Die Neurologie ist ein weites Feld, das sich mit der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems und der Muskulatur befasst. Für Fachärzte der Allgemeinmedizin ist es wichtig, über aktuelle Entwicklungen und Schwerpunkte in der Neurologie informiert zu sein, um eine optimale Patientenversorgung zu gewährleisten. Diese Fortbildung bietet einen Überblick über relevante Themen, die in der neurologischen Praxis eine besondere Rolle spielen.
Neurofibromatose Typ 1 (NF1): Diagnostik und Management im Erwachsenenalter
Die Neurofibromatose Typ 1 (NF1) ist eine autosomal-dominante neurokutane Erkrankung, die sich bereits im Kindesalter mit unterschiedlichen Symptomen präsentieren und zu einer Vielzahl von Komplikationen führen kann. PD Dr. Ärztl. weist darauf hin, dass die NF1 eine Erkrankung mit vielen Gesichtern ist, wobei einige klinische Manifestationen bereits früh im Kindesalter vorhanden sind, während andere sich erst im Erwachsenenalter äußern. Obwohl es typische Anzeichen für die NF1 gibt, bleibt ein großer Teil der erwachsenen Patient:innen bis heute undiagnostiziert. Eine rechtzeitige Diagnose ist jedoch aufgrund der Begleiterkrankungen und dem erhöhten Malignisierungsrisiko wichtig, da die Lebenserwartung bei NF1 um ca. 15 Jahre verkürzt ist.
Die Bildgebung spielt eine entscheidende Rolle bei der Diagnostik der NF1. Die verschiedenen intra- und extrakraniellen Manifestationen der NF1 werden anhand von Fallbeispielen vorgestellt. Bildgebende Befunde bei Patient:innen mit NF1 verdeutlichen die Bedeutung von Magnetresonanztomographie (MRT) und Positronenemissionstomographie-Computertomographie (PET-CT) als diagnostische Werkzeuge. Vor- und Nachteile der bildgebenden Verfahren werden beschrieben und Empfehlungen zur NF1 assoziierten Bildgebung vorgetragen.
Es ist wichtig, kutane Neurofibrome (cNF) von plexiformen Neurofibromen (PNF) zu unterscheiden. In dieser Fortbildung erhalten Sie fundiertes Wissen zum Erkennen charakteristischer Befunde der NF1 sowie einen Überblick über aktuelle Vorsorgeempfehlungen und Therapieoptionen. Sie erfahren, welche Maßnahmen in der Betreuung von NF1-Patienten besonders relevant sind und lernen, kutane Neurofibrome (cNF) von plexiformen Neurofibromen (PNF) zu unterscheiden.
Multiple Sklerose (MS): Impfschutz und Therapie
Multiple Sklerose (MS), auch bekannt als Encephalomyelitis disseminata, ist die häufigste Autoimmunerkrankung des Nervensystems. PD Dr. med. Priv.-Doz. Dr. betont die besondere Bedeutung des Impfschutzes bei der Behandlung von MS-Patienten, da Infekte oft mit einer Krankheitsprogression assoziiert sind. Im Hinblick auf den wahrscheinlichen Einsatz stark immunsuppressiver Therapien und damit verbundenem schlechteren Ansprechen auf Impfungen sowie erhöhten Infektanfälligkeit sollte der Impfschutz so schnell wie möglich überprüft und vervollständigt werden.
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Tinnitus: Psychische Belastungen und Lebensalter
Prof. Dr. med. Jens Kuhn vermittelt praxisnah, warum psychische Belastungen und das höhere Lebensalter bei Tinnitus-Patient:innen eine ganz besondere Rolle spielen. Neben Einblicken in die vielschichtige Entstehung von Tinnitus wird deutlich, wie eng Tinnitus mit psychischen Komorbiditäten wie Angst, Stress und Depression sowie mit altersbedingtem kognitivem Abbau verbunden ist. Gerade chronischer Tinnitus wirkt als starker individueller Stressor; die wechselseitige Verstärkung von Ohrgeräusch und psychischer Belastung kann einen regelrechten Teufelskreis erzeugen und den Alltag der Betroffenen nachhaltig beeinträchtigen.
Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen (NMOSD): Betreuung von Patientinnen bei Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit
Diese Online-Fortbildung mit Prof. Dr. Kerstin Hellwig bietet umfassende Einblicke in die Betreuung von Patientinnen mit Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen (NMOSD) bei Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Patientinnen optimal beraten und behandeln können, um sowohl die Gesundheit der Mutter als auch die des Kindes zu gewährleisten. Prof. Hellwig, eine renommierte Expertin auf diesem Gebiet, teilt ihre langjährige Erfahrung aus dem deutschsprachigen Multiple Sklerose und Kinderwunsch Register (DMSKW). Die Fortbildung vermittelt praxisnahe Strategien zur Anpassung der Therapie, zum Management von Schüben und zur Minimierung von Risiken während dieser besonderen Lebensphasen. Lernen Sie, wie Sie Ihre Patientinnen sicher durch Schwangerschaft und Stillzeit begleiten und dabei die NMOSD effektiv kontrollieren können.
Progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML): Diagnostik und Management bei MS-Patienten unter Immuntherapie
Die progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML) ist eine seltene, aber schwerwiegende ZNS-Infektion, die vor allem bei immunkompromittierten Patienten auftreten kann. Prof. Dr. Dr. Wattjes setzt seinen Fokus auf Patienten unter immunmodulierender Antikörpertherapie bei Multipler Sklerose (MS). Lassen Sie sich durch die Histopathologie, typische MRT-Befunde und deren klinische Korrelation führen und erfahren Sie, wie sich PML von MS-Läsionen und anderen Komorbiditäten abgrenzen lässt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der MRT-basierten Pharmakovigilanz und die Frage, wie durch engmaschiges Screening PML-Läsionen frühzeitig erkannt werden können., Darüber hinaus werden relevante infektiöse wie nicht-infektiöse Komorbiditäten praxisnah dargestellt, und klare Handlungsempfehlungen bei Verdacht auf PML gegeben.
Optikusneuritis: Differenzialdiagnose und Management
Die Entzündung des Sehnervs, auch bekannt als Optikusneuritis oder Neuritis nervi optici, ist eine häufige neuroophthalmologische Erkrankung, die besonders mit Autoimmunerkrankungen wie Multipler Sklerose oder NMOSD aber auch infektiösen, metabolischen oder internistischen Grunderkrankungen einhergehen kann. Eine umfassende Diagnostik und Abgrenzung zu anderen Sehnervenerkrankungen kann für eine eindeutige Diagnose sowie für die Behandlung der Patienten von großer Bedeutung sein.
In dieser Fortbildung stellt Ihnen Frau Dr. Pagenkopf zu Beginn Epidemiologie, Ursachen sowie klinische und ophthalmologische Merkmale der Optikusneuritis vor. Anhand von Patientenfällen mit Visusminderung oder Visusverlust werden im Folgenden anschaulich und praxisnah wichtige Differentialdiagnosen der Optikusneuritis und die damit verbundenen diagnostischen Maßnahmen vorgestellt.
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Zytokin-Freisetzungssyndrom (CRS) und Immuneffektorzell-assoziiertes Neurotoxizitätssyndrom (ICANS): Erkennung und Management
Das Zytokin-Freisetzungssyndrom (CRS) und das Immuneffektorzell-assoziierte Neurotoxizitätssyndrom (ICANS) sind mögliche Nebenwirkungen bei der Therapie mit bispezifischen T-Zell-Engagern, die in der hämatologischen und onkologischen Praxis zunehmend an Bedeutung gewinnen. Diese gut beschriebenen Nebenwirkungen manifestieren sich meist innerhalb von wenigen Tagen nach der Antikörpergabe und können mittels symptomatischer Therapie wie z. B. Flüssigkeitszufuhr und Sauerstoffgabe sowie Steroiden und auch Antikörpern gut behandelt werden. Im Rahmen dieser Fortbildung erhalten Sie von Herrn Dr. Hummel eine praxisnahe und fundierte Einführung in die Pathomechanismen, die klinischen Verläufe, das Grading, die Differenzialdiagnosen und die aktuellen Empfehlungen zum Management von CRS und ICANS. Ein besonderer Fokus liegt auf der frühzeitigen Erkennung und dem interdisziplinären Vorgehen.
