Halsschlagader-Operation: Komplikationen und Hirndruck

Der Schlaganfall ist eine der häufigsten Todesursachen und Ursachen für Behinderungen im Erwachsenenalter in Deutschland. Ein ischämischer Schlaganfall, der durch verstopfte Blutgefäße im Gehirn verursacht wird, ist die häufigste Form. Ursachen sind oft Blutgerinnsel oder Arteriosklerose. Aneurysmen, krankhafte Gefäßaussackungen, können ebenfalls zu lebensgefährlichen Blutungen führen. Die Behandlung von Halsschlagadererkrankungen und Aneurysmen erfordert sorgfältige Abwägung und birgt potenzielle Komplikationen, darunter das Risiko von Hirndruck.

Ischämischer Schlaganfall und mechanische Thrombektomie

Beim ischämischen Schlaganfall kommt es durch verstopfte Blutgefäße im Gehirn zu einer Mangeldurchblutung. Ursache sind meist Blutgerinnsel (Thromben) oder eine Arteriosklerose, die zu Kalkablagerungen und Fettablagerungen an den Gefäßwänden führt. Vorhofflimmern oder Infektionen können das Risiko dafür erhöhen.

Die mechanische Thrombektomie ist eine minimalinvasive Methode, bei der große Gerinnsel mit einem Katheter zerstört oder aus dem Gefäß entfernt werden. Die Thrombektomie wird idealerweise in einer Stroke Unit von einem interdisziplinären Team durchgeführt, wobei Neurologie und Neuroradiologie von zentraler Bedeutung sind.

Bei der Behandlung mittels Thrombektomie wird über ein Gefäß im Arm (Arteria radialis) oder der Leiste (Arteria femoralis) ein dünner Schlauch (Katheter) eingeführt und über das Gefäßsystem voran geschoben. Die Spitze des Katheters wird im verschlossenen Gefäß bis zum Thrombus, also an das Blutgerinnsel, herangeführt. Je nach Lage und Größe des Gerinnsels im Blutgefäß kann es dann über den Katheter abgesaugt oder mit einem Stent, also einem feinen Drahtnetz, das aus dem Katheter entfaltet werden kann, erfasst und herausgezogen werden. Weil bei diesem Verfahren der Stent das Gerinnsel quasi einfängt und herauszieht, wird neben Stent auch der Begriff "Stent Retriever" verwendet. Für die bestmögliche Rekanalisation des Blutgefäßes wird in der Regel die Thrombektomie mit der medikamentösen Thrombolyse kombiniert.

Die mechanische Thrombektomie hat sich als effektive Akuttherapie bei Schlaganfall erwiesen, insbesondere durch den Einsatz effektiverer Katheter. Laut der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie e. V. können Medikamente größere Blutgerinnsel nicht immer auflösen oder es würde zu lange dauern, den Verschluss aufzulösen.

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Aneurysmen: Ursachen, Diagnose und Behandlung

Ein Aneurysma ist eine krankhafte Gefäßaussackung, die schlimmstenfalls einreißen und zu einer lebensgefährlichen Blutung führen kann. Die Gefäßwand dehnt sich zu einem kleinen Ballon oder einem kleinen Säckchen aus. Dadurch verliert sie an Elastizität und kann schließlich einreißen (rupturieren). Die eintretende Blutung ist lebensgefährlich. Man unterscheidet Aneurysmen an der Aorta (aortale Aneurysmen) oder an einer Hirnarterie (intrakranielle Aneurysmen).

Ursachen für Aneurysmen können Arteriosklerose, Verletzungen, Erbkrankheiten, Infektionen oder Drogenkonsum sein. Risikofaktoren sind Rauchen, hoher Blutdruck, Übergewicht und erhöhte Blutfettwerte.

