Fliegen übt seit jeher eine Faszination auf den Menschen aus. Der Traum vom Fliegen, die Welt von oben zu betrachten und die Freiheit des Himmels zu genießen, ist für viele Menschen sehr verlockend. Dies gilt auch für Menschen mit Epilepsie, die sich fragen, ob sie diesen Traum trotz ihrer Erkrankung verwirklichen können. Dieser Artikel beleuchtet die Thematik des Fliegens mit Epilepsie als Sportflieger umfassend und berücksichtigt dabei verschiedene Aspekte wie medizinische Voraussetzungen, rechtliche Rahmenbedingungen, Risikobetrachtungen und alternative Luftsportarten.
Einführung in die Welt des Fliegens
Ein Flugzeug zu fliegen ist einerseits anspruchsvoll, verspricht jedoch andererseits ein unglaubliches Gefühl der Freiheit. Um eine Fluglizenz zu bekommen, kann man eine umfassende Prüfung in Theorie und Praxis ablegen. „Unter anderem schulen wir in den Bereichen Luftrecht, Flugsicherung, Funken, Navigation, Technik und Aerodynamik“, verriet Henning Jahns, erster Vorsitzender des Sportfliegerclubs Bad Gandersheim. Man benötige etwa 120 Theoriestunden um die Prüfung ablegen zu können. Beim Praxisunterricht fliege man zunächst in Begleitung des Ausbilders, bis die Fähigkeiten und Kenntnisse des Aspiranten ausreichen, um alleine in die Lüfte zu steigen. Das werde natürlich vorher geprüft. Die ersten Flugrunden wären einfacher Natur und kurz bemessen, der Radius und die Anforderungen steigerten sich gemäß der gesammelten Erfahrung. Am Ende könne man zwei unterschiedliche Lizenzen erwerben: Mit 30 Flugstunden könne man eine kleine Lizenz erwerben, die ermöglicht, Flugzeuge mit vier Sitzen und bis zu zwei Tonnen Gewicht, innerhalb Europas zu fliegen. Die große Lizenz, bei der 45 Flugstunden absolviert werden müssen, befähigt den Erwerber ohne Beschränkungen weltweit zu fliegen. Die Ausbildung dauere etwa ein bis anderthalb Jahre und koste 5000 Euro für die kleine und 7500 Euro für die große Lizenz. Wenn man schließlich erfolgreich war, steht einem Flug in einer der vereinseigenen Maschinen beinahe nichts mehr im Weg: „Man kann im Internet eines unserer Flugzeuge für einen bestimmten Zeitraum buchen“, erklärte der 2. Nicht jeder eigne sich jedoch, eine Lizenz zu erwerben. „Beim Fliegerarzt wird erstmal die Tauglichkeit überprüft“, bemerkte Jahns. Es würden Sehfähigkeit, Kreislauf, Gehör, Beweglichkeit und mehr überprüft, bevor man mit der Ausbildung beginnen könnte.
Epilepsie: Eine neurologische Erkrankung
Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die durch wiederholte Anfälle gekennzeichnet ist. Diese Anfälle entstehen durch vorübergehende Funktionsstörungen des Gehirns, die sich in unkontrollierten Zuckungen, Bewusstseinsverlust oder anderen neurologischen Symptomen äußern können. Die Ursachen für Epilepsie sind vielfältig und reichen von genetischen Veranlagungen über Hirnschädigungen bis hin zu Stoffwechselstörungen.
Flugtauglichkeit und Epilepsie: Eine Herausforderung
Die Frage, ob Menschen mit Epilepsie als Sportflieger zugelassen werden können, ist komplex und wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Grundsätzlich ist die Flugtauglichkeit von der Anfallsfreiheit und der Art der Epilepsie abhängig.
Medizinische Voraussetzungen
- Anfallsfreiheit: Eine stabile Anfallsfreiheit über einen längeren Zeitraum ist eine grundlegende Voraussetzung für die Flugtauglichkeit. Die genaue Dauer der erforderlichen Anfallsfreiheit variiert je nach Land und den jeweiligen luftfahrtmedizinischen Bestimmungen.
