Eine Krebsdiagnose, insbesondere ein Glioblastom, muss das Ende von Reiseplänen nicht bedeuten. Mit sorgfältiger Planung und Vorbereitung können Betroffene weiterhin die Welt erkunden und neue Kraft tanken. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Leitfaden für Reisen mit Glioblastom, basierend auf Erfahrungen, Expertenmeinungen und wichtigen medizinischen Aspekten.
Einführung
Die Diagnose Glioblastom, ein aggressiver Hirntumor, stellt Betroffene und ihre Angehörigen vor große Herausforderungen. Neben der medizinischen Behandlung spielt die Lebensqualität eine entscheidende Rolle. Reisen kann hierzu einen wichtigen Beitrag leisten, indem es Ablenkung, Erholung und neue Perspektiven bietet. Es ist jedoch unerlässlich, die Reisepläne eng mit dem behandelnden Ärzteteam abzustimmen und alle notwendigen Vorkehrungen zu treffen.
Reisetauglichkeit und Reiseziel
Ärztliche Beratung
Vor jeder Reise sollte eine ausführliche Beratung mit dem behandelnden Onkologen erfolgen. Dieser kann die aktuelle Reisetauglichkeit einschätzen, spezifische Risiken aufzeigen und Empfehlungen für geeignete Reiseziele geben. Dabei spielen Faktoren wie der Zustand des Immunsystems, die Art der Therapie und mögliche Begleiterkrankungen eine Rolle.
Wahl des Reiseziels
Bei der Wahl des Reiseziels sollten sowohl persönliche Vorlieben als auch gesundheitliche Aspekte berücksichtigt werden. Lange Anreisewege können anstrengend sein, daher sind möglicherweise Ziele in der näheren Umgebung besser geeignet. Bei einem geschwächten Immunsystem sollten Gebiete mit erhöhter Infektionsgefahr, wie beispielsweise tropische Länder, gemieden werden.
Reiseziele und ihre Machbarkeit
Es ist wichtig zu überlegen, welche Art von Reise machbar ist. Kann man sich einen Langstreckenflug zumuten, oder ist es besser, in der näheren Umgebung zu bleiben? Einfach nur am Meer entspannen oder in den Bergen wandern? Mancher Urlaubswunsch ist vielleicht gar nicht realisierbar, weil das Immunsystem aufgrund der Erkrankung oder Therapie angeschlagen ist. Dann sind Gebiete mit erhöhter Infektionsgefahr wie zum Beispiel tropische Länder eventuell ausgeschlossen, wenn kein ausreichender Impfschutz möglich ist.
Lesen Sie auch: Fliegen loswerden: Tipps und Tricks
Impfungen und Medikamente
Impfschutz
Je nach Reiseland sind möglicherweise spezielle Impfungen erforderlich. Der Impfschutz sollte rechtzeitig vor Reiseantritt überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Insbesondere während einer Chemotherapie oder kurz nach deren Abschluss kann das Infektionsrisiko erhöht sein, weshalb bestimmte Impfungen möglicherweise nicht möglich sind. In diesem Fall sollte ein alternatives Reiseziel in Betracht gezogen werden.
Reiseapotheke
Die Reiseapotheke sollte in Absprache mit dem Behandlungsteam zusammengestellt werden. Es ist wichtig zu wissen, welche Medikamente in welcher Menge benötigt werden und ob diese Hitze, Kälte oder Feuchtigkeit vertragen. Bei Medikamenten, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, ist eine entsprechende Bescheinigung des Ärzteteams erforderlich. Alle Medikamente sollten originalverpackt und mit Beipackzettel im Handgepäck transportiert werden.
Medikamente und ihre Besonderheiten
Auch hier besprichst du am besten mit deinem Behandlungsteam, welche Medikamente du in welcher Menge mitnehmen musst. Wichtig ist auch zu wissen, ob die Arzneimittel Hitze, Kälte oder Feuchtigkeit vertragen, ob es im Reiseland vergleichbare Mittel gibt, auf die du bei Bedarf zurückgreifen kannst oder ob du durch die Medikamente empfindlicher auf die Sonne reagieren könntest. Wenn du Medikamente einnehmen musst, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, stellt dein Ärzteteam eine entsprechende Bescheinigung aus. Für sie gelten nämlich besondere Einfuhrbedingungen. Ansonsten gilt für die Mitnahme von Medikamenten vor allem bei Flugreisen: Sie und alle dazugehörigen Beipackzettel gehören ins Handgepäck. Das senkt die Gefahr, dass sie beim Transport verloren gehen. Um ganz sicherzugehen, können die Beipackzettel auch digital abgerufen werden.
