Gastredner Gehirn Themen: Einblicke in die Welt der Neurowissenschaften

Die Neurowissenschaften sind ein faszinierendes und vielschichtiges Feld, das sich mit der Erforschung des Gehirns und seiner Funktionen beschäftigt. Von Gedächtnisbildung und Schlaf bis hin zu Motivation und Kreativität bietet die Hirnforschung Einblicke in das menschliche Verhalten und Erleben. Gastredner, die sich auf dieses Gebiet spezialisiert haben, können Veranstaltungen bereichern und neue Perspektiven eröffnen.

Schlaf, Gedächtnis und Traum: Ein Vortrag von Prof. Dr. Jan Born

Im Rahmen der Vorlesungsreihe "Psychologie und Gehirn: Zur Innenansicht des Menschen" von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Onur Güntürkün an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hielt der Verhaltensneurobiologe Prof. Dr. Jan Born einen Vortrag zum Thema "Schlaf, Gedächtnis und Traum".

Born betonte die fundamentale Rolle des Gedächtnisses für das Bewusstsein. "Gedächtnis ist das bindende Fundament des Bewusstseins", konstatierte er und erklärte, dass die Gedächtnisbildung zum großen Teil im Schlaf stattfindet. Er unterteilte die Gedächtnisbildung in drei Prozesse: Encodierung (Aufnahme von Informationen), Konsolidierung (Integration ins Langzeitgedächtnis) und Abrufen.

Sein Fokus lag auf der Konsolidierung, insbesondere der Systemkonsolidierung, bei der das Gedächtnis umstrukturiert und neu organisiert wird. Er wies darauf hin, dass eine aktive Systemkonsolidierung im Wachzustand die Reizverarbeitung beeinträchtigen und zu Halluzinationen führen könnte.

Born und sein Team widmeten sich in Experimenten zwei Gedächtnissystemen: dem deklarativen (bewussten) und dem prozeduralen (unbewussten) Gedächtnis. Studien zeigten, dass Schlaf die Konsolidierung in beiden Systemen fördert und zu einem Zuwachs an explizitem Wissen führt. Die Umstrukturierung des Gedächtnisses findet während des REM-Schlafs (rapid eye movement) und des Delta-Schlafs statt, wobei das deklarative Gedächtnis eher von der ersten und das prozedurale Gedächtnis eher von der zweiten Schlafphase profitiert.

Lesen Sie auch: Demenz: Fragen und Antworten

Abschließend ging Born auf die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Gedächtnisbildung im Traum und Schlaf ein. Er betonte, dass Träume immer Träume sind, an die sich ein waches Hirn erinnert, und dass Erinnerungen trügerisch sein können. Um Träume erinnern zu können, muss das Gehirn kurzzeitig in den Wachzustand wechseln.

Gehirnforschung als Vortragsthema: Vielfalt und Möglichkeiten

Das Themengebiet Gehirnforschung bietet eine breite Palette an Vortragsthemen für Gastredner. Diese können sich auf unterschiedliche Aspekte konzentrieren, wie zum Beispiel:

  • Gedächtnis und Lernen: Wie funktioniert unser Gedächtnis? Welche Faktoren beeinflussen die Gedächtnisleistung? Welche Lernstrategien sind effektiv?
  • Schlaf: Welche Funktionen hat der Schlaf? Wie beeinflusst Schlaf unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit? Was sind die Ursachen von Schlafstörungen?
  • Stress und Belastbarkeit: Wie wirkt sich Stress auf das Gehirn aus? Welche Strategien helfen, Stress zu bewältigen und die Belastbarkeit zu erhöhen?
  • Aufmerksamkeit und Konzentration: Wie funktioniert Aufmerksamkeit? Welche Faktoren beeinflussen die Konzentrationsfähigkeit? Wie können wir unsere Aufmerksamkeit verbessern?
  • Motivation und Emotion: Wie entstehen Motivation und Emotionen im Gehirn? Wie können wir uns selbst und andere motivieren?
  • Kreativität und Innovation: Wie entstehen kreative Ideen im Gehirn? Welche Faktoren fördern Kreativität und Innovation?
  • Digitalisierung und Gehirn: Wie beeinflussen digitale Medien unser Gehirn? Welche Auswirkungen hat Multitasking auf unsere Aufmerksamkeit und Konzentration?
  • Gehirngerechtes Arbeiten: Wie können wir unsere Arbeitsumgebung und -weise an die Bedürfnisse unseres Gehirns anpassen?
  • Neuroleadership: Wie können Führungskräfte neurowissenschaftliche Erkenntnisse nutzen, um ihre Mitarbeiter besser zu führen und zu motivieren?