Das Tückische an einem Aneurysma ist, dass man es lange nicht bemerkt. Häufig wird es erst bei einer Untersuchung wegen eines anderen Problems bei einem CT, MRT oder beim Ultraschall "zufällig" entdeckt. Die Gefäßaussackung bildet sich langsam. Symptome wie Bauch-, Brust- oder Rückenschmerzen bei einem Aorten-Aneurysma kommen erst hinzu, wenn das Aneurysma so groß ist, dass es auf umliegendes Gewebe oder auf Organe drückt. Ein Hirn-Aneurysma kann, wenn es größer ist, auf bestimmte Nerven Druck ausüben, sodass es unter anderem zu Symptomen wie Kopfschmerzen, Sehstörungen oder auch Sprach- und Hörstörungen kommen kann.

Wird ein Aneurysma entdeckt und es ist noch klein, sollte man es regelmäßig beim Arzt kontrollieren lassen. Schätzungsweise rund 2 Millionen Erwachsene in Deutschland leben zum Beispiel mit einem intrakraniellen Aneurysma - einem Hirnaneurysma, schreibt das Deutsche Ärzteblatt. Wenn das Aneurysma wächst und die Gefahr droht, dass es reißt, ist eine Operation die Therapie der Wahl. Das individuelle Risiko muss vorher sorgsam abgewogen werden: Wie ist die Ausdehnung, wie die Form des Aneurysmas und wo liegt es? Die Vor- und Nachteile einer Operation sollten sorgfältig abgeschätzt werden, denn jede Operation birgt Risiken für Komplikationen. Welche Form der OP durchgeführt wird, hängt davon ab, wo das Aneurysma liegt: Ein Aneurysma im Gehirn wird anders behandelt als ein Aneurysma an der Aorta.

Zur Behandlung von Aneurysmen stehen verschiedene operative Verfahren zur Verfügung, abhängig von der Lokalisation und Größe des Aneurysmas. Bei einem Gehirn-Aneurysma gibt es verschiedene Methoden, um Aussackungen der Blutgefäße im Bereich des Kopfes zu verschließen - abhängig von der Lage, Form und Größe des Aneurysmas. Ein Gehirn-Aneurysma wird entweder durch das sogenannte "Clipping" oder durch das "Coiling" verschlossen. Beim Clipping wird eine offene mikrochirurgische Operation durchgeführt. Dazu wird der Schädel geöffnet und das Aneurysma mit einem Titanclip vom Trägergefäß getrennt. Beim Coiling wird ein Mikrokatheter in die Leistenarterie eingeführt und bis zum Aneurysma vorgeschoben, das dann von innen mit feinen Platindrähten aufgefüllt wird (Coiling des Aneurysmas).

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Eine Behandlung der Bauchschlagader ist zum Beispiel ab einem Durchmesser von 5,5 cm beim Mann und 5 cm der Frau notwendig, so das Klinikum Nürnberg. Dafür stehen zwei Methoden zur Verfügung: Zum einen die offene Operation mit dem Ersatz der erkrankten Aorta durch eine sogenannten Rohr- oder eine Y-Prothese und zum anderen die Implantation von Stent-Prothesen über die Leistenschlagadern.

Leben mit einem Aneurysma und Vorbeugung

Wichtig ist, dass Angehörige über das potentielle Risiko, dass das Aneurysma platzen könnte, Bescheid wissen und im Notfall unverzüglich den Rettungswagen rufen können. Außerdem sollte das Aneurysma regelmäßig ärztlich kontrolliert werden. Häufig ist auch eine Änderung des Lebensstils notwendig, um die Arterien zu entlasten. Es gelten die gleichen Punkte wie bei der Vorbeugung: gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, kein Nikotin etc. Sind Kraftanstrengungen eine Gefahr? Plötzliche Blutdruckspitzen sind für Menschen mit Aneurysma gefährlich, da es so zu einer Ruptur kommen kann. Deshalb sollte man keine schweren Lasten tragen. Beim Sport empfehlen sich eher Ausdauersportarten mit gleichmäßiger Belastung wie beispielsweise Schwimmen oder Radfahren .

