Forderung Neurologie Recklinghausen: Umfassende Versorgung im Fokus

Die neurologische Versorgung in Recklinghausen und Umgebung ist durch ein Netzwerk verschiedener Kliniken und Praxen geprägt, die sich der Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems verschrieben haben. Ziel ist es, Patienten eine umfassende und individuell abgestimmte Therapie zukommen zu lassen. Dabei spielen sowohl ambulante als auch stationäre Leistungen eine wichtige Rolle, die optimal aufeinander abgestimmt sind.

proGesund: Ihre Vorteile im Gesundheitsnetzwerk

Ein wichtiger Baustein der Gesundheitsversorgung in Recklinghausen ist die Teilnahme am Programm proGesund. Versicherte, die an proGesund teilnehmen, können von finanziellen Vorteilen profitieren. So gibt es beispielsweise 40 Euro pro Kalenderjahr, wenn man vertragsgemäß an proGesund teilnimmt. Wer im Krankenhaus behandelt werden muss und dafür in ein Netzkrankenhaus geht, erhält sogar 100 Euro. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos.

Teilnahmevoraussetzungen:

  • Besuch einer Hausarztpraxis, die bei proGesund mitmacht
  • Kein Wechsel der Hausarztpraxis innerhalb eines Quartals (Wechsel im nachfolgenden Quartal ist möglich)

So funktioniert die Versorgung im Gesundheitsnetzwerk:

  1. Die Netzhausarztpraxis begleitet Sie durch das Gesundheitsnetz und stellt bei Bedarf einen Überweisungsschein für eine Facharztpraxis aus, die ebenfalls an proGesund teilnimmt.
  2. In der Netzfacharztpraxis geben Sie den Überweisungsschein ab, damit alle Behandlungsinformationen wieder in der Netzhausarztpraxis zusammenlaufen und Sie bestmöglich behandelt werden können.

Vielfältige Leistungsgruppen in Recklinghausen und Umgebung

Die verschiedenen Krankenhäuser in Recklinghausen und Umgebung bieten ein breites Spektrum an medizinischen Leistungen an, darunter auch spezialisierte neurologische Behandlungen. Hier ein Überblick über einige Leistungsgruppen der verschiedenen Krankenhäuser:

  • Allgemeine Innere Medizin: Elisabeth Krankenhaus Recklinghausen, Katholische Kliniken Emscher-Lippe (Gladbeck), Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen, Paracelsus-Klinik Marl, Prosper-Hospital Recklinghausen, St. Elisabeth-Hospital Herten
  • Komplexe Gastroenterologie (Behandlung der Verdauungsorgane): Katholische Kliniken Emscher-Lippe (Gladbeck), Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen, Paracelsus-Klinik Marl, Prosper-Hospital Recklinghausen, St. Elisabeth-Hospital Herten
  • Interventionelle Kardiologie (Minimalinvasive Eingriffe am Herz): Elisabeth Krankenhaus Recklinghausen, Katholische Kliniken Emscher-Lippe (Gladbeck), Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen, Prosper-Hospital Recklinghausen, St. Elisabeth-Hospital Herten
  • Allgemeine Neurologie (Behandlung des Nervensystems): Katholische Kliniken Emscher-Lippe (Gladbeck), Paracelsus-Klinik Marl
  • Stroke Unit (Schlaganfallstation): Katholische Kliniken Emscher-Lippe (Gladbeck)
  • Neuro-Frühreha (NNF, Phase B) (Phase zwischen Intensivstation und Reha): Katholische Kliniken Emscher-Lippe (Gladbeck), Paracelsus-Klinik Marl
  • EPU/ Ablation (Diagnose und Behandlung von Herzrhythmusstörungen): Elisabeth Krankenhaus Recklinghausen, Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen
  • Kardiale Devices (Einsetzen von z.B.: Elisabeth Krankenhaus Recklinghausen, Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen, Prosper-Hospital Recklinghausen, St. Elisabeth-Hospital Herten
  • Komplexe Endokrinologie und Diabetologie (Behandlung von Drüsenerkrankungen, u.a. der Schilddrüse, sowie von Diabetes): Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen
  • Leukämie und Lymphome (Blutkrebs / veränderte Lymphknoten): Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen
  • Komplexe Pneumologie: Paracelsus-Klinik Marl
  • Allgemeine Chirurgie: Katholische Kliniken Emscher-Lippe (Gladbeck), Paracelsus-Klinik Marl
  • Endoprothetik Hüfte (Künstlicher Ersatz des Hüftgelenks): Katholische Kliniken Emscher-Lippe (Gladbeck), Paracelsus-Klinik Marl
  • Endoprothetik Knie (Künstlicher Ersatz des Kniegelenks): Katholische Kliniken Emscher-Lippe (Gladbeck), Paracelsus-Klinik Marl
  • Revision Hüftendoprothese: Paracelsus-Klinik Marl
  • Revision Knieendoprothese: Paracelsus-Klinik Marl
  • Allgemeine Frauenheilkunde: Paracelsus-Klinik Marl
  • Senologie (Behandlung von Erkrankungen der Brust): Paracelsus-Klinik Marl
  • "Geburten": Paracelsus-Klinik Marl
  • Allgemeine Kinder- und Jugendmedizin: Paracelsus-Klinik Marl
  • Geriatrie: Paracelsus-Klinik Marl
  • Komplexe Nephrologie (Nierenheilkunde): Prosper-Hospital Recklinghausen
  • Urologie: Katholische Kliniken Emscher-Lippe (Gladbeck)

