Hildegard von Bingen, eine Benediktinerin des 12. Jahrhunderts, war bekannt für ihr umfassendes Wissen über Naturheilkunde. Ihre Lehren umfassen auch Empfehlungen zu Ernährung und Gewürzen zur Förderung der Gesundheit und zur Linderung verschiedener Beschwerden, einschließlich Migräne.
Hildegard von Bingens Ansatz zur Migränebehandlung
Hildegard von Bingen legte großen Wert auf die ganzheitliche Betrachtung des Menschen. Sie glaubte, dass Krankheiten oft durch ein Ungleichgewicht im Körper verursacht werden. Ihre Empfehlungen zur Migränebehandlung umfassen daher nicht nur die Einnahme bestimmter Gewürze, sondern auch eine Anpassung der Lebensweise und Ernährung. Ein zentraler Aspekt ist die Darmgesundheit. Laut Hildegard von Bingen ist ein gesunder Darm ausschlaggebend für einen gesunden Körper.
Bärwurz-Birnhonig-Kur nach Hildegard von Bingen
Eine traditionelle Kur nach Hildegard von Bingen ist die Bärwurz-Birnhonig-Kur, die besonders im Herbst durchgeführt wird. Hildegard beschreibt hier ein Universalheilmittel aus drei stark wirksamen Wurzeldrogen und dem Pfefferkraut, das nach jahrelanger Forschung und vielen Versuchen als Bohnenkraut identifiziert wurde. Wertvoller als Gold, da es die Migräne vertreibt und die Dämpfigkeit mindert - so beschreibt Hildegard den Bärwurzbirnhonig. Mit dem Bärwurz-Birnhonig Mischpulver können Sie das Hildegard-Gold ganz einfach selbst herstellen, benötigt werden zusätzlich lediglich Birnen und Honig.
Zutaten und Zubereitung
Für eine Kur benötigen Sie folgende Zutaten:
- Birnen (ca. 1,5 kg)
- Honig (ca. 200 g)
- Bärwurz-Gewürzmischung (100g)
Zubereitung:
- Birnen waschen, schälen, klein schneiden und in etwas Wasser weich kochen.
- Birnenwasser abschütten und die Birnen pürieren.
- Honig dazugeben und mit der Bärwurzgewürzmischung zu einem Mus vermischen.
- Die Gesamtmenge in 3-4 Gläser abfüllen und einfrieren, da die Mischung nicht lange haltbar ist.
Anwendung
Die Kur wird über einen Zeitraum von 4-6 Wochen durchgeführt. Die Einnahmeempfehlung lautet:
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- Morgens: 1 TL vor dem Frühstück
- Mittags: 2 TL nach dem Essen
- Abends: bis zu 3 TL vor dem Schlafengehen
Kinder und empfindliche Patienten nehmen die gleiche Kur messerspitzenweise in aufsteigender Dosierung eventuell mit dem Essen.
Wirkung und Erfahrungen
Viele Anwender berichten von positiven Erfahrungen mit der Bärwurzgewürzmischung bei Darmproblemen. Besonders häufig wird eine spürbare Entlastung des Verdauungssystems, weniger Blähungen sowie ein besseres Bauchgefühl nach nur wenigen Tagen Anwendung genannt. Einige Nutzer berichten, dass sich ihre Migräneanfälle durch eine geregelte Darmfunktion verringert haben - nach der Kur mit der Bärwurzgewürzmischung. Zwar ist dies individuell verschieden, doch laut Hildegard von Bingen besteht ein enger Zusammenhang zwischen Darmgesundheit und Migräne.
Weitere von Hildegard von Bingen empfohlene Gewürze
Neben der Bärwurz-Birnhonig-Kur empfahl Hildegard von Bingen auch andere Gewürze zur Förderung der Gesundheit und zur Linderung von Beschwerden:
- Zimtrinde: Zimtrinde stimuliert die Magensaftsekretion und fördert nach Aufzeichnungen von Hildegard von Bingen den Stoffwechsel und soll gichtartige Schmerzen lindern. Innerlich wird Zimt bei Appetitlosigkeit empfohlen und bei äußerlichen Einreibungen wirkt er durchblutungsfördernd.
Weitere Gewürze und ihre potenziellen Wirkungen
Auch andere Gewürze können potenziell bei Migräne helfen, obwohl sie nicht explizit von Hildegard von Bingen erwähnt wurden:
- Ingwer: Ingwer regt die Verdauung sowie den gesamten Stoffwechsel an und wärmt den Körper durch seine Schärfe. Traditionelle Anwendungsgebiete sind Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden und Reiseübelkeit.
- Kurkuma: Kurkuma wirkt antientzündlich und gallenblasenanregend. Daher wird es ebenfalls vor allem bei Verdauungsbeschwerden empfohlen. Traditionell vor allem bei Völlegefühl nach Mahlzeiten und vermehrtem Meteorismus. Aktuelle Laboruntersuchungen zeigen, dass Cucurmin krebshemmende Eigenschaften hat. Inwiefern dieses Wissen in der Prävention oder Therapie genutzt werden kann, muss jedoch noch weiter erforscht werden.
