Die Neurochirurgische Klinik in Großhadern bietet eine spezialisierte Sprechstunde für Patient*innen mit Erkrankungen der Schädelbasis und der Gehirngefäße an. Im Fokus stehen dabei die individuelle Beratung und die Entwicklung von Therapiekonzepten im interdisziplinären Team.
Schwerpunkte der Neurochirurgischen Klinik
Die Neurochirurgische Klinik legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Behandlung von Erkrankungen der Schädelbasis und der Gehirngefäße.
Behandlung von Schädelbasiserkrankungen
Ein Schwerpunkt der Neurochirurgischen Klinik ist die Behandlung von Erkrankungen der Schädelbasis. Dazu gehören insbesondere:
- Meningeome
- Vestibularisschwannome (Akustikusneurinome)
- Epidermoide
- Clivuschordome
- Tumoren der Orbita (Augenhöhle)
- Metastasen
- Kraniopharyngeome
- Hypophysenadenome
Die Behandlung dieser Tumoren ist aufgrund des Wachstumsmusters und der Lokalisation mit Bezug zu Medulla oblongata (verlängertes Rückenmark), Gehirn-versorgenden Blutgefäßen oder Hirnnerven besonders anspruchsvoll.
Behandlung von Erkrankungen der Gehirngefäße
Ein weiterer Schwerpunkt der Neurochirurgischen Klinik ist die Behandlung von Erkrankungen der Gehirngefäße. Dazu gehört die hoch komplexe Therapie sämtlicher Gefäßmissbildungen des Gehirns wie zum Beispiel:
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- Aneurysmen
- Arteriovenösen Malformationen (AVM, Angiome)
- Hämangioblastomen
- Cavernomen (insbesondere auch des Hirnstamms)
- Arteriovenösen Fisteln
Wenn eine Gefäßerkrankung des Gehirns zu akuten Symptomen oder einer Einblutung führen sollte, ist an unserer Klinik ein spezialisiertes Team rund um die Uhr (24/7) verfügbar. Häufiger werden diese Erkrankungen jedoch im Rahmen der Diagnostik anderer Beschwerden zufällig entdeckt.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Alle Patientinnen mit Tumorerkrankungen im Bereich der Schädelbasis werden wöchentlich in einem interdisziplinären Schädelbasis-Board mit den Spezialistinnen der Nachbarfächer Neuroradiologie, Neurologie, Onkologie, HNO und Strahlentherapie besprochen. Hier werden gemeinsame (kombinierte) Therapie-Konzepte entwickelt und empfohlen. Neben einer operativen Therapie werden hier auch die Möglichkeiten einer Bestrahlung oder einer medikamentösen (Chemo-) Therapie mit einer konservativen Haltung (Beobachtung und regelmäßige Kontrolle) abgewogen.
Auch Patientinnen mit Gefäßerkrankungen des Gehirns werden wöchentlich in einem interdisziplinären, neurovaskulären Board mit den Gefäß-Spezialistinnen der Nachbarfächer Neuroradiologie, Neurologie, Gefäßchirurgie und Strahlentherapie besprochen, gemeinsame Therapie-Konzepte entwickelt und empfohlen. Neben einer operativen Therapie werden hier auch die Möglichkeiten einer endovaskulären (Katheter-gestützten) Therapie oder einer Bestrahlung mit einer konservativen Haltung (Beobachtung und regelmäßige Kontrolle) abgewogen.
Häufig ist aber auch die Kooperation mit den Spezialistinnen der Nachbarfächer (HNO, Strahlentherapie, Augenheilkunde, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie) erforderlich, um funktionell schonendste Therapiekonzepte individuell für jeden Patienten und jede Patientin zu entwickeln oder auch abwartende Strategien (regelmäßige Kontrolle und Bildgebung) abzuwägen. Im Mittelpunkt steht immer die Lebensqualität der Patientinnen.
Die räumliche Nähe der Kern-Neurofächer erhöht das Leistungsspektrum der beteiligten Kliniken und somit auch der Neurochirurgie erheblich. Ausgezeichnete Infrastruktur und betont interdisziplinäre Versorgung hat im TUM Klinikum Rechts der Isar eine lange Tradition.
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Operative Therapie
Sollte eine Operation notwendig werden, steht immer ein hierfür spezialisiertes OP-Team zur Verfügung. Die Schädelbasischirurgie ist auch ein technisch hoch komplexes Fach, bei dem Endoskope bzw. Hochleistungs-Mikroskope zum Einsatz kommen, die schonendste Operationen im Submillimeterbereich (mikrochirurgische Technik) erlauben und unter Fluoreszenz die Untersuchung der Gefäße der Schädelbasis noch während der Operation ermöglichen. Die Neurochirurgie der LMU ist weltweit die erste Klinik, die ein double-room-CT (Computer-Tomographie) im Operationssaal eingeführt hat, um die maximal mögliche, schonende Resektion von Tumoren z.B. im Bereich der Orbita durchzuführen. Zusätzlich können wesentliche Funktionen des Gehirns während der Operation zur Sicherheit der Patient*innen sehr genau überwacht werden (intra-operatives Monitoring, IOM).