Influenzaimpfung bei chronisch kranken Patient:innen unter 60 Jahren
Dr. MaHMFAcharzt für Allgemeinmedizin, Reisemedizin, Tropenmedizin, ErnährungsmedizinDr. widmet sich in dieser zertifizierten Online-Fortbildung der Influenzaimpfung bei chronisch kranken Patient:innen unter 60 Jahren - einer häufig unterschätzten, aber besonders gefährdeten Risikogruppe. Basierend auf aktuellen STIKO-Empfehlungen und epidemiologischen Daten wird die klinische Relevanz der Impfung hervorgehoben, einschließlich ihrer präventiven Wirkung auf schwere Verläufe und Komplikationen.
Schwindel im Alter: Diagnostik und Therapie
Viele ältere Patienten sind von Schwindel geplagt. Die Schwindelsymptome sind hierbei sehr unterschiedlich. Prof. Dr. betont, dass eine gründliche Anamnese und körperliche Untersuchung die Basis der Diagnostik von Schwindel im Alter bilden, um die genaue Ursache zu ermitteln und andere ernsthafte Erkrankungen auszuschließen. Bildgebende Verfahren und neurologische Tests können ebenfalls hilfreich sein. Prof. Dr. med. Andreas Zwergal wird Sie praxisnah anhand von Fallbeispielen durch die Diagnosestellung führen. Abhängig von der zugrunde liegenden Ursache des Schwindels wird er die Pharmakotherapie und die Wichtigkeit von Physiotherapie bei Schwindel in Kombination mit neuen, digitalen Helfern vorstellen.
Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) bei Depression
Depression zählt zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland. Die Krankheitslast ist hoch und die aktuelle Versorgungssituation schwierig. Diese Fortbildung beleuchtet praxisnah die Einsatzmöglichkeiten Digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGA) bei unipolarer Depression und gibt einen fundierten Überblick über deren Evidenz, Nutzen und Integration in die klinische Versorgung. Nach einem Einblick in die Behandlungsempfehlungen der S3-Leitlinie werden die Besonderheiten der verschiedenen DiGA vorgestellt. In ihrem Vortrag vermittelt Frau Dr. Widmer, basierend auf ihrem Expertenwissen und ihren langjährigen Erfahrungen, wie digitale Interventionen ein integraler Bestandteil der Versorgung depressiver Patienten werden können.
Myasthenia gravis: Diagnostik und Therapie
Prof. Dr. vermittelt praxisrelevantes Wissen zur Diagnostik und Therapie der Myasthenia gravis, einer seltenen, autoimmunvermittelten neuromuskulären Erkrankung. Neben klinischen Symptomen und differenzialdiagnostischen Aspekten werden aktuelle Behandlungsstrategien und neue therapeutische Ansätze vorgestellt.
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Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen (NMOSD): Pathogenese, Diagnostik und Therapie
Prof. Dr. Stellv. geht auf die Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen (NMOSD) ein, die seltene, aber schwerwiegende Autoimmunerkrankungen des zentralen Nervensystems sind, deren Schübe unbehandelt zu bleibenden neurologischen Defiziten führen können. Diese Fortbildung vermittelt praxisnah Erkenntnisse zur Pathogenese und Diagnosestellung der AQP4-Antikörper-assoziierten (AQP4-Ak+) NMOSD, zeigt die Herausforderungen bei der Differentialdiagnose (z.B. MOGAD, Multiple Sklerose) auf und gibt einen umfassenden Überblick über innovative Therapieansätze der letzten zehn Jahre. Verschiedene Behandlungsmöglichkeiten sowie aktuelle Langzeitdaten für die Schubprophylaxe werden dabei näher betrachtet. Ein weiteres Augenmerk liegt auf modernen Strategien zur Schubprävention und der Rolle neuer Biomarker wie GFAP und NfL.