- Art der Epilepsie: Die Art der Epilepsie spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Gut kontrollierbare Epilepsieformen mit seltenen Anfällen haben tendenziell bessere Chancen auf eine Flugtauglichkeit als schwerere Formen mit häufigen oder unvorhersehbaren Anfällen.
- Medikation: Die Art und Dosierung der antiepileptischen Medikamente können ebenfalls Einfluss auf die Flugtauglichkeit haben. Einige Medikamente können die kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigen oder Müdigkeit verursachen, was die Flugfähigkeit negativ beeinflussen kann.
- Fliegerärztliche Untersuchung: Eine umfassende fliegerärztliche Untersuchung ist unerlässlich, um die individuelle Flugtauglichkeit zu beurteilen. Dabei werden die Krankengeschichte, die neurologische Untersuchung, das EEG und gegebenenfalls weitere Untersuchungen berücksichtigt.
Rechtliche Rahmenbedingungen
Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Flugtauglichkeit von Menschen mit Epilepsie sind in den einzelnen Ländern unterschiedlich geregelt. In Deutschland ist das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) für die Festlegung der flugmedizinischen Bestimmungen zuständig. Die EASA (European Union Aviation Safety Agency) hat europaweit gültige Standards geschaffen, die jedoch von den nationalen Behörden unterschiedlich umgesetzt werden können.
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Risikobetrachtung
Das Hauptrisiko beim Fliegen mit Epilepsie besteht darin, dass ein Anfall während des Fluges auftreten kann. Dies kann zu einem Kontrollverlust über das Flugzeug und somit zu einer potenziell lebensbedrohlichen Situation führen. Daher ist eine sorgfältige Risikobetrachtung unerlässlich, um die Sicherheit des Piloten, der Passagiere und der Allgemeinheit zu gewährleisten.
Sportliche Betätigung und Epilepsie
Grundsätzlich ist Sport für alle Menschen gesund - auch für Epilepsie-Patienten. Lehrern, Angehörigen und Trainern nicht davon abbringen lassen. gibt es keine Sportart, die frei von Unfalls- oder Verletzungsrisiko ist. so zum Beispiel, wenn die Gefahr besteht, abzustürzen oder zu ertrinken. Personen muss bei der Wahl der Sportart bedacht werden. betrieben werden. Aktivitäten zu risikoreichen Tageszeiten nach Möglichkeit zu meiden. ist bei Medikamentenumstellung oder Absetzen der Medikamente geboten. entstehen. Der Auftrieb im Wasser lässt nach und die Betroffenen sinken schneller ab. zum Ertrinken führen kann. mit der Hyperventilation beim EEG zu vergleichen und löst keine Anfälle aus. Muskeltätigkeit. z.B. bei Leistungssport verlangt werden, das Auftreten von Anfällen begünstigen. Berwandern nicht auf Hochgraten; Geräteturnen nicht über Brusthöhe (z.B.
Alternative Luftsportarten
Für Menschen mit Epilepsie, die aufgrund ihrer Erkrankung keine Fluglizenz für Sportflugzeuge erhalten, gibt es alternative Luftsportarten, die möglicherweise in Frage kommen.
Gleitschirmfliegen
Das Gleitschirmfliegen ist auch bekannt unter Gleitsegeln, Gleitsegelfliegen, Paragleiten oder in unter der englischen Bezeichnung Paragliding. Es ist wie das Fallschirmspringen, Drachenfliegen usw. eine Luftsportart mit steuerbaren Gleitschirm. Der Pilot sitzt beim Gleitschirmfliegen 7-9 m unter dem Gleitschirm in einem Gurtzeug, das über Leinen mit dem Schirm verbunden ist. Gestartet wird mit offen ausgelegtem Schirm durch Vorwärtsstart oder Rückwärtsstart vom Berg. Durch einen Startimpuls mit den vordersten Leinen kommt der Schirm über den Piloten. Er füllt sich dabei mit Luft, formt ein tragflächenartiges Profil und erzeugt Auftrieb. Moderne Gleitschirme der Einsteigerklasse haben eine Gleitzahl von ca. 7-8. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 55 km/h. Die normale Fluggeschwindigkeit beträgt 35 km/h. Der Gleitschirm wird durch eine rechte und linke Steuerleine gesteuert, durch das ziehen einer Steuerleine wird der Schirm einseitig abbremsen, gleichzeitige Betätigung beider Leinen, vermindert die Geschwindigkeit. Mit warmer aufsteigender Luft (Thermik) kann man mit dem Gleitschirm, ähnlich wie ein Segelflugzeug, in große Höhen aufsteigen und weite Strecken zurücklegen.
