Hämangiom Behandlung mit Dopamin: Ein umfassender Überblick

Die Behandlung von Hämangiomen, insbesondere bei Säuglingen und Kindern, ist ein komplexes Feld, das verschiedene Therapieansätze umfasst. Obwohl Dopamin selbst nicht als direkte Standardtherapie für Hämangiome etabliert ist, spielt es eine Rolle im Verständnis der Pathophysiologie und potenziellen Behandlungsstrategien. Dieser Artikel beleuchtet die systemische Behandlung von Hämangiomen unter Berücksichtigung pharmakologischer Aspekte, die indirekt mit Dopamin in Verbindung stehen könnten.

Einführung in die systemische Therapie von Hauterkrankungen

In der Dermatologie, Allergologie und Venerologie reicht die topische Behandlung bei vielen Erkrankungen in bestimmten Stadien nicht aus. Eine systemische Therapie wird erforderlich. Dabei ist es wichtig, die Indikation korrekt zu stellen, Kontraindikationen zu beachten und den erwarteten Nutzen gegen mögliche unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) abzuwägen. Systemische Behandlungen haben oft intensivere und schnellere Wirkungen als Externa und lassen sich besser steuern. Leichtere und auf umschriebene Hautbezirke beschränkte Dermatosen werden eher örtlich behandelt, aber auch diese können eine systemische Erhaltungstherapie notwendig machen, wie z.B. ein rezidivierender Herpes simplex. Schwere Fälle, wie Psoriasis vulgaris mit Gelenkbeteiligung, werden in der Regel innerlich und äußerlich kombiniert behandelt. Nach dem Abheilen der Hautveränderungen kann die systemische Therapie zur Unterdrückung der Psoriasisarthritis fortgeführt werden. Die individuelle Anamnese gibt Aufschluss darüber, ob rückfällige Erkrankungen rasch und schwer verlaufen und daher frühzeitig eine systemische Behandlung benötigen. Abhängig von den individuellen Gegebenheiten wird entschieden, wann beispielsweise ein impetiginisiertes atopisches Ekzem zusätzlich eine systemische Antibiotikagabe, eine Tinea systemische Antimykotika oder eine schwere allergische Kontaktdermatitis kurzfristig orale Glukokortikoide benötigt.

Die systemische Behandlung von Haut- und Geschlechtskrankheiten hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen und ist durch moderne Entwicklungen in der Pharmakologie differenzierter geworden. Substanzklassen, die auch in der Inneren Medizin eine Rolle spielen, werden in Lehrbüchern der Klinischen Pharmakologie und Toxikologie abgehandelt.

Antibiotika in der Dermatologie

Systemische antibiotische Medikamente sind eine wichtige Therapie bei Infektionskrankheiten der Haut. Sie wirken bakteriostatisch oder bakterizid und sollen nur gezielt eingesetzt werden, basierend auf ihrem Wirkungsspektrum, klinischen Erfahrungen und/oder Antibiogramm. Der Applikationsweg muss eine ausreichend hohe Konzentration am Wirkort über eine genügend lange Zeit gewährleisten, um Resistenzbildungen möglichst zu vermeiden. Je nach Antibiotikatyp sind dabei konstante Konzentrationen oder kurzfristige Spitzenkonzentrationen ausschlaggebend.

