Halte- und Stellreflexe nach Apoplex: Ursachen, Symptome und Behandlung von Bewegungsstörungen

Die Neurologie umfasst ein breites Spektrum an Bewegungsstörungen, die durch eine Fehlsteuerung der Bewegung gekennzeichnet sind. Diese Störungen äußern sich in Über- oder Unterbeweglichkeit und werden in der Regel durch degenerative Prozesse im Gehirn verursacht. Die häufigste Erkrankung in diesem Bereich ist der Morbus Parkinson, auch bekannt als idiopathisches Parkinson-Syndrom.

Was ist Morbus Parkinson?

Morbus Parkinson ist eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung, die vor allem bestimmte Bereiche im Gehirn betrifft. Hierbei kommt es zum Abbau von Gehirnzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Dopamin ist ein wichtiger Botenstoff im menschlichen Körper und unter anderem für die Steuerung der Bewegung verantwortlich. Ein Mangel an Dopamin führt zu einer Störung der Halte- und Stellreflexe, was bedeutet, dass der Betroffene Schwierigkeiten hat, die Balance zu halten.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Ursache für das idiopathische Parkinson-Syndrom ist unbekannt. Es wird eine Kombination aus genetischen und Umweltfaktoren diskutiert. Seltene, familiäre Parkinsonformen werden vererbt. Zudem gibt es sekundäre Parkinsonsyndrome, die auf identifizierbare Umweltfaktoren zurückgehen, wie:

  • Mehrmalige Kopf- und Hirnverletzungen
  • Schlaganfälle
  • Vergiftungen, z. B. Kohlenmonoxid oder Mangan
  • Einige Medikamente (z.B. Neuroleptika)
  • Stoffwechselstörungen (z.B. M. Wilson)

Symptome

Parkinson ist eine fortschreitende Erkrankung des Nervensystems, die typische Schüttellähmungen auslöst. Im Laufe der Erkrankung sterben mehr und mehr Nervenzellen in der schwarzen Substanz des Gehirns ab. Außerdem nehmen Bewegungsstörungen und depressive Verstimmungen zu. Die drei Leitsymptome sind:

  • Bradykinese: Betroffene können sich nur noch eingeschränkt und langsam bewegen. Es kann bei einfachen Bewegungen (Aufstehen, Gehen…) zu einer Bewegungsblockade kommen (Akinese).
  • Rigor: Rigor beschreibt die Steifheit der Muskeln. Meist sind Nacken, Schultermuskeln und Arme betroffen.
  • Tremor: Tremor bedeutet Zittern. Dies ist bei der Parkinsonerkrankung meist einseitig betont, betrifft vorwiegend die Hände und tritt vor allem in Ruheposition der Arme auf. Meist verstärkte er sich in Situationen innerer Anspannung.

Weitere Symptome können sein:

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  • Verminderter Geruchssinn
  • Muskelschmerzen
  • Blasen- und Verdauungsstörungen, v.a. Verstopfung
  • Depressionen und Ängste
  • Schlafstörungen bzw. REM-Schlafverhaltensstörung (Ausleben von Träumen im Schlaf)