- das Gleitschirmfliegen begann mit dem Sailwing von David Barish.
- kommt mehr Bewegung in den Gleitschirmsport. Formlos wird das Gleitschirmfliegen vom französischen Hängegleiterverband aufgenommen und wie Drachenfliegen behandelt.
- Der Schweizer Laurent de Kalbermatten gehörte zu den Pionieren der Gleitschirmfliegerei.
- verbreiteten sich zusehends die modernen Gleitschirmvarianten, durch die sich das Paragliding in den Folgejahren als neue Trendsportart etablierte.
- Wurde das Gleitschirmfliegen offiziell vom Bundesverkehrsminister in Deutschland anerkannt und im Deutschen Hängegleiterverbandes (DHV) eingegliedert. Mit der erfolgreichen technischen Weiterentwicklung der speziell auf die Verwendung zum Gleitsegeln zugeschnittenen Gleitschirme setzte sich das Gleitschirmfliegen schließlich durch.
Für einen Tandemflug braucht es keinerlei Vorkenntnisse oder Ausrüstung. Sie werden von Flugschulen und von speziell ausgebildeten Tandempiloten mit doppelsitzigen Gleitschirmen angeboten. Rückenschutz (bei Gleitschirm) und Helm für den Passagier ist in Deutschland Pflicht. Gleitschirm und Ausrüstung sollten das DHV-Gütesiegel tragen. Dieses garantiert Tests auf die Reißfestigkeit und das Flugverhalten des Sportgeräts. In den meisten Flugschulen gibt es kein Alterslimit. Das Gewichtslimit ist ebenfalls verschieden, in der Regel soll das Körpergewicht zwischen 40 und 95 kg liegen. Schwangerschaft, chronische Krankheiten (Herzkreislaufprobleme, Epilepsie, Asthma usw.) müssen bei der Anmeldung angegeben werden. Für den Tandemflug benötigt man festes knöchelhohes Schuhwerk (Bergschuhe, gibt es vieler Orts auch im Verleih), warme Outdoor Kleidung. Die restliche Ausrüstung, die zugelassene Tandemausrüstung inkl. Helm, Handschuhe erhältst man von der Schule oder dem Tandempiloten. Die Ausgaben belaufen sich auf 100 bis 150 Euro, je nach Fluggelände und Flugdauer. Während des gesamten Fluges besteht Schutz durch eine Tandem-Haftpflichtversicherung. In den meisten Flugschulen sind die Kosten im Flugpreis inbegriffen. Es empfiehlt sich bei der Anmeldung nachzufragen.
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Das Gleitschirmfliegen ist sehr einfach zu erlernen und gehört zu den sichersten Luftsportarten. Deutschland und Österreich haben die Ausbildungsrichtlinien einander angepasst. So wird der deutsche Luftfahrerschein für Luftsportgeräteführer und der österreichische Paragleiterschein im jeweils anderen Land anerkannt oder kann ohne weitere Prüfung umgeschrieben werden. Das Mindestalter für die Teilnahme an den Ausbildungen ist 14 Jahre. Minderjährige brauchen die Zustimmung des Erziehungsberechtigten. Die Abschlussprüfung kann man ab 16 Jahren absolvieren. Nach oben gibt es keinerlei Altersbeschränkungen. Körperlich und psychisch Gesundheit, besondere körperliche Voraussetzungen sind nicht nötig. Fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis wird nicht benötigt. Bei chronischen Rücken- oder Herzleiden ist vorher ein Arzt aufzusuchen. Wenn man nicht sicher ist, ob man diesen Sport ausüben möchte, empfiehlt sich ein Schnupperkurs oder Tandemflug, den fast alle Schulen anbieten.