Arten von Antibiotika und ihre Anwendung

  • Aminoglykoside: Wirken vor allem bei Gram-negativen Keimen, indem sie sich an die 30S-Untereinheit der Ribosomen anlagern und zu Lesefehlern in der Proteinsynthese führen. Beispiele sind Gentamicin, Tobramycin, Amikacin und Spectinomycin.
  • β-Laktam-Antibiotika: Stören den Aufbau der bakteriellen Zellwand durch Hemmung bakterieller Transpeptidasen. Zu dieser Gruppe gehören Penicilline und Cephalosporine. Sie werden vor allem bei komplizierten Erysipelen und schweren Infektionen mit Gram-negativen Keimen eingesetzt.
    • Penicillin G: Der klassische Vertreter, Hauptindikationen sind Erysipel, Scharlach, Lues, Pinta, Erysipeloid und Ekthyma.
    • Säurestabile Oralpenicilline: Penicillin V, Propicillin und Acidocillin.
    • Depotpenicilline: Procain-, Clemizol- und Benzathinbenzylpenicilline, intramuskulär zu geben bei schlechter Patientencompliance oder zur Rezidivprophylaxe des Erysipels.
    • Penicilline mit erweitertem Spektrum: Ampicillin, Amoxicillin, Ticarcillin, Piperacillin und Mezlocillin.
    • β-Laktamase-feste Penicilline: Oxacillin, Dicloxacillin und Flucloxacillin.
    • Kombinationspräparate: Penicillin mit β-Laktamase-Inhibitoren wie Clavulansäure mit Amoxicillin, Sulbactam mit Ampicillin oder Piperacillin mit Tazobactam.
  • Fluorochinolone: Wirken gegen ein breites Spektrum von Bakterien. Wichtigste Kontraindikationen sind das Kindes- und Jugendalter unter 18 Jahre, zerebrale Anfallsleiden, Schwangerschaft und Stillzeit.
  • Cubicin: Ein zyklisches Lipopeptid, das irreversibel an die bakterielle Zellmembran bindet und Transmembranporen bildet, was zum Zusammenbruch des Zellmembranpotenzials führt. Einsatz bei therapieresistenten und/oder schweren Haut- und Weichteilinfektionen mit Gram-positiven Erregern.
  • Makrolide: Wirken bakteriostatisch, indem sie an die 50S-Untereinheit der bakteriellen Ribosomen binden. Wesentliche Vertreter sind Erythromycin, Clarithromycin und Azithromycin. Sie sind Reserveantibiotika bei schweren Hautinfektionen.
  • Linezolid: Verhindert die Bildung des 70S-Initiationskomplexes für die Translation.
  • Sulfonamide: Wirken bakteriostatisch, indem sie die Folsäuresynthese hemmen.
  • Tetrazykline: Verhindern die Anlagerung von Aminoacyl-tRNA an die mRNA in der 30S-Untereinheit des bakteriellen Ribosoms und damit die Proteinbiosynthese der Bakterien. Sie wirken bakteriostatisch.
  • Glycylcycline: Tetrazyklinderivate, die die multidrug resistance (MDR) umgehen und stärker an die 50S-Untereinheit der Ribosomen binden als klassische Tetrazykline.

Nebenwirkungen von Antibiotika

Mögliche Nebenwirkungen sind anaphylaktischer Schock, Fieber, Serumkrankheit mit Urtikaria, Fieber und Arthralgien. Bei Fluorochinolon-Therapie kann es in seltenen Fällen zu Sehnenrupturen kommen. Bei Tetrazyklinen sind Phototoxizität und selten allergische Reaktionen zu beachten. Gastrointestinale UAW umfassen Ösophaguserosionen bei unzureichender Flüssigkeitszufuhr sowie Veränderungen der Darmflora.

Lesen Sie auch: Ursachen und Behandlung von Hämangiomen

Antihistaminika in der Dermatologie

Histamin spielt eine wichtige Rolle bei allergischen und pseudoallergischen Reaktionen. Es wird in den Granula von Mastzellen und Basophilen gespeichert und kann bei massiver Ausschüttung zu schweren systemischen Effekten bis zum anaphylaktischen Schock führen.

Wirkmechanismus und Arten von Antihistaminika

Antihistaminika wirken als H1-Rezeptor-Antagonisten, indem sie die Wechselwirkung von Histamin am Rezeptor kompetitiv hemmen. Es gibt zwei Generationen von H1-Antagonisten:

  • H1-Antagonisten der 1. Generation (z.B. Clemastin): Lipophil, passieren die Blut-Hirn-Schranke und können Müdigkeit oder verminderte Vigilanz verursachen. Werden besonders in der Initialphase der Therapie unter stationären Bedingungen zur Sedierung eingesetzt.
  • H1-Antagonisten der 2. Generation (z.B. Desloratadin): Nicht sedierend, passieren die Blut-Hirn-Schranke weniger.

