Freiverkäufliche Medikamente gegen eingeklemmte Nerven: Eine umfassende Übersicht

Rückenschmerzen, Nackenschmerzen und andere Arten von Nervenschmerzen sind weit verbreitet. Glücklicherweise gibt es eine Reihe von freiverkäuflichen Medikamenten, die bei der Linderung dieser Beschwerden helfen können. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Optionen, ihre Wirkungsweisen und wichtige Hinweise zur Anwendung.

Ursachen und Symptome von Nervenschmerzen

Nervenschmerzen, auch neuropathische Schmerzen genannt, entstehen durch Schädigungen, Verletzungen oder Erkrankungen der Nervenstrukturen. Mögliche Ursachen sind Operationen, Unfälle oder Krankheiten wie Multiple Sklerose oder Diabetes.

Typische Symptome von Nervenschmerzen sind:

  • Veränderte Hautsensibilität (Über- oder Unterempfindlichkeit)
  • Kribbeln, Brennen oder Stechen
  • Taubheitsgefühle

Es ist wichtig, Nervenschmerzen von einem Arzt gründlich untersuchen zu lassen, um die Ursache zu ermitteln und eine geeignete Therapie zu finden.

Freiverkäufliche Optionen zur Linderung von Nervenschmerzen

Obwohl klassische Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol bei Nervenschmerzen oft nicht ausreichend wirken, gibt es verschiedene freiverkäufliche Alternativen, die Linderung verschaffen können:

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Homöopathische Arzneimittel

Homöopathische Mittel basieren auf natürlichen Inhaltsstoffen und sollen die Selbstheilungskräfte des Körpers anregen. Einige Beispiele sind:

  • Restaxil® Tropfen: Dieses homöopathische Arzneimittel enthält einen Wirkkomplex aus fünf Arzneipflanzen (Gelsemium sempervirens, Spigelia anthelmia, Iris versicolor, Cyclamen purpurascens, Cimicifuga racemosa), die auf verschiedene Arten von Nervenschmerzen und deren Symptomen abgestimmt sind. Es sind keine Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt. Die Tropfen werden unabhängig von den Mahlzeiten und unverdünnt eingenommen. Bei akuten Beschwerden kann die Dosierung auf bis zu 6x täglich 5 Tropfen erhöht werden.
  • Schmerzöle: Diese Öle enthalten Inhaltsstoffe wie Lavendelöl oder Quarz oleosum D9, die den Stoffwechsel und den Wärmeorganismus anregen sollen.

Es ist ratsam, vor der Anwendung homöopathischer Mittel einen Arzt oder Apotheker zu konsultieren, um die richtige Wahl und Dosierung zu gewährleisten.

Pflanzliche Arzneimittel

Pflanzliche Arzneimittel enthalten Extrakte aus Heilpflanzen und können bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt werden. Einige Beispiele für pflanzliche Mittel bei Nervenschmerzen sind:

  • Lumbagil®: Dieses Arzneimittel enthält einen Arzneistoff aus der Heilpflanze Aconitum napellus (Blauer Eisenhut). Es wird als Begleittherapie bei schmerzhaften Nervenerkrankungen eingesetzt.
  • Franzbranntwein Latschenkiefer: Dieses Mittel kann bei Gelenk- und Muskelschmerzen angewendet werden.

Mikronährstoffe

  • Keltican® forte: Enthält Uridinmonophosphat (UMP) sowie die Vitamine B12 und Folsäure, die die Regeneration peripherer Nerven unterstützen können.
  • Milgamma Protekt: Ein Arzneimittel mit dem Wirkstoff Benfotiamin.

Salben und Cremes

  • Gele mit Latschenkiefernöl: Können die Schmerzen lindern.
  • Voltaren Schmerzgel forte: Lindert akute Gelenkschmerzen infolge eines stumpfen Traumas (z.B. Rückenschmerzen und Nackenschmerzen) bis zu 12 Stunden lang.
  • Diclofenac-ratiopharm® Schmerzpflaster: Bieten eine effektive Lösung zur lokalen symptomatischen Kurzzeitbehandlung von Schmerzen an Armen, Beinen oder am Rücken. Die Pflaster wirken bis zu 12 Stunden und werden nur zweimal täglich aufgeklebt.

