Wer über innere Unruhe oder Nervosität klagt, schildert meist Symptome wie gesteigerte Reizbarkeit, Schweißausbrüche, Konzentrationsschwäche, Schlafprobleme, verminderte Belastbarkeit, Unsicherheiten und Ängste. Diese Beschwerden können vielfältige Ursachen haben, von Dauerstress über Stimulanzienkonsum bis hin zu ernsthaften körperlichen oder psychischen Erkrankungen. Eine homöopathische Behandlung mit Globuli kann hier eine unterstützende Rolle spielen, um bestimmte Symptome zu lindern und für mehr Ausgeglichenheit zu sorgen.
Ursachen von innerer Unruhe und Nervosität
Hinter dem Komplex an Beschwerden, die mit innerer Unruhe und Nervosität einhergehen, können verschiedene Ursachen stehen. Neben Dauerstress, der Einnahme von Stimulanzien und fehlenden Regenerationsphasen können auch ernsthafte körperliche und psychische Erkrankungen dafür verantwortlich sein.
Es ist wichtig zu beachten, dass innere Unruhe und Unausgeglichenheit kein eigenständiges Krankheitsbild darstellen, sondern eher die Folge äußerer Einflüsse oder einer körperlichen Erkrankung sind. So können überfordernde Situationen in der Familie oder am Arbeitsplatz einerseits, aber auch Schilddrüsenerkrankungen, Depressionen, Hormonumstellungen während der Wechseljahre sowie eine Vielzahl anderer sowohl psychischer als auch physischer Erkrankungen andererseits innere Unruhezustände und Nervosität hervorrufen.
Wann ist eine ärztliche Konsultation erforderlich?
Wenn die innere Unruhe länger andauert, durch einfache entspannende Maßnahmen nicht gelindert werden kann oder wenn sie von körperlichen oder seelischen Symptomen wie starkem Durst, Magenschmerzen, Durchfall, Depressionen, Herzrhythmusstörungen oder plötzlichen Panikattacken begleitet wird, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Mögliche Erkrankungen, die mit einer erhöhten Nervosität einhergehen können, sind zum Beispiel Depressionen, Angststörungen, Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), Leberzirrhose, Herzinfarkt und Diabetes mellitus, bei dem es im Rahmen einer Unterzuckerung zur Ausprägung von Unruhesymptomen kommen kann. Bei Kindern ist hingegen das mögliche Vorliegen einer ADHS Erkrankung zu berücksichtigen. Bei Personen mit einer Suchterkrankung, können im Rahmen eines Entzuges Unruhezustände auftreten.
Homöopathische Behandlung: Eine sanfte Unterstützung
Eine homöopathische Behandlung kann eine sinnvolle Unterstützung sein, wenn dabei die Grenzen der Selbstmedikation eingehalten werden. Bei der Wahl des richtigen homöopathischen Mittels bei innerer Unruhe und Nervosität sollten deren Ursachen wie zum Beispiel Prüfungsangst oder Mobbing am Arbeitsplatz, deren Begleiterscheinungen und deren Verlauf mit den verschiedenen Mittelbildern und deren Modalitäten verglichen werden.
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Die Homöopathie hat eine lange Geschichte als sanfte und natürliche Heilmethode, die darauf abzielt, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. In den letzten Jahren hat die Nachfrage nach homöopathischen Produkten zur Beruhigung, für einen besseren Schlaf und zur Unterstützung des Nervensystems zugenommen.
Das Prinzip der Ähnlichkeit
Homöopathische Mittel für einen besseren Schlaf basieren auf dem Prinzip der Ähnlichkeit: "Similia similibus curentur" - Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden. Beliebte homöopathische Schlafmittel umfassen Coffea, um den Geist zu beruhigen, und Nux Vomica, um Unruhe und Schlaflosigkeit zu lindern.
Homöopathische Produkte für die Nerven zielen darauf ab, das Gleichgewicht im Nervensystem wiederherzustellen. Bei Stress und nervöser Anspannung sind Mittel wie Ignatia oder Avena Sativa bekannt dafür, beruhigend zu wirken. Sie können helfen, die emotionale Belastung zu mildern und das Nervensystem zu stärken.
Homöopathische Produkte zur Beruhigung setzen auf die Prinzipien der energetischen Übertragung. Die subtilen Energiemuster der verwendeten Substanzen sollen das energetische Gleichgewicht im Körper beeinflussen. Bei Unruhe oder innerer Unausgeglichenheit können Mittel wie Passiflora oder Valeriana helfen.
