Metohexal Migräne: Dosierung, Anwendung und wichtige Hinweise

Metohexal ist ein Medikament, dessen Wirkstoff Metoprololsuccinat ist. Es gehört zur Gruppe der Beta-Rezeptorenblocker und wird zur Behandlung verschiedener Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt. Dazu gehören Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen und Migräne. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die Dosierung von Metohexal bei Migräne, zusammen mit wichtigen Anwendungshinweisen, Gegenanzeigen und möglichen Nebenwirkungen.

Was ist Metohexal und wie wirkt es?

Metoprololsuccinat, der Wirkstoff in Metohexal, ist ein selektiver Beta-1-Rezeptorenblocker. Das bedeutet, dass es hauptsächlich die Beta-1-Rezeptoren im Herzen blockiert. Durch die Blockade dieser Rezeptoren werden die Wirkungen von Adrenalin und Noradrenalin auf das Herz reduziert. Dies führt zu einer Verlangsamung der Herzfrequenz, einer Senkung des Blutdrucks und einer Verringerung der Herzarbeit.

Anwendungsgebiete von Metohexal

Metohexal wird bei Erwachsenen und Kindern ab 6 Jahren für folgende Erkrankungen eingesetzt:

  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Koronare Herzkrankheit (Angina pectoris)
  • Schnelle Formen der Herzrhythmusstörungen (tachykarde Arrhythmien), insbesondere supraventrikuläre Tachykardie
  • Erhaltungstherapie nach Herzinfarkt
  • Funktionelle Herz-Kreislauf-Beschwerden (hyperkinetisches Herzsyndrom)
  • Vorbeugende Behandlung der Migräne (Migräneprophylaxe)
  • Stabile chronische Herzmuskelschwäche mit eingeschränkter linksventrikulärer Funktion

Metohexal zur Migräneprophylaxe

Die vorbeugende Behandlung der Migräne ist ein wichtiges Anwendungsgebiet von Metohexal. Die Wirkung von Metoprolol in der Migräneprophylaxe beruht auf seiner Fähigkeit, Beta-1-Adrenozeptoren zu blockieren und dadurch den sympathischen Tonus zu reduzieren. Migräne wird teilweise durch eine abnormale Regulation der zerebralen Gefäße und eine erhöhte neuronale Erregbarkeit ausgelöst. Durch die Hemmung der Beta-1-Rezeptoren verringert Metoprolol die sympathische Aktivität, was zu einer Stabilisierung des Gefäßtonus und einer Verringerung von Schwankungen in der Gefäßweite führt. Diese Effekte tragen zur Reduktion der Häufigkeit und Schwere von Migräneanfällen bei.

Dosierungsempfehlungen bei Migräne

Im Allgemeinen ist die Gabe von 1-mal täglich 2 Retardtabletten 47,5 mg (entsprechend 95 mg Metoprololsuccinat) ausreichend. Abhängig vom individuellen Ansprechen kann die Dosis innerhalb des Bereichs von 1-mal täglich 2 - 4 Retardtabletten 47,5 mg (entsprechend 95 - 190 mg Metoprololsuccinat) variiert werden. Die Dosis sollte jedoch nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker verändert werden.

Lesen Sie auch: Vergleichende Analyse: Migräne vs. Epilepsie

Akuttherapie von Migräneattacken

Leichte Migräneattacken sollten mit Antiemetika und Analgetika behandelt werden. Mittelschwere bis schwere Attacken werden mit einem Antiemetikum und Ergotamintartrat therapiert oder mit einem spezifischen Migränemittel wie Sumatriptan behandelt.

Wann ist eine Migräneprophylaxe sinnvoll?

Die Indikation für eine Migräneprophylaxe besteht bei mindestens drei Migräneattacken pro Monat, Attacken, die auf Akuttherapie nicht ausreichend ansprechen, oder bei nichttolerablen Nebenwirkungen der Akuttherapie. Substanzen mit gesicherter Wirkung sind die BetaRezeptorenblocker Metoprolol und Propanolol sowie Flunarizin.

