Die menschliche Neugier ist unersättlich. Bei Unfällen oder anderen außergewöhnlichen Ereignissen werden viele Menschen schnell zu Gaffern, manche sogar mit dem Smartphone in der Hand, um das Geschehen zu filmen. Aber warum ist das so? Was treibt uns an, hinzuschauen, und wie können wir vermeiden, selbst zum Gaffer zu werden? Und was hat das alles mit unserem Gehirn zu tun? Dieser Artikel beleuchtet diese Fragen aus verschiedenen Blickwinkeln und wirft einen Blick auf aktuelle Studien, die sich mit den neuronalen Grundlagen von Verhalten, Emotionen und Wahrnehmung beschäftigen.
Die Psychologie des Gaffens: Warum wir nicht wegschauen können
Wenn ein Unfall passiert, ist es ein natürlicher Instinkt, hinzuschauen. Die Psychologin Ursula Gasch erklärt, dass das Beobachten von Ereignissen zunächst einmal normal und wichtig ist. Besonders seltene, intensive oder destruktive Ereignisse ziehen unsere Aufmerksamkeit auf sich, vor allem, wenn viele Menschen beteiligt sind und starke Emotionen im Spiel sind.
Evolutionäre Gründe und der Reiz der Spannung
Das beharrliche Hinschauen hat laut Gasch durchaus einen Sinn. Es dient nicht nur der Orientierung und Gefahreneinschätzung, was aus evolutionärer Sicht überlebensnotwendig ist, sondern auch dem Lernen durch Beobachtung. Wir müssen nicht alles selbst erleben, sondern können aus den Erfahrungen anderer lernen. Hinzu kommt der Reiz der Spannung und der Adrenalinausstoß, den solche Situationen auslösen können. Langeweile ist uns unangenehm, Spannung hingegen reizt uns.
Vom Beobachter zum rücksichtslosen Gaffer
Es gibt jedoch einen Unterschied zwischen einem Beobachter, der bewusst entscheidet, ob er helfen kann oder nicht, und einem Gaffer, der aggressiv und rücksichtslos versucht, das Geschehen weiter zu beobachten. Manche Menschen zücken sogar ihr Smartphone und filmen, um die Bilder in den sozialen Medien zu teilen und Likes und Follower zu bekommen.
Die Konfrontation mit dem eigenen Handeln
Wenn Gaffer auf ihr Verhalten angesprochen werden, wie es beispielsweise der Polizist bei einem Unfall in der vergangenen Woche getan hat, schämen sie sich oft, weil sie sich ertappt fühlen und an ihre Erziehung erinnert werden. Eigentlich wissen die meisten, dass sie selbst nicht gefilmt werden wollten, wenn sie in einer solchen Situation wären. Eine sofortige Sanktion, wie eine Geldstrafe, kann hier einen größeren Lerneffekt erzielen als eine Strafe, die auf sich warten lässt.
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Zivilcourage: Wenn Empathie nicht der entscheidende Faktor ist
Fast jeder ist davon überzeugt, dass er in Notsituationen helfen würde. Doch passiert dann tatsächlich ein Unrecht, greift kaum jemand ein. Der Sozialpsychologe Kai Jonas erforscht die Grundlagen von Gruppenprozessen, Vorurteilen und Diskriminierungen und trainiert mit Freiwilligen Zivilcourage.
Kleine Gesten, große Wirkung
Es geht vor allem darum, Opfern solche Situationen zu erleichtern. Schon kleine Formen der Unterstützung können einen großen Effekt haben. So hilft es beispielsweise, wenn ein Opfer erkennt, dass jemand anderer seine Notlage sieht und unterstützt. Auch ein normales, höfliches Verhalten kann in dem Moment als zivilcouragiert interpretiert werden.
