Das Fibromyalgiesyndrom (FMS), früher auch als Weichteilrheuma bezeichnet, ist eine chronische Schmerzerkrankung, die durch weit verbreitete Schmerzen in Muskeln, Sehnen und anderen Weichteilstrukturen gekennzeichnet ist. Der Begriff Fibromyalgie bedeutet wörtlich übersetzt Faser-Muskel-Schmerz. Zusätzliche Symptome können Schlafstörungen, anhaltende Erschöpfung und kognitive Probleme wie Konzentrationsschwierigkeiten (sogenannter „Fibro-Nebel“) sein.
Was ist Fibromyalgie?
Die Fibromyalgie bzw. das Fibromyalgiesyndrom (FMS) ist eine Erkrankung, die sich durch wiederkehrende Schmerzen äußert, die (oft wechselnd) z. B. in den Beinen, Armen, der Brust oder dem Rücken auftreten. Der Begriff „Syndrom“ wird verwendet, weil Fibromyalgie verschiedene Symptome umfasst, die häufig zusammen auftreten, aber keine eindeutig nachweisbare Ursache haben. Anhaltende, nicht erklärbare Schmerzen, die in verschiedenen Bereichen des Körpers auftreten - das sind Beschwerden, mit denen Fibromyalgie-Betroffene zu kämpfen haben.
Historischer Hintergrund
Die Beschreibung generalisierter Schmerzen, wie sie beim Fibromyalgiesyndrom vorliegen, ist schon lange bekannt und geht bis in die Antike zurück. Der griechische Arzt Theophrastus (372 bis 287 v. Chr.), ein Schüler von Aristoteles, beschrieb generalisierte Schmerzen in Muskeln oder Sehnen und eine „Mattheit“ des Körpers. So waren damals bereits die wichtigsten Eigenschaften des Fibromyalgiesyndroms aufgeführt.
Verbreitung
Etwa 2% bis 4% der westlichen Bevölkerung sind von einem Fibromyalgiesyndrom betroffen. Schätzungen zufolge leben 3 bis 6 % der Menschen in den Industriestaaten mit dieser Erkrankung, wobei etwa 80 % der Betroffenen Frauen sind. Frauen erkranken dabei etwa viermal häufiger als Männer. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt zwischen dem 30sten und 50sten Lebensjahr. Eine Erkrankung im Kindesalter ist möglich, aber sehr selten.
Ursachen und Risikofaktoren
Eine bestimmte Ursache für die Fibromyalgie konnte bisher nicht gefunden werden. Experten vermuten häufig eine Fehlregulation der Schmerzverarbeitung als Ursache. Auch genetische Veranlagung, Stress und Traumata können ebenfalls eine Rolle spielen. Wahrscheinlich müssen mehrere Faktoren zusammenkommen, damit die Krankheit entsteht, z. B. eine familiäre Veranlagung zusammen mit verschiedenen biologischen, psychischen und sozialen Belastungsfaktoren. Klar ist nur, dass die Schmerzverarbeitung im Gehirn bei Betroffenen nicht richtig funktioniert.
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Mögliche Risikofaktoren
Bestimmte Vorerkrankungen, Lebensumstände und Gewohnheiten erhöhen außerdem die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung einer Fibromyalgie:
- Entzündlich-rheumatische Erkrankungen
- Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel
- Negativer Stress
- Hormonelle Umbruchphasen wie Schwangerschaft oder Wechseljahre
- Körperliche und seelische Traumata, wie Misshandlung oder sexueller Missbrauch in Kindheit und Erwachsenenalter
- Überbelastung, Stress und Schlafmangel begünstigen die Krankheit
Neueste Erkenntnisse
Es wird immer noch daran geforscht, welcher Krankheitsmechanismus hinter einer Fibromyalgie steckt. Neueste Erkenntnisse zeigen, dass sich bei Betroffenen zahlreiche Unterschiede im Vergleich zu Gesunden nachweisen lassen, z. B. eine veränderte Reizverarbeitung im Gehirn oder Veränderungen im Bereich der schmerzleitenden Nervenfasern. Es ist jedoch nicht nachgewiesen, ob diese Veränderungen Ursache oder Folge des Fibromyalgiesyndroms sind und ob sie für diese Erkrankung wirklich spezifisch sind.