Anwendungshinweise für Metohexal Retardtabletten

Das Arzneimittel ist für die orale Anwendung vorgesehen. Die Retardtabletten sollten 1-mal täglich eingenommen werden, vorzugsweise mit dem Frühstück. Sie können die Retardtabletten als Ganzes oder geteilt schlucken, jedoch ohne sie zu kauen oder zu zerkleinern. Die Einnahme sollte mit Wasser erfolgen (mindestens ½ Glas).

Es ist wichtig, das Arzneimittel immer genau nach Absprache mit dem Arzt einzunehmen. Bei Unsicherheiten sollte man den Arzt oder Apotheker fragen.

Weitere Dosierungsempfehlungen für Erwachsene

Die Dosierung von Metohexal variiert je nach Anwendungsgebiet:

Lesen Sie auch: Neurologische Expertise bei Migräne

  • Bluthochdruck (Hypertonie): 1-mal täglich 1 Retardtablette 47,5 mg (entsprechend 47,5 mg Metoprololsuccinat) für Patienten mit leichtem bis mäßigem Bluthochdruck. Falls erforderlich, kann die Dosis auf 2 - 4 Retardtabletten 47,5 mg (entsprechend 95 - 190 mg Metoprololsuccinat) täglich erhöht oder ein anderes blutdrucksenkendes Arzneimittel zur Therapie hinzugefügt werden.
  • Koronare Herzkrankheit (Angina pectoris): 1-mal täglich 1 - 4 Retardtabletten 47,5 mg (entsprechend 47,5 - 190 mg Metoprololsuccinat). Falls erforderlich, kann ein anderes Arzneimittel zur Behandlung der koronaren Herzkrankheit zusätzlich genommen werden.
  • Schnelle Formen der Herzrhythmusstörungen (tachykarde Arrhythmien): 1-mal täglich 1 - 4 Retardtabletten 47,5 mg (entsprechend 47,5 - 190 mg Metoprololsuccinat).
  • Erhaltungstherapie nach Herzinfarkt: 1-mal täglich 2 - 4 Retardtabletten 47,5 mg (entsprechend 95 - 190 mg Metoprololsuccinat).
  • Funktionelle Herz-Kreislauf-Beschwerden (Hyperkinetisches Herzsyndrom): 1-mal täglich 1 - 4 Retardtabletten 47,5 mg (entsprechend 47,5 mg - 190 mg Metoprololsuccinat).
  • Behandlung der Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz): Die Dosierung muss individuell angepasst werden. Die empfohlene Anfangsdosis für Patienten mit einer Herzmuskelschwäche der Klasse NYHA III beträgt während der ersten Woche 1-mal täglich 11,88 mg Metoprololsuccinat. Die Dosis kann während der zweiten Woche auf 1 mal täglich ½ Retardtablette 47,5 mg (entsprechend 23,75 mg Metoprololsuccinat) erhöht werden. Die empfohlene Anfangsdosis für Patienten mit einer Herzmuskelschwäche der Klasse NYHA II beträgt während der ersten 2 Wochen 1-mal täglich ½ Retardtablette 47,5 mg (entsprechend 23,75 mg Metoprololsuccinat). Danach wird eine Verdoppelung der Dosis empfohlen. Die Dosis wird jede 2. Woche auf bis zu 1-mal täglich 4 Retardtabletten 47,5 mg (entsprechend 190 mg Metoprololsuccinat) verdoppelt oder bis zur höchsten vom Patienten vertragenen Dosis. Für die Langzeitbehandlung sollte eine tägliche Dosis von 4 Retardtabletten 47,5 mg (entsprechend 190 mg Metoprololsuccinat) oder die höchste vom Patienten vertragene Dosis angestrebt werden.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Bei Kindern ab 6 Jahren richtet sich die Dosis nach dem Gewicht des Kindes. Der Arzt wird die richtige Dosis für das Kind berechnen. Die übliche Anfangsdosis ist 1-mal täglich 0,48 mg Metoprololsuccinat pro kg Körpergewicht, jedoch nicht mehr als 47,5 mg. Die Dosis wird auf die nächst geeignete Tablettenstärke eingestellt. Der Arzt kann die Dosis auf 1,9 mg/kg je nach Ansprechen des Blutdrucks erhöhen. Dosierungen über 190 mg täglich wurden bei Kindern und Jugendlichen nicht untersucht. Metohexal wird nicht für Kinder unter 6 Jahren empfohlen.