Die neuronalen Netzwerke der Zivilcourage
Die Forschung hat gezeigt, dass bestimmte neuronale Netzwerke bei prosozialem Verhalten zusammenspielen. Wichtig sind beispielsweise die frontalen Cortexe oder das Striatum, die für die emotionale Verarbeitung und Belohnung zuständig sind. Auch Spiegelneuronen, die für empathisches Verhalten wichtig sind, spielen eine Rolle. Allerdings ist Empathie nicht der entscheidende Faktor für Zivilcourage. Vielmehr muss man auch das eigene Risiko abschätzen, was in einer anderen Hirnregion, beispielsweise in einem temporalen Gyrus, passiert.
Die Opfer-Hierarchie und die Verantwortungsdiffusion
Als erstes muss man eine Situation als Notlage interpretieren. Dabei gibt es jedoch eine Opfer-Hierarchie: Kinder und Hunde stehen in Deutschland an erster Stelle, denen geholfen wird. Am Ende der Liste stehen oft Obdachlose, Behinderte oder andere marginalisierte Gruppen. Wenn man die Notsituation erkennt, ist der nächste Schritt, dass man sich verantwortlich fühlt. Allerdings gibt es da das Problem der Verantwortungsdiffusion: Je mehr Menschen anwesend sind, desto unwahrscheinlicher wird es, dass der einzelne eingreift.
Opferorientiertes Eingreifen und die Suche nach Verstärkung
Um nicht den Angreifer zu provozieren, kann man beispielsweise das Opfer nach dem Weg zum Bahnhof oder nach einer Zigarette fragen, um es kurz aus der Konfliktsituation herauszunehmen. Das auf den Täter gerichtete Eingreifen ist riskant, aber leider handeln so vor allem Männer, was die Situation schnell eskalieren lassen kann. Zudem sollte man sich schon vorher Verstärkung suchen. Auch kleine Interventionen, wie die bloße Anwesenheit und beobachtende Abwarten, können wirksam sein, um den Tätern zu zeigen, dass man sie beobachtet und sie im Bereich der Verhaltensnorm bleiben sollen.
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Die Bedeutung von Erfahrung und Selbsteinschätzung
Erfahrung ist sehr wichtig: Jemand, der bereits eine Situation miterlebt hat, greift häufiger ein, da er die erneute Situation besser einschätzen kann. Natürlich ist es auch eine Frage, ‚street wise‘ zu sein: Wenn man die Regeln der Straße kennt, kann man viel effektiver etwas tun. Fast alle Menschen sagen, sie würden etwas tun, aber nur sehr wenige machen es dann tatsächlich. Man entwickelt eine Selektion von Situationen, manche liegen einem besser, andere überfordern einen. Die Polizei rufen geht aber fast immer.
Die neuropsychologische Forschung als Schlüssel zum Verständnis
Jonas hofft, dass wir das Zusammenspiel der verschiedenen Hirnregionen besser verstehen lernen, um herauszufinden, welcher Stimulus verstärkt werden muss, damit es zu zivilcouragiertem Verhalten kommt. Wichtig ist auch, dass die Menschen eine Situation richtig einschätzen, damit es nicht zu einer Gewalteskalation kommt. Dafür müssen wir noch sehr viel mehr wissen, wie sich die Aktivitäten im Gehirn verteilen. Für uns Psychologen ist die neuropsychologische Forschung ganz zentral.
Die Neurobiologie der Aggression: Wenn das Gehirn Amok läuft
Im Jahr 2023 wurden in Deutschland etwa 214.000 Gewaltstraftaten verübt. Was macht Menschen zu Gewalttätern? Gibt es Unterschiede zwischen einem Täter-Gehirn und einem nicht straffällig gewordenen Gehirn? Die neurobiologische Forschung hat sich erst in den letzten 20 bis 30 Jahren wirklich mit diesem Thema befasst und versucht, die anatomischen und funktionalen Bereiche und Abläufe im Gehirn zu untersuchen, die an der Entstehung von Aggression beteiligt sind.