Neuere Antihistaminika wie Rupatadin haben neben dem direkten Antihistamineffekt auch antiinflammatorische Wirkungen durch Antagonismus an Plättchenaggregierendem-Faktor-Rezeptoren (PAF-R). Ketotifen und Oxatomid scheinen mastzellstabilisierende Wirkungen zu haben.

Indikationen und Kontraindikationen

Antihistaminika sind indiziert zur Prophylaxe und symptomatischen Behandlung von allergischen und pseudoallergischen Reaktionen wie Urtikaria, Rhinitis, Conjunctivitis allergica oder Asthma bronchiale. Einzelne Präparate haben als Indikation auch Juckreiz unterschiedlicher Genese, atopisches Ekzem und Kontaktekzeme. Präparate wie Hydroxyzin, Doxylamin und Promethazin sind zur Sedierung und als Einschlafhilfe zugelassen.

Kontraindikationen für klassische Antihistaminika sind Blasenentleerungsstörungen mit Restharn, Engwinkelglaukom, Alkohol- und Schlafmittelvergiftung sowie die Einnahme von Monoaminooxidasehemmern (MAO-Hemmer). H1-Rezeptor-Antagonisten der 2. Generation sind in der Schwangerschaft nicht zugelassen.

Lesen Sie auch: Mehr über Hirnangiome erfahren

Nebenwirkungen von Antihistaminika

Das UAW-Profil der klassischen H1-Rezeptor-Antagonisten ist vor allem durch Sedierung gekennzeichnet. Dadurch sind kognitive Funktionen, Bewusstseinslage, erektile Funktion sowie Reaktionszeiten im Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen beeinträchtigt. Daneben können gastrointestinale Beschwerden, Übererregbarkeit bei Kindern und anticholinerge Effekte wie Mundtrockenheit, Akkomodationsstörung, Obstipation und Harnverhalt auftreten. Für einige Substanzen der 2. Generation (Astemizol, Terfenadin) und für verschiedene klassische Antihistaminika (Hydroxyzin) sind arrhythmogene Nebenwirkungen beschrieben worden, insbesondere bei Kombination mit Substanzen, die ebenfalls über Cytochrom-P-450-abhängige Enzyme hepatisch metabolisiert werden oder diese hemmen.

Dosierung und Anwendung

Bei Pruritus können beispielsweise 3-mal 5 mg/Tag Levocetirizin peroral + gegebenenfalls 1-mal zur Nacht 25 mg Hydroxyzin oral verabreicht werden. Bei chronischer Urtikaria können Antihistaminika mehrmals pro Tag notwendig sein.

Dopamin und Hämangiome: Eine indirekte Betrachtung

Obwohl Dopamin nicht als direktes Medikament zur Behandlung von Hämangiomen eingesetzt wird, gibt es indirekte Verbindungen und Überlegungen, die im Kontext der Hämangiombehandlung relevant sind.

Pathophysiologie von Hämangiomen

Hämangiome sind gutartige Gefäßtumore, die häufig in der frühen Kindheit auftreten. Die genaue Ursache ist noch nicht vollständig geklärt, aber es wird angenommen, dass verschiedene Faktoren eine Rolle spielen, darunter genetische Prädisposition, hormonelle Einflüsse und angiogene Faktoren.

Rolle von Neurotransmittern

Neurotransmitter wie Dopamin spielen eine wichtige Rolle bei der Regulation verschiedener physiologischer Prozesse, einschließlich der Gefäßfunktion. Es gibt Hinweise darauf, dass Neurotransmitter die Angiogenese und das Wachstum von Tumoren beeinflussen können.

Lesen Sie auch: Diagnose von Hämangiomen

Psychopharmaka und ihre Auswirkungen

Psychopharmaka, die auf Neurotransmittersysteme wirken, können indirekte Auswirkungen auf die Gefäßfunktion haben. Zum Beispiel können Antipsychotika, die Dopaminrezeptoren blockieren, möglicherweise die Angiogenese beeinflussen. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass diese Effekte komplex und nicht vollständig verstanden sind.

