Thieme, ein etablierter Anbieter von Fachinformationen im Bereich Medizin und Gesundheit, lädt Sie herzlich ein, Ihren Fachbeitrag in einer seiner Publikationen zu veröffentlichen. Der Name Thieme steht seit vielen Jahrzehnten für verlässliche Qualität und Seriosität. Dieser Artikel soll Autoren wichtige Hinweise und Richtlinien für die Einreichung von Beiträgen geben, um den Publikationsprozess zu erleichtern und die Qualität der eingereichten Arbeiten zu gewährleisten.
Allgemeine Hinweise
Bei technischen Fragen, z.B. Falls Sie ein Literaturverwaltungsprogramm (Endnote, Zotero, Mendeley) verwenden, nutzen Sie dort bitte den Output Style „Thieme-German“.
Urheberrechte und Nutzungsrechte
Ein wesentlicher Aspekt bei der Einreichung von Beiträgen ist die Klärung der Urheberrechte. Thieme kann keine Abbildungen annehmen, die bereits in anderen Publikationen (Büchern, Zeitschriften, Webseiten) veröffentlicht wurden oder an denen Dritte Nutzungsrechte haben. Dies gilt auch dann, wenn Lizenzgebühren entrichtet wurden. Standard-Lizenzverträge von „Creative Commons“ sind für eine Publikation leider nicht ausreichend. Autoren sollten daher keine Lizenzgebühren zahlen, beispielsweise bei „RightsLink“ / Copyright Clearance Center. Der Grund dafür ist, dass es kaum noch möglich ist, die Nutzungsrechte in dem für uns erforderlichen Umfang zu erhalten.
Datenschutz
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Datenschutz. Abbildungen, die personenbezogene Daten Dritter enthalten, dürfen nicht eingereicht oder gespeichert werden. Solche Daten können direkt im Bild sichtbar sein (z.B. Patientenname, Geburtsdatum in einem Röntgenbild) oder in den Metadaten des Bildes enthalten sein. Auch durch Zuschneidefunktionen verdeckte Daten können problematisch sein, da sie unter Umständen wieder sichtbar gemacht werden können.
Formatierungshinweise für verschiedene Dokumenttypen
Um eine reibungslose Bearbeitung zu gewährleisten, sind bestimmte Formatierungsrichtlinien zu beachten.
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Tabellen
Tabellen sind als Word-Dokument (.doc, .docx) einzureichen. Jede Tabelle muss einen Tabellenkopf haben (Kopfzeile der Tabelle, z.B. „Tab. 1: Differenzialdiagnosen des akuten Thoraxschmerzes“). Eine Gliederung mit Zwischenüberschriften ist möglich. Es ist wichtig, auf korrekte Zellenverbindungen zu achten, wo notwendig (z.B. Boxen: bitte immer mit Titel versehen (z.B.
Abbildungen
Wir können leider keine Abbildungen annehmen, die bereits in Büchern, Zeitschriften oder elektronischen Produkten anderer Anbieter (inkl. Webseiten) publiziert worden sind oder an denen ein Dritter Nutzungsrechte hat (z.B. Arbeitgeber).
Falls Sie Fotos von erkennbaren Personen (z.B.
Korrekturprozess und Sonderdrucke
Der korrespondierende Autor erhält die Korrekturabzüge als PDF-Datei und ist für die Korrektheit der von ihm zum Druck freigegebenen Version verantwortlich. Nach der Veröffentlichung erhält der korrespondierende Autor kostenfrei einen elektronischen Sonderdruck (PDF-Datei).
Nutzung des Sonderdrucks
Der elektronische Sonderdruck darf für nicht-kommerzielle, persönliche Zwecke im Rahmen des fachlichen Austauschs mit einzelnen Kollegen genutzt und auf der privaten Homepage eingestellt werden. Die Einstellung in Repositorien (z.B. Dokumentenserver von Bibliotheken und anderen Instituten) ist jedoch nicht gestattet.
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Validierung von Beschwerden in der neurologisch-psychiatrischen Begutachtung
Die Validierung von Beschwerden spielt eine entscheidende Rolle in der neurologisch-psychiatrischen Begutachtung, insbesondere im Kontext von Berufsunfähigkeit, Rentenanträgen und forensischen Fragestellungen. Ziel ist es, die Glaubwürdigkeit und Konsistenz der vom Patienten geschilderten Symptome zu beurteilen. Dies ist von Bedeutung, da finanzielle Anreize oder andere Motive die Darstellung von Beschwerden beeinflussen können. Die Validierung von Beschwerden trägt dazu bei, die Qualität medizinischer und psychologischer Gutachten zu verbessern und sicherzustellen, dass Leistungen zielkonform eingesetzt werden.
Methoden der Beschwerdenvalidierung
Es gibt verschiedene Methoden zur Validierung von Beschwerden, die in der neurologisch-psychiatrischen Praxis eingesetzt werden:
Anamnese und Exploration: Eine sorgfältige Anamnese und Exploration des Patienten ist grundlegend. Dabei werden die Art, der Beginn, die Dauer und die Intensität der Beschwerden erfasst. Widersprüche oder Ungereimtheiten in den Angaben des Patienten können Hinweise auf eine mangelnde Validität geben.
