In unserer schnelllebigen Zeit sind viele Menschen von innerer Unruhe, Nervosität und Schlafstörungen betroffen. Globuli können hier eine sanfte Unterstützung bieten. Dieser Artikel beleuchtet die Anwendungsgebiete von Globuli bei nervösen Beschwerden und gibt einen Überblick über verschiedene homöopathische Mittel.
Ursachen und Symptome von Nervosität und innerer Unruhe
Innere Unruhe und Unausgeglichenheit sind oft keine eigenständigen Krankheitsbilder, sondern vielmehr die Folge äußerer Einflüsse oder körperlicher Erkrankungen. Überfordernde Situationen in der Familie oder am Arbeitsplatz können ebenso eine Rolle spielen wie Schilddrüsenerkrankungen, Depressionen, Hormonumstellungen während der Wechseljahre sowie eine Vielzahl anderer psychischer und physischer Erkrankungen.
Typische Symptome sind:
- Konzentrationsstörungen
- Angst
- Herzklopfen
- Vermehrte Reizbarkeit
- Magenbeschwerden
- Schweißausbrüche
- Schlafstörungen
Schlafstörungen können die Symptome im Sinne eines Teufelskreises noch verstärken, da die Erholung während des Nachtschlafs ausbleibt.
Wann ist ein Arztbesuch ratsam?
Bei vorübergehenden Beschwerden kann eine Behandlung mit homöopathischen Mitteln zu einer Besserung der Symptome führen. Länger anhaltende Beschwerden sollten jedoch ärztlich abgeklärt werden, um schwerwiegende Folgen zu vermeiden. Eine Heilung unter alleiniger Verwendung homöopathischer Arzneien ist hier meist nicht zu erzielen und bedarf weiterer diagnostischer Abklärung.
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Homöopathische Mittel bei nervösen Beschwerden
Angesichts der vielfältigen Ursachen von Unruhezuständen können unterschiedliche homöopathische Präparate zum Einsatz kommen. Die Wahl des richtigen Mittels richtet sich nach den individuellen Beschwerden und Begleiterscheinungen.
Calmvalera Globuli
Calmvalera Globuli sind ein homöopathisches Komplexmittel, das sich bei Überreizung und Nervosität bewährt hat. Es enthält eine Kombination von drei Wirkstoffen:
- Avena sativa (Hafer): Wird bei nervöser Unruhe, nervöser Erschöpfung und Schlafstörungen eingesetzt.
- Nux vomica (Brechnuss): Beruhigt bei erhöhter Reizbarkeit, gesteigerter Empfindlichkeit und Nervosität. Hilft auch bei nervösen oder stressbedingten Magen-Darm-Beschwerden.
- Zincum valerianicum (Zinkisovalerianat): Fördert den Schlaf und lindert nervös bedingte Beschwerden.
Calmvalera Globuli sind bereits für Kinder ab 6 Monaten geeignet. Sie werden direkt auf die Zunge gegeben und im Mund zergehen gelassen. Die Anwendungsgebiete entsprechen den homöopathischen Arzneimittelbildern Neurasthenie und nervöse Reizbarkeit.
Gelsemium comp. Hevert Tropfen
Gelsemium comp. Hevert Tropfen werden zur Behandlung von Nervenschmerzen (Neuralgien) eingesetzt. Sie enthalten eine Kombination naturheilkundlicher Wirkstoffe:
- Aconitum (Eisenhut): Wird bevorzugt bei heftigen akuten Beschwerden verwendet.
- Cocculus (Kockelskörner):
- Colocynthis (Koloquinte):
- Rhus toxicodendron (Giftsumach):
- Gelsemium (wilder Jasmin):
Die Tropfen reduzieren eine erhöhte Schmerzempfindung und Druckempfindlichkeit. Sie können bei Nervenschmerzen in den Beinen, Schmerzen in der Fußsohle oder Nervenschmerzen im Gesicht helfen.
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Rhus toxicodendron
Rhus toxicodendron basiert auf dem Eichenblättrigen Giftsumach (Giftefeu). Es wird vor allem bei Erkrankungen der Sehnen und Bänder, im psychischen Bereich sowie bei Nervenleiden eingesetzt. Typische Anwendungsgebiete sind:
- Arthritis: Die Gelenke fühlen sich steif an, Schmerzen werden bei Bewegung des Gelenkes erst schlimmer, dann lassen sie allmählich nach.
- Arthrose: Die Gelenke schmerzen und fühlen sich steif an, besonders Nässe und Kälte verschlimmern die Beschwerden, Wärme und Bewegung verbessern die Schmerzen.
- Lumbago (Hexenschuss): Starke Steifheit und Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und des Kreuzbeines, die Schmerzen werden weniger durch Liegen auf dem Rücken und auf einer harten Unterlage, auch durch leichte Bewegung bessern sich die Symptome.
- Ischiasbeschwerden: Reißende Schmerzen mit dem Gefühl, man habe sich verrenkt, andauernde Bewegung verbessert die Beschwerden nach anfänglicher Verschlimmerung, Wärme und Massage lindern die Beschwerden.
- Muskelkater: Reißende und ziehende Schmerzen nach körperlicher Überanstrengung, Besserung durch anhaltende Bewegung und Wärme, Verschlechterung durch Kälte.
