Das Gehirn und die Nuss: Eine poetische Betrachtung

Einführung

Die Verbindung zwischen dem Gehirn und der Nuss mag auf den ersten Blick überraschend erscheinen. Doch sowohl in der Dichtung als auch in der Alltagserfahrung finden sich zahlreiche Anknüpfungspunkte, die eine nähere Betrachtung lohnen. Dieser Artikel untersucht diese Verbindung anhand von Gedichten und Überlegungen verschiedener Autoren und beleuchtet dabei sowohl die metaphorische als auch die sinnliche Ebene.

Gedichte als Spiegel des Geistes

Gedichte sind oft Spiegel des menschlichen Geistes, der Gefühle und Gedanken in Worte fasst. Sie können uns helfen, die Welt um uns herum und unsere eigene innere Welt besser zu verstehen. Auch die Verbindung zwischen Gehirn und Nuss kann in Gedichten auf vielfältige Weise thematisiert werden.

Georg von der Vring: Waldlager bei Billy

Ein Beispiel hierfür ist das Gedicht "Waldlager bei Billy" von Georg von der Vring. In diesem Gedicht beschreibt ein Soldat, der in einem Waldlager liegt, seine Erinnerungen an eine vergangene Liebe. Er vergleicht die Augen seiner Geliebten mit "Haselnüssen". Diese Metapher verbindet die sinnliche Erfahrung des Sehens mit dem Geschmack und der Form der Nuss. Gleichzeitig deutet sie auf die Vergänglichkeit und Zerbrechlichkeit der Liebe hin, da Nüsse leicht zu knacken sind.

Die Strophe "Nüsse eine Menge, Küsse eine Zahl. / Blumen ein Gedränge. / Briefe eine Qual." ist besonders vieldeutig. Sie kann als Erinnerung an einen Herbst mit einer Fülle von reifen Nüssen und späten Blumen interpretiert werden, den der Soldat zusammen mit seiner Geliebten verbracht hat. Oder sie kann auf die Tatsache verweisen, dass weit von der Front entfernt das Leben weitergeht wie bisher. Die elliptische Syntax der Strophe, die fast nur aus Substantiven besteht, kann als Ausdruck des Bewusstseinsstroms im Gehirn des Soldaten gedeutet werden, wo die Sprache noch ungeformt flutet.

Wolfgang Bächler: Nüsse

Ein weiteres Beispiel ist das Gedicht "Nüsse" von Wolfgang Bächler. In diesem Gedicht werden die Nusskerne als "weiße Mini-Gehirne" beschrieben. Diese Metapher verbindet die äußere Form der Nuss mit dem Organ des Denkens. Gleichzeitig deutet sie auf die Vergänglichkeit des Lebens hin, da Nüsse vergänglich sind und schließlich verrotten.

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Bächlers Gedicht ist jedoch kein harmloses Naturgedicht. Es ist ein Totengedicht, ein Mord- und ein Mördergedicht. Die weißen Mini-Gehirne enthalten das von den Toten Gedachte, das somit den Lebenden wieder zur Verfügung steht. Doch das Wort "Schädel" bringt diesen Ablauf in Unordnung und gibt die Angst wieder, die den Schreiber zu diesen Zeilen getrieben hat. Es ist die Angst des Mitschuldigen und des potentiellen Opfers.

Paul Celan

Auch Paul Celan thematisiert in seinen Gedichten die Verbindung zwischen Gehirn und Nuss. Mit dem „Geschlecht der Geliebten“ meint Celan auch das Geschlecht des jüdischen Volkes, das in der Shoah ausgerottet wurde; seine Familie, die vollständig ums Leben kam, die Mutter, deren Verlust er zeitlebens besonders betrauert. Ihnen allen gilt die Zuneigung des Dichters, er liebt sie „wie Mohn und Gedächtnis“, will sagen: immer wieder tauchen sie aus dem Dunkel und dem Vergessen auf, das sie, wie ein Betäubungsmittel aus dem Mohn gewonnen, umgeben hatte und werden in der Erinnerung lebendig.