Um einem Aortenaneurysma vorzubeugen, empfiehlt es sich, Risikofaktoren zu minimieren:

  • Gesunde, vitaminreiche Ernährung
  • Ausreichend Bewegung
  • Kein Tabakkonsum
  • Weniger Alkohol
  • Übergewicht reduzieren
  • Auf den Blutdruck und die Cholesterinwerte achten

Schlaganfall: Symptome, Diagnose und Therapie

Jährlich erleiden in Deutschland mehr als 250.000 Menschen einen Schlaganfall. Im Gegensatz zu früher sind auch immer mehr junge Leute davon betroffen. Ein Insult/Apoplex ist also keine typische Alterserkrankung, wie viele vielleicht meinen, da je nach Lebensstil - Risikofaktoren sind z. B. fettes Essen, Übergewicht, Rauchen, Alkohol, Bewegungsmangel, aber auch diverse Umweltgifte - sowie der genetischen Veranlagung praktisch jeder unabhängig der Altersklasse einen Insult erleiden kann. Ein Apoplex (Synonym: Schlaganfall, Gehirnschlag, zerebraler und/oder apoplektischer Insult) ist eine Störung der Durchblutung im Gehirn.

Bei den ersten Symptomen eines Schlaganfalls ist eine schnelle Reaktion gefragt. Ist der Insult nämlich schwer, kann der Betroffene sogar sterben. Erfolgt eine rasche Behandlung, besteht zudem die Möglichkeit, dass sich viele Ausfallerscheinungen (wie z. B.

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Symptome eines Schlaganfalls:

  • Starke Kopfschmerzen: Durch ein Aneurysma im Kopf (bzw. Gehirn) kommt es zu unerträglichen Kopfschmerzen aufgrund der Hirnblutung.
  • Schwindel: Tritt ein starkes Schwindelgefühl bei Senioren auf, kann das vielerlei Gründe haben, wie z. B. ein zu niedriger Blutdruck, Kreislaufprobleme, drohender Apoplex usw.
  • Lähmungen: Zeigen alte Menschen auf einer Körperseite plötzlich Lähmungserscheinungen (z. B. herabhängende Gesichtshälfte/Mundwinkel oder hängt ein Arm plötzlich nach unten) ist das unbedingt als Schlaganfall-Warnsignal zu verstehen, das einen sofortigen Besuch beim Arzt notwendig macht.
  • Vermindertes Sehvermögen: Sind Senioren von einem Schlaganfall betroffen, werden sie sich schwertun, räumlich zu sehen. Eine schlechte Orientierung und sogenannte Doppelbilder können ebenfalls für einen drohenden Schlaganfall sprechen, genau wie Sichtfeldeinschränkungen. Das bedeutet, der Patient kann nichts mehr wahrnehmen, was auf der betroffenen Seite passiert.
  • Sprachstörungen/Sprachverständnisstörungen: Sprachstörungen und Sprachverständnisstörungen sind typisch für Schlaganfallpatienten. Sie reden abgehackt, stockend, verwechseln Wörter, verdrehen Buchstaben und Silben. Manche sind sogar überhaupt nicht mehr in der Lage zu sprechen bzw.

Besteht der Verdacht, dass jemand einen Schlaganfall erlitten hat, sollte dieser gebeten werden zu lächeln. Eine weitere Möglichkeit einen Insult zu erkennen ist, ist es, den alten Menschen darum zu bitten, beide Arme gleichzeitig nach vorne zu strecken und die Hände mit den Handflächen nach oben zu drehen. Sollte ein Patient von einem Schlaganfall betroffen sein, ist er nicht mehr in der Lage, einfache Sätze nachzusprechen. Besteht der Verdacht eines Hirnschlags, muss sofort der Notarzt angerufen werden! Des Weiteren sollten alle beengenden Kleidungsstücke (Krawatte, Hemd usw.) entfernt bzw. Es ist darauf zu achten, dass der Patient weder Nahrung noch Flüssigkeit zu sich nimmt, bis der Arzt kommt. Warum? Bei einem Schlaganfall kann es zu Schluckstörungen kommen. Verliert der alte Mensch das Bewusstsein, ist er in die stabile Seitenlage zu bringen. Dabei sollte er möglichst auf die gelähmte Seite gelegt werden. Währenddessen sollte die Pflegekraft oder der Angehörige den Puls und die Atmung des Schlaganfallpatienten regelmäßig kontrollieren.