Die Rolle von Amygdala, präfrontalem Cortex und Neurotransmittern
Studien haben gezeigt, dass vor allem der präfrontale Cortex (PFC) sowie die Amygdala eine wichtige Rolle spielen. Die Amygdala ist Teil des limbischen Systems und verknüpft Sinneseindrücke mit Gefühlen wie Angst, Wut oder Ärger. Der PFC ist zuständig für die Impulskontrolle, Entscheidungsfindung und Handlungsplanung. Im Hirnstamm und Hypothalamus sitzen motivierende und aktivierende Systeme, die durch Dopamin-, Noradrenalin- und Serotoninausschüttung den PFC stimulieren, sodass es tatsächlich zu Handlungen kommt.
Fehlfunktionen und ihre Ursachen
Einfach beschrieben gibt es in diesem System zwei Stellen, an denen durch Fehlfunktionen Aggression entstehen kann. Zum einen kann die Amygdala einen Reiz oder Sinneseindruck aus der Umwelt falsch oder deutlich stärker einstufen, als er eigentlich verdient, was zu einem Gefühl von Angst und aggressivem Verteidigungsverhalten führen kann. Zum anderen kann es im PFC zu Fehlfunktionen kommen, die häufig auf Irregularitäten an den Transmittern zurückzuführen sind. Je nach Neurotransmitter und Stelle im System, an der der Fehler auftritt, kann es zu einem fehlgeleiteten Belohnungssystem kommen, das Aggression belohnt, oder zu einem Verlust der kognitiven Kontrolle, was ebenfalls zu Gewalt führen kann.
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Verschiedene Ursachen können diesen Fehlfunktionen zugrunde liegen, vor allem Umweltfaktoren wie Mangelernährung, Medikamente, Unfälle und dergleichen sowie genetische Faktoren. Genetische Faktoren können die Neurotransmitter, ihre Rezeptoren und andere Enzyme beeinflussen. Aber auch Drogen wie Alkohol und Nikotin können die Neurotransmitter stören. Auf der anderen Seite kann es durch Unfälle zur Zerstörung bestimmter Bereiche im Gehirn kommen, wie durch den berühmten Fall des Phineas Gage gezeigt wird.
Der Fall Phineas Gage und die Bedeutung des PFC
Phineas Gage war ein Bauarbeiter, dem bei einer Sprengung eine Eisenstange durch den Schädel schoss und seinen PFC schwer beschädigte. Er überlebte den Unfall, aber sein Verhalten änderte sich drastisch: Er wurde impulsiv, unzuverlässig und sozial ungehemmt. Dieser Fall zeigte den großen Zusammenhang von Verletzungen am PFC mit Aggression.
Genetische Faktoren: Das MAO-A-Enzym und seine Varianten
MAO-A ist ein Enzym, das am Neurotransmitter-Abbau beteiligt ist, vor allem bei Serotonin, Noradrenalin und Dopamin. Mutationen an diesem Gen wurden in vielen Studien in Verbindung mit aggressivem Verhalten gebracht. Es gibt Mutationen, bei denen zu viel des Enzyms exprimiert wird (MAOA-H), und es gibt Varianten, bei denen weniger exprimiert wird (MAOA-L). MAOA-L wurde hierbei mit gesteigerter Aggressivität in Verbindung gebracht. Die Gene für das Enzym liegen auf dem X-Chromosom, wodurch Männer ein höheres Risiko haben, die MAOA-L-Mutation zu tragen.
Nature vs. Nurture: Das Zusammenspiel von Genen und Umwelt
Unsere Gene geben uns nur Prädispositionen in eine Richtung. Erziehung, Erleben und Erfahrungen spielen auch eine große Rolle in unserer Entscheidungsfindung. Nicht jeder Mensch mit einer solchen Mutation wird tatsächlich aggressiv. Die Sozialisation, also der Lernprozess und die Entwicklung, die ein Mensch in Auseinandersetzung mit seiner Umwelt durchläuft, wird von vielen sozialen und umweltlichen Faktoren beeinflusst und kann ebenfalls zu Gewalt führen, beispielsweise wenn Kinder in ihrer Kindheit Gewalt erfahren oder beobachten.