Reisen mit erhöhtem Risiko
Thromboserisiko
Krebspatienten haben oft ein erhöhtes Thromboserisiko. Bei längeren Flug- oder Busreisen können Kompressionsstrümpfe und regelmäßige Bewegungseinheiten helfen. In manchen Fällen sind gerinnungshemmende Medikamente notwendig. Das individuelle Risiko sollte vor Reiseantritt mit dem Arzt besprochen werden.
Lymphödeme
Viele Krebspatienten kämpfen mit Lymphödemen. Auf langen Reisen sollten enge Kleidung, einseitige Belastung und einschnürende Schmuckstücke vermieden werden. Bei Lymphödemen in den Beinen und Füßen sollten die Schuhe während der Reise angelassen werden.
Lesen Sie auch: Entspanntes Reisen mit Demenz
Flugreisen
Flugreisen können für Menschen mit Hirntumoren oder Hirnmetastasen problematisch sein. Vor allem nach Operationen im Bauchraum, Brustraum oder am Kopf sollte auf Flugreisen verzichtet werden. Die Flugtauglichkeit kann in einer spezialisierten Praxis überprüft werden. Ein entsprechendes Attest schützt auch vor unerwarteten Kosten bei medizinischen Zwischenfällen während des Fluges.
Flugtauglichkeit und Atteste
Ob du dennoch flugtauglich bist, kannst du in einer Praxis überprüfen lassen. Das entsprechende Attest kostet zwischen 20 und 50 Euro, die Kosten musst du selbst tragen. Das Attest schützt dich aber auch, wenn es auf dem Flug zu einem medizinischen Zwischenfall kommt und du die entstandenen Kosten für diesen übernehmen musst. Das international einheitliche Formular für die Bestätigung der Flugreisetauglichkeit bekommt man im Reisebüro oder auf den Internetseiten der Fluggesellschaft. Die Ärztin oder der Arzt muss es ausgefüllt an den flugmedizinischen Dienst senden.
Reisen mit Stoma, Port oder Implantaten
Bei Reisen mit Stoma sollten spezielle Beutel für Flüge verwendet werden. Eine Bescheinigung über das Stoma, den Port, Stents oder Implantate kann bei Sicherheitskontrollen hilfreich sein, da diese Alarm auslösen können.
Krankenversicherung im Ausland
Versicherungsschutz
Vor einer Auslandsreise sollte der Krankenversicherungsschutz geklärt werden. Gesetzlich Versicherte sollten sich informieren, in welchen Ländern die Krankenkasse die Kosten für medizinische Behandlungen direkt übernimmt. In manchen Ländern ist Vorauskasse üblich. Eine private Auslandskrankenversicherung kann sinnvoll sein, um Kosten für Leistungen abzudecken, die von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht übernommen werden, wie beispielsweise ein medizinisch notwendiger Rücktransport.
Auslandskrankenversicherung
Sie übernimmt Kosten für Leistungen, die durch die gesetzliche Krankenversicherung nicht abgedeckt sind, etwa für einen medizinisch notwendigen Rücktransport. In der Regel greift der Versicherungsschutz nicht, wenn die Erkrankung bei Reiseantritt bereits bekannt ist. Deshalb solltest du im Vorfeld klären, ob und inwieweit Beschwerden im Zusammenhang mit der Krebserkrankung mitversichert sind.
Lesen Sie auch: Entspannter Urlaub trotz Parkinson
Europäische Krankenversicherungskarte
Auf der Rückseite der Versicherungskarte ist zumeist auch die „Europäische Krankenversicherungskarte“ (EHIC) zu finden [2]. Sollte dies nicht der Fall sein, kann man die Krankenkasse darum bitten eine Anspruchsbescheinigung auszustellen.