Es gibt durchaus Vermutungen, dass die Small-Fiber-Neuropathie ein möglicher Auslöser für die Fibromyalgie sein könnte. Eine Studie der Würzburgeruniklinik fand laut Ärzteblatt1 bereits erste Hinweise, die diese These teils unterstützen könnten. So waren bei 11 von 25 untersuchten Patienten die Zahl der „small fibers“ weit genug vermindert, dass die Bedingungen für eine SFN erfüllt wurden.
Symptome der Fibromyalgie
Fibromyalgie ist eine chronische Schmerzerkrankung, die durch weit verbreitete Schmerzen in Muskeln und Weichteilstrukturen gekennzeichnet ist. Die Symptome einer Fibromyalgie sind unspezifisch. Sie entwickeln sich meist über einen längeren Zeitraum. Die Krankheit wird wegen der Vielzahl der Symptome und häufig unspezifischer Beschwerden oft sehr spät erkannt. Die Schmerzen können phasenweise und in unterschiedlicher Intensität auftreten. Sie variieren abhängig von Wetter, Tageszeit, Stress und gerade ausgeübter Tätigkeit. Die deutsche Ärzteleitlinie zum Fibromyalgiesyndrom nennt folgende Beschwerden als Kernsymptome:
- Chronische Schmerzen in mehreren Körperregionen
- Schlafstörungen, nicht erholsamer Schlaf
- Körperliche und geistige Erschöpfung (Fatigue)
Die Beschwerden bestehen seit mindestens drei Monaten. Es können zahlreiche weitere Symptome auftreten. Der Schmerz tritt häufig an beiden Armen und Beinen, am Brustkorb, im Bauch, am oberen und unteren Rücken, an Wirbelsäule und Nacken, sowie seltener auch am Kopf auf. Patientinnen und Patienten beschreiben den Schmerz typischerweise als tiefsitzend, wandernd, drückend, stechend, brennend, ähnlich wie bei Muskelkater oder Gliderschmerzen, die man während einer Erkältung hat. Der Schmerz kann die Muskeln betreffen, die Gelenke und die Sehnen. Die Körperstellen reagieren zum Teil sehr empfindlich auf Druck. Muskeln und Gelenke fühlen sich oft steif an. Neben dem "Muskelschmerz" berichten Betroffene auch von einem "Nervenschmerz", einem Kribbeln, Brennen, Ameisenlaufen, Taubheitsgefühl. Kopfschmerzen können ebenfalls auftreten und bohrend, stechend, drückend sein.
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Weitere häufige Symptome
Viele Patienten mit einem Fibromyalgiesyndrom berichten darüber hinaus über weitere Beschwerden:
- Körperliche Symptome: z. B. Reizdarmsyndrom, Reizblase, Herzklopfen, Kopfschmerzen
- Reizüberempfindlichkeit: z. B. empfindliche Augen, Berührungs-, Geräusch- und Geruchsempfindlichkeit
- Seelische Beschwerden: z. B. Nervosität, innere Unruhe, Niedergeschlagenheit, Antriebsverlust
Häufig wird das Fibromyalgiesyndrom auch von seelischen Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen begleitet. Kognitive Probleme ("Brainfog" oder "Fibrofog"): Wer das Fibromyalgiesyndrom hat, berichtet häufig von Konzentrationsproblemen, ist vergesslich, hat Wortfindungsstörungen. Verminderte Belastbarkeit: Körperliche und geistige Tätigkeiten strengen mehr an als vor der Krankheit, man braucht längere Erholungsphasen, ist nicht mehr so leistungsfähig. Betroffene reagieren auf Hitze, Kälte, Geräusche, Licht, Gerüche, Berührungen empfindlich. Magen-Darm-Beschwerden: Reizdarm, Reizblase, Reizmagen, Bauchschmerzen, Unterleibsschmerzen, Sodbrennen treten häufig auf. Probleme bei aufrechter Körperhaltung, wie Benommenheit, Herzklopfen, Herzrasen, Schwindel, Schwächegefühl. Ohrensausen (Tinnitus) und Sehstörungen. Wassereinlagerungen (Ödeme) im Gewebe.