Menschen mit der Diagnose „Schlaganfall-Verdacht“ werden sofort ins Krankenhaus eingeliefert. Dort erfolgt eine umfassende neurologische Untersuchung. Der Arzt prüft hierbei nicht nur die Reflexe des betroffenen Patienten, sondern auch dessen Koordination, Berührungsempfinden, dessen Sehfähigkeit und Sprache. Des Weiteren lässt der Doktor eine kraniale Computertomografie des Kopfes machen. Ergänzend erfolgen meist eine CT-Perfusion und eine CF-Angiografie. Um den Zustand der hirnversorgenden Gefäße zu überprüfen, wird je nach dem eine Duplex- oder Dopplersonografie durchgeführt. Gleichzeitig erfolgt eine E-Sonografie und Elektrokardiografie, um die elektrischen Herzströme zu messen. Zur Schlaganfall Diagnostik gehört auch eine umfassende Blutuntersuchung.

Handelt es sich um einen ischämischen Schlaganfall, muss das Blutgerinnsel schnellst möglich aufgelöst bzw. beseitigt werden, um die Blutversorgung für das betroffene Hirnareal wiederherzustellen und das Absterben von Hirnzellen zu verhindern. Bei einer Lyse-Therapie bekommt der Schlaganfall-Patient eine Thrombolytikum-Infusion intravenös verabreicht, um das Blutgerinnsel aufzulösen. Achtung, die Lyse-Therapie darf nur innerhalb 4,5 Stunden nach dem Schlaganfall durchgeführt werden. Je früher desto besser. Kam es zu einem Schlaganfall durch eine Hirnblutung, darf die Lyse-Therapie nicht verwendet werden, da diese die Blutungen nur verstärken würde. Neben der klassischen Lyse-Therapie wird auch die intraarterielle Thrombolyse zur Auflösung von Blutgerinnseln angewendet. Bei dieser Behandlungsmethode wird in die Arterie ein Katheter eingeführt, um vor Ort mit Medikamenten, wie z. B.

Ein Blutgerinnsel kann auch auf mechanischem Weg beseitigt werden. Hierfür wird ein Katheter in die Arterie eingesetzt. Ist der Schlaganfall-Auslöser eine kleinere Hirnblutung, wird dem Patienten in der Regel nur Bettruhe verordnet. Dabei sollen sie darauf achten, möglichst allen anstrengenden Aktivitäten aus dem Weg zu gehen, die zu einem Ansteigen des Drucks im Kopf führen können. Zu derartigen Aktivitäten zählt zum Beispiel starkes Pressen während des Stuhlgangs. Bei Schlaganfallpatienten ist eine konstante Überwachung des Blutdrucks notwendig. Ein zu hoher Blutdruck kann in so einer Konstellation genauso problematisch sein, wie ein zu niedriger. Ist der Blutdruck nämlich zu hoch, können eventuelle Hirnblutungen verstärkt werden. Bei starken Hirnblutungen ist eine Operation von Nöten.

Komplikationen nach Schlaganfall

Auch wenn ein Schlaganfall zeitnah behandelt wird, kann es dennoch zu Komplikationen kommen. Wurde der Schlaganfall durch eine subarachnoidale Blutung ausgelöst, kann es zu einer krampfartigen Verengung der Gefäße (Vasospasmen) kommen. Ein starker Hirninfarkt kann das Entstehen eines Hirnödems begünstigen, wodurch auch der Hirndruck zunimmt. Ein erhöhter Hirndruck kann sich wiederum auf das Nervengewebe auswirken und zu einer Hirnquetschung bzw. irreversiblen Hirnschäden führen. Ist der Hirndruck zu hoch, muss alles unternommen werden, um diesen wieder zu normalisieren.

Ein Schlaganfall kann vor allem bei Senioren dazu führen, dass nach dem Hirnschlag epileptische Anfälle auftreten. Selbst wenn diese vor dem Insult keinerlei Epilepsie-Symptome zeigten. Eine weitere Komplikation, die direkt nach einem Hirnschlag auftreten kann, ist die bakterielle Lungenentzündung (Aspirationspneumonie).