Urlaub während der Behandlung
Therapieplanung
Auch während einer Krebsbehandlung ist ein Urlaub oft möglich. Die Behandlungstermine sollten im Vorfeld mit dem Ärzteteam abgestimmt werden. Oft ist es auch möglich, einen bereits gebuchten Urlaub vor Beginn der Therapie anzutreten.
Urlaub mit Krankenschein
Wenn die Reise die Genesung nicht verzögert, ist eine Reise auch während einer Krankschreibung möglich. Dies sollte jedoch mit dem Ärzteteam, der Krankenkasse und dem Arbeitgeber abgesprochen werden.
Krankengeld und Reisen
Wenn Krankengeld bezogen wird und eine Reise ins europäische Ausland geplant ist, ist dies in der Regel kein Problem. Bei Reisen außerhalb Europas sollte dies mit der Krankenkasse geklärt werden, um die Leistung nicht zu gefährden.
Zustimmung der Krankenkasse
Anders bei Reisen ins Ausland. Hier benötigen Sie vorab die Zustimmung Ihrer Krankenkasse, sonst kann sie die Krankengeldzahlung einstellen. Wichtig ist: Ihr Arzt oder Ihre Ärztin muss Sie für die ganze Urlaubsdauer krankschreiben. Wenn Sie Ihre Krankenkasse über die bevorstehende Reise informieren, legen Sie am besten eine ärztliche Bescheinigung bei, dass die Reise ihren Heilungsprozess nicht behindert und die Behandlung nicht unterbrochen wird. Reisen innerhalb der EU kann die Krankenkasse in der Regel nicht ablehnen.
Notfallvorsorge
Europäischer Notfallausweis
Für den Notfall ist es ratsam, den Europäischen Notfallausweis mitzuführen. Dieser enthält wichtige medizinische Informationen wie Blutgruppe, chronische Erkrankungen, Medikamente und Allergien. Der Ausweis ist in verschiedenen Sprachen erhältlich und kann über die Krankenkasse bezogen werden.
Notfallausweis und seine Vorteile
Neben persönlichen Daten wie Name, Geburtsdatum und Adresse, liefert er auch Informationen über Blutgruppe, Schutzimpfungen, chronische Erkrankungen, Name und Dosierung der Medikamente sowie mögliche Allergien. Auch Angaben zu Personen, die im Notfall verständigt werden sollen, sind aufgeführt. Den Ausweis gibt es in verschiedenen Sprachen und ist in der Regel über deine Krankenkasse erhältlich.
Reisen mit Optune Gio
Therapie unterwegs
Auch Ausflüge und Reisen sind mit Optune Gio möglich. Bei längeren Unternehmungen und Reisen sollte eine Stromversorgung sichergestellt sowie an Ersatz-Akkus und Arrays gedacht werden. Vorab sollte mit den ärztlichen Ansprechpartnern besprochen werden, ob das Autofahren während der Therapie möglich ist.
Flugreisen mit Optune Gio
Auch eine Flugreise mit Optune Gio ist durchaus möglich. Teilweise gibt es Vorschriften zum Transport der benötigten Akkus. Jörg aus Mülheim an der Ruhr hat die Therapie mit Optune Gio prima im Griff. Auch auf Reisen klappt es mit der hohen Tragezeit.
Erfahrungen mit Optune Gio auf Reisen
Am Tag des Abflugs steckt in dem Optune Gio-Koffer, der genau Handgepäck-Größe hat, alles für die Therapie im Urlaub. Die Fluglinie weiß dank eingesendeter Dokumente Bescheid und erspart ihm außerdem den „Nacktscanner“, wie Jörg ihn nennt. Auf der Insel des ewigen Frühlings angekommen, legt sich Jörg mit geübten Handgriffen die Optune Gio-Komponenten zurecht und macht Ladestation sowie Netzteil startklar.
Tipps für die Reise mit Optune Gio
Um Optune Gio immer dabei zu haben, geht er nur mit vollen Akkus los und hat hinten im Kofferraum Ersatzbatterien dabei. Wenn er lange auf den Beinen ist, begleitet ihn Optune Gio im Rucksack auf seinen Touren. Und klar, ganz ohne Hitzealarme geht es auch bei Jörg nicht ab. Aber da er die Mittagssonne meidet und unterwegs auch mal eine Kappe mit Kühlfunktion trägt, kann er ohne Probleme auf 2000 Metern die Eindrücke des 17 Kilometer breiten Vulkankraters „Las Cañadas“ auf sich wirken lassen.