Schweregrade und Verlauf
Je nach Ausprägung der Beschwerden unterscheidet man bei Fibromyalgie unterschiedliche Schweregrade:
- Leichtere Formen: Neben den chronischen Schmerzen in mehreren Körperregionen treten keine oder wenige andere körperliche oder seelische Beschwerden auf. Die Betroffenen sind im Alltag (Berufstätigkeit, Hausarbeit, Freizeit) nicht oder nur wenig eingeschränkt.
- Schwerere Formen: Die Betroffenen leiden neben den chronischen Schmerzen in mehreren Körperregionen unter zahlreichen und ausgeprägten weiteren körperlichen Beschwerden (z. B. Reizdarm, Reizblase) und seelischen Beschwerden (z. B. Angststörung, depressive Störung) und sind im Alltag mäßig bis deutlich beeinträchtigt.
Fibromyalgie-Schub: Eine Fibromyalgie beginnt häufig langsam und verschlimmert sich im Lauf der Zeit. Bei manchen Patienten treten die Beschwerden auch in Schüben auf, bei denen sich Phasen mit starken Beschwerden und Phasen mit wenigen oder keinen Symptomen abwechseln. Bei einem starken Fibromyalgie-Schub können Leistungsfähigkeit und Lebensqualität deutlich eingeschränkt sein. Bestimmte Faktoren und auch Verhaltensweisen im Umgang mit der Erkrankung können den Verlauf und die Ausprägung der Beschwerden negativ beeinflussen - darunter Stress, negative Gedanken und Gefühle im Zusammenhang mit der Erkrankung, depressive Störungen aber auch Inaktivität und übertriebene Schonung.
Diagnose der Fibromyalgie
Es gibt keine wegweisenden Untersuchungen, wie beispielsweise einen besonderen Blutwert, mit dem eine Fibromyalgie diagnostiziert werden kann. Typischerweise sind sogar alle Untersuchungsergebnisse völlig in Ordnung. Um die Diagnose „Fibromyalgie“ stellen zu können, müssen deshalb andere Erkrankungen - wie entzündliche und rheumatische Erkrankungen oder Stoffwechselkrankheiten oder die Nebenwirkung eines Medikaments - ausgeschlossen werden, die ebenfalls Ursache der Beschwerden sein könnten.
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Um sich ein genaues Bild von der Erkrankung zu machen, stellt der Arzt im Rahmen seiner Anamnese verschiedene Fragen zur Vorgeschichte, z. B. zu körperlichen und seelischen Beschwerden und deren Auswirkungen im Alltag sowie zu Vorerkrankungen und der Einnahme von Medikamenten. Außerdem wird eine vollständige körperliche Untersuchung durchgeführt. Viele Jahre war das Vorliegen einer gewissen Anzahl von schmerzhaften Druckpunkten (so genannte Tender-Points) an bestimmten Körperstellen für die Diagnose eines Fibromyalgiesyndroms nötig. Nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft ist diese These überholt und die Tender-Points sind kein Diagnosekriterium mehr für die Fibromyalgie. Mit verschiedenen Laboruntersuchungen werden andere Erkrankungen ausgeschlossen, die zu ähnlichen Symptomen wie das Fibromyalgiesyndrom führen können, beispielsweise eine Unterfunktion der Schilddrüse. Liegen die typischen Symptome des Fibromyalgiesyndrom vor und ergeben sich im Verlauf der Untersuchungen keine Hinweise für andere Erkrankungen, sind keine weiteren Untersuchungen, wie Röntgenuntersuchungen, nötig.