Die vaskuläre Neurochirurgie ist auch ein technisch hoch komplexes Fach, bei dem Hochleistungs-Mikroskope zum Einsatz kommen, die unter Fluoreszenz (ICG, Fluoreszenz-Flussanalyse) die Untersuchung der Gefäße noch während der Operation ermöglichen. Die Neurochirurgie der LMU ist weltweit die erste Klinik, die ein double-room-CT (Computer-Tomographie) eingeführt hat, um intraoperativ die Durchblutung des Gehirns zu messen (iCT, iCT-Angiographie, iCT-Perfusion). Zusätzlich können wesentliche Funktionen des Gehirns während der Operation zur Sicherheit der Patient*innen sehr genau überwacht werden (intra-operatives Monitoring, IOM).
Schädelbasis- und Neurovaskuläre Spezialsprechstunde
Die Schädelbasis-Sprechstunde wird von den dafür zuständigen Spezialistinnen der Neurochirurgischen Klinik abgehalten. Hier können Patientinnen mit der Erstdiagnose eines Tumors in diesem Bereich über den Befund und die möglichen Therapiekonzepte - auch im Vergleich zu alternativen Verfahren - beraten werden. Weiterhin kann im Rahmen einer Zweitmeinung eine Mitbeurteilung erfolgen. Gegebenenfalls werden die Befunde im Anschluss im Schädelbasis-Board interdisziplinär diskutiert.
Die Neurovaskuläre Spezialsprechstunde wird von den Gefäßspezialisten der Neurochirurgischen Klinik abgehalten. Hier können Patientinnen mit der Erstdiagnose einer Gefäßveränderung über den Befund und die möglichen Therapiekonzepte - auch im Vergleich zu alternativen Verfahren - beraten werden. Weiterhin kann im Rahmen einer Zweitmeinung eine Mitbeurteilung erfolgen. Gegebenenfalls werden die Befunde aller Patientinnen im Anschluss im interdisziplinären Board diskutiert.
Zu Ihrem ambulanten Termin bringen Sie bitte sämtliche Vorbefunde und die bisherige Bildgebung mit, insbesondere auch Informationen zu anderen Vorerkrankungen, Medikation o.ä..
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Anmeldung über: +49 89 4400-73550.
Forschung
Die Schädelbasis-Forschungsgruppe der Neurochirurgischen Klinik hat in zahlreichen wissenschaftlichen Studien die Erfahrungen mit modernsten Behandlungskonzepten, insbesondere kombinierten Verfahren, intraoperativer Bildgebung (z.B. intraoperativem CT) veröffentlicht. Zusammen mit den Spezialisten der Nachbarfächer im Hause bestehen wissenschaftliche Kooperationen auch im nationalen und internationalen Rahmen.
Die neurovaskuläre Forschungsgruppe der Neurochirurgischen Klinik hat in zahlreichen wissenschaftlichen Studien die Erfahrungen mit modernsten Behandlungskonzepten, intraoperativer Bildgebung wie Fluoreszenzdarstellung oder intraoperativem CT veröffentlicht. Zusammen mit den Gefäßspezialisten der Nachbarfächer im Hause bestehen wissenschaftliche Kooperationen auch im nationalen und internationalen Rahmen. Zudem besteht eine intensive Zusammenarbeit mit der experimentellen neurovaskulären Forschung.
Kontakt und Anmeldung
Wir sind für Sie da! Möchten Sie sich zu einer Sprechstunde oder Untersuchung anmelden? Oder haben Sie Fragen zu unserem Leistungsangebot? Scheuen Sie sich nicht, uns zu kontaktieren, wir beantworten gerne Ihr Anliegen. Auch für besondere Wünsche oder Fragestellungen stehen wir Ihnen gerne persönlich zur Verfügung. Wenden Sie sich bitte einfach an unser Sekretariat oder an eine unserer Spezialsprechstunden.
Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir aus rechtlichen Gründen keine medizinischen Auskünfte und keine Informationen zu Patienten am Telefon geben können. Für Ihre Anliegen (Fragen, Aufnahme, Termine) stehen wir gerne zur Verfügung.