Besondere Patientengruppen

  • Eingeschränkte Nierenfunktion: Bei Patienten mit lang andauernder Herzinsuffizienz und Nierenfunktionsstörung wird der Arzt bei eventuell notwendigen Dosiserhöhungen besonders vorsichtig sein.
  • Eingeschränkte Leberfunktion: Bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung sollte eine Dosisreduktion in Erwägung gezogen werden.
  • Ältere Patienten: Es liegen keine Untersuchungen bei Patienten über 80 Jahren vor. Die Dosissteigerung sollte bei diesen Patienten daher mit besonderer Vorsicht erfolgen.

Dauer der Behandlung

Die Dauer der Behandlung legt der behandelnde Arzt fest. Es ist wichtig, die Behandlung nicht ohne ärztliche Anweisung zu unterbrechen oder vorzeitig zu beenden. Ein Absetzen der Behandlung mit Metohexal darf nur auf ärztliche Anweisung durchgeführt werden und sollte nicht abrupt, sondern ausschleichend erfolgen.

Was tun bei Überdosierung?

Bei einer Überdosierung sollte sofort ein Arzt/Notarzt kontaktiert werden. Symptome einer Überdosierung können Blutdruckabfall, verlangsamter Puls, Herzrhythmusstörungen, Herzmuskelschwäche, Bronchialverkrampfung, Atembeschwerden, Bewusstlosigkeit, Krämpfe, Übelkeit, Erbrechen und Zyanose sein. Die ersten Anzeichen einer Überdosierung treten 20 Minuten bis 2 Stunden nach der Einnahme von Metoprolol auf und die Auswirkungen einer massiven Überdosierung können mehrere Tage andauern.

Was tun bei vergessener Einnahme?

Wenn eine Einnahme vergessen wurde, sollte nicht die doppelte Menge eingenommen werden. Stattdessen sollte die Behandlung wie vom Arzt verordnet fortgesetzt werden.

Gegenanzeigen von Metohexal

Metohexal darf nicht eingenommen werden, wenn:

Lesen Sie auch: Migräne als Risikofaktor für Demenz?

  • Eine Allergie gegen Metoprolol oder andere Beta-Rezeptoren-Blocker oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels besteht.
  • Ein Herzblock 2. oder 3. Grades vorliegt.
  • Eine Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) besteht, die nicht unter Kontrolle ist.
  • Eine sehr verlangsamte Herzschlagfolge (Pulsschlag niedriger als 50 Schläge/Minute) oder ein unregelmäßiger Herzschlag (Sick-Sinus-Syndrom) vorliegen.
  • Ein Herzinfarkt mit Schock erlitten wurde.
  • Eine sehr schlechte Durchblutung vorliegt.
  • Ein niedriger Blutdruck besteht und sich dadurch schwach gefühlt wird.
  • Ein höherer Säurespiegel im Blut als normal (metabolische Azidose) vorliegt.
  • Eine schwere Form von Bronchialasthma oder ein anderes schwerwiegendes Atemproblem besteht.
  • Arzneimittel eingenommen werden, die als Monoaminoxidase (MAO)-Hemmstoffe bezeichnet werden.
  • Sich in der Phase des plötzlichen Ausbruchs eines Herzinfarkts befindet (akuter Myokardinfarkt).
  • Intravenös Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ oder andere Antiarrhythmika (wie Disopyramid) zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen erhalten werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Metohexal ist erforderlich, wenn:

  • An Asthma gelitten wird.
  • An der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) gelitten wird.
  • Erregungsleitungsstörungen von den Herzvorhöfen auf die -kammern vorliegen (AV-Block I. Grades).
  • An peripheren Durchblutungsstörungen in den Händen, Armen oder Beinen gelitten wird.
  • Ein hormonproduzierender Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom) vorliegt.
  • Eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) vorliegt.
  • Eine Operation bevorsteht.
  • Schon einmal eine Schuppenflechte (Psoriasis) bestand.