Um zu verhindern, dass Lebensmittelreste oder Flüssigkeiten eingeatmet werden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Gerade kurz nach dem Schlaganfall tun sich Senioren bzw. Patienten im Allgemeinen mit dem Wasserlassen schwer. Um einen Harnstau zu verhindern, wird in der Regel ein Katheter gelegt. Unabhängig der Altersklasse des Patienten hat ein Schlaganfall auch immer Auswirkungen auf dessen Psyche. Vor allem dann, wenn der Insult zu starken Einschränkungen bzw.

Rehabilitation nach Schlaganfall

Für die Reha nach einem Schlaganfall wird auf ergo- und physiotherapeutische Maßnahmen zurückgegriffen, um die durch den Apoplex bedingten Funktionseinschränkungen weitestgehend zu verbessern bzw. zu beheben. Doch trotz erstklassiger Therapiemöglichkeiten sind manche körperlichen Einschränkungen bzw. Lähmungserscheinungen einfach irreversibel. Eben so etwas macht dem Patienten die Rückkehr in ein selbstständiges Leben nicht gerade einfach. Die Reha soll dabei helfen, entsprechende Strategien und Lösungen zu entwickeln, um das eine oder andere Handicap zu relativieren. Sind für die Zukunft verschiedene Hilfsmittel für Alltagstätigkeiten (z. B.

Eine neurologische Rehabilitation erfolgt während der ersten Zeit nach dem Auftreten des Schlaganfalls immer stationär. Dabei wird der Patient von einem Team aus erfahrenen Ärzten, Ergotherapeuten, Pflegekräften und Physiotherapeuten betreut. Sind die Auswirkungen des Schlaganfalls nicht so stark, besteht die Möglichkeit einer teilstationären Reha. Wenn noch körperliche Einschränkungen vorhanden sind und eine interdisziplinäre Betreuung nicht mehr oder nur teilweise nötig ist, kann sich der Schlaganfall-Patient auch für eine ambulante Reha entscheiden.

Durch einen Apoplex kommt es oft zu sogenannten sensomotorischen Störungen. Das bedeutet, das Zusammenspiel der motorischen und sensorischen Leistungen ist gestört, wie das z. B. bei einer Hemiparese (halbseitige Körperlähmung) der Fall ist. Bei der Bobath-Therapie wird die gelähmte Körperhälfte konstant stimuliert und gefördert. Die kognitiven therapeutischen Übungen nach Perfetti sind für Schlaganfallpatienten mit Halbseitenlähmungen und/oder neurologischen Störungen eine gute Wahl, um verlorengeglaubte Bewegungskontrolle wieder zurückzugewinnen. Im ersten Schritt führt der Therapeut den beeinträchtigten Arm oder Fuß des Patienten, um diesen die Möglichkeit zu geben, seine Bewegung zu erspüren. Es ist wichtig, dass das anfangs der Therapeut macht, um das Erlernen falscher Muster auszuschließen. Später führt der Schlaganfall-Patient die Bewegungen selbst aus, wird aber vom Therapeuten dabei unterstützt bzw. verbessert.

Bei manchen Schlaganfallpatienten können sich betroffene Hirnareale regenerieren, wodurch viele Körperbereiche wieder funktionieren können. Das Problem ist aber, dass der Patient verlernt hat, mit den „eingeschränkten“ oder nicht mehr „funktionierenden“ Gliedmaßen etwas auszuführen.

Schluckstörungen nach Schlaganfall

Nicht selten kommt es infolge eines Schlaganfalls zu Dyphagien/Schluckstörungen. Diese machen eine gezielte Therapie notwendig, um sicherzustellen, dass der Schlaganfallpatient schnellstmöglich wieder selbstständig essen und trinken kann. Zugleich dient diese Therapie auch als Präventionsmaßnahme, um zu verhindern, dass der Patient sich verschluckt oder Nahrungsmittel bzw. Flüssigkeiten einnimmt und eine bakterielle Pneumonie entsteht. Mit dem Patienten werden Bewegungs-, Stimulations- und Schluckübungen durchgeführt, um die Störungen zu mildern bzw. ganz zu beheben.