Spezielle Aspekte bei Hirntumoren
Flugreisen und Hirntumore
Fliegen kann für Hirnturmor-Patienten ernsthafte medizinische Komplikationen verursachen. In größeren Flughöhen können sich die Symptome einer Tumorerkrankung aufgrund des Druckunterschieds verschlimmern und sogar lebensgefährlich werden.
Druckkabinen und ihre Auswirkungen
Moderne Verkehrsflugzeuge sind mit Druckkabinen ausgestattet, die künstlich einen höheren Luftdruck als in der Atmosphäre erzeugen. Allerdings entspricht dieser Luftdruck nicht dem auf Meeresniveau, sondern einer Höhe von 2000 Metern bis 2500 Metern. Aufgrund des geringeren Luftdrucks an Bord kann sich eingeschlossenes Gas in körpereigenen Zellen wie z.B. Sauerstoff um bis zu 35 % ausbreiten - und einen Hirntumor und das Gehirnwasser ausdehnen lassen. Dies hat einen erhöhten intrakraniellen Druck zur Folge.
Sea-Level-Flug als Alternative
Wenn es unsere Flugärzte für notwendig erachten, können wir eine Rückholung im Ambulanzflugzeug auch als einen Sea-Level-Flug durchführen. Dabei erfolgt der Transport des Patienten im Ambulanzflugzeug in einer speziellen Druckkabine, die den Kabinendruck künstlich auf dem Niveau zwischen 600 Metern und 900 Metern über Meereshöhe hält. Dadurch werden die Probleme, die durch den Druckunterschied ausgelöst werden, vermieden und ein sicherer Transport ist möglich.
Kostenübernahme für Ambulanzflüge
Entgegen einer weit verbreiteten Auffassung ist eine Kostenübernahme für einen Ambulanzflug durch eine Auslandskrankenversicherung nicht in allen Fällen möglich. Der entscheidende juristische Unterschied ist der zwischen einem medizinisch sinnvollen und einem medizinisch notwendigen Krankentransport.
Warum Fliegen mit Hirntumor problematisch werden kann
Fliegen kann für Hirntumor-Patienten ernsthafte medizinische Komplikationen verursachen. In größeren Flughöhen können sich die Symptome einer Tumorerkrankung aufgrund des Druckunterschieds verschlimmern und sogar lebensgefährlich werden. Moderne Verkehrsflugzeuge sind mit Druckkabinen ausgestattet, die künstlich einen höheren Luftdruck als in der Atmosphäre erzeugen. Allerdings entspricht dieser Luftdruck nicht dem auf Meeresniveau, sondern einer Höhe von 2000 Metern bis 2500 Metern. Aufgrund des geringeren Luftdrucks an Bord kann sich eingeschlossenes Gas in körpereigenen Zellen wie z.B. Sauerstoff um bis zu 35 % ausbreiten - und einen Hirntumor und das Gehirnwasser ausdehnen lassen. Dies hat einen erhöhten intrakraniellen Druck zur Folge.
Ambulanzflugzeuge als Option
Aber Hirntumor-Patienten können unbesorgt sein. Das heißt noch lange nicht, dass sie auch auf die vielen Vorteile der medizinischen Luftfahrt verzichten müssen. Denn unter bestimmten medizinischen Bedingungen ist ein Krankentransport im Flugzeug auch für Hirntumor-Patienten möglich. Diese hohen medizinischen Anforderungen werden in Ambulanzflugzeugen erfüllt. Hier erlauben eine äußerst moderne intensivmedizinische Ausrüstung und ein hochqualifiziertes Ärzteteam eine intensivmedizinische Betreuung des Patienten und garantieren eine bestmögliche Patientenversorgung und -sicherheit.
Autofahren trotz Krebs
Fahrtauglichkeit und Schmerzmittel
Ob Patientinnen oder Patienten mit Krebs fahrtüchtig sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Wer beispielsweise Schmerzmittel nimmt und gut eingestellt ist, darf unter Umständen trotzdem Auto fahren - in dieser Situation können Betroffene eine Bescheinigung für ihre Fahrtüchtigkeit erhalten sowie einen sogenannten Opioid-Ausweis.
