Ein Falxmeningeom ist ein Hirntumor, der von den Meningen ausgeht, den Membranen, die das Gehirn und das Rückenmark umgeben. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über Falxmeningeome, einschließlich ihrer Ursachen, Symptome, Diagnose und Behandlungsoptionen.
Was ist ein Meningeom?
Ein Meningeom ist ein Tumor, der aus den Meningealzellen der weichen Hirnhäute entsteht und fast ausschließlich bei Erwachsenen vorkommt. Die Meningen sind drei schützende Membranen, die das Gehirn und das Rückenmark umgeben. Sie bestehen aus der Dura mater (äußere Schicht), der Arachnoidea (mittlere Schicht) und der Pia mater (innere Schicht). Meningeome entstehen aus den Arachnoidea-Zellen.
Meningeome machen etwa 35 % aller Tumoren des zentralen Nervensystems (ZNS) aus und treten vermehrt ab dem 50. Lebensjahr auf. Jährlich erkranken etwa 6 von 100.000 Einwohnern. Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer.
Ursachen von Falxmeningeomen
Die genauen Ursachen für die Entstehung von Meningeomen sind noch nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass eine Kombination aus genetischen Faktoren und bestimmten Umweltbedingungen zur Entwicklung dieser Art von Hirntumor beitragen kann. In den meisten Fällen entstehen Meningeome ohne spezielle Ursache. Am häufigsten sind genetische Veränderungen bestimmter Tumorsuppressorproteine verantwortlich. Diese Proteine sind dafür zuständig, die Wahrscheinlichkeit zu senken, dass sich aus einer Zelle eine Tumorzelle entwickelt.
Bekannte Risikofaktoren für die Entstehung eines Meningeoms sind:
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- Vorherige Strahlentherapie im Kopf-Hals-Bereich: Die Tumoren können Jahrzehnte nach einer Bestrahlung auftreten. Ionisierende Strahlung ist nach heutigem Wissensstand einer der größten Risikofaktoren für die Entstehung von Meningeomen.
- Erbliche Erkrankungen: Seltene Krebs-Syndrome wie die Neurofibromatose Typ 2 (NF2) sind mit einem erhöhten Risiko für Meningeome verbunden. Bei dieser Krankheit können sogar mehrere Meningeome vorliegen.
- Hormonelle Einflüsse: Weibliche Geschlechtshormone wie Progesteron (Gestagen) und Östrogen beeinflussen das Wachstum von Meningeomzellen. Klare Hinweise gibt es beispielsweise zum Zusammenhang von hoch dosiertem Cyproteronacetat (CPA) und der Entstehung von Meningeomen. Für andere hormonelle Kontrazeptiva bzw. eine Hormonersatztherapie gibt es bislang keine einheitlichen Studienergebnisse. Eine Ursache für Meningeome könnte auch das Hormon Östrogen darstellen, was erklären würde, warum Frauen häufiger betroffen sind als Männer.
- Weitere Faktoren: Ein gehäuftes Auftreten zeigt sich bei der Erbkrankheit Neurofibromatose oder einer vorhergehenden Strahlentherapie.
Es gibt keine Entwarnung für Handy, Smartphone und Co. Ein erhöhtes Risiko für Hirntumoren wie das Meningeom durch die Nutzung von Mobilfunkgeräten gilt heute als unwahrscheinlich.
Symptome von Falxmeningeomen
Die Symptome eines Meningeoms hängen davon ab, wo der Tumor entstanden ist und welche Regionen des Gehirns er in Mitleidenschaft zieht. Da die meisten Meningeome sehr langsam wachsen und das umgebende Gewebe sich gut anpasst, können sie relativ groß werden, bevor sie Symptome verursachen. Zufällig entdeckte Meningeome rufen oft keine Symptome hervor.
Die Symptome können unspezifisch sein und sich langsam entwickeln. Zu den häufigsten Symptomen gehören:
- Kopfschmerzen: Typisch sind Kopfschmerzen oder epileptische Anfälle. Neu auftretende Kopfschmerzen werden im Laufe der Zeit immer heftiger und treten vor allem nachts oder in den frühen Morgenstunden auf, nehmen beim Liegen zu und können tagsüber besser werden. Übliche Schmerzmittel helfen immer weniger.
- Neurologische Defizite: Weitere neurologische Defizite sind vor allem von der Lage des Meningeoms abhängig. Mittellinientumoren können bei älteren Patienten zudem eine Demenz mit wenigen anderen fokalen neurologischen Defiziten verursachen.