Diagnosekriterien
Laut den ACR-Kriterien von 2016 lässt sich ein FMS vermuten, wenn:
- großflächige Schmerzen und weitere typische Symptome einer bestimmten Intensität vorliegen
- die Symptome seit mindestens drei Monaten bestehen
- der Schmerz (beim Abtasten) in mindestens vier von fünf Körperregionen in der oberen und unteren Körperhälfte auftritt. Schmerzen in Kiefer, Brustkorb und Bauch gehören nicht zu dieser Definition.
Therapie und Behandlung
Die Fibromyalgie kann nicht vollständig geheilt werden. Mit der Behandlung sollen die Funktionsfähigkeit im Alltag sowie die Lebensqualität erhalten und verbessert werden und die Beschwerden gelindert werden. Es ist wichtig für Patienten mit Fibromyalgiesyndrom zu lernen, mit der Erkrankung und den damit verbundenen Beeinträchtigungen besser zurechtzukommen. Da das Fibromyalgiesyndrom die Betroffenen in der Regel lebenslang begleitet, sind regelmäßige Behandlungsverfahren sowie Aktivitäten zur Selbstbehandlung sinnvoll, die von den Patienten eigenständig und regelmäßig durchgeführt werden können. Die Auswahl der Behandlungsmethoden wird dabei auf die Beschwerden und die persönliche Situation des Patienten abgestimmt und hängt auch vom Schweregrad der Erkrankung ab.
Körperbezogene Therapien und Bewegung
Schulmedizinisch behandelt man die Fibromyalgie mit körperlich aktivierenden Therapiemethoden und Bewegung. Besonders wirksam ist ein regelmäßiges, der Leistungsfähigkeit angepasstes Ausdauertraining, z. B. schnelles Spazierengehen, Walking, Aquajogging oder Fahrradfahren. Auch Trocken- und Wassergymnastik, Funktionstraining oder ein niedrig-dosiertes Krafttraining kombiniert mit Dehnungsübungen können hilfreich sein. Außerdem können meditative Bewegungstherapien wie Tai Chi oder Yoga in Betracht gezogen werden. Oft wird bei einer Fibromyalgie das Ausdauertraining mit Entspannungsverfahren und/oder psychotherapeutischen Verfahren, z. B. einer kognitiven Verhaltenstherapie, kombiniert.
Medikamentöse Therapie
In manchen Fällen ist auch eine zeitlich befristete Behandlung der Fibromyalgie mit Medikamenten sinnvoll. Hier werden besonders Antidepressiva oder Medikamente zur Veränderung der Schmerzwahrnehmung eingesetzt. Die Gabe von entzündungshemmenden oder morphinhaltigen Schmerzmitteln wird dagegen nicht empfohlen, da ein langfristiger schmerzlindernder Effekt nicht belegt ist. Insbesondere wird von der Einnahme von starken Opiaten abgeraten, da diese bei längerer Einnahme zu erheblichen Nebenwirkungen und Gewöhnung führen können. Ärzte können niedrig dosierte Antidepressiva, zum Beispiel Amitriptylin, verschreiben, wenn eine Depression als Begleitsymptom vorliegt. Antidepressiva können für besseren Schlaf sorgen und Verspannungen lösen, mitunter lindern sie auch Schmerzen. Allerdings können Antidepressiva auch individuell ausgeprägte Nebenwirkungen haben. Nicht empfohlen werden reine Schlaf- und Beruhigungsmittel sowie Kortison-Präparate und Cannabinoide.
Patientenschulung
Für Patienten mit Fibromyalgie ist es wichtig, gut über die Erkrankung Bescheid zu wissen und zu lernen, was sie gegen die Beschwerden selbst tun können. All das erfahren sie im Rahmen von Patientenschulungen. Hier beschäftigen sich Betroffene unter professioneller Anleitung und in kleinen Gruppen mit verschiedenen Themen, darunter:
- Krankheitsbild und -verlauf der Fibromyalgie, Ursachen und Diagnostik
- Unterschiedliche Therapiemethoden der Fibromyalgie und ihre Wirkung auf die Erkrankung
- Wie man mit Schmerz und weiteren Beschwerden im Alltag besser zurechtkommt.