Der Paragliding Schnupperkurs. Dauer: ein bis zwei Tage. Ziel: Bekanntmachung mit dem Fluggerät. Erste theoretische Grundlagen und Start-, Steuer- und Landeübungen mit geringem Bodenabstand. Kleidung: je nach Witterung, eine lange Hose, Windjacke und gute Schuhe reichen meist aus. Kosten: 50,00 € bis 220,00 € (abhängig von der Anzahl der Flüge). Besonders viel Mut ist für den Grundkurs nicht notwendig. Die Ausbildung beginnt im Flachen mit Startübungen. Erst danach tasten sich die Flugschüler an das eigentliche Fliegen ran. 400,00 € - 600,00 € (Schnupperkurs wir oft angerechnet). Nach erfolgreicher Grundausbildung folgen Höhenflüge und eine fundierte Theorieausbildung. Ziel der Ausbildung ist es, den österreichischen Pilotenschein oder den deutschen Luftfahrerschein zu erlangen und aus dem Flugschüler, einen selbstständigen und verantwortungsbewussten Piloten zu machen. Ziel dieses Höhenflugkurses ist das Sammeln vieler Gleitschirm Flüge als Vorbereitung für den Sonderpilotenschein bzw. A-Schein. In den ersten Flugtagen trainiert man wiederholt Geländebeurteilung, Landeeinteilung, Ziellandung, Wettereinschätzung, Gewichtssteuerung. 390,00 €, mit Gleitschirm Leihausrüstung 660,00 € - 750,00 €
A-Schein (Deutschland), Sonderpilotenschein oder abgekürzt „SoPi“ (Österreich). Dauer: Zeitraum von mehreren Wochen (ideal ist eine Flugschule in der Nähe des Wohnortes) mit mindestens 40 Alleinflüge. Unterstützung durch Fluglehrer am Start- und Landeplatz sowie per Funkkontakt beim Flug. Verschiedene Start- und Landeübungen sowie Flugmanöver werden durchgeführt. Die theoretischen Grundlagen werden in 25 Unterrichtsstunden à 45 Minuten vermittelt. Abschluss der Prüfung für den Luftfahrerschein, besteht aus einem theoretischen Teil (Flugtechnik, Wetterkunde und Flugrecht) und aus einer praktischen Prüfung mit Start, fliegen der Flugfigur "die schnelle 8", Abstiegsmethode Ohrenanlegen mit Beschleuniger, Landeeinteilung, Landung im vorgegebenen Korridor.
Erfolgt gesondert nach der Höhenflugausbildung, verlangt werden dabei 20 zusätzliche Flüge mit einem Höhenunterschied von mindestens 500 Metern und einer Flugzeit von mindestens 30 Minuten. Ein Überlandflug mit einer Strecke von zehn Kilometern Distanz ist zu absolvieren. Vertiefung der theoretischen Ausbildung. ca. 670,00 €
Die Überlandflugberechtigung ist die uneingeschränkte Flugberechtigung für Paragleiterpiloten. Sie berechtigt zum Streckenfliegen. Inhaber einer Überlandflugberechtigung können den allgemeinen Luftraum gleichwertig benutzen, wie Segelflieger, Motorflieger usw. und sind als gleichwertiger Sportpilot von Inhabern anderer Pilotenscheine in der Luft auch voll akzeptiert. Die Überlandflugberechtigung ist zugleich die Grundvoraussetzung zum Erwerb der Zusatzberechtigung für "motorisiertes Paragleiten" und zum Erwerb der Lehrberechtigung. Für die Tandemberechtigung müssen regelmäßig Checkflug durchgeführt werden. Außerdem muss der Tandempilot im Besitz eines fliegerärztlichen Attestes sein.
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Als Voraussetzungen für die Ausbildung zum Erwerb der Doppelsitzerberechtigung sind:
- 2 Jahre Pilotenschein/Luftfahrerschein
- 200 Höhenflüge lt. Flugbuch
- gültiger Eingangstest
- Fliegerärztliches Attest
Speedriding ist eine Mischung aus Free Riding im Gelände und Fliegen mit einem Gleitschirm, Fallschirm oder Kite. Für diejenigen ohne fliegerischen Background ist es eine sensationelle neue Erfahrung. Für leidenschaftliche Skifahrer mit Luftsportkenntnissen ist es die Königsdisziplin. Speedschirme haben eine Segelfläche von 07 -14 qm, sind extrem einfach und robust aufgebaut und speziell für die Bedürfnisse der Speedriders entwickelt.