- Anis: Anis wird in der Behandlung von Erkrankungen der Atemwege eingesetzt. Dabei fördert Anis die Flimmertätigkeit des Bronchialepithels und besitzt krampflösende und antibakterielle Eigenschaften. Daher wird Anis auch bei Verdauungsbeschwerden empfohlen.
- Gewürznelke: Das ätherische Öl der Gewürznelke hat antiseptische, bakterizide, fungizide und virostatische Wirkung. In der Phytotherapie wird es vor allem bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum genutzt. Durch ihre lokalanästhetischen und spasmolytischen Eigenschaften werden Gewürznelkenextrakte auch in der Zahnheilkunde eingesetzt.
- Kubebenpfeffer: Durch die besonderen ätherischen Öle, soll Kubebenpfeffer bei Atemwegserkrankungen und Harnwegsinfekten durch seine entzündungshemmenden Eigenschaften helfen. Bei Kopfschmerzen wird empfohlen 2-3 Körner mehrmals täglich zu kauen und anschließend runter zu schlucken. Wer das nicht mag, kann die Kubeben-Tabs, hergestellt nach dem Rezept von Hildegart von Bingen, nehmen. Weiterhin werden dem Pfeffer verdauungsfördernde, krampflösende und Magenstärkende Eigenschaften nachgesagt, also durchaus ein Gewürz dem man mehr Beachtung schenken sollte.
Heidelbergers Kräuterpulver
Zu einer gesunden Ernährung gehört auch die regelmäßige Einnahme von Bitterstoffen. Haben Sie schon einmal von Heidelbergers Kräuterpulver gehört? Dieses Naturprodukt hat eine faszinierende Geschichte, die bis ins Jahr 1925 zurückreicht. Damals brachte der Züricher Heilpraktiker Bertrand Heidelberger seine einzigartige Kräutermischung auf den Markt. Sie bestand aus Bibernell, Wermut, Kümmel, Anis, Fenchel, Wacholder und Schafgarbe. Diese Kombination erwies sich als so erfolgreich, dass Heidelberger bald eine große Anhängerschaft in ganz Europa hatte. Nach seinem Tod und den Wirren des Zweiten Weltkriegs geriet das Kräuterpulver jedoch in Vergessenheit.
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Die 7 Kräuter und ihre Wirkung
- Bibernell: Bekannt für ihre unterstützende Wirkung bei Verdauungsproblemen.
- Wermut: Wermut ist besonders effektiv gegen Magen- und Darmerkrankungen.
- Kümmel: Kümmel wird traditionell zur Linderung von Darmbeschwerden und Leibschmerzen eingesetzt.
- Wacholderbeeren: Diese Beeren sind bekannt für ihre entgiftende Wirkung.
- Fenchel: Die Teepflanze wirkt unterstützend bei Verdauungsproblemen und Blähungen.
Anwendung von Heidelbergers Kräuterpulver
Für die tägliche Darmpflege reicht eine große Messerspitze des Pulvers, die vor dem Frühstück auf der Zunge zergehen gelassen wird. Es ist wichtig, das Pulver langsam über die Mundschleimhaut aufzunehmen, bevor es in den Magen gelangt. Diese Methode ermöglicht es den Kräutern, effektiver zu wirken und die Verdauungsorgane optimal zu erreichen. Die regelmäßige Einnahme unterstützt nicht nur die Darmgesundheit, sondern trägt auch zur allgemeinen Vitalität und zum Wohlbefinden bei.
Morgens und abends eine Messerspitze bis zu einem gestrichenen Teelöffel Heidelberger Kräuterpulver für 1-3 Minuten und länger auf der Zunge zergehen lassen, gut einspeicheln und herunterschlucken. Alternativ kann man sie auch trocken in den Mund nehmen und mit Flüssigkeit herunterschlucken, oder direkt in einem Glas Wasser verrühren und trinken, wenn man die Bitterkeit am Anfang partout nicht verträgt. Nach einigen Einnahmen nimmt die Empfindsamkeit der Bitterkeit ab, und wird immer angenehmer und leckerer.
Lagerung und Verträglichkeit
Für die optimale Erhaltung der Qualität und Wirksamkeit von Heidelbergers Kräuterpulver ist eine sachgerechte Lagerung entscheidend. Das Pulver sollte in einem luftdichten Behälter aufbewahrt und vor direkter Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit und hohen Temperaturen geschützt werden. Am besten lagern Sie es an einem kühlen, trockenen Ort.
Heidelbergers Kräuterpulver besteht aus natürlichen Kräutern und ist im Allgemeinen gut verträglich. Dennoch können, wie bei allen Nahrungsmitteln, individuelle Unverträglichkeiten oder allergische Reaktionen auftreten. Bei Überdosierung können leichte Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen oder Unwohlsein vorkommen.
Die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung
Eine ausgewogene und gesunde Ernährung kann die positive Wirkung von Heidelbergers Kräuterpulver auf die Darmgesundheit und das allgemeine Wohlbefinden unterstützen. Eine Ernährung, die reich an Ballaststoffen, frischem Obst und Gemüse ist und gleichzeitig verarbeitete Lebensmittel und Zucker reduziert, kann besonders vorteilhaft sein.
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