Gundula Gause: Gesundheitliche Einblicke und soziales Engagement

Gundula Gause ist eine bekannte Fernsehjournalistin, die seit vielen Jahren das "heute-journal" im ZDF moderiert. Neben ihrer journalistischen Tätigkeit engagiert sie sich auch für wohltätige Zwecke. Dieser Artikel beleuchtet sowohl ihre gesundheitlichen Erfahrungen als auch ihr Engagement im sozialen Bereich, insbesondere im Zusammenhang mit der Woche des Sehens.

Gundula Gause: Eine Vorstellung

Viele kennen Gundula Gause durch ihre Stimme aus dem "heute-journal", aber nicht jeder hat sie schon einmal gesehen. Sie beschreibt sich selbst als schlanke, blonde Frau von 1,76 Meter Größe. Als berufstätige Mutter, Jahrgang 1965, steht sie mitten im Leben und gehört aufgrund regelmäßiger sportlicher Betätigung eher zu den sportlichen Erscheinungen. Ihr blonder Bob gilt als ihr Markenzeichen, obwohl ihr persönlich ihre Haare nicht so wichtig sind.

Engagement für die Woche des Sehens

Seit 2009 ist Gundula Gause Schirmherrin der Woche des Sehens. Ihr Engagement begründet sich darin, dass das Sehvermögen auch für sie einer der wichtigsten Sinne ist. Als Fernsehfrau arbeitet sie für ein optisches Medium und möchte, dass möglichst viele Menschen die produzierten Inhalte sehen können. Wenn sie durch ihren Beitrag als Kommunikationsfrau dazu beitragen kann, dass sich mehr Menschen um die Gesundheit ihrer Augen kümmern, freut sie sich sehr.

Im Laufe der Jahre hat Gause gelernt, dass sich viele Augenerkrankungen vermeiden lassen, wenn man Vorbeugung betreibt und einmal jährlich zum Augenarzt geht, um die Augen checken zu lassen. Eine leichte Sehschwäche nimmt man im Alltag vielleicht in Kauf, aber das kann der Beginn einer schwereren Erkrankung sein, die sich vermeiden lässt, wenn man frühzeitig zum Augenarzt geht.

Der Graue Star ist weltweit immer noch die häufigste Erblindungsursache. Rund 20 Millionen Menschen, vor allem in Afrika, müssen ohne Augenlicht leben, obwohl die allermeisten von ihnen mit einer wenig aufwändigen Operation geheilt werden könnten. Gause betont, dass wir durch Spenden unbedingt unseren Beitrag leisten sollten, um Millionen von Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen. Als Schirmherrin des katholischen Hilfswerks "missio" war sie mehrmals in Afrika und ist genau diesen Menschen begegnet, die mit körperlichen Gebrechen, darunter auch Erblindung, zu kämpfen haben.

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Auch in Deutschland sind Fälle von vermeidbarem Sehverlust oder vermeidbarer Blindheit keine Seltenheit. Deswegen setzt die Woche des Sehens auf Aufklärung und Vorsorge. Auf die Frage, ob sie regelmäßig zum Augenarzt geht, gesteht Gause, dass sie dies professioneller managen müsste und tatsächlich nur dann zum Augenarzt geht, wenn sie ein Problem hat. Sie nimmt sich aber immer wieder neu vor, öfter und regelmäßig zur Vorsorge zu gehen.

Gause betont, dass ihr Engagement zu einer höheren Sensibilität gegenüber Menschen mit Sehbehinderung führt. Sie begleitet ihren Lebensgefährten, der ebenfalls betroffen ist, intensiver, bringt ihn zum Augenarzt, holt ihn ab und versucht, ihn zu beraten und zu unterstützen. Sie hat auch einen Hörfilm erlebt und war beeindruckt, wie dieser betroffenen Menschen ein ganz neues Erleben ermöglicht und ihre Lebensqualität erhöht. Zudem hatte sie eine Simulationsbrille auf der Nase und war erschüttert, wie stark die Beeinträchtigung ist.

Gesundheitliche Probleme während des "heute-journals"

Im Dezember 2023 sorgte Gundula Gause für Aufsehen, als sie während einer Live-Sendung des "heute-journals" einen Schwächeanfall erlitt. Sie sprach undeutlich, musste die Sendung vorzeitig verlassen und wurde von ihrer Kollegin Dunja Hayali abgelöst.

Wie sich später herausstellte, handelte es sich um einen orthostatischen Kollaps, eine vorübergehende Kreislaufschwäche. Gause hatte unter Übelkeit, Kopfschmerzen und Schwindel gelitten, da sie zu wenig gegessen und getrunken hatte. Sie gab zu, dass sie sich an diesem Tag hätte krankmelden sollen, da sie bereits mehrere Infekte hatte und eine Schmerztablette genommen hatte, um die Sendung nicht absagen zu müssen.

Nach dem Vorfall wurde Gause in einem Krankenhaus in Mainz untersucht und konnte noch in derselben Nacht nach Hause zurückkehren. Sie zeigte sich überwältigt von der Anteilnahme der Zuschauer und bedankte sich bei ihren Kollegen, insbesondere bei Dunja Hayali, die die Sendung gerettet hatte.

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Was ist ein orthostatischer Kollaps?

Ein orthostatischer Kollaps ist eine vorübergehende Kreislaufschwäche, die durch einen plötzlichen Abfall des Blutdrucks verursacht wird. Dies führt zu einer verminderten Durchblutung des Gehirns, was Symptome wie Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen und im schlimmsten Fall Ohnmacht auslösen kann.

Normalerweise wird die Gehirndurchblutung bei einem solchen Blutdruckabfall durch automatische Regulationsmechanismen im Gehirn auf einem relativ konstanten Niveau gehalten. In manchen Fällen - etwa bei einem Flüssigkeitsmangel oder bei bestimmten Medikamenten - kann der Körper den Abfall jedoch nicht vollständig kompensieren.

Was tun bei einem (drohenden) Kollaps?

Wenn Sie Anzeichen einer Ohnmacht bemerken, können Sie folgende Maßnahmen ergreifen, um einem Kollaps vorzubeugen:

  • Drücken Sie für etwa 30 Sekunden die Hände aneinander oder kreuzen Sie die Beine. So erhöht sich der Blutdruck.
  • Legen Sie sich flach auf den Rücken und lagern Sie gegebenenfalls die Beine hoch.
  • Trinken Sie ausreichend.
  • Essen Sie genug - besser aber über den Tag verteilt viele kleine Mahlzeiten. Denn zu üppiges Essen kann den Blutdruck absinken lassen.

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