Fokus Rehakliniken: Neurologische Frühreha Standorte und Spezialisierungen

Die Rehabilitation spielt eine entscheidende Rolle bei der Wiederherstellung der Gesundheit und der Selbstständigkeit von Patienten nach schweren Erkrankungen oder Operationen. Insbesondere die neurologische Frühreha ist für Menschen mit neurologischen Erkrankungen von großer Bedeutung. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Rehakliniken in Deutschland, die sich auf neurologische Rehabilitation spezialisiert haben, und gibt einen Überblick über ihre Schwerpunkte und Angebote.

Vielfalt der Rehakliniken in Deutschland

In Deutschland gibt es rund 1.600 Vorsorge- und Rehabilitationskliniken, die jährlich über 2 Millionen Patient:innen behandeln. Diese Einrichtungen umfassen sowohl stationäre Kliniken als auch ambulante Rehazentren, die darauf spezialisiert sind, Patient:innen bei der Genesung zu unterstützen. Für Patient:innen ist es wichtig, Zugang zu hochwertigen Rehabilitationsangeboten zu haben, die ihren individuellen Bedürfnissen entsprechen. Von der Suche nach der „besten Rehaklinik für Orthopädie und Psychosomatik“ bis zur „privaten Rehaklinik an der Ostsee mit Hund“ können Patient:innen auf die ausgereifte Filterfunktion zurückgreifen, um fundierte Entscheidungen zu treffen.

KWA Klinik Stift Rottal: Ganzheitliche Rehabilitation im Bäderdreieck

Die KWA Klinik Stift Rottal liegt im niederbayerischen Bäderdreieck, einer Region, die für ihre Tradition, Natur und Thermalwasser bekannt ist. Die Klinik bietet geriatrische, neurologische und urologische Rehabilitation an. In der geriatrischen Reha werden ältere Menschen behandelt, die aufgrund altersbedingter Erkrankungen in ihrem Alltag eingeschränkt sind. Ziel ist es, einen möglichst hohen Grad an Selbstständigkeit wiederherzustellen.

Schwerpunkte der neurologischen Rehabilitation sind Schlaganfall und Multiple Sklerose, aber auch andere neurologische Erkrankungen werden behandelt. Seit 2018 wurde die Klinik vom Magazin FOCUS jährlich als TOP REHAKLINIK ausgezeichnet. Die urologische Rehabilitation konzentriert sich auf urologische Tumoren, Blasenfunktionsstörungen und Erkrankungen der Harnwege, Nieren, Harnleiter, Blase und Geschlechtsorgane.

Die KWA Klinik Stift Rottal legt Wert auf eine ganzheitliche Therapie, die den Menschen in seiner Einheit aus Körper, Geist und Seele in den Mittelpunkt stellt. Mit 150 Plätzen ist die Klinik überschaubar, was eine persönliche Betreuung ermöglicht. Das Qualitätsmanagement ist seit 2003 nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert, und die Klinik erhielt als erste Reha-Klinik in Bayern das Qualitätssiegel "Geriatrie". An die Reha-Klinik angegliedert ist das KWA Stift Rottal, ein Pflegestift mit 72 Plätzen für den Dauer- und Kurzzeitaufenthalt.

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VAMED Klinik Kipfenberg: Spezialisiert auf schwere neurologische Erkrankungen

Die VAMED Klinik Kipfenberg ist eine große neurologische Fachklinik, die sich seit über 25 Jahren in der Rehabilitation von Menschen mit schweren und schwersten neurologischen Erkrankungen engagiert. Patienten nach einem Schlaganfall, einem Schädel-Hirn-Trauma oder einer Querschnittlähmung werden nach Abschluss der akuten Behandlungsphase aufgenommen. Da Rehabilitation so früh wie möglich beginnen soll, um wirksam zu sein, geschieht dies regelhaft noch während der intensivmedizinischen Behandlung.

Die Klinik hat sehr wirkungsvolle Behandlungskonzepte erarbeitet. Beispielsweise gelingt es dort, mit Hilfe eines speziell entwickelten Entwöhnungsprotokolls, 98% der Patienten, die maschinell beatmet werden müssen, vom Beatmungsgerät zu entwöhnen. In der Rehabilitation von Querschnittpatienten werden stets allermodernste Techniken genutzt, etwa einen Gangroboter, der das Aufstehen und Umherlaufen ermöglicht. Auch neueste Techniken der sogenannten Umfeldsteuerung finden Anwendung. Etwa lernen Patienten mit einer Lähmung aller vier Extremitäten den Elektrorollstuhl, das Licht, das Telefon, den Fernseher, den PC oder andere Haushaltsgeräte mit den Augen oder der Zunge zu steuern.

Die VAMED Klinik Kipfenberg setzt zunehmend auf die Digitalisierung, z.B. sind die Digitale Patientenakte und die Vernetzung aller Berufsgruppen in unserer Klinik bereits umgesetzt und werden kontinuierlich ausgebaut. Die Klinik wurde zum fünften Mal vom FOCUS als Top-Rehaklinik in den Fachbereichen neurologische sowie orthopädische Rehabilitation ausgezeichnet.

