal pro Woche (300 - 600 g).
- Diese Lebensmittel enthalten wichtige Nährstoffe, z.B. Omega-3-Fettsäuren (vor allem in fetten Kaltwasserfischen wie Lachs, Forelle, Hering, Heilbutt, Thunfisch oder Kabeljau).
- Fleisch enthält außerdem viel Eisen und Vitamin B1, B6 und B12.
- Täglich Milchprodukte, um ausreichend Calcium aufzunehmen.
- Hier aber auf fettarme und ungesüßte Varianten zurückgreifen, also z.B. fettarmen Naturjoghur oder fettarme Milch.
- Calcium ist ein wichtiger Baustein für die Knochen, ebenso wie Vitamin D.
- Die Aufnahme von Calcium und Vitamin D ist wichtig, um dem erhöhten Osteoporose-Risiko von Parkinson-vorzubeugen.
- Calcium ist in Spinat und Milchprodukten enthalten.
- Milch enthält zudem Vitamin D, welches aber vor allem in fettreichen Lebensmitteln wie Fleisch, Ei und Avocados, aber auch in Pilzen enthalten ist.
- Vitamin D wird jedoch kaum in ausreichender Menge über die Nahrung aufgenommen, sondern vor allem bildet der Körper es durch Sonneneinstrahlung selbst.
- Die Sonneneinstrahlung in unseren Breitengraden ist dazu jedoch ungenügend.
- Hinzu kommt der Bewegungsmangel bei fortgeschrittener Parkinson-Erkrankung.
- Deshalb wird empfohlen, Vitamin D über Tabletten oder Tropen aufzunehmen.
- Die Menge sollte dabei mit dem Arzt abgesprochen werden.
- Mit Kräutern und Gewürzen arbeiten, aber nur mit wenig Salz.
- Kurkuma, Ingwer, Kresse und Petersilie sind nicht nur schmackhaft, sondern auch reich an wichtigen Nährstoffen.
Künstliche Ernährung
Wenn eine passendere Einstellung der Medikamente, Schlucktraining oder die Anpassung der Nahrung (Eindicken von Flüssigkeiten, keine bröseligen Nahrungsbestandteile, usw.) nicht mehr ausreichen, um eine Mangelernährung zu verhindern oder zu bekämpfen, muss über eine künstliche enterale Ernährung mithilfe einer Ernährungssonde nachgedacht werden. Über diese Sonde kann der Parkinson-Patient dann spezielle Sondennahrung erhalten, die vom Energie- und Nährstoffgehalt genau auf seine Bedürfnisse abgestimmt ist. Ist absehbar, dass die Sondenernährung nicht länger als zwei Wochen andauern wird, kann die künstliche Ernährung über eine Magensonde, die über Nase, Rachen und Speiseröhre in den Magen vorgeschoben wird, erfolgen. Sie eignet sich jedoch nicht für eine längerfristige Sondenernährung. Ist diese notwendig, sollte eine PEG-Sonde angelegt werden, die in einem kleinen operativen Eingriff unter örtlicher Betäubung direkt über die Bauchdecke in den Magen vorgeschoben wird.