- Sehstörungen:
- Schwäche und Taubheitsgefühl in den Armen oder Beinen:
- Gedächtnisverlust oder Verwirrtheit:
- Veränderungen der Persönlichkeit oder des Verhaltens:
- Krampfanfälle / epileptische Anfälle: Neu auftretende epileptische Anfälle.
- Schwindel oder Gleichgewichtsprobleme:
- Hörverlust oder Tinnitus:
In der Schwangerschaft kann das Wachstum der Meningeome beschleunigt verlaufen.
Diagnose von Falxmeningeomen
Die Diagnose eines Meningeoms erfolgt in der Regel durch bildgebende Verfahren. Goldstandard für die Diagnostik ist die MRT. Bei eindeutigen Hinweisen auf einen gutartigen Tumor kann auf eine Biopsie verzichtet werden.
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Folgende bildgebende Verfahren können eingesetzt werden:
- Magnetresonanztomografie (MRT): Die MRT ist das чувствительный Verfahren zur Darstellung von Meningeomen. Meningeome unterscheiden sich durch ihre Lage auf der äußersten Hirnhaut (Dura mater) und durch charakteristische Ausläufer in ebendiese. Zudem weisen sie eine intensive Kontrastmittelaufnahme auf. In MRT-Scans werden oft nach außen verlaufende Verdickungen der harten Hirnhaut, das sogenannte „Dural Tail Sign“, sichtbar. Auch kann hier eine eventuelle Verwachsung (Invasion) des umgebenden Hirngewebes und die den Tumor umgebende Wassereinlagerung (Hirnödem) sehr gut dargestellt werden.
- Computertomografie (CT): Eine Computertomografie (CT) nach Kontrastmittelgabe kann den Tumor sehr gut nachweisen. Auf CT-Aufnahmen können Verkalkungen und sekundäre Veränderungen an den Knochen besonders gut erkannt werden.
- Positronenemissionstomographie (PET): Wenn erforderlich kann ein PET-MRT oder PET-CT ergänzt werden.
Klassifikation von Meningeomen
Meningeome werden - wie alle Hirntumoren - auf ihre individuellen Eigenschaften untersucht und dann klassifiziert. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) klassifiziert Meningeome nach ihrem Grad der Bösartigkeit in vier Grade:
- WHO-Grad I: Gutartiges Meningeom mit langsamem Wachstum. Die allermeisten Meningeome sind gutartige Tumoren und werden, wenn das Tumorgewebe untersucht wird, histologisch als WHO-Grad-1-Tumoren eingeteilt. Sie wachsen in der Regel sehr langsam, sind scharf begrenzt und sitzen der harten Hirnhaut (Dura mater) breitbasig auf.
- WHO-Grad II: Atypisches Meningeom. Aggressiv wachsende Meningeome wie beispielsweise das atypische Meningeom (WHO-Grad 2) oder das anaplastische Meningeom (WHO-Grad 3) sind selten. Sie machen insgesamt weniger als 10 Prozent aller Meningeome aus. Sie haben ein höheres Risiko, nach Entfernung erneut zu wachsen.
- WHO-Grad III: Anaplastisches Meningeom.
- WHO-Grad IV: Sehr bösartiger Hirntumor mit schnellem Wachstum.
Neben der histologischen Einteilung der Meningeome in WHO-Grad 1 (gutartig) und WHO-Grad 2 und 3 (nicht-gutartig) spielen zunehmend auch molekulare Veränderungen in den Tumorzellen eine Rolle: Molekulare Veränderungen helfen dabei, das Rezidivrisiko noch besser einzuschätzen. Eingesetzt werden dafür vor allem eine sogenannte DNA-Methylierungsanalyse sowie eine Panel-Gensequenzierung. Einige molekulare Veränderungen sind bereits für die Klassifikation entscheidend: Mutationen in den Genen KLF4/TRAF7 definieren ein gutartiges Meningeom, Mutationen im TERT-Promoter sowie die homozygote Deletion CDKN2A/B einen aggressiven Tumor.