Reha-Zentren Baden-Württemberg: Ein Netzwerk für Rehabilitation

Unter dem Dach der RehaZentren Baden-Württemberg sind neun Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation mit individuellen Profilen zusammengeführt. Die Kliniken erbringen ein breites Spektrum an rehabilitativen und präventiven Dienstleistungen und ergänzen sich gegenseitig, sodass wertvolle Synergieeffekte entstehen.

Weitere Rehakliniken und ihre Spezialisierungen

Neben den bereits genannten Kliniken gibt es eine Vielzahl weiterer Rehakliniken in Deutschland, die sich auf verschiedene Bereiche spezialisiert haben:

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  • Klinik Lindenberg-Ried: Orthopädische und psychosomatische Erkrankungen.
  • Klinik Bad Wörishofen: Herzkreislauferkrankungen und orthopädische Beschwerden.
  • Klinik im Weserbergland: Orthopädie, Rheumatologie und stationäre Prävention.
  • Rehazentrum Oberharz: Bietet beste Voraussetzungen für gesundheitliche Genesung in einzigartiger Natur- und Kulturlandschaft.
  • Klinik Wingertsberg: Onkologische und psychosomatische Rehabilitation.
  • Klinik Roderbirken: Herzerkrankungen, Kreislauferkrankungen, Gefäßerkrankungen und Psychokardiologie.
  • Klinik Rhön: Psychosomatik.
  • Marbachtalklinik: Psychische und psychosomatische Erkrankungen.
  • Rehazentrum Bad Frankenhausen: Psychische und orthopädische Erkrankungen.
  • Klinik Ostseeblick: Senologische, gynäko-onkologische, dermatologische und dermato-onkologische Krankheitsbilder.
  • Klinik Berlin: Orthopädie sowie Innere Medizin/Kardiologie.
  • Klinik Rheumaklinik Bad Aibling: Orthopädie und Rheumatologie.
  • Rehazentrum Aukrug: Orthopädie und Psychosomatische Medizin.
  • Klinik Seehof: Herz-Kreislauf und Psyche.
  • Nordseeklinik Westfalen: Krankheiten des Atmungssystems, onkologische Krankheiten und chronisch gynäkologische Krankheiten.
  • Klinik Weser: Orthopädie, Physikalische Therapie und Rehabilitation.
  • Klinik Hüttenbühl: Sole-Heilbad, Kneipp-Kurort und Heilklimatischer-Kurort.
  • Klinik Wehrawald: Pneumologie, Psychosomatik und Psycho-Pneumologie.
  • Rehazentrum Todtmoos: Bietet indikationsspezifische Behandlungen.
  • Frankenland-Klinik: Orthopädie, Schmerztherapie, Diabetes, Adipositas, Innere Medizin und Dermatologie.
  • Frankenklinik: Orthopädie und Innere Medizin (Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen).
  • Klinik Herzoghöhe: Orthopädie, Onkologie und Innere Medizin.
  • Höhenklinik Bischofsgrün: Kardiologie, Innere Medizin, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.
  • Neurologisches Rehazentrum prosper: Neurologische Rehabilitation.
  • Klinik Frankenwarte: Ausgereiftes Reha-Konzept.

Qualitätssicherung und Patientenzufriedenheit

Die Deutsche Rentenversicherung Bund misst die Qualität fast aller deutschen Rehabilitationseinrichtungen. Dabei werden die Patienten nach ihrer Rehabilitation befragt, ob es ihnen nach dem Klinikaufenthalt besser geht und wie zufrieden sie mit dem Behandlungsprogramm sind. Außerdem wird geprüft, ob die jeweilige Reha-Einrichtung Therapiestandards für Krankheitsbilder einhält und welches Behandlungsprogramm die Patienten erhalten haben. Zusätzlich lesen externe Ärztinnen und Ärzte anonymisierte Entlassungsberichte der Klinik und geben Rückmeldung, ob die Patientinnen und Patienten aus ihrer Sicht optimal behandelt wurden.

Das renommierte Nachrichtenmagazin FOCUS hat ebenfalls bundesweit Rehakliniken einem Qualitätsvergleich unterzogen.

Therapiekonzepte in der neurologischen Rehabilitation

In der neurologischen Rehabilitation kommen verschiedene erprobte Konzepte und medizinische Instrumente zum Einsatz, um den Patientinnen und Patienten wieder ein möglichst selbstständiges Leben zu ermöglichen. Dazu gehören:

  • Bobath-Konzept: Dieses wird häufig bei Schlaganfall-Patienten angewendet. Im Vordergrund steht hier die Fähigkeit der gesunden Hirnareale, die Funktionen der beschädigten Hirnregionen zu übernehmen.
  • Transkutane elektrische Neurostimulation (TENS): Die Ärzte kleben Hautelektroden auf Körperstellen, die chronische Schmerzen verursachen. Die verschiedenen Stromstärken und Frequenzen erzielen eine entspannende Wirkung.
  • Constraint-induced movement therapy (CIMT): Ärzte lassen die Betroffenen zwei Wochen an der gesunden Hand einen Handschuh tragen, um die schwächere Hand für Alltagsaufgaben zu fördern.

Phasen der neurologischen Rehabilitation

Die neurologische Rehabilitation ist in verschiedene Phasen unterteilt:

  • Phase A: Akutbehandlung (z.B. Operation)
  • Phase B bis E: Unterschiedliche Stufen der Rehabilitation, die je nach Patientensituation unterschiedlich lang sein können.

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