Digitale Therapien bei Depression und ADHS
Prof. Dr. geht auf die Behandlung von Depression und ADHS ein, die angesichts begrenzter Therapieplätze und langer Wartezeiten eine große Herausforderung darstellen kann. Digitale Therapien können hier neue Perspektiven eröffnen: Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) beispielsweise bieten evidenzbasierte, flexible Therapieansätze, die orts- und zeitunabhängig eingesetzt werden können - beispielsweise als eigenständige Behandlung, zur Überbrückung von Wartezeiten oder als Ergänzung zur Behandlung. Im Rahmen dieser Fortbildung erfahren Sie, welche digitalen Therapieoptionen es bei psychischen Erkrankungen gibt, welche Evidenz vorliegt und wie Sie DiGA und App individuell in die Behandlung Ihrer Patient:innen integrieren können. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Einsatz dieser innovativen Therapieformen bei Patient:innen mit Depression und ADHS sowie auf den Vorteilen und Herausforderungen von diesen Anwendungen.
Neuronale Ceroid Lipofuszinosen (NCL)
Prof. Dr. Dr. vermittelt einen Überblick über die Neuronalen Ceroid Lipofuszinosen (NCL), die häufigsten Formen neurodegenerativer Krankheiten im Kindes- und Jugendalter. NCL werden als „Kinderdemenz“ bezeichnet, da Demenz neben Epilepsie und dem Verlust der Sehfähigkeit und der motorischen Kontrolle ein Symptom der Erkrankung ist. Die CME-Fortbildung vermittelt einen Überblick über die verschiedenen NCL-Erkrankungen, über das klinische Erscheinungsbild und den charakteristischen Verlauf.
Multiple Sklerose (MS): Revision der McDonald-Kriterien
Dr. geht auf die Multiple Sklerose (MS) ein, eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), die weltweit in allen Bevölkerungen, geografischen Regionen sowie Ethnien auftritt. Für die Diagnosestellung sind die sogenannten McDonald-Kriterien von großer Bedeutung. Sie werden regelmäßig überarbeitet, um neue Erkenntnisse zu berücksichtigen und so Spezifität und Sensitivität der Diagnose zu verbessern.
In dieser Online-Fortbildung erhalten Sie einen aktuellen Überblick über die empfohlenen Revisionen der McDonald-Kriterien 2024, welche Änderungen für das radiologisch isolierte Syndrom (RIS), für zeitliche und örtliche Dissemination sowie die Aufnahme MS-spezifischer MRT-Befunde wie das “central vein sign” (CSV) und die “paramagnetic rim lesion” (PRL) beinhalten. Die revidierten Diagnosekriterien sollen eine einfachere und breitere Anwendung ermöglichen, die Spezifität erhöhen und Fehldiagnosen vermeiden.
Die Rolle des Neurologen im Gesundheitssystem
Fachärztinnen und Fachärzte für Neurologie diagnostizieren und behandeln Erkrankungen des Nervensystems. Die Facharzt-Weiterbildung in der Neurologie dauert 60 Monate, davon müssen 12 Monate in der Psychiatrie und Psychotherapie abgeleistet werden. In Deutschland gibt es 11.113 Fachärztinnen und Fachärzte für Neurologie (2024). Davon sind 10.070 berufstätig.