Die sinnliche Erfahrung der Nuss

Neben der metaphorischen Ebene spielt auch die sinnliche Erfahrung der Nuss eine wichtige Rolle bei der Verbindung zwischen Gehirn und Nuss. Das Knacken der Schale, das Schälen der Haut, der Geruch und der Geschmack der Nuss - all diese sinnlichen Erfahrungen können Erinnerungen und Gefühle auslösen.

Hilde Domin beschreibt, wie sie beim Knacken von Walnüssen am Schreibtisch in Erinnerungen an ihre Kindheit versinkt. Sie erinnert sich an einen alten Mann aus dem Bayerischen Wald, der ihrer Familie jedes Jahr im Herbst frische Walnüsse gebracht hat. Sie erinnert sich an die besondere Stimmung an den dunklen Wintertagen, den ersten Schneefall, den Rauhreif am Morgen, den Schulweg in der Kälte und Dunkelheit.

Diese Erinnerungen sind mit dem Geschmack und dem Geruch der Nüsse verbunden. Sie erinnern sie an die Vergänglichkeit der Zeit und die vielen ungenutzten Chancen, die unwiederbringlich dahin sind. Gleichzeitig erinnern sie sie an die Sehnsucht nach Glück und Geborgenheit, nach Verstehen und Verstanden-Werden.

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Nüsse als gesunde Nascherei

Nüsse sind nicht nur ein Gegenstand der Dichtung und eine Quelle von Erinnerungen, sondern auch eine gesunde Nascherei. Sie enthalten wertvolle Fette, Proteine und Vitamine, die für das Gehirn und den Körper wichtig sind.

Theodor Fontane beschreibt in seinem Gedicht über Knecht Ruprecht die Nüsse als gesunde Nascherei. Er meint damit Süßigkeiten im Allgemeinen, da Äpfel und Nüsse in der Zeit, als das Gedicht entstanden ist, nur für etwas für ganz besondere Anlässe und nicht für jedermann so leicht zu haben waren.

Auch heute noch sind Nüsse eine gesunde Alternative zu Schokolade und anderen Süßigkeiten. Insbesondere Walnüsse und Macadamias haben gesunde Fette, die das gute Cholesterin anheben können. Studentenfutter ist zum Beispiel eine gute Mischung, die man zwischendurch genießen kann.

Gedichte und Lieder über Äpfel

Äpfel haben die Menschen schon immer fasziniert und inspiriert. Dies spiegelt sich auch in den vielen verschiedenen Gedichten und Lieder über Äpfel wieder, die es gibt.

Rainer Maria Rilke beschreibt in seinem Gedicht "Der Apfelgarten" die Schönheit und Fülle eines Apfelgartens. Er verbindet die sinnliche Erfahrung des Sehens und Riechens mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

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Robert Reinick beschreibt in seinem Gedicht "Vom schlafenden Apfel" die Geduld und Beharrlichkeit, die notwendig sind, um etwas zu erreichen. Er verbindet die kindliche Sehnsucht nach dem Apfel mit der Erkenntnis, dass man manchmal warten muss, bis die Zeit reif ist.

Georg Britting beschreibt in seinem Gedicht "Der erste Biss" die sinnliche Erfahrung des Essens eines Apfels. Er verbindet den Geschmack und die Textur des Apfels mit dem Gefühl von Glück und Zufriedenheit.

Theodor Fontane beschreibt in seinem Gedicht "Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland" die Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft eines alten Mannes, der seine Birnen mit den Kindern teilt. Er verbindet die sinnliche Erfahrung des Essens einer Birne mit dem Gefühl von Gemeinschaft und Nächstenliebe.

Ludwig Uhland beschreibt in seinem Gedicht "Bei einem Wirte wundermild" die Gastfreundschaft eines Apfelbaums, der ihm Schatten und Nahrung spendet. Er verbindet die sinnliche Erfahrung des Verweilens unter dem Apfelbaum mit dem Gefühl von Frieden und Geborgenheit.

Georg Wilhelm Otto von Ries preist in seinem Gedicht "Lob dem Apfel" die gesundheitlichen Vorteile des Apfels. Er verbindet den Geschmack und die Textur des Apfels mit dem Gefühl von Kraft und Energie.

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