Auswahl des passenden Mittels
Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben.
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Hier eine Übersicht verschiedener Beschwerdebilder und möglicher homöopathischer Mittel:
- Innere Unruhe mit Unsicherheit: Begleiterscheinungen sind ständiges Verlangen nach Gesellschaft und Schläfrigkeit nach geistiger Anstrengung. Außerdem ein Gefühl von Schwäche nach geringster Anstrengung, zwanghafter Ordnungsfanatismus mit Neigung zur Perfektion. Weitere Begleiterscheinungen sind Humorlosigkeit, großer Mangel an Lebenswärme sowie Ängste: Angst vor dem Alleinsein, um die Gesundheit, vor dem Tod und Dunkelheit.
- Innere Unruhe mit Schwindel und Zittern: Begleiterscheinungen sind Schwindel, Zittern und Durchfälle durch Stress. Die betroffene Person will Süßigkeiten und wird schwächer davon. Sie hat Angstvorstellungen und splitterartige Schmerzen. Häufig handelt es sich um warmblütige Menschen mit Verlangen nach frischer Luft und Suizidneigung.
- Innere Unruhe mit starker Anspannung und Erschöpfung: Begleiterscheinungen sind ausgesprochene Schreckhaftigkeit, brennende Hitze am Körper, vor allem an den Händen und am Rücken sowie bisweilen Geistesabwesenheit. Häufig handelt es sich um extrovertierte Menschen, die offen und leicht beeindruckbar, sehr herzlich und empathisch sind.
- Innere Unruhe mit Verwirrtheit: Begleiterscheinungen sind Verwirrtheit, schlechte Orientierung, Verschlossenheit, Nachlassen der körperlichen Kraft und des Gedächtnisses. Die betroffene Person hat eine Abneigung gegen die Gesellschaft und eine allmähliche Lähmung auf allen Ebenen.
- Innere Unruhe mit Angstzuständen: Begleiterscheinungen sind Schweißausbrüche, plötzliches Aufwachen in der Nacht, Aufschrecken, Hyperventilieren sowie Wahnideen: Die betroffene Person denkt, sie muss gleich sterben und hat Furcht beim Überqueren einer Straße.
- Innere Unruhe, Nervosität, starkes „Aufgedrehtsein“: Begleiterscheinungen sind Herzklopfen, Schwitzen, Schlaflosigkeit, Einschlafstörungen, überscharfe Sinne und Überempfindlichkeit. Die betroffenen Personen weisen eine geistige Überaktivität auf, haben eine schnelle Auffassungsgabe und einen übermäßigen Kaffeekonsum.
- Nervosität mit bedrückenden Wahnideen und Argwohn: Begleiterscheinungen sind unruhige Hände, ständige Bewegung der Finger, Abneigung gegen Kaffee und langsames Sprechen. Die betroffenen Personen sind häufig konservative, korrekte, bodenständige, warmblütige Menschen, die sich unsicher und hilflos fühlen.
- Innere Unruhe durch geistige Anstrengung: Begleiterscheinungen sind alberne, unkontrollierbare Bewegungen der Extremitäten und eine starke sexuelle Erregbarkeit. Die betroffenen Personen sind oft zornig, kurz angebunden, destruktiv und bisweilen von Wahnideen oder Hysterie geplagt. Zudem haben sie häufig ein starkes Verlangen nach gewürzten Speisen.
- Innere Unruhe mit Rastlosigkeit: Die betroffene Person findet in keiner Lage Ruhe, kriegt schnell Herpes durch Stress, hat in der Nacht Befürchtungen und Sorgen und streift tagsüber ziellos umher. Sie zeichnet sich durch emotionale Steifheit aus und hält ihre Gefühle zurück.
- Innere Unruhe nach Mitternacht oder durch Überanstrengung: Die betroffene Person kann streitsüchtig bis zur Gewalt sein und hat das Gefühl ständig drängt die Zeit. Weitere Begleiterscheinungen sind Magenbeschwerden durch Stress, Verkrampftheit und daher keine Entspannung. Außerdem hat sie einen unerquicklichen Nachtschlaf, ist explosiv und hat bisweilen einen böswilligen Charakter. Sie empfindet Abneigung gegen enge Kleidung und hat einen sehr großen Mangel an Lebenswärme.