Der menschliche Körper wird durch mehr als 100 Milliarden Nervenzellen gesteuert - vom kleinen Zeh über das Rückenmark bis ins Gehirn: Nerven steuern die Bewegungen, die Sprache, die Gedanken und Empfindungen. Neurologen haben sich darauf spezialisiert, Störungen dieser komplexen Vorgänge zu diagnostizieren und zu behandeln. Die häufigste von Neurologen behandelte Erkrankung ist dabei der Schlaganfall. Dabei handelt es sich in Deutschland um die dritthäufigste Todesursache - Schätzungen zufolge versterben daran jedes Jahr etwa 63.000 Patienten. Da davon vor allem ältere Patienten betroffen sind, werden die Schlaganfälle künftig eher zunehmen, heißt es bei der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN). Allerdings haben sich die Behandlungsmöglichkeiten und Überlebenschancen der Patienten in den vergangenen Jahren stark verbessert.
Behandlungsmöglichkeiten wie die systemische Lysetherapie und mechanische Thrombektomie sorgen dafür, dass die Patienten vor allem dann eine bessere Heilungschance haben, wenn sie frühzeitig in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Doch auch bei der Behandlung der Multiplen Sklerose haben Neurologen heute bessere Behandlungsmöglichkeiten als noch vor zehn oder zwanzig Jahren. Auch in der Notfallmedizin spielt die Neurologie eine immer größere Rolle: nicht nur bei der Behandlung von Schlaganfällen, sondern z.B. auch bei Unfällen, nach denen Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma ins Krankenhaus eingeliefert werden. Durch diese neuen Behandlungsmöglichkeiten wird die Neurologie zunehmend von einem eher diagnostischen zu einem immer stärker therapeutischen ärztlichen Fachgebiet.
Traditionell ist die Neurologie eng mit der Fachrichtung Psychiatrie und Psychotherapie verbunden - beide sich ursprünglich aus dem "Nervenarzt" hervorgegangen, seit 1950 sind beide Fächer aber voneinander getrennt. Übertragen auf IT-Systeme lässt sich das Zusammenspiel der beiden Disziplinen leicht erklären: Geht es bei der Neurologie eher um die "Hardware", steht bei der Psychiatrie die "Software" im Fokus. Heißt konkret: Während Neurologen sich um organische Störungen des Nervensystems kümmern, sind ihre Kollegen aus der Psychiatrie für die seelischen Vorgänge und Erkrankungen zuständig. Neben den Fachärztinnen und Fachärzten für Psychiatrie arbeiten Neurologen auch sehr eng mit anderen Fachgebieten zusammen: Dazu zählen beispielsweise die Neurochirurgie und die Neuroradiologie, aber auch die Innere Medizin.
Weiterbildung in der Neurologie
Die Ärztekammer bietet Informationen und Unterstützung für Ärzt:innen in Weiterbildung sowie für zur Leitung der Weiterbildung befugte Ärzt:innen und Prüfer:innen. Die Themen im Überblick umfassen die neue Weiterbildungsordnung von 2021, rechtliche Grundlagen, Aufgaben der Weiterbildungsbefugten, anerkannte Weiterbildungskurse, Weiterbildung in Teilzeit, Weiterbildungsmöglichkeiten außerhalb Berlins, Antragsverfahren und Prüfung sowie häufige Gründe für Nachforderungen zu Unterlagen.
Weiterbildungsverbünde Allgemeinmedizin
Um dem sich abzeichnenden Hausärztemangel und einer damit einhergehenden Qualitätseinbuße in der hausärztlichen Versorgung entgegenzuwirken, sind inzwischen mehrere Maßnahmen verabschiedet worden, die sich eine Verbesserung der allgemeinmedizinischen Weiterbildung zum Ziel gesetzt haben. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist die Einrichtung sogenannter Weiterbildungsverbünde (WBV). Die Idee hinter diesem Konzept ist es, eine kontinuierliche und strukturierte Weiterbildung auf hohem und attraktivem Niveau anzubieten, in der „im Paket“ verschiedene Fachabteilungen durchlaufen werden können, ohne dass bei jeder Rotation ein neuer Bewerbungs- und Einstellungsprozess notwendig wird.
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