Gliom im Kopf: Erfahrungen mit Hanföl und CBD

Die Behandlung von Hirntumoren, insbesondere Glioblastomen, stellt eine große Herausforderung dar. Neben konventionellen Therapien rücken alternative Ansätze wie die Verwendung von Hanföl und Cannabidiol (CBD) immer mehr in den Fokus. Dieser Artikel beleuchtet die potenziellen Wirkmechanismen, Erfahrungen und den aktuellen Forschungsstand zu diesem Thema.

Was ist CBD?

Cannabidiol (CBD) ist ein nicht-psychotroper Inhaltsstoff der Hanfpflanze. Im Gegensatz zu Tetrahydrocannabinol (THC) verursacht CBD keine berauschende Wirkung. Cannabisprodukte mit einem THC-Gehalt von unter einem Prozent unterliegen nicht dem Betäubungsmittelgesetz und werden daher zunehmend kommerziell verwertet. CBD wird als Medikament, Nahrungsergänzungsmittel und in Kosmetika eingesetzt.

Hilfsangebote

Es ist wichtig zu beachten, dass CBD kein als Medizin zugelassener Wirkstoff ist. Bis Ergebnisse aus wichtigen Studienphasen vorliegen, sollten Patienten davon absehen, irgendwelche handelsüblichen CBD-Präparate in der Hoffnung auf eine krebshemmende Wirkung einzunehmen.

Wirkmechanismus von Cannabidiol

Münchner Forscher haben Beweise für den tumorbekämpfenden Effekt von hochreinem Cannabidiol in grundlagenwissenschaftlichen Modellen für Glioblastomzellen nachgewiesen.

Umwandlung von NFκB in einen Tumorsuppressor

In einer Laborstudie mit Gliomzellen der Maus beobachteten die Wissenschaftler, dass der Transkriptionsfaktor NFκB durch das nicht-psychotrope Cannabidiol (CBD) in einen Tumorsuppressor umgewandelt werden kann. Als Folge davon kam es zum zellulären Selbstmord der Tumorzellen. NFκB kommt in praktisch allen Zelltypen und Geweben vor und treibt die Neubildung und das Wachstum vieler Krebsarten an, einschließlich primärer Hirntumoren wie dem Glioblastom.

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Anti-Tumor-Effekte eines CBD-Fertigarzneimittels

In einem zweiten Schritt untersuchten die Forscher an einem größeren Satz menschlicher, stammzellähnlicher Glioblastomzellen die Anti-Tumor-Effekte eines CBD-Fertigarzneimittels, das in der pädiatrischen Neurologie als Antiepileptikum eingesetzt wird. Auch hier waren die Beobachtungen ähnlich: Innerhalb von zwei bis drei Tagen nach Gabe des Cannabidiols starben die meisten Glioblastomzellen ab. Damit habe man eindeutige Beweise für den tumorbekämpfenden Effekt von hochreinem CBD bei zumindest einigen dieser bösartigen Hirntumoren, so die Wissenschaftler.

Hoffnung auf Glioblastom-Behandlung

Nach Ansicht der Wissenschaftler wecken die Ergebnisse dennoch die Hoffnung, dass sich zumindest einige Glioblastomformen mit hochreinem Cannabidiol behandeln lassen könnten. Die Erkenntnisse dieser Grundlagenforschung deuten auf eine vielversprechende Repurposing-Option für die Glioblastomtherapie hin, so die Forscher. Der nächste Schritt wäre nun, hochreines Cannabidiol in einer klinischen Studie an Glioblastompatienten zu testen.

Erfahrungen mit CBD bei verschiedenen Erkrankungen

CBD wird in der Medizin auf vielfältige Weise angewendet. Es gibt mittlerweile Erfahrungsberichte von Patienten, die CBD bei Anfallsleiden, posttraumatischen Belastungsstörungen, Tourette-Syndrom, Morbus Bechterew, Multipler Sklerose und vielem mehr positiv umgesetzt haben.

Epilepsie

Epidiolex ist eine flüssige Formulierung aus pflanzlichem Cannabidiol (CBD), die sich in der Entwicklung für die Behandlung einer Reihe von seltenen Epilepsie-Erkrankungen befindet, die sich erstmalig im frühen Kindesalter zeigen.