Was macht Menschen also zu Gewalttätern?
Diese Frage lässt sich nicht einheitlich für jeden Kriminellen beantworten, denn Menschen sind so individuell wie ihre Beweggründe. Aber es gibt Faktoren, die eine Rolle spielen können. Durch Drogen, Unfälle, Medikamente und andere Auslöser können der PFC oder die Amygdala gestört werden, wodurch es zu einer fehlerhaften Verarbeitung von Reizen, impulsiven Reaktionen oder generell nicht an die Situation angepassten Handlungen kommen kann. Neben diesen Fehlfunktionen gibt es aber auch Gen-Mutationen, die eine Prädisposition zu Aggression begünstigen können. Aber Gene sind nicht die einzigen Faktoren und nehmen einem Menschen nicht seinen freien Willen. Die Sozialisation eines Menschen bestimmt auch zu einem nicht kleinen Teil die Verhaltensweisen. Ergo muss man diese Faktoren also für jeden Menschen individuell betrachten.
Die Entschlüsselung des Geistes: Wenn Stimmen real werden
Eine Frau hört Stimmen, die nicht da sind. Gemessen mit den Methoden der Hirnforschung sind diese Halluzinationen so real, wie Wahrnehmung sein kann. Die Ärzte haben bei ihr Schizophrenie diagnostiziert, eine Erkrankung, die das Denken verändert und Wahrnehmungen ein seltsames Eigenleben führen lässt.
Verbale Halluzinationen: Mehr als nur ein Symptom
Professor Thomas Bock erklärt, dass einer von drei Schizophreniepatienten trotz der Pillen weiter Stimmen hört. Diese Stimmen sind mehr als nur ein Symptom: Sie erzählen von dem, was den Menschen überhaupt erst ins Wanken gebracht hat. Es geht um verdrängte Brüche in der Biographie, Scham, Verlust oder Gewalt - die wunden Punkte der Seele.
Die neuronalen Grundlagen verbaler Halluzinationen
Gemessen mit den Methoden der Hirnforschung sind verbale Halluzinationen so real, wie Wahrnehmung nur sein kann. Im funktionellen Magnetresonanztomographen kann man anhand von Veränderungen in der Durchblutung ihre Spuren verfolgen. Werden akut halluzinierende Patienten untersucht, sieht man in den sprachproduzierenden Arealen des Gehirns erhöhte Aktivität, ähnlich wie bei jemandem, der gerade selbst spricht oder sich bewusst an etwas Sprachliches wie ein Gedicht erinnert.
Das Gehirn macht mehr, als bloß die Signale aus dem Ohr aufzunehmen. Es ordnet ihnen eine Richtung zu und einen Sprecher, es gleicht die Laute mit den eigenen Spracharchiven ab. Die Erinnerung an früher Gehörtes läuft ständig mit, wie eine zweite Tonspur. Normalerweise unhörbar, aber bei verbalen Halluzinationen könnte es diese Erinnerungsspur sein, die ins Bewusstsein drängt.
Der Sulcus paracingularis als blinder Fleck
Ein Forscherteam aus dem englischen Cambridge könnte den blinden Fleck gefunden haben: Es ist der fehlende Teil einer bestimmten Gehirnfurche, des sogenannten Sulcus paracingularis. Der Sulcus ist bei Menschen mit klinischen auditiven Halluzinationen deutlich kürzer als bei Menschen, die nicht von inneren Stimmen beeinflusst werden. Die zu kurze Falte liegt im präfrontalen Cortex, in dem Entscheidungen auf der Basis von Erfahrungen getroffen werden.
Der Umgang mit den Stimmen: Therapie und Realitätscheck
Während der Therapie lernen die Patienten, den Stimmen die richtigen Fragen zu stellen und den Realitätscheck zu üben. Sie überlegen mit den Stimmenhörern, ob es wirklich wahr sein und werden kann, was ihnen die Plagegeister vorhalten. Irgendwann im Laufe der Therapie werden aus lauten Befehlen dringende Bitten, aus Bitten Empfehlungen. Die Stimmen haben keinen Einfluss mehr auf das Handeln der Betroffenen.