- Innere Unruhe mit Reizbarkeit und Überempfindlichkeit: Die betroffene Person hat einen großen Ehrgeiz, große Reizbarkeit und Überempfindlichkeit. Begleiterscheinungen sind häufig Überempfindlichkeit gegen Sinneseindrücke, bei Schmerzen eine starke Weinerlichkeit, großer Durst, Unhöflichkeit und Boshaftigkeit. Die betroffene Person gibt oft schnippische Antworten. Auslöser können geringste Anlässe sein.
- Innere Unruhe beim Fahren: Keine spezifischen Begleiterscheinungen angegeben.
- Begleiterscheinungen Angstzustände: Situationen, die großen Schrecken hervorgerufen haben sowie Folgen von Schock und Furcht.
- Begleiterscheinungen Lampenfieber und Prüfungsangst: bevorstehende Ereignisse, die belasten und Sorgen bereiten.
- Begleiterscheinungen Angstzustände, Stress: wie auch körperliche und geistige Überlastung. Die betroffene Person leidet außerdem unter Magendarmbeschwerden, Appetitlosigkeit, Verfrorenheit und Erschöpfung schon nach kleinster Anstrengung.
- Begleiterscheinungen aufreibende Auseinandersetzungen und Stress: Die betroffene Person neigt außerdem zu Kränkbarkeit und übersteigerter Empfindsamkeit.
- Begleiterscheinungen großen Kummer und Sorgen, akute Trauer sowie belastende Lebenssituationen: Die betroffene Person leidet außerdem unter Sehstörungen, Appetitmangel, Schlaflosigkeit, Grübeln, emotionaler Labilität, starken Stimmungsschwankungen sowie das Verlangen nach Alleinsein.
- Begleiterscheinungen Stress, geistige Überanstrengung, Schlafmangel, übertriebenen Ergeiz und damit einhergehende Überlastung: Die betroffene Person leidet außerdem unter Ungeduld, Streitsüchtigkeit, übersteigerter Empfindlichkeit gegenüber Licht, Lärm, Gerüchen, Geräuschen und Berührung.
- Begleiterscheinungen emotional sehr belastende Lebenssituationen und geistige Überanstrengung: Die betroffene Person leidet außerdem unter Überempfindlichkeit gegenüber äußeren Reizen, hat das Gefühl der Erschöpfung und neigt zu Kreislaufschwächen mit Herzklopfen. Sie verspürt das Verlangen nach Zuneigung und Gesellschaft, hat brennende Kopfschmerzen und ist vermehrt erregbar.
- Begleiterscheinungen körperliche aber auch geistige Überanstrengung: Die betroffene Person leidet außerdem unter Erschöpfung und Mattigkeit, starkem Bewegungsdrang sowie nächtlicher Unruhe.
- Begleiterscheinungen Stress sowie durch körperliche und geistige Überlastung: Die betroffene Person leidet außerdem unter Kopfschmerzen (v.a.
Wichtige homöopathische Arzneien bei psychischen Beschwerden
- Aconitum D12 (der Sturmhut): Ist das wichtigste Mittel nach Erleben eines Schocks mit Todesangst, zum Beispiel das Ansehen eines schweren Unfalls oder die Verwicklung darin. Es tritt eine ängstliche Unruhe auf mit Herzklopfen, angsterfülltem Blick und Blässe. Es ist das Mittel der Wahl, wenn nach schrecklichen Erlebnissen den Betroffenen die Bilder nicht aus dem Kopf gehen und im schlimmsten Fall auch Panikattacken auslösen.
- Gelsemium D12 (der Gelbe oder Wilde Jasmin): Ist jemand nach einem Schrecken "wie gelähmt", kraftlos und völlig überfordert, kann Gelsemium D12 (der Gelbe oder Wilde Jasmin) ihn wiederaufrichten. Die Erwartungsangst führt zu einer zittrigen Lähmung, man ist zu schwach, um noch irgendetwas vorzubereiten. Die Knie zittern, die Lider werden schwer. Durchfall kann auftreten, ebenso Schwindel und Benommenheit. Besser wird es in frischer Luft und nach Entleerung der Blase.
- Argentum nitricum D12 (das Silbernitrat): Bei Unruhe und Aufregung vor besonderen Ereignissen, Lampenfieber, Herzjagen und Durchfällen kann Argentum nitricum D12 (das Silbernitrat) die Lage entspannen. Eines der besten Mittel bei Erwartungsangst, vor einer Prüfung oder einem gefürchteten Ereignis (Flugreise, öffentlicher Auftritt u. a.). Es treten Zittern und Durchfall auf, Druck im Magen, Aufstoßen, Schwindel. Die innere Unruhe führt zu hastigem Handeln, man hat das Gefühl, die Zeit vergeht zu langsam und kommt zu jedem Termin zu früh.