Schmerzen

Im Jahr 2007 stellten Forscher in Tierversuchen fest, dass durch die tägliche Gabe von CBD eine Reduzierung der übermäßigen Schmerzempfindlichkeit und der Reaktion auf schmerzhafte Reize möglich ist. Diese Kanäle spielen die Rolle im Calciumtransport mit den Zellen, was elementar für die Übertragung von elektrischen Signalen in Nervenzellen ist (Calcium-Signalgebung). Bei chronischen Schmerzen fehlt oder versagt diese natürliche Schmerzhemmung oftmals, sodass dann Cannabinoide allein noch überwiegend analgetische, schmerzdämpfende Wirkungen zeigen. Patienten mit MS könnten dabei mehr profitieren als welche mit anderen Schmerzformen.

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Angst und Sucht

In einer randomisierten placebokontrollierten Doppelblindstudie an 24 Rauchern konnte die regulierende Wirkung von CBD Öl auf die Nikotinsucht nachgewiesen werden. Die Anzahl der gerauchten Zigaretten reduzierte sich unter CBD Einnahme auf ca.

Schlafstörungen

Bei Schlafstörungen, Magen-Darm-Beschwerden und leichten Weh tun: 3 Tropfen 2-Prozent-CBD Öl morgens und abends einnehmen.

Entzündungen

Zudem wirken Cannabinoide entzündungshemmend, sofern sie, wie beim CBD Öl, in diesem perfekten Verhältnis zueinander sind.

Studienlage zu CBD und Krebs

Es gibt eindrucksvolle Fallberichte über eine erfolgreiche Krebstherapie mit CBD und THC sowie einige epidemiologische Studien und wenige klinische Daten, die ein therapeutisches Potenzial von cannabisbasierten Medikamenten unterstützen.

Krebshemmende Mechanismen

In der Grundlagenforschung wurde darüber hinaus nachgewiesen, dass eine Anzahl von Cannabinoiden, darunter THC (Dronabinol) und CBD (Cannabidiol), krebshemmende Eigenschaften besitzen. Es gibt Belege für eine Anzahl von Wirkmechanismen, darunter die Hemmung der Tumorzellproliferation, die Auslösung von Apoptosen und Autophagie, die Hemmung der Tumorinvasion und der Bildung von Metastasen, der Angioneogenese und der Chemoresistenz. Cannabinoide könnten auch vor einigen zytostatikabedingten Schäden schützen, darunter vor der Entwicklung einer peripheren Neuropathie. Allerdings wurden in einzelnen Untersuchungen auch krebsfördernde Eigenschaften von Cannabinoiden beobachtet.

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Zu den Mechanismen der Krebshemmung zählen die Induktion von Apoptose und Autophagie, eine Hemmung der Angioneogenese im Tumor, Immunmodulation sowie Reduzierung der Fähigkeit zur Metastasierung durch Hemmung von Migration und Invasionsfähigkeit.

Epidemiologische Studien

Die bisher aussagekräftigste epidemiologische Untersuchung wurde von der Arbeitsgruppe von Donald Tashkin von der Universität von Kalifornien in Los Angeles durchgeführt: Die Forschenden hatten 1212 an Krebs Erkrankte mit 1040 gesunden Nichtrauchern verglichen. Das Risiko für starke Cannabiskonsumenten, an Lungenkrebs zu erkranken, war also um 38% reduziert.

Fallberichte

Laut einem Fallbericht verbesserte sich die Situation einer 80-jährigen Patientin mit Lungenkrebs, die eine konventionelle Behandlung ablehnte, nach der Einnahme von THC und CBD. Die Bildgebung zeigte, dass sich der Durchmesser des Tumors über einen Zeitraum von 2,5 Jahren schrittweise von 41 mm auf 10 mm verkleinert hatte.

Klinische Studien

Erstmals wurde im Jahr 2021 eine kleine placebokontrollierte Studie veröffentlicht, die Hinweise gibt, dass Cannabis nicht nur im Tierversuch, sondern auch beim Menschen das Krebswachstum hemmen und das Überleben verbessern kann. An der Studie durften Patienten mit einem Rezidiv eines Glioblastoms teilnehmen. Nach einem Jahr lebten noch 44% der Patienten, die nur Telezolomid und das Placebo erhalten hatten, während die 1-Jahresüberlebensrate in der Cannabisgruppe 83% betrug.