NeuroCentrum Marl-Sinsen: Fachübergreifende Kompetenz für neurologische Erkrankungen

Ein besonderes Highlight in der neurologischen Versorgung der Region ist das NeuroCentrum in Marl-Sinsen. Hier arbeiten die Kliniken für Neurologie, Neurochirurgie und Neuroradiologie im fachübergreifenden Team zusammen. Ziel ist es, für jeden Patienten eine individuell abgestimmte Therapie zu entwickeln, in die sämtliche Einrichtungen des Krankenhauses einbezogen werden können. Dazu gehören auch die regelmäßigen interdisziplinären Besprechungen und Fallkonferenzen.

Das NeuroCentrum kooperiert zudem mit externen Partnern, wie z.B. der Neuropathologie, der Neuroonkologie, der Neuroendokrinologie sowie weiteren Referenzzentren.

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Verein zur Förderung der Neurologie Recklinghausen e.V.

Das NeuroCentrum ist eng verbunden mit dem Verein zur Förderung der Neurologie Recklinghausen. Dieser hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Öffentlichkeitsarbeit zur Aufklärung über neurologische Erkrankungen und deren Behandlung zu fördern.

Neurologische Praxis Dr. Dr. med. Vita

Die Neurologische Praxis Dr. Dr. med. Vita bietet ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Leistungen im Bereich der Neurologie an.

Diagnostische Leistungen:

  • EEG (Elektroenzephalographie)
  • ENG (Elektroneurographie)
  • EMG (Elektromyographie)
  • Evozierte Potenziale
  • Ultraschall der extrakraniellen Halsgefäße
  • Demenztestung und psychopathologische Diagnostik bei kognitiven Störungen sowie soziale Beratung bei Pflegegradanträgen

Hinweis für den Arztbesuch:

Bitte bringen Sie Ihre Versicherungskarte und ggf. einen Überweisungsschein sowie Vorbefunde, Krankenhausberichte, Laborbefunde mit.

Neurologische Frührehabilitation: Frühzeitige Unterstützung nach neurologischen Ereignissen

Die Neurologische Frührehabilitation (Phase B) beginnt mit der Behandlung der Patienten bereits kurz nach dem akuten Krankheitsereignis. Diese leiden dabei unter schwerwiegenden Schäden des zentralen und peripheren Nervensystems, die aufgrund einer gering ausgeprägten bzw. fehlenden Kooperationsfähigkeit eine besondere Behandlungsform erfordern.

Behandlungsziele:

Ziel ist es, den Patienten nach einem akuten Krankheitsereignis so früh wie möglich eine adäquate Rehabilitationsbehandlung zukommen zu lassen. Durch konsequente Anwendung von Methoden des motorischen und kognitiven Lernens und des multidisziplinären Ansatzes wird das zerebrale Erholungspotential unterstützt.

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Therapeutisches Angebot:

  • Physiotherapie (Behandlung von Bewegungsausfällen, Störungen des Gleichgewichts und Lähmungserscheinungen)
  • Ergotherapie (Einüben alltagsrelevanter praktischer Fähigkeiten, um die Selbständigkeit im täglichen Leben so weit wie möglich wiederzuerlangen)
  • Sprachtherapie (Logopädie) (Diagnostik und Therapie von Sprach-, Sprech-, Stimm- sowie Schluckstörungen)
  • Neuropsychologie (Behandlung von Menschen mit psychischen Störungen nach einer organischen Erkrankung des Gehirns)
  • Sozialdienst (Beantragung und Koordination der Bereitstellung materieller und sozialer Hilfen)
  • Musiktherapie (Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung psychischer und körperlicher Gesundheit)

Maßnahmen zur Förderung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS)

Die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) ist ein wichtiger Aspekt der Patientenversorgung in Krankenhäusern. Ziel ist es, Medikationsfehler und damit vermeidbare Risiken für Patientinnen und Patienten bei der Arzneimitteltherapie zu verringern.