Viele Patienten haben lange schon vor Ausbruch der Erkrankung eine Schlafstörung, die man als REM-Schlafverhaltensstörung bezeichnet, ein Ausleben von Träumen im Schlaf, oder eine Riechstörung. Eines Tages werden dann die typischen motorischen Frühsymptome der Erkrankung auffällig, z.B. ein Zittern oder eine Verkrampfung oder eine Verlangsamung von Bewegungen, reduziertes Mitschwingen eines Armes. Diese motorischen Symptome führen dann meistens zur Diagnose, und die Diagnose dann meistens zu einer Therapie. Wenn Sie eine klassische Parkinson-Krankheit haben, wird die Therapie in aller Regel zu einer Verbesserung der Motorik führen. Im Laufe der Zeit verkürzt sich die Wirkdauer der Parkinson-Medikamente. Und mit dieser verkürzten Wirkdauer wird vor der jeweilig nächsten Medikamenteneinnahme eine Verschlechterung der Symptomatik auffällig: Der Patient entwickelt sogenannte Off-Phasen. Das wäre jetzt z. B.: Sie wachen morgens auf, spüren einen Krampf im Bein, die Zehen stellen sich auf, Sie fangen zu schwitzen an, Sie haben vielleicht Schmerzen bei der Verkrampfung. Sie sind kleinschrittig, nehmen das erste Parkinson-Medikament ein, die erste Tablette, und die Symptomatik bessert sich nach 20, 30 Minuten. Sie waren also in einer Off-Phase und haben dann eine Besserung. Und dann gibt’s ein stärker fortgeschrittenes Stadium der Parkinson-Krankheit, ich würde es als das dritte Stadium der Krankheit bezeichnen, in der Symptome die Oberhand gewinnen, die leider auf die Parkinson-Medikamente nicht mehr so gut ansprechen. Das heißt nicht, dass die Patienten überhaupt nicht auf die Medikamente ansprechen, sondern eher, dass zusätzlich zu jenen Symptomen, die auf die Medikamente ansprechen, wie Zittern, Steifigkeit, Bewegungsverlangsamung, einfach Symptome auftreten, die eben nicht ansprechen. Das sind einerseits motorische Symptome wie eine stärker vorgebeugte Haltung, Gehblockaden beim Gehen, eine Haltungsinstabilität, die dann zu Stürzen führen kann, eine stärkere Sprechstörung, Schluckprobleme, aber auch nicht-motorische Symptome, wie z.B. eine geistige Veränderung.

Eine klassische Parkinson-Erkrankung sollte sich nicht schnell verschlechtern. Das wäre sehr, sehr ungewöhnlich. Entweder haben wir hier keine echte Parkinson-Krankheit, keine klassische Parkinson-Krankheit vor uns, sondern eine sogenannte atypische Parkinson-Krankheit. Leider haben 10 Prozent der Menschen mit einer Parkinson-Symptomatik keine klassische Parkinson-Krankheit, sondern so einen atypischen Parkinson, der leider ein schlechteres Ansprechen auf die Parkinson-Medikamente und ein rascheres Voranschreiten zeigt. Und die andere Möglichkeit bei raschen Veränderungen ist immer die Möglichkeit einer Begleiterkrankung. Die Begleiterkrankung kann sein ein Schlaganfall, eine Zuckerkrankheit, aber kann auch sein, dass einfach der Patient, vor allem, wenn das ältere Menschen sind, zu wenig trinkt und einfach ausgetrocknet ist oder mangelernährt ist oder einen Vitaminmangel hat.

Ja, die Parkinson-Erkrankung ist ja eine sehr, sehr facettenreiche Erkrankung, vor allem, was wir heute wissen. Wenn wir nur an die Frühphase der Erkrankung denken, an die ganz, ganz frühe Phase bereits vor Auftreten der klassischen motorischen Probleme: Ein Teil der Patienten hat in dieser Phase eine Schlafstörung, die man als REM-Schlafverhaltensstörung bezeichnet. Dieser Fachterminus ist nichts anderes als sozusagen das Ausleben von Träumen im Schlaf. Ein gesunder Mensch wird, wenn er in einem Tiefschlaf ist und dann in eine sogenannte REM-Schlafphase kommt, in eine Traumschlafphase, eine erschlaffte Körpermuskulatur haben. Nur die Atemmuskulatur ist aktiv, und die Augenbewegungen sind aktiv. Im Traumschlaf bei Menschen mit Parkinson kommt es bereits im Frühstadium teilweise zu einem Verlust der Muskelerschlaffung in diesem REM-Schlaf, und das bedeutet, dass Patienten ihre Träume auszuleben beginnen. Das bedeutet, wenn ich davon träume, dass ich jemandem davonlaufe, werden meine Beine zu laufen beginnen. Wenn ich träume, dass ich irgendwie Fußball spiele oder einen Gegner, mit dem ich irgendwie kämpfe, ihn irgendwo hintrete, dann werden meine Beine ausschlagen. Und der Patient selbst ist aber im Schlaf. Das heißt: Hier kann der Partner ganz, ganz wesentliche anamnestische Informationen mitliefern. Das zweite ist auch: Bereits im Frühstadium gibt es manchmal seelische Veränderungen, Konzentrationsprobleme, über die ein Partner manchmal ganz wesentliche zusätzliche Auskunft geben kann. Auch motorische Veränderungen fallen ja den Patienten manchmal gar nicht so auf. Das ist z.B. das reduzierte Mitschwingen eines Arms beim Gehen. Das fällt oft den Angehörigen eher auf als der betroffenen Patientin oder dem Patienten selbst.