Einen Helm zu tragen und einen Rettungsfallschirm mitzuführen ist in Deutschland und Österreich Pflicht. Zudem ist das Mitführen einer Rettungsschnur vorgeschrieben, die im Fall einer Baumlandung die Bergung erleichtert. .Um eine Kollision zu vermeiden, gelten bei Flügen mit mehreren Schirmen und Piloten festgelegte Vortritts- und Ausweichregeln, die den Straßenverkehrsregeln gleichen. Da die meisten Versicherungen Flugunfälle dieser Art nicht mitversichern, ist es ratsam, eine zusätzliche Unfall- oder sogar Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen.
Für Grund- und Schnupperkurse sowie für Tandemflüge wird die Ausrüstung vom Anbieter gestellt. Wer das Gleitschirmfliegen dauerhaft als Sport ausüben möchte und die vollständige Ausbildung absolvieren will, muss eine Ausrüstung kaufen oder bei der Flugschule für die Dauer der Ausbildung leihen. Es empfiehlt sich, vor dem Kauf in der Flugschule zunächst einige Schirmmodelle auszutesten und sich die fachkundige Beratung des Fluglehrers einzuholen. Eine neue Ausrüstung bekommt man je nach Schirm-, Gurtzeug- und Rettungsgerät um 4 000 € bis 5 500 €.
Im Wettkampfsport ist für jedem ambitionierten Piloten etwas dabei. Vom Breitensport bis hin zur Weltspitze. Grundsätzlich zeichnen Wettkampfpiloten ihre geflogen Strecken mithilfe eines GPS-Gerätes auf. An jedem Tag stellt die Wettkampfleitung eine an die Witterung angepasste Flugaufgabe. Der Pilot, der am schnellsten fliegt, gewinnt die Tageswertung. Neben Klubinternen und regionalen Wettkämpfen, gibt es nationale und internationale Meisterschaften, wie beispielsweise der Paragliding Grand Prix (PGGP). Ist eine weniger verbreitete Disziplin. Hier wird versucht, möglichst nah (im cm-Bereich) an einem vorgegebenen Punkt zu landen. Die erste Weltmeisterschaft fand vom 12. - 19. Seit mit offizieller Weltmeisterschaft, gilt es in dieser Disziplin, verschiedene Flugfiguren im Kunstflug auszuüben. Hier fliegen die Sportler sehr lange Strecken per Gleitschirm. Dafür müssen beim Flug Utensilien zum Übernachten mitgeführt werden. Wird als Wettkampf im Rahmen der Red Bull X-Alps und X-Pyr praktiziert.
Versicherung Paragliding kann man so wie jeden Flugsport absolut sicher erlernen und ausüben. Unfälle passieren sehr selten. Wenn sich ein Gleitschirmpilot beim Fliegen verletzt, war die Ursache meist Selbstüberschätzung, mangelhafte Ausbildung oder Fliegen bei schlechtem Flugwetter. Die einzigartige Freiheit des Gleitschirmfliegens erfordert daher viel Selbstdisziplin. Jeder Pilot muss zur Ausübung dieser Luftsportart neben einer gültigen Lizenz eine Haftpflichtversicherung vorweisen können, die ausdrücklich Schäden abdeckt, die beim Gleitschirmfliegen verursacht werden (beispielsweise Flurschäden, Stromausfall, Körperverletzung Dritter). Zusätzlich wird eine Flugunfall- und Bergekostenversicherung empfohlen. Generell sind private Unfallversicherungen auch laut Verbraucherschutz ein unverzichtbares Must-have. Herkömmliche Unfallversicherungen decken das Flugrisiko nicht ab. Nur eine All-in-One Unfallversicherung für Beruf, Freizeit und Flug bietet Deckung in allen Lebensbereichen und spart unnötige Kosten. Für die Ausübung des Flugsports ist eine Haftpflichtversicherung notwendig. Ausländische Gastpiloten müssen mit ihrem Versicherer Kontakt aufnehmen, um sicherzustellen, dass ihre Versicherung auch Flüge im Schweizer Luftraum versichert und die Garantien (z. B. Deckungsbetrag für Schäden Dritter) genügen. Der schweizerische Hängegleiterverband bietet auch 30-Tage Versicherungen an. Es gesetzliche Pflicht, eine sogenannte „Nulla Osta“ (Unbedenklichkeitsbescheinigung) für den Sportflug vom jeweiligen Regierungskommissar mit sich zu führen, wenn man noch keine fertige Flugausbildung besitzt. Demnach ist die Flugausbildung von Nicht-Italienern offiziell nicht erlaubt. Dennoch gibt es einige (deutsche) Flugschulen, die in den Südtiroler Bergen ihre Ausbildung durchführen. Dies kann bei Unfällen oder anderen Zwischenfällen zu weitreichenden Konsequenzen führen. Bei den Franzosen wird nach dem Motto des „vol libre“, übersetzt „freies Fliegen“ verfahren.