Klinische Untersuchung: Die klinische Untersuchung umfasst neurologische und psychiatrische Tests, um objektive Befunde zu erheben. Diese Befunde werden mit den subjektiven Angaben des Patienten verglichen. Eine Diskrepanz zwischen objektiven Befunden und subjektiven Beschwerden kann ein Warnsignal sein.
Aktenlage: Die Überprüfung der Aktenlage, einschließlich früherer Arztberichte, Gutachten und anderer relevanter Dokumente, ist essenziell. Widersprüche zwischen den aktuellen Angaben des Patienten und den Informationen in den Akten können die Validität der Beschwerden in Frage stellen.
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Psychometrische Tests: Es gibt verschiedene psychometrische Tests, die speziell zur Validierung von Beschwerden entwickelt wurden. Diese Tests messen beispielsweise die Anstrengungsbereitschaft des Patienten bei kognitiven Aufgaben oder die Konsistenz der Antworten auf verschiedene Fragen. Beispiele für solche Tests sind der Word Memory Test (WMT), der Test of Memory Malingering (TOMM) und der Structured Interview of Reported Symptoms (SIRS).
Spezifische Tests und Verfahren
Eine Vielzahl von Tests und Verfahren wird eingesetzt, um die Validität von Beschwerden zu überprüfen. Dazu gehören Gedächtnistests wie der Amsterdam Short Term Memory Test, der Rey Complex Figure and Recognition Trial und der Reliable Digit Span. Es gibt auch spezielle Instrumente zur Erfassung simulierter Symptome wie den „Strukturierter Fragebogen Simulierter Symptome“ und den „Structured Inventory of Malingered Symptomatology: SIMS“.
Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit
Die Validierung von Beschwerden erfordert eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Neurologen, Psychiatern, Neuropsychologen und anderen Fachkräften. Durch den Austausch von Informationen und die Integration verschiedener Perspektiven kann eine umfassendere und fundiertere Beurteilung der Beschwerdenvalidität erreicht werden.
Neuere Entwicklungen in der neuropsychologischen Forschung
Die neuropsychologische Forschung hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht, insbesondere im Bereich der Validierung von Beschwerden und der Differenzierung zwischen echten und simulierten Defiziten. Diese Fortschritte haben zu einer Verbesserung der diagnostischen Genauigkeit und der Qualität von Gutachten geführt.
Validitätsskalen
Validitätsskalen, wie sie beispielsweise im Minnesota Multiphasic Personality Inventory-2 (MMPI-2) enthalten sind, spielen eine wichtige Rolle bei der Erkennung von Underreporting oder Übertreibung von psychopathologischen Symptomen. Diese Skalen helfen, die Glaubwürdigkeit der Selbstauskünfte des Patienten einzuschätzen.
Anwendung in verschiedenen Kontexten
Die Erkenntnisse der neuropsychologischen Forschung finden Anwendung in verschiedenen Kontexten, wie beispielsweise bei der Begutachtung von Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma, posttraumatischen Belastungsstörungen und anderen neurologischen oder psychischen Erkrankungen.
Publikationshinweise für die Zeitschrift "Fortschritte der Neurologie Psychiatrie"
Die Zeitschrift "Fortschritte der Neurologie Psychiatrie" ist eine renommierte Fachzeitschrift, die regelmäßig Übersichtsartikel, Originalarbeiten und Fallberichte aus den Bereichen Neurologie und Psychiatrie veröffentlicht. Um einen Beitrag in dieser Zeitschrift zu publizieren, sind einige spezifische Hinweise zu beachten.
Themenbereiche
Die Zeitschrift deckt ein breites Spektrum an Themen ab, darunter:
- Neurologische Erkrankungen (z.B. Schlaganfall, Multiple Sklerose, Parkinson-Krankheit, Demenzen)
- Psychiatrische Erkrankungen (z.B. Schizophrenie, Depressionen, Angststörungen, Suchterkrankungen)
- Grenzgebiete zwischen Neurologie und Psychiatrie (z.B. neuropsychiatrische Störungen, psychosomatische Erkrankungen)
Manuskriptvorbereitung
Bei der Manuskriptvorbereitung sind folgende Punkte zu beachten:
- Das Manuskript sollte in deutscher Sprache verfasst sein.
- Es sollte eine klare Struktur aufweisen (Einleitung, Methoden, Ergebnisse, Diskussion, Schlussfolgerung).
- Die verwendeten Methoden sollten detailliert beschrieben werden, um eineReproduktion der Ergebnisse zu ermöglichen.
- Die Ergebnisse sollten präzise und objektiv dargestellt werden.
- Die Diskussion sollte die Ergebnisse im Kontext der aktuellen Literatur interpretieren.
- Es ist wichtig, die Zitierrichtlinien der Zeitschrift genau zu befolgen.
Einreichungsprozess
Die Einreichung des Manuskripts erfolgt in der Regel online über ein speziellesEinreichungsportal. Nach der Einreichung wird das Manuskript von Fachgutachtern begutachtet (Peer-Review-Verfahren). Die Gutachter beurteilen die wissenschaftliche Qualität, die Originalität und die Relevanz des Beitrags.
Überarbeitung und Publikation
Nach der Begutachtung erhalten die Autoren eine Rückmeldung mitHinweisen zur Überarbeitung des Manuskripts. Nach der Überarbeitung undAnnahme des Manuskripts erfolgt die Publikation in der Zeitschrift.
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