- Halswirbelsäulensyndrom: Nackenschmerzen durch falsches Liegen oder Verdrehen, Bewegungen sind zuerst schmerzhaft, verbessern aber die Beschwerden.
- Sehnenscheidenentzündungen: Anfängliche Bewegung schmerzt, danach bessern sich die Beschwerden, Verschlechterung durch Ruhe und Kälte.
- Muskel- und Sehnenzerrungen: Anfängliche Bewegung schmerzt, danach verbessern sich die Beschwerden, Verschlechterung durch Kälte, Nässe und Ruhe.
- Verstauchungen, Verrenkungen, Prellungen: Gelenke oft heiß und geschwollen, ziehende Schmerzen zu Beginn der Bewegung, die bei fortgesetzter Bewegung nachlassen, Verbesserung durch Wärme.
- Bindehautentzündung (Konjunktivitis): Häufig als Folge einer Erkältung bei nasskaltem Wetter, die Augenlider sind morgens eitrig verklebt, der Tränenfluss ist verbunden mit brennenden Schmerzen.
- Erkältungen, Grippe, fiebrige Infekte: Die Erkältung ist mit starken Gliederschmerzen verbunden, die Beschwerden entstehen als Folge von Kälte, Nässe oder starkem Schwitzen.
- Gürtelrose (Herpes zoster): Stechende Schmerzen im betroffenen Bereich, die Haut ist rot und mit Bläschen besetzt, Juckreiz, Besserung durch warme Auflagen.
- Hautausschläge: Die betroffene Haut ist meist feucht und geschwollen, häufig rote, juckende Bläschen, brennende Schmerzen.
- Schlafstörungen: Unruhiger Schlaf mit Herumwerfen im Bett, nach dem Erwachen ist man immer noch müde.
Weitere homöopathische Einzelmittel
Neben den genannten Komplexmitteln gibt es eine Reihe von homöopathischen Einzelmitteln, die bei psychischen Beschwerden eingesetzt werden können:
- Aconitum D12 (der Sturmhut): Wichtigstes Mittel nach Erleben eines Schocks mit Todesangst, ängstliche Unruhe mit Herzklopfen und Blässe.
- Gelsemium D12 (der Gelbe oder Wilde Jasmin): Bei Lähmung und Kraftlosigkeit nach einem Schrecken, Erwartungsangst mit Zittern und Schwäche.
- Argentum nitricum D12 (das Silbernitrat): Bei Unruhe und Aufregung vor besonderen Ereignissen, Lampenfieber, Herzjagen und Durchfällen.
- Ignatia D12 (die Ignatiusbohne): Bei Trennungsschmerzen, Traurigkeit und dem Hang zum stillen Kummer.
- Natrium chloratum D12 (das Kochsalz): Bei Depressionen als Folge von Kummer und Ärger, Ängsten durch Stress und Überlastung, freiwilliger Rückzug.
- Opium: Bei großer Benommenheit, eingeschränktem Bewusstsein und Gefühl, Taubheit der Glieder.
- Nux vomica D12 (die Brechnuss): Für streitbare, jähzornige Menschen, geringe Reizschwelle, Überlastung und Reizbarkeit.
Wichtige Hinweise zur Anwendung
- Die Wahl des richtigen homöopathischen Mittels sollte idealerweise in Absprache mit einem homöopathisch erfahrenen Arzt oder Therapeuten erfolgen.
- Bei ausbleibender Besserung oder längerem Andauern der Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung erforderlich.
- Die auf Globuli.de zur Verfügung gestellten Informationen sowie Kommentare und Diskussionsbeiträge können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer eigenständigen Auswahl und Anwendung oder Absetzung von Arzneimitteln, sonstigen Gesundheitsprodukten oder Behandlungsmethoden verwendet werden.
- Viele Symptome und Beschwerden können bei verschiedenen Erkrankungen auftreten. Für eine sichere Diagnose und Behandlung muss immer ein Arzt aufgesucht werden.
- Homöopathische Arzneimittel haben keine Nebenwirkungen, beim Auftreten von Erstverschlimmerungen muss aber die Einnahme von Rhus toxicodendron unterbrochen werden. Bei Selbstmedikation sollen sich die Beschwerden rasch bessern.
Ergänzende Maßnahmen
Neben der Einnahme von Globuli können auch andere Maßnahmen helfen, nervöse Beschwerden zu lindern:
- Stress reduzieren: Bewusst Pausen einlegen, "Nein sagen" lernen, Stressoren erkennen und vermeiden.
- Entspannungstechniken: Autogenes Training, progressive Muskelentspannung, Yoga, Meditation.
- Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität baut Stress ab und fördert das Wohlbefinden.
- Gesunde Ernährung: Ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten, Verzicht auf stark verarbeitete Lebensmittel und übermäßigen Konsum von Genussmitteln.
- Pflanzenheilkunde: Beruhigende Heilpflanzen wie Baldrian, Hopfen, Passionsblume und Melisse können unterstützend wirken.
- Psychotherapie: Bei Bedarf professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, um die Ursachen der Beschwerden zu ergründen und zu bearbeiten.
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