Diagnose

Da Parkinson eine schleichende Erkrankung ist, wird die Diagnose oft erst spät gestellt. Die Diagnose erfolgt dann meist im Gespräch mit den Fachärzt:innen (Anamese) und durch die körperliche Untersuchung. Um die oben gelisteten sekundären Formen auszuschließen, wird in der Regel eine Magnetresonanztomografie (MRT) des Gehirns durchgeführt.

Oft findet auch ein sogenannter L-Dopa Test statt: wenn sich durch Gabe von Dopamin die Symptomatik verbessert, stützt dies die Diagnose Parkinson.

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Der nächste Schritt ist: Wenn wir mit einer Therapie beginnen, dann sind wir natürlich sozusagen sehr, sehr dankbar, wenn wir gute Information, ein gutes Feedback vom Patienten kriegen: „Ja, das ist besser geworden. Das andere ist aber auch: Die Betreuung der betroffenen Menschen ist immer auch eine Motivationsarbeit. Und jedes Gespräch dient auch der Motivation des Betroffenen, mehr Bewegung zu machen. Am besten hat man gewissermaßen einen Behandlungsvertrag und vereint mit dem Patienten, wie viel Bewegung er machen sollte. Da kann uns der Patient sehr helfen. Und das andere ist natürlich immer die Untersuchung der Ärztin, des Arztes: Wie ist der Zustand des Betroffenen? Hat sich motorisch etwas verbessert? Hat sich motorisch etwas verschlechtert? In der Frühphase der Erkrankung wirken die Parkinson-Medikamente kontinuierlich. Im Verlauf der Erkrankung verkürzt sich die Wirkdauer der Parkinson-Medikamente, insbesondere von L-Dopa, und der Patient beginnt zu spüren: „Ich nehme die Dopa-Tablette ein, und in einer halben Stunde, Stunde spüre ich eine Verbesserung. Bevor ich die nächste Tablette einnehme, sagen wir jetzt z.B. mittags, wird der Patient vielleicht einmal eine halbe Stunde, eine Stunde vorher eine motorische Veränderung wahrnehmen, eine Verschlechterung. Vielleicht tritt wieder ein Zittern auf. Vielleicht tritt wieder ein Schmerz auf. Vielleicht tritt eine seelische Veränderung wie z.B. Ängstlichkeit auf. In der Phase der besten Wirkung der Parkinson-Medikamente entwickeln dann viele Patienten Überbewegungen, die sogenannten Dyskinesien, und diese Kombination aus verkürzter Wirkdauer, die Wirkungsschwankungen auslöst, und auf der anderen Seite abnormen Überbewegungen in der Phase guter Beweglichkeit, das bezeichnet man als motorische Komplikationen. Im fortgeschrittenen Parkinson-Stadium, im weiter fortgeschrittenen Parkinson-Stadium, ich würde hier eher von einer dritten Phase sprechen, wobei das ein sehr, sehr gradueller Übergang ist, treten dann Symptome in den Vordergrund, die nicht mehr so gut auf Parkinson-Medikamente ansprechen.