Wärme- und Kälteanwendungen

  • Wärmeauflagen: Fördern die Durchblutung und lösen Verspannungen im Nackenbereich.
  • ThermaCare Wärmeumschläge: Für die flexible Anwendung bei Muskel- und Gelenkschmerzen.
  • Gels mit kühlendem Effekt: Können bei akuten Schmerzen als angenehm empfunden werden.

Wichtige Hinweise zur Anwendung von Schmerzmitteln

  • Arzt konsultieren: Bei starken oder chronischen Nervenschmerzen sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache abzuklären und eine geeignete Therapie zu finden.
  • Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR): Bei unspezifischen Rückenschmerzen kann der Arzt ein Medikament aus der Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika (NASR) empfehlen. Beispiele für NSAR sind Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen. Sie wirken schmerzlindernd, entzündungshemmend und fiebersenkend.
  • Dosierung beachten: Schmerzmittel sollten immer so niedrig dosiert und so kurz wie möglich eingenommen werden.
  • Nebenwirkungen beachten: Alle Medikamente können Nebenwirkungen haben. Es ist wichtig, die Packungsbeilage sorgfältig zu lesen und bei auftretenden Beschwerden einen Arzt oder Apotheker zu konsultieren.
  • Wechselwirkungen vermeiden: Vor der Einnahme von Schmerzmitteln sollte immer ein Arzt oder Apotheker über andere Medikamente informiert werden, um Wechselwirkungen zu vermeiden.
  • Ursache behandeln: Schmerzmittel bekämpfen in den wenigsten Fällen die Ursache der Schmerzen, sondern lindern lediglich die Symptome. Es ist wichtig, die Ursache der Schmerzen zu finden und gezielt zu behandeln.
  • Pflanzliche Alternativen: Vorübergehend können als Alternative zur Schmerzlinderung pflanzliche Schmerzmittel dienen.
  • Bewegung: Bewegen Sie sich, statt sich zu schonen. Denn Ruhe und eine, oft unbewusste, Schon-Haltung können das Phänomen noch verstärken.

Weitere Maßnahmen zur Linderung von Nervenschmerzen

Neben Medikamenten gibt es weitere Maßnahmen, die zur Linderung von Nervenschmerzen beitragen können:

  • Physiotherapie: Kann helfen, Verspannungen zu lösen und die Beweglichkeit zu verbessern.
  • Ergonomie am Arbeitsplatz: Ein rückenfreundlicher Arbeitsplatz kann helfen, Rückenschmerzen vorzubeugen.
  • Stressmanagement: Stress kann Nervenschmerzen verstärken. Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation können helfen, Stress abzubauen.
  • Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit entzündungshemmenden Lebensmitteln kann zur Linderung von Nervenschmerzen beitragen.
  • Psychologische Betreuung: Bei chronischen Schmerzen kann eine psychologische Betreuung helfen, mit den Schmerzen umzugehen und die Lebensqualität zu verbessern.

Spezielle Aspekte von Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind ein häufiges Problem, das viele Ursachen haben kann. Es ist wichtig, die Art der Rückenschmerzen zu unterscheiden, um die richtige Behandlung zu wählen:

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  • Unspezifische Rückenschmerzen: Die Ursache ist nicht eindeutig erkennbar. Sie verschwinden in der Regel von selbst.
  • Spezifische Rückenschmerzen: Folge von bestimmten Krankheiten wie Bandscheibenvorfall, Skoliose oder Morbus Bechterew.

Bei Rückenschmerzen, die durch Verspannungen, Verkürzungen oder Überdehnungen der Muskeln, Sehnen und Bänder verursacht werden, können folgende Maßnahmen helfen:

  • Wärmeanwendungen: Fördern die Durchblutung und lösen Verspannungen.
  • Schmerzmittel: Können helfen, den Schmerz zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern.
  • Bewegung: Hilft, die Muskeln zu stärken und die Beweglichkeit zu erhalten.

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