Komplementärmedizinische Ansätze
Klassische Naturheilverfahren und die Homöopathie erweitern das Behandlungsspektrum bei Fibromyalgie. Im Krankenhaus für Naturheilweisen sind komplementäre Behandlungsmethoden deshalb fest in das Therapiekonzept des Fibromyalgiesyndroms integriert. Die Therapie greift auf verschiedenen Ebenen in das Schmerzgeschehen ein. Unser individuell abgestimmtes Behandlungskonzept nutzt die Synergieeffekte, die aus der Kombination von evidenzbasierter Schulmedizin und Komplementärmedizin entstehen.
Selbsthilfe und Eigenübungen
Selbsthilfe und Eigenübungen können dich bei deinem Ziel unterstützen, die FMS-Symptome zu reduzieren. Viele Menschen mit FMS vermeiden zunächst schmerzhafte Bewegungen - dabei sind die richtige Bewegung und Muskelentspannung essentiell. Nicht von ungefähr erhalten körperliche Übungen als einzige Therapievariante das Prädikat „stark empfohlen“ in den Leitlinien der Europäischen Rheumatologen (European League Against Rheumatism, EULAR). Von anderen Therapien und Anwendungen wird in der „leitliniengerechten Therapie der Fibromyalgie” zum Teil abgeraten.
Ernährung
Eine Umstellung der Ernährung kann helfen, die Schmerzen erträglicher werden zu lassen. Betroffene sollten möglichst auf eine ausgewogene, mehrheitlich pflanzliche Ernährung achten, da diese entzündungshemmend wirkt. Idealerweise sollte die Ernährung aus rund drei Vierteln Gemüse bestehen. Gesunde Öle, Eier, Nüsse und Fisch sollte dem Verzehr von Fleisch vorgezogen werden. Auch Heilfasten kann helfen, die Schmerzen zu verringern, da es den Selbstreinigungsprozess der Zellen anregt.
Leben mit Fibromyalgie
Das Fibromyalgiesyndrom ist eine chronische Erkrankung und bisher nicht heilbar. Ist die Krankheit erst einmal aufgetreten, bestehen die Beschwerden in der Regel ein Leben lang fort. Es gibt aber durchaus auch beschwerdefreie Zeiten, die Ausprägung der Symptome variiert sehr stark. Die meisten Betroffenen kommen im Lauf der Zeit mit der Erkrankung besser zurecht. Fibromyalgie führt nicht zu einer Schädigung von Muskeln, Gelenken und Organen und damit auch zu keiner dauerhaften körperlichen Behinderung. Allerdings können die Beschwerden die Mobilität und insbesondere auch die Vitalität deutlich beeinträchtigen. Die Lebenserwartung von Patienten mit Fibromyalgie ist normal.
Auswirkungen auf den Alltag
Parallel zum Fibromyalgiesyndrom kommt es häufig zu weiteren Krankheiten, die zu zusätzlichen Diagnosen führen können:
- Reizdarm, Reizblase, Reizmagen
- Migräne
- Kiefergelenkserkrankungen
- Depression, Angststörung, Posttraumatisches Belastungssyndrom
- Restless Legs Syndrom, Periodic Limb Movement Disorder (PLMD)
- Schlafapnoe
- Entzündliches Gelenkrheuma
- Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS)
Umgang mit der Erkrankung
Für Menschen mit FMS ist es vor allem wichtig, dass sie von ihrem sozialen Umfeld ernst genommen und unterstützt werden - auch wenn sich das Fibromyalgie-Syndrom nicht anhand von Laborwerten oder bildgebenden Verfahren nachweisen lässt. Eine aktivierende Psychotherapie (kognitive Verhaltenstherapie), die die Schmerzwahrnehmung verändern soll, kann ebenfalls hilfreich sein. Unter Umständen kann eine mehrwöchige Therapie in einer psychosomatischen Klinik sinnvoll sein, die sich auf die Behandlung von Fibromyalgie spezialisiert hat. Auch teilstationäre Maßnahmen können helfen, wenn eine ambulante Therapie nicht ausreicht. Viele Patienten finden so wieder zurück in einen geregelten Alltag und können ihren Beruf weiter ausüben.
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