Die bildgebenden Verfahren spielen eine große Rolle in der Diagnostik am Beginn. Wenn wir einen Menschen sehen, der typische oder weniger typische Parkinson-Symptome entwickelt, werden wir immer eine sogenannte strukturelle Bildgebung machen. Das ist eine Magnetresonanztomografie des Gehirns idealerweise, oder, wenn dagegen Gründe sprechen, z.B. Jetzt gibt es im späteren Krankheitsverlauf zwei gute Gründe, nochmal eine Bildgebung zu machen. Das eine wäre: Der Patient spricht nicht so gut an auf die Parkinson-Medikamente, wie wir uns das erhofft haben. Dann ist eine wahrscheinliche Möglichkeit, dass das eine atypische Parkinson-Krankheit ist. Für die Diagnose dieser Erkrankung kann andererseits wieder die Magnetresonanztomographie sehr, sehr hilfreich sein. Das ist etwas, was für den Patienten durchaus anstrengend ist. Meistens werden die Patienten dazu auch stationär aufgenommen. Dazu nimmt man sein letztes Parkinson-Medikament am Abend und lässt die Morgenmedikamente weg. Dann bekommt man üblicherweise entweder die normale Morgenmedikation oder, wenn es um einen wirklich ganz spezifischen Dopa-Test vor einer Parkinson-Operation geht, üblicherweise eine etwas höhere Dosis von L-Dopa in Form von löslichem Dopa. Ergänzt kann dieser Dopa-Test vor einer operativen Parkinson-Therapie auch durch den Apomorphin-Test werden. Apomorphin ist ein sogenannter Dopamin-Agonist. Er bindet an denselben Bindungsstellen im Gehirn wie Dopa. Das Medikament wird hier nur unter die Haut, subkutan, verabreicht, und die Wirkung setzt viel rascher ein, üblicherweise innerhalb von 10 Minuten. Also auch der Apomorphin-Test ist etwas, was man für die präoperative Abklärung verwenden kann. Der Apomorphin-Test ist aber auch wichtig, um austesten zu können, wie hoch die individuelle Dosis eines Parkinson-Patienten für Apomorphin ist. Apomorphin ist ein ausgezeichnetes Medikament für plötzliche Off-Zustände. Und wenn man herausgefunden hat, was die richtige individuelle Dosis ist, kann man diesen Pen dann im Alltag für schwere Off-Phasen verwenden. Man muss nur wissen: Welche Dosis braucht der Patient? Etwas anderes, wo dann der Apomorphin-Test auch sehr hilfreich sein kann, ist, wenn man einen Patienten dann auf Apomorphin in Pumpenformen einstellt.