Um beim Essen die Sicherheit des Schlaganfallpatienten zu gewährleisten, sollten Speisen püriert werden. Es lohnt sich auch die Getränke anzudicken, da sich so das Risiko des Verschluckens deutlich reduzieren lässt. Nach einem Hirnschlag können oft die kognitiven Fähigkeiten von Patienten gestört sein, wie z. B. Sprachstörungen, Gedächtnisstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen usw.

Sekundärprophylaxe nach Schlaganfall

Hatte ein Patient bereits einen Schlaganfall erlitten, ist das Risiko eines erneuten Hirnschlags groß. Um eben diesen zu verhindern, erfolgt eine sogenannte Sekundärprophylaxe. Kam es zu einem Mini-Schlaganfall oder einem Hirnschlag aufgrund von Minderdurchblutung, werden den Betroffenen sogenannte Blutverdünner verschrieben. Diese sollen eine gute Fließfähigkeit des Blutes sicherstellen. Die Nebenwirkungen von Blutverdünnern sollten nicht unterschätzt werden, z. Kleine Wunden (z. B.

Ein Mini- bzw. ischämischer Schlaganfall kann ein Symptom einer Herzrhythmusstörung. Diese Herzrhythmusstörung kann der Grund dafür sein, dass sich dort ein leichtes Blutgerinnsel gelöst hat und in den Kopf gewandert ist. Einer der Hauptursachen, die einen Schlaganfall auslösen kann, ist Arteriosklerose (Gefäßverkalkung). Derartige Ablagerungen in den Gefäßinnenwänden bestehen zum größten Teil aus Cholesterin. Menschen mit hohem Blutdruck, die einen TIA oder ischämischen Schlaganfall erlitten haben, müssen ein Leben lang blutdrucksenkende Medikamente einnehmen. Es liegt in der Hand des Arztes zu entscheiden, welche Blutdruckmedikamente er verschreibt (z. B.

Im Falle eines Schlaganfalls wird das Hirn umso schwerer geschädigt, je wichtiger bzw. größer das Blutgefäß ist, das platzt oder verstopft ist. In den empfindlichen Regionen des Hirns, wie z. B.

In Deutschland gilt der Insult neben Krebs und Herzkrankheiten als eine der häufigsten Todesursachen. Kommt es zu einem Hirnschlag versterben gut 20 % aller Betroffenen innerhalb der ersten vier Wochen. Nur 63 % der Schlaganfall-Patienten überleben das erste Jahr. Ein großer Teil muss mit bleibenden Schäden leben. Sind Kinder von einem Schlaganfall betroffen, stehen die Chancen für eine Heilung sehr gut.

Rolle der Ergotherapie bei Schlaganfallpatienten

Ergotherapeuten haben bei der Behandlung und Betreuung von Schlaganfallpatienten einen hohen Stellenwert, da sie in verschiedenen Bereichen von Vorteil sind, wie z. B. Die Mundflora ist reduziert, z. B. Die Diagnose und die Therapie von Schluckstörungen ist bei Schlaganfallpatienten äußerst wichtig, um eine Aspirationspneumonie zu verhindern. Bei frisch diagnostizierten Schlaganfallpatienten mit starken Handicaps ist die erste Nahrungsaufnahme mit Unterstützung eines Ergotherapeuten üblich. Fast fünfzig Prozent der Schlaganfallpatienten zeigen während der Akutphase eine Schluckstörung.

Soll einem Schlaganfall-Patienten Essen verabreicht werden, muss die Pflegekraft darauf achten, dass dieser während des Prozesses aufrechtsitzt (z. B. Bett, Mobilisationssessel usw.) Zeigt sich, dass der Patient beim Essen Schwierigkeiten hat, sollten beim Essen Hilfsmittel verwendet werden, wie z. B. Bei Schluckstörungen sollte das Essen püriert werden.

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