Behandlung von Falxmeningeomen
Die Behandlung von Meningeomen richtet sich nach der Größe, der Lage und dem Wachstumsverhalten des Tumors sowie nach dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten. Nicht jedes Meningeom bedarf einer sofortigen Therapie. In manchen Fällen beschränkt man sich auf eine MRT-Verlaufsbeobachtung. In unseren Asklepios Kliniken bieten wir beide Methoden an. Bei Asklepios legen wir großen Wert darauf, mit Ihnen gemeinsam die für Sie beste Therapie zu finden. Dafür werden unsere Expert:innen mit Ihnen eingehend über mögliche Risiken, die Prognose und Erfolgsaussichten der verschiedenen Methoden sprechen. Die Therapieentscheidung kann dann eine Herausforderung für Betroffene und ihre Ärzte sein.
Folgende Behandlungsoptionen stehen zur Verfügung:
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- Beobachtung (Watch and Wait): Kleine Meningeome, die keine Symptome verursachen, können zunächst beobachtet werden. Erste Verlaufskontrollen sind nach Expertenmeinung eher engmaschig zu planen (nach 6 bis 12 Monaten). Weitere Termine werden dann individuell vereinbart.
- Operation: Standardtherapie eines symptomatischen Meningeoms ist die vollständige operative Entfernung des Tumors samt der mitbetroffenen Strukturen wie Hirnhaut oder Schädelknochen. Die mikrochirurgische Resektion ist die bevorzugte Behandlungsmethode bei Meningeomen: Ziel des minimal-invasiven Eingriffs ist es, den Tumor möglichst vollständig zu entfernen. Da die Neurochirurgin oder der Neurochirurg dabei mit einer stark vergrößernden Sehhilfe arbeitet, ist eine hohe Präzision möglich und das Risiko, dass das umliegende Gewebe Schaden nimmt, ist sehr gering.
- Strahlentherapie: Alternativ kann man Meningeome auch bestrahlen. Die Bestrahlung ist eine häufige Behandlungsmethode bei Meningeomen. Sie kommt zum Einsatz, wenn eine operative Entfernung des Tumors nicht möglich ist, oder wenn sich der Tumor bei einem mikrochirurgischen Eingriff nicht komplett entfernen ließ. Dabei gibt es zwei Therapieformen: Bei der sogenannten stereotaktischen Radiochirurgie wird der Tumor einmalig sehr präzise mit einer hohen Strahlendosis bestrahlt. Das schont das umliegende gesunde Gewebe. Die fraktionierte Strahlentherapie verteilt die Gesamtdosis der Strahlung auf mehrere Sitzungen, was das Risiko von Nebenwirkungen reduzieren kann. Speziell die Cyberknife-Technologie behandelt das Meningeom ambulant und ohne chirurgischen Eingriff. Es entstehen damit keine Komplikationen durch eine Fixierung oder eine offene Operation.
- Chemotherapie: Eine Chemotherapie, wie sie in der Krebstherapie angewendet wird, kommt bei Meningeomen seltener zum Einsatz, da diese Tumoren oft nicht besonders empfindlich auf chemotherapeutische Medikamente reagieren. Wenn aber Meningeome trotz einer Strahlentherapie schnell weiterwachsen oder wenn es sich doch um ein malignes, also um ein „bösartiges“ Meningeom handelt, kann eine Chemotherapie dabei helfen, das Tumorwachstum zu verlangsamen oder die Symptome zu lindern.
Die Therapiemethoden sind vom Gewebetyp des Tumors, vom Alter und Allgemeinzustand des Patienten und von der Größe und Lage des Tumors im Gehirn abhängig. Grundsätzlich gilt auch hier, je früher ein Gehirntumor erkannt wird, umso günstiger ist die Prognose für den Patienten. In Abhängigkeit von der WHO-Klassifikation des Tumors ist meist jedoch keine Heilung, sondern eine Symptomkontrolle ggf. mit Verlängerung des Überlebens und Stabilisierung bzw. Reduktion der Tumorgröße möglich.
Operation
Im Idealfall, der sehr selten auftritt, kann der Gehirntumor vollständig operativ entfernt werden, ohne Tumorzellen zurückzulassen. Häufig gelingt es jedoch nur, einen Grossteil des Tumors zu entfernen. In manchen Fällen, z.B. bei schlechtem Allgemeinzustand des Patienten oder ungünstiger Tumorlage, kann auch nur die Entnahme einer kleinen Gewebeprobe (Biopsie) zur Diagnosesicherung möglich sein.
Da in den allermeisten Fällen keine vollständige Entfernung der Tumorzellen möglich ist und durch eine ausgedehnte Operation lebenswichtige Strukturen des Gehirns verletzt werden würden, ist eine Nachbehandlung mittels Strahlentherapie und/oder Chemotherapie angeraten. Auch bei vollständiger Tumorentfernung ist in Abhängigkeit vom WHO-Grad des Tumors eine Nachbehandlung sinnvoll.