Instrumente und Maßnahmen zur Förderung der AMTS:

  • Elektronische Unterstützung des Aufnahme- und Anamnese-Prozesses (z. B. Möglichkeit einer elektronischen Verordnung)
  • Bereitstellung von elektronischen Arzneimittelinformationssystemen
  • Elektronische Systeme zur Entscheidungsunterstützung
  • Spezielle AMTS-Visiten
  • Aushändigung von arzneimittelbezogenen Informationen für die Weiterbehandlung und Anschlussversorgung

Besonderheiten des Medikationsprozesses im stationären Umfeld:

  • Überleitungsmanagement bei Aufnahme und Entlassung
  • Arzneimittelanamnese
  • Verordnung
  • Patienteninformation
  • Arzneimittelabgabe
  • Arzneimittelanwendung
  • Dokumentation
  • Therapieüberwachung
  • Ergebnisbewertung

Prävention von Gewalt und Missbrauch

Gemäß § 4 Absatz 2 der Qualitätsmanagement-Richtlinie haben Einrichtungen die Prävention von und Intervention bei Gewalt und Missbrauch als Teil des einrichtungsinternen Qualitätsmanagements vorzusehen. Ziel ist es, Missbrauch und Gewalt insbesondere gegenüber vulnerablen Patientengruppen, wie beispielsweise Kindern und Jugendlichen oder hilfsbedürftigen Personen, vorzubeugen, zu erkennen, adäquat darauf zu reagieren und auch innerhalb der Einrichtung zu verhindern.

Maßnahmen zur Prävention von Gewalt und Missbrauch:

  • Risikoanalyse: Erkennen von Risikostellen im und ausserhalb des Krankenhauses
  • Schutzkonzept (insbesondere für Einrichtungen, die Kinder und Jugendliche versorgen)
  • Adressatengerechte und themenspezifische Informationsmaterialien für Patientinnen und Patienten

Aktuelles und Entwicklungen in den Krankenhäusern der Region

Die Krankenhäuser in Recklinghausen und Umgebung sind stetig bemüht, ihr Leistungsangebot zu verbessern und an die Bedürfnisse der Patienten anzupassen. Hier einige Beispiele für aktuelle Entwicklungen:

  • Elisabeth Krankenhaus Recklinghausen: Einführung des Shockwave-Verfahrens in der Kardiologie, neue Geschäftsführung, Telefonaktionen und Videosprechstunden aufgrund der Corona-Pandemie
  • St. Franziskus-Hospital Ahlen: Umbau der Zentralen Notaufnahme, teilstationäres Angebot für Integrative Onkologie, Diversity-Kampagne, Coronaschutzmaßnahmen
  • Herz-Jesu-Krankenhaus: Neue Geschäftsführung, Zertifizierung des AltersTraumaZentrums Münster - Lüdinghausen, Umbaumaßnahme „Zentrale Notaufnahme“
  • Klinik Maria Frieden Telgte: 25-jähriges Bestehen, Erweiterungsbau zum Ausbau der neurologischen Frührehabilitation, Beteiligung am Projekt „Triple Win“

Parkinson-Forschung und -Therapie

Die Deutsche Parkinson Gesellschaft (DPG) fördert die Forschung und Therapie von Parkinson-Erkrankungen. Sie unterstützt innovative Projekte in den Bereichen präklinische Forschung, klinische Forschung und Präventionsforschung. Zudem bietet die DPG Fortbildungen für Therapeuten und Pflegekräfte an und engagiert sich für die Entwicklung von Versorgungsleitlinien und digitalen Versorgungsangeboten.

Aktuelle Schwerpunkte der Parkinson-Forschung:

  • Neue genetische Einblicke
  • Präzisere Biomarker
  • Innovative Wirkstoffe
  • Moderne, KI-gestützte Neurotechnologien
  • Nicht-medikamentöse Therapien

Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich Neurologie

Für Ärzte, die sich im Bereich Neurologie weiterbilden möchten, bieten die Kliniken in Recklinghausen und Umgebung vielfältige Möglichkeiten. So können beispielsweise im Elisabeth-Krankenhaus 36 von insgesamt 48 Monaten der neurologischen Weiterbildungszeit absolviert werden. Zudem besteht die Möglichkeit, die Weiterbildung zum Geriater zu absolvieren.

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