- Ignatia D12 (die Ignatiusbohne): Trennungsschmerzen - wie zum Beispiel Heimweh, enttäuschte Liebe, Verlust eines geliebten Menschen - können einen Menschen depressiv machen. Bei der Bewältigung der "Trauerarbeit" oder der "Kummersituation" unterstützt Ignatia D12 (die Ignatiusbohne) den Leidenden. Leitsymptome sind ausgesprochene Traurigkeit und der Hang zum stillen Kummer, man möchte mit seinem Kummer alleine sein. Er hat das Gefühl, einen "Kloß im Hals" zu haben. Typisch ist auch der Hang zum stillen Seufzen.
- Natrium chloratum D12 (= muriaticum) (das Kochsalz): Ist das Kummermittel schlechthin. Es wird eingesetzt bei Depressionen als Folge von Kummer und Ärger; bei Ängsten, die durch Stress und Überlastung hervorgerufen werden. Es kann auch bei Trennungsschmerzen indiziert sein. Das Leitsymptom der Betroffenen ist allerdings, dass sie sich freiwillig zurückziehen. Sie wollen sich in ihrem Kummer, der verschiedene Gründe haben kann, nicht trösten lassen, sondern nur noch in Ruhe gelassen werden ("Regression").
- Opium: Nach dem homöopathischen Ähnlichkeitsprinzip sind Beschwerden, die mit Opium behandelt werden, von großer Benommenheit gekennzeichnet. Der Schreck ist in die Glieder gefahren, aber Bewusstsein und Gefühl sind eingeschränkt, Schmerzen werden nicht mehr empfunden, die Situation nicht verstanden. Die Glieder sind taub, heißer Schweiß und Muskelzucken können auftreten, selbst ein zeitweiliges Aussetzen der Atmung. Der Bauch ist hart und gebläht mit Stuhlverstopfung.
- Nux vomica D12 (die Brechnuss): Streitbare, jähzornige Menschen mit cholerischem und hypochondrischem Temperament brauchen Nux vomica D12 (die Brechnuss). Der Nux vomica-Typ hat eine geringe Reizschwelle, fühlt alles zu stark. Er arbeitet zu viel (meist im Sitzen); chronische Überlastung macht ihn unzufrieden und gereizt. Das Mittel wirkt bei Beschwerden, die durch einen zu hohen Genussmittelkonsum, Überreizung des Nervensystems oder Überforderung verursacht werden. Dazu gehören Nervosität, Schlafstörungen, Kopfschmerzen oder Magen-Darmbeschwerden.
Dosierung und Anwendung
Für alle aufgeführten Potenzen gilt: Säuglinge erhalten ein Drittel, Kinder bis zum 6. Lebensjahr die Hälfte und Kinder vom 6 bis zum 12. Wenn die innere Unruhe länger andauert, durch einfache entspannende Maßnahmen nicht gelindert werden kann oder wenn sie von körperlichen oder seelischen Symptomen wie starkem Durst, Magenschmerzen, Durchfall, Depressionen, Herzrhythmusstörungen oder plötzlichen Panikattacken begleitet wird, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden.
Homöopathische Einzelmittel sind als Streukügelchen (Globuli) oder als Tropfen erhältlich. Manche Hersteller stellen auch Tabletten her.
- Nux vomica D6: Bei akuten Krankheiten wird es mehrmals täglich eingenommen. Die Globuli lässt man unter der Zunge zergehen. Sie können im akuten Krankheitsfall mit halbstündlicher bis stündlicher Einnahme beginnen. Setzt die Besserung ein, werden die Abstände größer. Bei anhaltender Besserung wird die Einnahme beendet.
- Nux vomica D12: Eignet sich ebenfalls zur Behandlung von akuten Krankheiten. Diese Potenz sollten Sie aber nur ein bis zwei Mal täglich einnehmen. Das Gleiche gilt für Nux vomica D30 und Nux vomica C30.