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Montag - Donnerstag 13:45 - 15:00 Uhr
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Schmerzsprechstunde
Anmeldung Telefon: (089) 9270-2649
Ärztliches Team
- OÄ Dr. A. M. Krammer: Neuroonkologie und Kinderneurochirurgie, allg. Wirbelsäulenchirurgie
- OÄ Dr. S. Ott: Hypohysen-, Schädelbasis- und Neuroendoskopie, Neuroonkologie, allg. Wirbelsäulenchirurgie
- OA Dr. M. Meier: Allg. Wirbelsäulenchirurgie, spezielle Neuroonkologie
- OÄ Dr. J. Landscheidt: Allgemeine und komplexe Wirbelsäulenchirurgie
- OA Dr. A. Romagna: Neurochirurgische Schmerztherapie, allg. Wirbelsäulenchirurgie
- OÄ Dr. A. Prescher: Periphere Nervenchirurgie, Neuroonkologie und Kinderneurochirurgie, allg. Wirbelsäulenchirurgie
- OÄ Dr. C. Brand
Kontakt zu den Stationen
- Station 31b: Telefon: (089) 9270-2564, Telefax: (089) 9270-3561
- Station 32: Telefon: (089) 9270-2567, Telefax: (089) 9270-3561
- Station 32b (Wachraum): Telefon: (089) 9270-2632, Telefax: (089) 9270-3561
- Station 04 (Intensiv): Telefon: (089) 9270-2187, Telefax: (089) 9270-3573
Informationen zur Aufnahme
Was Sie für die stationäre Aufnahme mitbringen sollten
Zur stationären Aufnahme bringen Sie bitte mit:
- Einweisungsschein Ihres Haus- bzw. Facharztes
- Aufstellung Ihrer Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen
- Alle Röntgen, CT und MRT-Bilder
Der erste Tag in der Klinik
Am Aufnahmetag melden Sie sich bitte bei der Verwaltung an (Patientenaufnahme Erdgeschoss gleich neben dem Haupteingang). Anschließend erwartet Sie auf der neurochirurgischen Station eine Krankenschwester bzw. ein Krankenpfleger, sowie der zuständige Arzt zum Aufnahmegespräch. Dabei werden notwendige Untersuchungen geplant, außerdem erhalten Sie wichtige Informationen zum bevorstehenden Eingriff, sowie zum allgemeinen Tagesablauf.
Informationen zur Entlassung
- Anschlussheilbehandlung nach OP: Nach erfolgter Operation berät Sie ein Mitarbeiter vom Sozialdienst des Klinikums über die Möglichkeit der Anschlussheilbehandlung, ob stationär oder ambulant. Gerne unterstützt Sie unser Team mit Informationen für Ihren weiterbehandelnden Arzt, falls die Anschlussheilbehandlung durch den Hausarzt erfolgen soll.
- Organisation der Pflegeüberleitung: Bei pflegebedürftigen Patienten organisiert unser Sozialdienst in enger Absprache mit den Angehörigen die Pflegeüberleitung.
- Nachbehandlungen bei Tumorpatienten: Bei Tumorpatienten organisieren wir alle notwendigen Nachbehandlungen (Strahlentherapie, Chemotherapie etc.) mit Vorstellung im interdisziplinären Tumorboard.
- Der Entlassungstag: Am Entlassungstag erhalten Sie bis zur Mittagszeit Ihre Entlassungspapiere, die u.a. den vorläufigen Arztentlassungsbrief enthalten sowie gegebenenfalls Vorratsmedikamente für den Tag.
Anfahrt
München Klinik Bogenhausen - Adresse und Wegbeschreibung
Adresse:
München Klinik Bogenhausen
Englschalkinger Straße 77
81925 München
Tiefgarage: (Montag-Sonntag 6:00-22:00 Uhr) 1,50 Euro je angefangene Stunde, max. 20 Euro pro Tag
Parkplatz vor der Klinik - Englschalkinger Straße
Es stehen leider KEINE kostenfreien Dauerparkplätze zur Verfügung. Bitte beachten Sie die Feuerwehranfahrtszonen sowie das absolute Halteverbot vor dem Notfallzentrum. Dort abgestellte Fahrzeuge werden sofort kostenpflichtig entfernt.
Unser TIPP: Übersicht von Parkplätzen in der Nähe
ÖPNV: So erreichen Sie uns mit Bus, Tram und Bahn
- U-Bahn Linie U4 Haltestelle "Arabellapark"
- Tram Linie 17, 37 Haltestelle "Arabellapark/Klinikum Bogenhausen"
- Bus Linie 154, 183, 184, 187, X30, N72 Haltestelle "Klinikum Bogenhausen"
Fahrplanauskunft der MVG
- Lageplan
- Routenplaner zur München Klinik Bogenhausen
Fazit
Die Neurochirurgische Klinik in Großhadern bietet eine umfassende und hochspezialisierte Versorgung für Patientinnen mit Erkrankungen der Schädelbasis und der Gehirngefäße. Durch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit und den Einsatz modernster Technologien wird eine optimale Behandlung der Patientinnen gewährleistet. Die angebotenen Spezialsprechstunden ermöglichen eine individuelle Beratung und die Entwicklung von maßgeschneiderten Therapiekonzepten.
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