Gastredner finden: Tipps und Hinweise

Bei der Suche nach einem Gastredner zum Thema Gehirn sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  • Themenfokus: Welchen Schwerpunkt soll der Vortrag haben? Welche Aspekte des Themas sind für das Publikum besonders relevant?
  • Zielgruppe: An wen richtet sich der Vortrag? Welches Vorwissen bringen die Zuhörer mit?
  • Erfahrung und Expertise: Welche Erfahrung und Expertise hat der Gastredner im Bereich der Gehirnforschung?
  • Präsentationsstil: Ist der Präsentationsstil des Gastredners ansprechend und verständlich?
  • Referenzen und Kundenstimmen: Welche Referenzen und Kundenstimmen hat der Gastredner?
  • Honorar: Wie hoch ist das Honorar des Gastredners?
  • Verfügbarkeit: Ist der Gastredner zum gewünschten Termin verfügbar?

Es empfiehlt sich, die Profile und Demovideos verschiedener Gastredner zu vergleichen und unverbindlich Kontakt aufzunehmen, um die individuellen Bedürfnisse und Erwartungen zu besprechen.

Bekannte Experten und ihre Schwerpunkte

Einige bekannte Experten im Bereich der Gehirnforschung sind:

Lesen Sie auch: Ursachen, Symptome und Behandlung von Demenz

  • Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer: Spitzer ist ein profilierter Hirnforscher, der sich mit den Auswirkungen digitaler Medien auf das Gehirn beschäftigt. Er hält Vorträge zu Themen wie Selbstbestimmung, Cyberkrankheit und Lernen.
  • Prof. Dr. Volker Busch: Busch vermittelt leicht verständlich innovative Methoden zur Gesundheitsprävention, Leistungserhaltung sowie zur Motivation und Inspiration in Beruf und Alltag. Seine Vortragsthemen umfassen Stressmanagement, gehirngerechtes Arbeiten und den Umgang mit Veränderungen.
  • Henning Beck: Beck ist Neurowissenschaftler und Autor, der erklärt, wie man die Prinzipien des Gehirns für innovatives Denken nutzen kann.
  • Markus Hofmann: Hofmann ist Gedächtnisexperte und zeigt, wie wichtig mentale Fitness für jeden ist und wie unser Gedächtnis optimal aktiviert werden kann. Seine Vorträge umfassen Themen wie Brain-Evolution, Brain-Boost und Erfolg durch verknüpftes Denken.

Die Bedeutung der Gehirnforschung für die Gesellschaft

Die Gehirnforschung liefert wertvolle Erkenntnisse, die in vielen Bereichen der Gesellschaft Anwendung finden können. Dazu gehören:

  • Bildung: Neurowissenschaftliche Erkenntnisse können genutzt werden, um Lernmethoden zu verbessern und das Potenzial von Schülern und Studenten besser auszuschöpfen.
  • Gesundheit: Die Gehirnforschung trägt dazu bei, neurologische und psychische Erkrankungen besser zu verstehen und neue Therapieansätze zu entwickeln.
  • Wirtschaft: Neurowissenschaftliche Erkenntnisse können genutzt werden, um Arbeitsbedingungen zu optimieren, die Motivation von Mitarbeitern zu steigern und innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln.
  • Politik: Die Gehirnforschung kann dazu beitragen, politische Entscheidungen besser zu verstehen und gerechtere und effektivere Maßnahmen zu entwickeln.

Lesen Sie auch: Literatur-Empfehlungen Demenz

tags: #gastredner #zum #thema #gehirn