- Höhere Potenzen: Höhere D-Potenzen (erkenntlich an einer Zahl von 200 und höher nach dem Buchstaben D), höhere Nux vomica C-Potenzen als C30 sowie homöopathische Tropfen sollten nur nach Verordnung durch einen Homöopathen eingesetzt werden. Sie kommen bei schweren Krankheitsverläufen und chronischen Krankheiten zum Einsatz.
- Psychische Beschwerden: Bei psychischen Beschwerden nehmen Sie drei Globuli Nux vomica C30. Das Mittel wirkt bei dieser Potenz im psychischen Bereich am besten. Nach der Einnahme warten Sie mindestens einen Tag ab, um den Verlauf beurteilen zu können. Wird es nötig, können Sie die gleiche Nux vomica Dosierung nochmals wiederholen.
Aufgrund der typischen morgendlichen Verschlimmerung der Beschwerden, sollte die Nux vomica Anwendung möglichst nicht morgens erfolgen.
Homöopathische Arzneimittel haben keine Nebenwirkungen, beim Auftreten von Erstverschlimmerungen muss aber die Einnahme von Nux vomica unterbrochen werden. Bei Selbstmedikation sollen sich die Beschwerden rasch bessern.
Dosierung von Nux vomica D12 bei verschiedenen Anwendungsgebieten:
- Bauchschmerzen: 3 Globuli bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli zweimal täglich.
- Übelkeit und Erbrechen: 3 Globuli bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli zweimal täglich.
- Sodbrennen: 3 Globuli bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli zweimal täglich.
- Magenschmerzen: 3 Globuli bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli zweimal täglich.
- Blähungen: 3 Globuli bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli zweimal täglich.
- Hämorrhoiden: Eine Woche lang täglich einmal abends einnehmen.
- Verstopfung: Eine Woche lang täglich einmal abends einnehmen.
- Hexenschuss: 3 Globuli bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli zweimal täglich.
- Kater: 3 Globuli bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli zweimal täglich.
- Kopfschmerzen: 3 Globuli bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli zweimal täglich.
- Schlafstörungen: Eine Woche lang täglich einmal abends einnehmen.
- Schnupfen: 3 Globuli bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli zweimal täglich.
- Husten: 3 Globuli bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli zweimal täglich.
- Menstruationsstörungen: Nach der Periode 3 Tage lang jeweils 3 Globuli täglich.
- Schwangerschaftserbrechen: 3 Globuli bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli zweimal täglich.
- Nach Operationen: 3 Globuli unmittelbar nach dem Aufwachen aus der Narkose. Bei bekannter Empfindlichkeit 3 Globuli vorbeugend.
Aurum/Apis regina comp.
Aurum/Apis regina comp., Globuli velati werden gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis angewendet zur Harmonisierung des Wesensgliedergefüges bei seelisch bedingten, funktionellen Organstörungen, die sich in Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Schwindelgefühlen, Kreuzschmerzen u.ä. äußern können (Neurasthenie, vegetative Dystonie), nervöse Erschöpfungszustände, Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren (klimakterische Stimmungslabilität), depressive Verstimmung, Konzentrations- und Gedächtnisschwäche.
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Eine Anwendung von Aurum/Apis regina comp. über mehr als 6 Wochen erfordert eine Rücksprache mit dem Arzt.
CALMVALERA® Globoli
CALMVALERA® Globoli sind ein homöopathisches Arzneimittel, dessen Anwendungsgebiet sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ableitet. Dazu gehören unter anderem: Neurasthenie und nervöse Reizbarkeit. Calmvalera® ist ein bewährtes Komplexmittel bei Überreizung und Nervosität. Die Globoli bringen das vegetative Nervensystem, das alle unbewussten Lebensvorgänge und damit auch den Schlaf-Wach-Rhythmus steuert, wieder ins Gleichgewicht.
Soweit nicht anders verordnet, nehmen Erwachsene bei akuten Zuständen alle halbe bis ganze Stunde, höchstens 6-mal täglich, je 5 Streukügelchen ein. Säuglinge ab 6 Monaten erhalten nach Rücksprache mit einem Arzt nicht mehr als ein Drittel der Erwachsenendosis. Kleinkinder zwischen dem 1. und 6. Lebensjahr erhalten nicht mehr als die Hälfte, Kinder zwischen dem 6. und 12.