Ja, also eine Parkinson-Erkrankung wird besser, wenn sie gut auf Therapie anspricht. Spontan wird eine Parkinson-Erkrankung in der Regel nicht besser. Sie ist eine chronisch voranschreitende Erkrankung. Man weiß ja auch: Die Lebenserwartung der Parkinson-Patienten hat sich nach der Einführung der Dopa-Therapie Ende der 60er Jahre massiv verbessert. Wahrscheinlich das Wichtigste ist das Voranschreiten des Nervenzellverlusts. Die Parkinson-Krankheit ist ja eine neurodegenerative Erkrankung. Was ist das? Das sind Erkrankungen, bei denen bestimmte Nervenzellen im Gehirn verloren gehen, ohne dass man die Ursache genau kennt. Im Gegensatz zu einem Schlaganfall passiert da nichts akut, sondern aufgrund erblicher Grundlagen, bestimmter Umwelteinflüsse, die chronisch sehr lange wirken, gehen hier Nervenzellen sehr, sehr langsam über Jahre und Jahrzehnte verloren. Und wahrscheinlich ist die Dynamik, d. h. Das zweite ist natürlich: Wir versuchen diesem Nervenzellverlust entgegenzuwirken. Und da gibt’s einerseits die medikamentöse Therapie, die Symptome deutlich verbessern kann, sodass wir häufig beobachten, dass Patienten, die sehr, sehr gut ansprechen, zehn Jahre nach Beginn der Therapie in einem besseren motorischen Zustand sind als vor Beginn der Parkinson-Therapie, obwohl ja in diesen zehn Jahren sicher der Nervenzellverlust vorangeschritten ist. Und das dritte ist: Parkinson-Therapie, nicht nur medikamentöse Therapie. Wir wissen auch, dass nicht medikamentöse Maßnahmen den Verlauf der Erkrankung und vor allem die Symptome deutlich beeinflussen. Dazu gehört ganz, ganz zentral Bewegung. Bewegung ist also ganz was Entscheidendes. Man weiß, dass Patienten, Menschen, die immer sehr aktiv Sport betrieben haben, die haben schon von vornherein ein niedrigeres Parkinson-Risiko. Und wenn sie an Parkinson erkranken, haben sie eine langsamere motorische Verschlechterung. Und auch wenn man während der Parkinson-Krankheit noch sehr viel Sport und Bewegung macht, hat das auch einen sehr, sehr günstigen Einfluss auf die Symptome. Die Einführung der Dopa-Therapie dann vor 50 Jahren hat zu einer massiven Verbesserung der Lebensqualität und der Lebenserwartung der Parkinson-Patienten geführt. Und in diesen Phasen können z.B. Stürze mit den daraus resultierenden Verletzungsfolgen, aber auch z.B.

Was wir wissen ist, dass dieses Einfrieren in der Bewegung, das ist ja etwas, was man besonders beim Gehen wahrnimmt, und da wird eben der englische Ausdruck für ein Einfrieren, „Freezing“ dafür verwendet. Das ist: Der Patient geht, der Mensch geht, und besonders z.B. im Bereich von Türschwellen oder wenn der Mensch umdreht, wenn der Betroffene die Richtung wechselt beim Gehen, kommt es plötzlich zu einer Gehblockade. Was man weiß ist, dass das bereits im Frühstadium, vor allem im hohen Alter auftreten kann und dann meistens auf Medikation anspricht. Also es ist etwas, was mit dem Dopaminmangel, der Krankheit ja zugrunde liegt, zunächst einmal zu tun hat. Im Verlauf der Erkrankung kann aber dieses Ansprechen leider verloren gehen. Dann sind es also Mechanismen, die nicht mehr rein von Dopamin abhängig sind, sondern wo auch der Untergang anderer Nervenzellsysteme beiträgt zu diesem Klebenbleiben. Und es gibt aber alternative Routen, alternative Wege, wie die Hirnrinde doch die Bewegung in Gang setzen kann. Und das ist etwas, was man z.B. in der Physiotherapie trainieren kann, indem man z.B. gewisse optische Signale am Boden, wie z.B.

