Die neurologische Versorgung ist ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung, und Neurologen spielen eine entscheidende Rolle bei der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems. Dieser Artikel beleuchtet die neurologische Versorgung, wobei der Fokus auf die Prävention von Gewalt und Missbrauch, die Arzneimitteltherapiesicherheit und die neurologische Versorgung in Grimma und Umgebung gelegt wird.
Prävention von Gewalt und Missbrauch
Gemäß § 4 Absatz 2 der Qualitätsmanagement-Richtlinie sind Einrichtungen verpflichtet, die Prävention von und Intervention bei Gewalt und Missbrauch als Teil ihres internen Qualitätsmanagements zu berücksichtigen. Ziel ist es, Missbrauch und Gewalt, insbesondere gegenüber schutzbedürftigen Patientengruppen wie Kindern, Jugendlichen oder hilfsbedürftigen Personen, vorzubeugen, zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. Das Vorgehen wird an die Größe der Einrichtung, das Leistungsspektrum und die Patientinnen und Patienten angepasst, um so passende Lösungen zur Sensibilisierung der Teams sowie weitere geeignete präventive und intervenierende Maßnahmen festzulegen.
Einrichtungen, die Kinder und Jugendliche versorgen, müssen sich gemäß § 4 Absatz 2 in Verbindung mit Teil B Abschnitt I § 1 der Qualitätsmanagement-Richtlinie gezielt mit der Prävention von und Intervention bei (sexueller) Gewalt und Missbrauch bei Kindern und Jugendlichen befassen (Risiko- und Gefährdungsanalyse) und - der Größe und Organisationsform der Einrichtung entsprechend - konkrete Schritte und Maßnahmen ableiten (Schutzkonzept).
Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS)
AMTS umfasst alle Maßnahmen zur Gewährleistung eines optimalen Medikationsprozesses mit dem Ziel, Medikationsfehler und damit vermeidbare Risiken für Patientinnen und Patienten bei der Arzneimitteltherapie zu verringern. Die Instrumente und Maßnahmen zur Förderung der AMTS werden mit Fokus auf den typischen Ablauf des Medikationsprozesses bei der stationären Patientenversorgung dargestellt. Eine Besonderheit des Medikationsprozesses im stationären Umfeld stellt das Überleitungsmanagement bei Aufnahme und Entlassung dar.
Die folgenden Aspekte können, gegebenenfalls unter Verwendung von Freitextfeldern, dargestellt werden:
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- Aufnahme ins Krankenhaus, inklusive Anamnese: Dargestellt werden können Instrumente und Maßnahmen zur Ermittlung der bisherigen Medikation (Arzneimittelanamnese), der anschließenden klinischen Bewertung und der Umstellung auf die im Krankenhaus verfügbare Medikation (Hausliste), sowie zur Dokumentation, sowohl der ursprünglichen Medikation der Patientin oder des Patienten als auch der für die Krankenhausbehandlung angepassten Medikation.
- Medikationsprozess im Krankenhaus: Im vorliegenden Rahmen wird beispielhaft von folgenden Teilprozessen ausgegangen: Arzneimittelanamnese - Verordnung - Patienteninformation - Arzneimittelabgabe - Arzneimittelanwendung - Dokumentation - Therapieüberwachung - Ergebnisbewertung. Dargestellt werden können hierzu Instrumente und Maßnahmen zur sicheren Arzneimittelverordnung, z. B. bezüglich Leserlichkeit, Eindeutigkeit und Vollständigkeit der Dokumentation, aber auch bezüglich Anwendungsgebiet, Wirksamkeit, Nutzen-Risiko-Verhältnis, Verträglichkeit (inklusive potentieller Kontraindikationen, Wechselwirkungen u. Ä.) und Ressourcenabwägungen. Außerdem können Angaben zur Unterstützung einer zuverlässigen Arzneimittelbestellung, -abgabe und -anwendung bzw. -verabreichung gemacht werden.
- Entlassung: Dargestellt werden können insbesondere die Maßnahmen der Krankenhäuser, die sicherstellen, dass eine strukturierte und sichere Weitergabe von Informationen zur Arzneimitteltherapie an weiterbehandelnde Ärztinnen und Ärzte sowie die angemessene Ausstattung der Patientinnen und Patienten mit Arzneimittelinformationen, Medikationsplan und Medikamenten bzw. Aushändigung von arzneimittelbezogenen Informationen für die Weiterbehandlung und Anschlussversorgung der Patientin oder des Patienten im Rahmen eines (ggf.