Betablocker als Standardtherapie

Die Standardtherapie für Hämangiome sind Betablocker wie Propranolol. Betablocker wirken, indem sie die Wirkung von Adrenalin und Noradrenalin blockieren, was zu einer Verengung der Blutgefäße und einer Reduktion des Blutflusses im Hämangiom führt. Obwohl Betablocker nicht direkt auf Dopamin wirken, beeinflussen sie das autonome Nervensystem, das auch mit Dopamin interagieren kann.

Forschungsperspektiven

Die Forschung untersucht weiterhin die Rolle von Neurotransmittern und anderen Faktoren bei der Entstehung und dem Wachstum von Hämangiomen. Es ist möglich, dass zukünftige Therapien auf die Modulation von Neurotransmittersystemen abzielen könnten, um das Wachstum von Hämangiomen zu beeinflussen.

Psychopharmaka: Ein Überblick

Psychopharmaka sind eine heterogene Gruppe von Medikamenten, die zur Behandlung psychischer Erkrankungen eingesetzt werden. Sie wirken auf Botenstoffe im Gehirn und können deren Metabolismus fördern oder hemmen.

Arten von Psychopharmaka

  • Antidepressiva: Zur Behandlung von Depressionen, fördern Serotonin und Noradrenalin.
  • Antipsychotika: Zur Behandlung von Schizophrenien und Psychosen, blockieren Rezeptoren für Dopamin.
  • Tranquilizer und Hypnotika: Zur Behandlung von Angsterkrankungen und Schlafstörungen.
  • Antidementiva: Zur Behandlung von Demenzen.
  • Stimulanzien: Zur Behandlung von Aufmerksamkeits-/Hyperaktivitätsstörungen (z.B. Methylphenidat).

Neue Generation von Psychopharmaka

Neuere Psychopharmaka sind oft besser verträglich als ältere Substanzen. Selektive Serotonin-Rückaufnahmehemmer werden heute häufiger gegeben als trizyklische Antidepressiva, und atypische Antipsychotika werden häufiger gegeben als klassische Antipsychotika.

Was vor Beginn der Einnahme zu beachten ist

Vor Beginn der Einnahme von Psychopharmaka sind Kontraindikationen zu prüfen. Bei Herzproblemen sind EKG-Kontrollen erforderlich. Bei älteren Patienten mit Einschränkungen der geistigen Leistungsfähigkeit sind bestimmte Medikamente zu vermeiden. Die Dosis sollte langsam gesteigert werden, um Nebenwirkungen zu minimieren.

Nebenwirkungen von Psychopharmaka

Psychopharmaka haben eine große Variabilität von Nebenwirkungen, die akut oder langfristig auftreten können. Beispiele sind sexuelle Funktionsstörungen, Sedierung, Gewichtszunahme und kognitive Beeinträchtigungen.

Langzeittherapie mit Psychopharmaka

Die Dauer der Einnahme von Psychopharmaka ist abhängig von der Erkrankung, der Substanzklasse und der Indikation. Bei Depressionen wird eine Einnahme von 9 bis 12 Monaten empfohlen, bei mehreren Episoden kann eine lebenslange Einnahme notwendig sein.

Langzeitfolgen von Psychopharmaka

Es gibt eine Diskussion darüber, ob Antipsychotika zu Hirnvolumenminderung führen können. Die klinische Bedeutung dieser Veränderungen ist jedoch unklar.

Abhängigkeit von Psychopharmaka

Einige Psychopharmaka, insbesondere Tranquilizer und Hypnotika (Benzodiazepine), können abhängig machen. Antidepressiva und Antipsychotika machen in der Regel nicht abhängig.

Reduzierung von Nebenwirkungen

Nebenwirkungen können durch eine möglichst niedrige Dosis reduziert werden. Bei Gewichtszunahme unter Antipsychotika sollte das Präparat gewechselt werden.

Alternativen zur Einnahme von Psychopharmaka

Bei leichten Störungen sind Psychopharmaka nicht immer indiziert. Ergänzende Maßnahmen wie Bewegung, Sport, Ernährung und Meditation können prophylaktischen Wert haben.

tags: #hamangiom #durch #dopamin