Das menschliche Gehirn ist lernfähig
Auffällig ist: Sobald die Menschen verstehen, dass es nicht wahr sein kann, was sie da hören, wird das Phänomen erträglich. Das menschliche Gehirn kann nicht nur Stimmen sprechen lassen, sondern auch lernen, damit zurechtzukommen. Die Stimmen werden zu einem Bestandteil der Person, mit dem man leben kann.
Wunschdenken und die Grenzen der Wissenschaft: Die Krise der Reproduzierbarkeit
Die Psychologie erlebt eine Krise: Viele ihrer Studien lassen sich nicht reproduzieren. Werden die Experimente wiederholt, bringen sie häufig nicht das erhoffte Ergebnis. Ein Beispiel dafür ist die Studie von Fritz Strack, der in den 1980er-Jahren einen Zusammenhang von Mimik und Emotion nachweisen wollte.
Das Experiment mit dem Stift im Mund
Strack ließ seine Versuchspersonen Cartoons bewerten, während sie einen Stift entweder zwischen den Zähnen (was die Lachmuskeln aktiviert) oder mit den Lippen (was ein Lächeln unterdrückt) festhielten. Diejenigen, die den Stift zwischen den Zähnen hielten, bewerteten die Cartoons im Durchschnitt lustiger. Doch 17 Forscherteams haben das Phänomen in den vergangenen Jahren überprüft und keinen so deutlichen Effekt gefunden.
Die Suche nach kurzfristigen Lösungen
Die nicht reproduzierbaren Studien kosten in der Biomedizin jedes Jahr viele Milliarden Euro und motivieren zudem weitere Experimente, die mutmaßlich in einer Sackgasse enden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft bezeichnet diesen Befund als "besorgniserregend" und fordert die Wissenschaft auf, das Problem ernst zu nehmen.
Die Debatte um die Korrektur und die Bedeutung von Störfaktoren
Wenn zwei gleichartige Experimente zu unterschiedlichen Ergebnissen gelangen, heißt das nicht, dass die Wiederholung stimmt und die ursprüngliche Studie ein falsches Ergebnis präsentierte. Der Widerspruch in den Aussagen müsste daher die Forschung anspornen: Wenn man herausfindet, warum die Wiederholung scheiterte, kennt man einen neuen wichtigen psychologischen Faktor.
Die Rolle von Erfahrung und Motivation
Eine Analyse der Texas A&M University zeigt tatsächlich, dass erfahrenere Versuchsleiter in Wiederholungsstudien größere Effekte beobachten als weniger erfahrene. Es könnte aber auch sein, dass sie eher darauf bedacht sind, das Forschungserbe zu bestätigen, während die jüngeren Kollegen weniger Skrupel haben, etabliertes Fachwissen über Bord zu werfen.
Die Verbreitung von Ideen: Wenn Begeisterung ansteckend ist
Forschern ist es erstmals gelungen, eine Hirnregion zu identifizieren, die aktiv wird, wenn wir etwas gut finden - und es sogar unbedingt mit anderen teilen wollen. Diese temporoparietale Übergangsregion (TPJ) ist Teil des sogenannten „Mental-Netzwerks“.
Die temporoparietale Übergangsregion (TPJ) als Schlüssel zur Begeisterung
Im ersten Teil der Studie führten die Wissenschaftler Hirnscans von Studenten per funktioneller Kernspintomographie (fMRT) durch, während andere Studenten diesen Ideen zu 24 neuen Pilotsendungen im Fernsehen präsentierten. Die Hirnscans zeigten: Bei den Teilnehmern, die eine spätere Gewinner-Idee präsentierten, zeigte eine bestimmte Hirnregion eine starke Aktivierung - und zwar in genau dem Moment als sie erstmals von dieser Idee hörten.