Ausrüstung Kosten:
Motorschirm-Sets (Motor + Gleitschirm + Rettungsschirm) Neu: bis 10 000,00 €
Motorschirm: 2 800,00 € - 3 800,00 €
Motor neu: ab 4 600,00 €
Motor gebraucht: ab 2 500,00 €
Trikes mit Motor (ohne Gleitschirm) neu: ab 8 000,00 €
Voraussetzungen in Österreich:
- Gültige Pilotenberechtigung für motorisiertes Paragleiten / Hängegleiten.
- Flugausrüstung mit österreichischer Zulassung und Kennzeichen.
- Zugelassenes Fluggelände für Start und Landung.
- Luftfahrthaftpflichtversicherung für motorisiertes Fliegen.
- Im Flug ist ein Lärmzeugnis, Höhenmesser und Rettungsfallschirm mitzuführen.
Der offizielle Weltrekord im Streckenfliegen liegt bei 564,3 km und wurde am 13. Oktober durch die brasilianischen Piloten Donizete Baldessar Lemos, Rafael Monteiro Saladini und Samuel Nascimento geflogen. Der aktuell gültige Weltrekord für Frauen wurde am 12. Oktober von der Schweizerin Yael Margelisch mit 531,8 km aufgestellt. Der aktuelle Europarekord liegt bei 429,2 km und wurde am 29. Juni vom Ukrainer Bogdan Bazyuk in Vetrovka geflogen. Der derzeitige Höhenrekord wurde vom Robbie Whittall aufgestellt und liegt bei 4.526 Metern. Um diesen Rekord aufzustellen, machte der Brite sich die Prinzipien der Thermik zunutze. Der aktuelle Europa Höhengewinn-Rekord liegt bei 3.469 m und wurde am 10. Juni von Burkhard Martens bei einem Flug vom Brauneck in Deutschland aufgestellt. Einen etwas außergewöhnlichen Höhenrekord hält der Österreicher Mad Mike Küng.
Segelfliegen
Segelfliegen ist eine weitere Option, die weniger strenge Anforderungen an die medizinische Tauglichkeit stellt als das Fliegen von Motorflugzeugen. Da Segelflugzeuge keine eigene Motorisierung haben, ist das Risiko eines Kontrollverlusts aufgrund eines Anfalls möglicherweise geringer. Dennoch ist auch hier eine sorgfältige fliegerärztliche Untersuchung erforderlich, um die individuelle Risikobereitschaft zu beurteilen.
Ballonfahren
Ballonfahren ist eine ruhigere und weniger anspruchsvolle Luftsportart, die ebenfalls in Betracht gezogen werden kann. Da Ballons langsam und in geringer Höhe unterwegs sind, ist das Risiko bei einem Anfall möglicherweise geringer als bei anderen Luftsportarten.
Modellflug
Modellflug ist eine weitere Möglichkeit, die Faszination des Fliegens zu erleben, ohne selbst im Flugzeug sitzen zu müssen. Modellflugzeuge werden vom Boden aus gesteuert und können eine interessante Alternative für Menschen mit Epilepsie darstellen, die nicht als Sportflieger zugelassen werden können.
Die Bedeutung der Selbstverantwortung
Unabhängig von der gewählten Luftsportart ist die Selbstverantwortung von Menschen mit Epilepsie von entscheidender Bedeutung. Es ist wichtig, die eigenen Grenzen zu kennen, die Erkrankung offen mit dem Fliegerarzt und den Fluglehrern zu besprechen und sich strikt an die medizinischen Empfehlungen zu halten.
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