Opioid-Ausweis
Betroffene können von ihrem Arzt oder ihrer Ärztin eine Bescheinigung erhalten, dass die Medikamente medizinisch notwendig sind. Vordrucke für einen solchen "Opioid-Ausweis" gibt es unter anderem auch von der Deutschen Schmerzliga sowie anderen Fachgesellschaften. Wichtig: Auch mit einem solchen Ausweis müssen Betroffene ihre Fahrtauglichkeit einschätzen.
Hirntumore und Fahrtüchtigkeit
Nach Schädeloperationen, bei Hirntumoren oder Hirnmetastasen gehen fast alle Experten pauschal von einer zeitweilig eingeschränkten Fahrtüchtigkeit aus. Betroffene sollten sich vor dem Griff zum Autoschlüssel unbedingt mit ihren Ärzten in Verbindung setzen, um den Verlust des Versicherungsschutzes zu vermeiden.
Umgang mit Unsicherheiten und Ängsten
Positive Ziele setzen
Es kann Heute niemand sagen, wie es euch im März gehen wird - Unsicherheit ist der einzige Sicherheit bei diese sch… Krankheit. Kann eben gut sein, das alles wunderbar läuft, und wenn er das machen WILL, dann ist es wohl wichtig. Positive Ziele helfen immer, und ein wenig Zukunftsperspektiv sollte man jeder Gliopatient gönnen, finde ich…
Erfahrungen anderer Patienten
Wir (mein Mann wurde 2003 operiert, Astro III, Bestrahlung, Chemo, dann wieder im Juni 2006, Glio IV, wieder Bestrahlung, Chemo, jetzt wieder Rezidiv, aber es scheint sich langsam zu entwickeln) fliegen viel - nach der letzten OP erstmal Düsseldorf, dann Rom, Wien, Israel, Südafrika. Es gibt eine theoretisch erhöhtem Anfallsgefahr im Flugzeug, ist uns nie passiert, lass euch nicht abschrecken, wenn es so aussieht, als konnte es ein Problem sein, gibt es Tegretal und Tavor dagegen.
Tipps für den Notfall
Notfalls müssen die Mitfliegende bescheid wissen, gelassen damit umgehen, und vor allem den Flugpersonal sagen, es sei überhaupt kein Problem, Anfälle kriegt er immer, wird schon bald wieder gut, kein Panik, haben wir im Griff… denn wenn der Flugzeug einen Notlandung macht, wird es RICHTIG teuer, und dagegen krieg ihr keine Versicherung.
Checkliste für die Urlaubsplanung bei Krebs
- Reiseziel und Reisedauer: Überlege, welches Reiseziel und welche Reisedauer machbar ist. Lange Anreisewege können anstrengend sein.
- Reisetauglichkeit: Lass dir die Reisetauglichkeit bestätigen - am besten in schriftlicher Form und frage nach, ob du therapiebedingt gegebenenfalls besonders empfindlich gegenüber Sonne oder Hitze bist.
- Impfungen: Informiere dich, ob du bestimmte Impfungen benötigst.
- Medikamente: Überlege, welche Medikamente du mitnehmen musst und welche zur zusätzlichen Sicherheit mitgenommen werden können.
- Zollbestimmungen: Finde heraus, welche Zollbestimmungen für deine Medikamente gelten.
- Krankenversicherung: Frag bei deiner Krankenkasse nach den Versicherungskonditionen für Reisen ins Ausland. Gegebenenfalls kann eine zusätzliche Reisekrankenversicherung sinnvoll sein.
- Medizinische Versorgung vor Ort: Sammle Informationen über die medizinische Versorgung vor Ort. Für den Fall des Falles kann es hilfreich sein, die Kontaktdaten deines Ärzteteams und der Krankenversicherung sowie ein Dokument mit Diagnose und Therapie mit sich zu führen.
- Europäischer Notfallausweis: Auch dieser gehört unbedingt ins Reisegepäck von Krebspatienten. Hier sind alle wichtigen medizinischen Informationen wie Blutgruppe, chronische Erkrankungen oder Name und Dosierung einzunehmender Medikamente übersichtlich in neun Sprachen aufgeführt.
tags: #fliegen #mit #glioblastom