Das Endocannabinoidsystem

Ende der 1980er-Jahre begann die Erforschung eines neuen Kommunikationssystems mit spezifischen Bindungsstellen für Cannabinoide (Cannabinoid-Rezeptoren) und körpereigenen Cannabinoiden (Endocannabinoiden). Die wichtigsten Rezeptoren sind der Cannabinoid-1-Rezeptor (CB1-Rezeptor), der vor allem im Zentralnervensystem verbreitet ist, und der Cannabinoid-2-Rezeptor (CB2-Rezeptor), der vor allem auf Zellen des Immunsystems gefunden wird.

Physiologische Funktionen

Als die wichtigsten physiologischen Funktionen des Endocannabinoidsystems gelten:

  • Entspannung (Verringerung von Schmerzen und Körpertemperatur)
  • Ausruhen (Reduzierung der Bewegungsaktivität)
  • Anpassen/Vergessen (Erholung von innerem und äußerem Stress)
  • Schützen (Reduzierung von Entzündungen und übermäßiger Aktivität der Nervenzellen)
  • Essen (Steigerung des Hungergefühls, Nahrungs- und Energiespeicherung)

Dosierung und Einnahme von CBD Öl

Die richtige Einnahme und Dosierung von CBD Öl ist entscheidend. Die effektivste Einnahmeform ist die sublinguale Einnahme. Durch diese Methode wird ein Teil der Wirkstoffe bereits über die Mundschleimhaut absorbiert, was in einer besseren Bioverfügbarkeit und einem schnelleren Wirkungseintritt resultiert.

Dosierungsempfehlungen

  • Micro-Dosis: Bis 0,25mg/kg/Tag für Schlaf, Stimmung, Kopfschmerzen, Übelkeit, PTSD, Stoffwechselstörungen und Stress.
  • Standard-Dosis: 0,3 bis 1,3 mg/kg/Tag für Entzündungen, Schmerzen, Borreliose, Ängste, Depressionen, Autoimmunerkrankungen, Fibromyalgie, Multiple Sklerose, Autismus, Arthritis, IBS (Reizdarmsyndrom) und Gewichtsverlust.
  • Makro- (oder therapeutische) Dosis: Bis zu 12,5mg CBD/kg/Tag nur unter ärztlicher Begleitung bei schweren Formen von Multipler Sklerose, sehr starken Schmerzen und bei verschiedenen Formen von Epilepsie.

Worauf man beim Kauf von CBD Öl achten sollte

Wichtig ist, dass das CBD-Öl von hoher Qualität ist und einen hohen Reinheitsgrad aufweist. Achten Sie auf Zertifikate, die die Zusammensetzung belegen. Hochwertige CBD-Öle verfügen über Zertifikate, die die Zusammensetzung belegen. CBD-Öle findet mit in unterschiedlichen Konzentrationen. Üblicherweise werden Öle mit einem CBD-Gehalt von 5% bis 10% angeboten.

CBD Isolate vs. Vollspektrum Öle

Wir sprechen uns ganz klar für ein wertiges Vollspektrum Öl aus. Der Grund ist nachvollzieh- und belegbar. Während bei bei CBD Isolaten lediglich das isolierte Cannabionid Cannabidiol in einem Lösungsmittel - ebenfalls meist Öl - gelöst wird, enthält ein Vollspektrum Öl sämtliche Cannabinoide, Terpene und auch Flavonoide der Hanfpflanze. Dieser Umstand ist von großer Bedeutung und entscheidend für die Wirkung des CBD Öls.

Nebenwirkungen und Kontraindikationen

Du bist schwanger?! Lass für die Zeit der Schwangerschaft die Finger von CBD. Bei erhöhtem Augeninnendruck sollte man ebenfalls auf CBD verzichten. Gelegentlich liest man bei Erfahrungsberichten von einem trockenen Mundgefühl nach hochdosierter CBD-Einnahme. Eine weitere Nebenwirkung kann die Senkung des Blutdrucks sein.

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