Strahlentherapie
Eine Strahlentherapie als Ersttherapie wird insbesondere dann eingesetzt, wenn der Tumor an einer besonders kritischen Stelle im Gehirn liegt und deswegen nur eine Biopsieentnahme und keine Operation möglich ist. Die Anzahl der Bestrahlungssitzungen und die Bestrahlungsintensität sind abhängig vom Gewebetyp. Während der Strahlentherapie können Nebenwirkungen wie Kopfdruck, Kopfschmerzen, Übelkeit, Haarausfall und ggf. Müdigkeit auftreten. Die meisten Nebenwirkungen können jedoch häufig durch den Einsatz von verschiedenen Medikamenten gemildert werden.
Die Strahlentherapie hat, wie auch die Chemotherapie, die Vernichtung der Krebszellen zum Ziel. Durch eine gezielte Strahlenkonzentration sollen die Krebszellen geschädigt, das gesunde Gewebe aber verschont werden.
Da bei den Tumoren des Gehirns operativ meist keine komplette Entfernung des Tumors möglich ist, sollen durch eine Bestrahlung im Anschluss an eine operative Tumorentfernung oder Biopsie die restlichen noch verbliebenen Tumorzellen zerstört werden. Somit soll ein erneutes lokales Tumorwachstum bzw. eine weitere Tumorausbreitung mit Wiederauftreten von Beschwerden verhindert werden. Aus diesem Grund erfolgt meist nach der Operation von Gehirntumoren eine Strahlentherapie, die häufig ambulant durchgeführt werden kann.
Durch eine Bestrahlung kann das Risiko eines erneuten Tumorwachstums vermindert werden. Auch bei weit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen mit großen Tumoren oder Metastasen kann die Strahlentherapie eingesetzt werden, in diesem Fall insbesondere zur Kontrolle der Beschwerden und zur Schmerzlinderung.
Chemotherapie
Eine Chemotherapie alleine, ohne Operation und Strahlentherapie, zeigt bei den meisten Gehirntumoren eine nur geringe Wirkung. Jedoch kann eine Chemotherapie bei kombiniertem Einsatz mit der Strahlentherapie die Wirkung der Strahlentherapie verbessern. Die Chemotherapie kann nach Ende der Bestrahlung bei nachgewiesener Wirksamkeit fortgesetzt werden, um die bis dahin erreichte Wirkung (Symptomkontrolle, Größenstabilisierung oder Größenreduktion) aufrecht zu erhalten und weiter zu verbessern. Auch bei Einsatz einer Chemotherapie nach einer Strahlentherapie, wenn diese nicht mehr möglich ist, z.B. im Falle eines erneuten Auftretens eines Tumors, kann durch verschiedene Substanzen und durch verschiedene Kombinationen eine Symptomkontrolle ggf. mit Ansprechen des Tumors (Größenstabilisierung oder Größenreduktion) erreicht werden.
Seit kurzem stehen zur Chemotherapie von Gehirntumoren neuere gutverträgliche Substanzen zur Verfügung, für die eine Wirksamkeit bei verschiedenen Tumoren des Gehirns gezeigt werden konnte und für andere Tumoren im Weiteren noch gezeigt werden muss. Da aufgrund neuer Erkenntnisse die Wirksamkeit vieler bekannter und neuentwickelter Substanzen in der Therapie der Gehirntumoren untersucht werden, ist es grundsätzlich für Patienten mit einem Gehirntumor ratsam, diese tumorspezifischen Therapien von spezialisierten Ärzten an "Therapiezentren" und falls möglich innerhalb "klinischer Studien" durchführen zu lassen. Ein Teil dieser Therapien kann ambulant durchgeführt werden.
Rehabilitation
Nach der Akuttherapie des Hirntumors werden die Folgen der Tumorerkrankung und der Tumortherapie und - falls der Tumor nicht vollständig entfernt werden konnte - auch der Hirntumor in Kliniken für Rehabilitation behandelt. Patientinnen, die einen Hirntumor hatten oder haben, leiden häufig unter neurologischen Ausfallerscheinungen (bspw. Lähmungen, Sprach- und Sprechstörungen, Beeinträchtigungen von Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Konzentration und Orientierung). Daher sollten die Patientinnen während der Rehabilitation nicht nur onkologisch sondern unbedingt auch neurologisch behandelt werden.