Das erste, was man betonen muss: Ohne Parkinson-Medikamente gibt’s keine Überbewegungen. Dann das zweite, was man verstehen muss ein bisschen dazu ist: Wie wirkt Dopa eigentlich? Die Parkinson-Krankheit ist charakterisiert durch einen Verlust von Nervenzellen, die Dopamin produzieren. Dopamin ist ein Nervenüberträgerstoff, der sehr, sehr wichtig ist für die Bewegung. Er sozusagen spielt eine große Rolle in der Auswahl der richtigen Bewegung und in der Unterdrückung unwichtiger Bewegungen. Jetzt gibt’s einen großen Unterschied zwischen der natürlichen Freisetzung von Dopamin und der medikamentös zugeführten Dopa-Therapie. Im Normalzustand wird das Dopamin im Gehirn sehr regelmäßig aus den Nervenzellen freigesetzt. In der medikamentösen Parkinson-Therapie sind diese Bedingungen leider nicht gegeben. Wir geben Dopa in Tablettenform zu Beginn der Erkrankung dreimal am Tag, dann vielleicht viermal, fünfmal am Tag. Und das bedeutet, dass das Gehirn kurz nach der Aufnahme sehr viel Dopa bekommt. Und dann sinkt der Dopa-Spiegel nach einiger Zeit, nach ein, zwei Stunden wieder ab. Das heißt: Das Gehirn ist im Gegensatz zum Normalzustand mit stark schwankenden Dopa-Spiegeln konfrontiert. Und diese stark schwankenden Dopa-Spiegel beeinflussen dann die Zellen, die Nervenzellen, die die Dopamin-Rezeptoren tragen, also wo das Dopamin seine Wirkung entfaltet, und führen zu einer Fehlfunktion in diesen Nervenzellen.

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Man muss jetzt sagen: Zittern, das Ruhezittern ist etwas, was dreiviertel aller Patienten mit klassischer Parkinson-Krankheit entwickeln. Das spricht im Frühstadium der Erkrankung bei der Mehrheit der Patienten sehr gut auf die Parkinson-Medikamente an. Es gibt eine kleine Gruppe von Patienten, die hat da Probleme, wo das Zittern dann nicht so gut auf die Medikamente anspricht. Bei vielen Patienten ist es dann über Jahre exzellent kontrolliert. Und wenn die Patienten dann Wirkungsschwankungen entwickeln, dann entwick…

Therapie

Die Behandlung erfolgt durch Medikamente, welche die Symptome abmildern und die Lebensqualität deutlich verbessern. Die Betroffenen erhalten bei der Behandlung Medikamente, die den Dopaminmangel ausgleichen. Ein wesentlicher Faktor ist zudem die Physio-, Ergo- und Sprach-/Schlucktherapie. Bei der fortgeschrittenen Parkinsonerkrankung kommt es häufig zu Wirkfluktuationen der Medikation mit wechselnden Phasen von Unter- bzw. Überbeweglichkeit. Für diese Patienten stehen Möglichkeiten der kontinuierlichen Dopamingabe unter die Haut bzw. in den Dünndarm zur Verfügung.

Die Therapie bei Parkinson Patienten setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen: Medikation, therapeutische Interventionen, Physio- , Ergo-, Logo- und Psychotherapie. Levodopa ist die Vorstufe des Dopamins und wirkt sich vor allem positiv auf die Beweglichkeit aus. Bei fortgeschrittenen Stadien gibt es die Möglichkeit einer Dopaminpumpe, die den Dopamin Botenstoff kontinuierlich über eine Sonde in den Dünndarm oder unter die Haut abgibt.

Das Wichtigste ist der Einsatz von Medikamenten, die in ihrer Dosis immer wieder angepasst werden müssen. Die Medikamente sollen die Botenstoffe im Gehirn wieder in eine Balance bringen. Levodopa wirkt meist positiv auf die Beweglichkeit, gegen die Muskelsteifheit und das Zittern. Eine andere Möglichkeit ist eine Dopaminpumpe, die über eine Sonde im Dünndarm kontinuierlich den Wirkstoff abgibt. Mit Hilfe von Dopaminagonisten wird die Wirkung des vorhandenen Dopamins verstärkt. Auch andere Medikamentengruppen können den Abbau des Botenstoffs verringern oder gezielt Symptome der Krankheit bekämpfen.

Reicht die medikamentöse Therapie nicht aus, besteht die Möglichkeit einer Operation. Dabei werden am Gehirn Elektroden angebracht, die bestimmte Hirnareale gezielt stimulieren und dadurch Beschwerden lindern. Die Reizung kann beispielsweise über einen Schrittmacher dauerhaft gesteuert werden.