Was Sie sonst noch tun können
Jeden Tag sind unsere Psyche und unser Nervensystem zahlreichen Belastungen ausgesetzt. Wir sind immer und überall erreichbar - sprich "auf Empfang" - und haben ständig das Gefühl, auf eingegangene Nachrichten reagieren zu müssen. Anstatt einen Moment der Stille auszukosten, surfen wir im Internet oder schalten den Fernseher an - Geräusche, Bilder, Werbebotschaften und überall verlockende Angebote - das alles kann unsere Psyche auf Dauer überfordern und zu seelischen und psychosomatischen Beschwerden führen.
Der alltägliche Wahnsinn mit all seinen Herausforderungen und Überangeboten kann unseren Körper negativ belasten, vor allem dann, wenn kein Ausgleich, keine Ruhe und keine Pausen folgen. Denn unsere Psyche ist eng mit dem "vegetativen Nervensystem" verbunden, das alle unbewusst ablaufenden Körperfunktionen steuert. Je nachdem, ob wir uns in "Alarmstimmung" oder in "Ruhe" befinden, werden Körperorgane unterschiedlich durchblutet und Körperfunktionen aktiviert. Da wundert es nicht, dass heutzutage Herz-Kreislauferkrankungen und vegetative Beschwerden wie Schlafstörungen, nervöse Kopfschmerzen, Reizmagen, Reizdarm und Reizblase zunehmen. Gerade bei sensibleren Menschen kommt der Körper ganz schwer in einen Entspannungszustand.
Die Psyche schützen
Wer heutzutage psychisch gesund und stabil sein möchte, der muss sich mit der Umwelt, den Anforderungen des modernen Lebens auseinandersetzen, bewusst auf Manches verzichten, bewusst "Nein sagen", bewusst andere Elemente, vor allem Bewegung und Entspannung in das alltägliche Leben integrieren und bewusst Denkmuster entwickeln, die den gedanklichen Stress reduzieren.
Wir kennen zahlreiche Verfahren aus dem großen Bereich der Komplementärmedizin, die dazu beitragen, die Psyche zu stabilisieren: Bewegungs- und Entspannungstherapien helfen dabei, den Stress abzubauen und ihm besser zu begegnen. Psychotherapien, auch wenn sie nicht im engeren Sinne zur Komplementärmedizin zu rechnen sind, stellen einen wichtigen Baustein dar. Kein Mensch, gerade wenn er Bedrückendes erlebt hat oder unter Ängsten und Sorgen leidet, sollte sich scheuen, um professionelle Hilfe zu bitten oder sie in Anspruch zu nehmen. Und auch die Ernährung besitzt einen enormen Einfluss auf unser psychisches Befinden. Manche Substanzen wirken direkt auf das Nervensystem, bei anderen wird dies vermutet. Fest steht jedoch, dass qualitativ hochwertige Lebensmittel und das Meiden von Zusatzstoffen und industriell vorgefertigten Produkten das Beste sind, was wir hinsichtlich der Ernährung für unseren Körper und unsere Psyche tun können.
Die Pflanzenheilkunde hat verschiedene Heilpflanzen zu bieten, die sich günstig auf die Nerven auswirken. Beruhigende Pflanzen sind die Baldrianwurzel, gegen Schlafstörungen sind Hopfenzapfen, Passionsblumenkraut und Melissenblätter geeignet.
Gerade die Melisse, insbesondere die Zitronenmelisse, ist ein sehr wohlschmeckender Tee, der bei allen nervösen Beschwerden eingesetzt werden kann. Lavendel ist eine sehr entspannende Pflanze, insbesondere für die äußerliche Anwendung: als Körperöl, Eau de Toilette, Badezusatz oder Raumspray. Allgemein stärkend - auch auf die Psyche - wirken Bitterstoffe über die Verdauung. So ist jedem, der psychisch ein wenig "außer sich" ist, zu raten, vermehrt Bittermittel in die eigene Ernährung zu integrieren, wie z. B. Chicoree, Endiviensalat, Radicchio, Artischocken. Als aromatische Tees aus Bitterstoffen bieten sich Schafgarbentee oder Engelwurztee, vielleicht mit ein klein wenig Wermut (sehr bitter!) an, um durch diesen Bitterreiz wieder Bodenhaftung zu gewinnen und "in sich selbst hineinzurutschen". Probieren Sie es aus - wachmachende, belebende energetische Verfahren wie die Akupunktur können ebenfalls helfen, Blockaden im Energiefluss zu beheben und damit auch günstig auf die Psyche zu wirken. Letztendlich ist in diesem gesamten Bereich entscheidend, welche Strategie Ihnen persönlich gut hilft und Ihrem Naturell entgegenkommt.
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