Aufgrund der großen Vielfalt der Krankheitsbilder und den unterschiedlichen Verläufen bei einem Hirntumor, muss bei jedemr Patientenin die Nachsorge individuell geplant werden. Grundsätzlich unterscheidet man auch bei der Reha kurative und palliative Therapien:
- Die kurative Behandlung soll Sie dabei unterstützen, sich wieder in Ihren privaten und beruflichen Alltag einzufinden die Folgen der Tumortherapie behandeln Ihre Lebensqualität verbessern Ihre Selbstständigkeit wiederherstellen
- Ziele einer palliativen Behandlung: das Fortschreiten der Erkrankung eindämmen Ihre Beschwerden lindern Ihre Lebensqualität verbessern die häusliche Versorgung klären
Mögliche Diagnosemaßnahmen in der Reha sind:
- medizinische Untersuchung
- neurologische Untersuchung (Muskelkraft, Ausdauer, Muskelreflexe)
- psychiatrische Untersuchung (formales und inhaltliches Denken, Stimmung, Antrieb, Anpassungsvorgänge, Orientierung)
- neuropsychologische Diagnostik (kognitive Basisfunktionen, Sehstörungen, Orientierungsstörungen)
- logopädische Diagnostik (Sprach- und Sprechstörungen, Schluckstörungen)
- Computertomografie
- Magnetresonanztomografie
- Elektroenzephalografie
- Nervenwasseruntersuchung
An einer onkologischen und neurologischen Rehabilitation sind neben Ärztinnen auch viele andere Fachkräfte, wie Pflegerinnen, Physiotherapeutinnen, Ergotherapeutinnen, Logopädinnen, Psychologinnen und Sozialarbeiterinnen beteiligt. Da die Beschwerden und Funktionsstörungen durch einen Hirntumor oder die Tumortherapie von Patientin zu Patient*in sehr unterschiedlich sind, wird für Sie ein individueller Therapieplan erarbeitet.
Dieser kann je nach Fall folgende Behandlungen und Maßnahmen beinhalten:
- Ärztliche Therapie: Die Ärztliche Therapie umfasst die Behandlung von Schmerzen, Beschwerden und Begleitkrankheiten während Ihres Aufenthalts in der Reha-Klinik. Wenn Sie eine Chemotherapie bekommen, kann diese fortgeführt werden.
- Physiotherapie: Die Physiotherapie soll ihre Mobilität und Bewegungsfähigkeit verbessern und Sie dabei unterstützen, Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit auszugleichen.
- Ergotherapie: In der Ergotherapie trainieren Sie Alltagsfähigkeiten und lernen den Umgang mit Hilfsmitteln. Die Ergotherapie bereitet Sie praxisnah auf Ihren Alltag vor und unterstützt Sie dabei, wieder (mehr) Selbstständigkeit und Handlungsspielraum zu erlangen.
- Physikalische Therapie: In der physikalischen Therapie werden Körperfunktionen angeregt, die durch Schäden im Nervensystem infolge des Hirntumors gestört wurden.
- Sporttherapie: Die Sporttherapie während einer Rehabilitation wird an Ihre persönlichen körperlichen Möglichkeiten und Fähigkeiten angepasst. Sie dient Ihrer geistigen und körperlichen Erholung. Zusätzlich fördert die Sporttherapie Ihre Ausdauer, Ihre Kraft und Ihre Beweglichkeit.
Prognose von Falxmeningeomen
Die Prognose bei Meningeomen hängt vom Grad des Tumors, seiner Lage und der Möglichkeit einer vollständigen Entfernung ab. Gutartige Meningeome (WHO-Grad I) können in der Regel vollständig operativ entfernt werden und haben eine gute Prognose. Atypische Meningeome (WHO-Grad II) und anaplastische Meningeome (WHO-Grad III) haben ein höheres Rezidivrisiko und eine schlechtere Prognose.
Auch ein erfolgreich behandelter Hirntumor kann Spätfolgen haben. Eine individuelle Rehabilitation und Nachsorge sind daher sehr wichtig.
Leben mit einem Meningeom
Die Diagnose eines Meningeoms kann für Betroffene und ihre Familien eine belastende Erfahrung sein. Es ist wichtig, sich umfassend über die Erkrankung und die Behandlungsmöglichkeiten zu informieren und sich von einem erfahrenen Ärzteteam betreuen zu lassen. Auch der Austausch mit anderen Betroffenen kann hilfreich sein.
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