Hilfsmittel und Unterstützung

Um trotz Parkinsonerkrankung möglichst lange selbständig zu sein, gibt es verschiedene Hilfsmittel, die unterstützend genutzt werden können und den Alltag erleichtern, bzw. Gehhilfen, wie z.B. Rollatoren sorgen für einen sicheren Gang und verringern das Sturzrisiko. Die Nutzung einer Gehhilfe kann außerdem dazu beitragen, dass die Muskulatur weniger verspannt und schmerzt. Badewannenlifter, Duschstühle etc. erleichtern die selbständige Körperhygiene und Strumpf-Anziehhilfen erleichtern das An- und Auskleiden vor allem dann, wenn Einschränkungen der Beweglichkeit es erschweren oder gar unmöglich machen.

Umgang mit Freezing und Blockierungen

Anfang wirken Medikamente in der Regel sehr gleichmäßig. Wirkungsschwankungen werden Fluktuationen genannt. Als ON-Phase bezeichnet man eine Phase, in der die Medikation sehr gut wirkt. die Medikation nicht oder nur sehr schlecht. Temperaturempfinden, schwerfälliges Denken bis hin zu Schmerzen zu. Trinken, um die Selbstständigkeit zu bewahren. die es ermöglichen eigenständig zu essen und zu trinken. Tassen mit Nasenaussparung und Besteck mit Griffverdickungen. Erkrankung. Betroffene muss das Essen erneut schlucken. die bevorzugterweise die gleiche Konsistenz aufweisen. Mischung von flüssig und fest schwerer zu schlucken ist. geneigt sein. sollte besonders auf eine ballaststoffreiche Ernährung geachtet werden. Schlucken erinnert. fettig-glänzenden Gesichtshaut führt. Ekzemen führen. diese gegebenenfalls öfters gespült oder gereinigt werden müssen. unterstützen. schwerer wird, setzt bei der Familie oft Hilflosigkeit ein. sprechen zu schnell oder geraten ins Stottern. betroffenen Personen erfassen. Smileys geführt werden, falls der Betroffene nicht mehr sprechen kann. psychische Symptome auf. können auftreten. oft als Begleiterscheinung der Medikamente auftreten. ist ein sogenanntes Glückshormon. Verstimmungen. einer Unterdosierung der Parkinson Medikamente unterschieden werden. lediglich eine neue medikamentöse Einstellung nötig ist. animieren, weiterhin Kontakte zu pflegen, aktiv zu bleiben und sich körperlich anzustrengen. Hirnleistungsstörungen auftreten. Demenz sind starke Schwankungen im Krankheitsverlauf. verzerrt wahr. eine Krankenhauseinweisung ausgelöst werden. viel zu trinken. Gegenstände sorgen. schneller überfordert, gestresst und weniger spontan und flexibel. exzessiver Pornografiekonsum oder exzessives Essen. können. und werden von den Betroffenen oft verschwiegen. Schlafstörungen gibt es eine weite Bandbreite an Ursachen. Schmerzen und wacht deshalb auf. der Schlaf häufig gestört. Betroffene sich bewegt und schreit, den Partner vom Schlaf abhalten. Stimmungstief oder zum Grübeln kommen. Was also tun? Toilettentraining hilfreich sein. Parkinson Erkrankung auf. und Flohsamenschalen. kann. Liter Trinkmenge zu erreichen. gestört wird. und dadurch zu einer erhöhten Sturzgefahr. macht. das vergleichbar mit Fieberschüben ist. Decken, eine Wärmflasche oder eine Stola über den Schultern. deutlich stabilisieren und zu einer Besserung führen. Wird Parkinson nicht behandelt, leiden die Betroffenen stark unter den Symptomen. Vereinsamung und Frustration, den Alltag nicht alleine meistern zu können, sind oft die Folgen. Die psychische Belastung wird nicht nur durch das Alleinsein verstärkt, sondern vor allem durch ständige Schmerzen und Schlafmangel.

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