Neurologische Versorgung in Grimma und Umgebung
Die neurologische Versorgung in Grimma und Umgebung wird durch verschiedene Einrichtungen und Praxen sichergestellt. Ein wichtiger Akteur ist das Neuromedizinische Zentrum, das hervorragende Voraussetzungen für die Arbeit bietet. Die Diakoniestiftung in Sachsen fördert und unterstützt die diakonische Arbeit der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.
Stationäre Versorgung
Die Klinik für Neurologie betreut ihre Patienten auf Station 15 (28 Betten) auf der gleichen Ebene mit dem Interdisziplinären Wirbelsäulenzentrum und Neurotraumatologie (29 Betten). Dies ermöglicht gemeinsame Patientenversorgung bis hin zu gemeinsamen Visiten. Ein gemeinsamer Bereitschaftsdienst der Stationsärzte gewährleistet rund um die Uhr eine gemeinsame Patientenbetreuung. Im Bereich der IMC befinden sich die sechs zertifizierten Einheiten zur akuten Schlaganfallversorgung.
Ambulante Versorgung
Die Neuro- und Wirbelsäulenchirurgen führen regelmäßige Sprechstunden in Borna, Leipzig, Markkleeberg, Altenburg, Geithain, Rochlitz und Grimma durch. Die Neurologen betreuen eine Praxis in Markranstädt. Im Klinikum Borna befindet sich eine radiologische und neuroradiologische Praxis für die ambulante Versorgung. Eine ambulante neuropädiatrische Sprechstunde incl. ambulanter EEG-Ableitung wird zweimal wöchentlich am Standort Borna angeboten.
Diagnostische Ausstattung
Für die neurologische Diagnostik stehen moderne Geräte zur Verfügung:
- Drei digitale EEG-Ableitplätze, einmal mit Video, Einsatz zur Langzeit-Überwachung auf ITS/Stroke unit
- Zwei Arbeitsplätze für ENG/EMG/evozierte Potentiale (Einsatz auch ITS/Stroke unit)
- Ein autonomer Meßplatz (Herzratenvarianz, Schellong, Streßtest)
- Zwei duplexsonographische Arbeitsplätze zur Gefäß- und Nervendiagnostik, ein Doppler-Gerät für Monitoring und Emboliedetektion
Bildgebung und Intervention
Das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie/Neuroradiologie verfügt über:
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- Zwei MRT-Geräte, 3,0 T/1,5 T (incl. Kardio-MRT)
- Zwei 16-Zeilen-CT
- Ein 64-Zeilen-Schockraum-CT, das auch für die Schlaganfallbildgebung genutzt wird
- Gemeinsam mit der Kardiologie wird eine moderne Interventionsabteilung mit 2 Ebenen-Angiografie und Kardangiografieplatz betrieben
OP-Bereich
Bereits von Anbeginn neurochirurgischer Tätigkeit in Borna 2010 besteht eine hervorragende und umfassende Ausstattung zur Durchführung nahezu sämtlicher Operationen (mit Ausnahme neuromodulierender Tiefenhirnstimulationsverfahren und Hirtumorchirurgie beim Kind). Die Ausstattung umfasst:
- Zwei hochmoderne OP-Mikroskope (Pentero®, Vario 700®, Firma Carl Zeiss)
- Umfangreichstes Instrumentarium für die Mikrochirurgie
- Ultraschall zur hochauflösenden intraoperativen Bildgebung bei Operationen am Gehirn und Rückenmark
- Rahmenloses stereotaktisches Hirnbiopsiesystem Varioguide®
- Spinale und craniale Neuronavigation
- Ultraschall zur Gewebeablation
- 2D- und 3D- sowie isozentrisches Bildverstärkersystem
- Umfangreichstes Instrumentarium für Wirbelsäulenchirurgie, einschließlich dorsaler, dorsoventraler und ventraler Spondylodesen in Kooperation mit der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie im Interdisziplinären Wirbelsäulenzentrum (Partner: OA Dr. med.
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