Die Behandlung mit Beta-Rezeptoren-Blockern sollte nicht abrupt abgesetzt werden. Wenn die Behandlung beendet werden soll, so sollte dies, wann immer möglich, über einen Zeitraum von mindestens 2 Wochen ausschleichend erfolgen.

Nebenwirkungen von Metohexal

Wie alle Arzneimittel kann auch Metohexal Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Sehr häufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Müdigkeit

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Schwindel, Kopfschmerzen
  • Verlangsamter Puls (Bradykardie)
  • Herzklopfen
  • Kalte Hände und Füße
  • Ausgeprägter Blutdruckabfall, auch beim Übergang vom Liegen zum Stehen, sehr selten mit Bewusstlosigkeit
  • Atemnot bei Anstrengung
  • Kurzatmigkeit bei Belastung bei prädisponierten Patienten (z. B. bei asthmatischen Patienten)
  • Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Übelkeit

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Gewichtszunahme
  • Depression, Benommenheit, Schlafstörungen, Albträume, Konzentrationsstörungen
  • Abnormales Gefühl von Kribbeln, Stechen oder Taubheit der Haut (Parästhesien)
  • Vorübergehende Verschlechterung der Beschwerden der Herzmuskelschwäche, Überleitungsstörungen ersten Grades von den Vorhöfen auf die Kammer (AV-Block 1. Grades), Schmerzen in der Herzgegend (Brustschmerz), Herzschmerz, kardiogener Schock bei Patienten mit Herzinfarkt (akuter Myokardinfarkt)
  • Atemwegsverkrampfungen (Bronchospasmen)
  • Erbrechen
  • Hautreaktionen wie Rötungen und Juckreiz sowie Hautauschläge, übermäßiges Schwitzen
  • Muskelkrämpfe

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • Verschlimmerung einer Zuckerkrankheit, die ohne die typischen Merkmale einhergeht (latenter Diabetes mellitus)
  • Nervosität, Ängstlichkeit
  • Sehstörungen, gereizte Augen, verminderter Tränenfluss, Bindehautentzündung (Konjunktivitis)
  • Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien), Überleitungsstörungen
  • Schnupfen
  • Mundtrockenheit
  • Abweichende Werte bei Leberfunktionstests
  • Haarausfall
  • Impotenz und andere Sexualstörungen, Peyronie-Krankheit (Bindegewebigeverhärtung der Schwellkörper des Penis, Induratio penis plastica)

Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

  • Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie), Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
  • Vergesslichkeit oder Gedächtnisstörungen, Verwirrtheit, Halluzinationen, Persönlichkeitsveränderungen (z. B. Gefühlsschwankungen)
  • Geschmacksstörungen
  • Ohrgeräusche (Tinnitus), Hörstörungen
  • Absterben von Gewebe (Nekrose) bei Patienten mit schweren peripheren Durchblutungsstörungen vor der Behandlung
  • Leberentzündung
  • Lichtempfindlichkeit, Verschlimmerung einer Schuppenflechte (Psoriasis), Neuauftreten einer Schuppenflechte, Schuppenflechte-ähnliche Hautveränderungen
  • Gelenksschmerzen, Muskelschwäche

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

  • Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit intermittierendem Hinken (Claudicatio intermittens) oder mit Gefäßkrämpfen im Bereich der Zehen und Finger (Raynaud-Syndrom)

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Metohexal kann Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln eingehen. Es ist daher wichtig, den Arzt oder Apotheker über alle eingenommenen Arzneimittel zu informieren, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Einige wichtige Wechselwirkungen sind:

  • Katecholamin-abbauende Arzneimittel, Ganglien-Blocker, andere Beta-Rezeptoren-Blocker oder Monoaminoxidase (MAO)-Inhibitoren: Sollten vom Arzt sorgfältig überwacht werden.
  • Clonidin: Bei gleichzeitiger Behandlung muss der Beta-Rezeptoren-Blocker einige Tage früher abgesetzt werden.
  • Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ oder Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika): Ärztliche Überwachung hinsichtlich negativer Wirkung auf die Herzkraft und die Herzschlagfolge ist erforderlich.
  • Amiodaron, Propafenon, Chinidin und Disopyramid: Können die Schlagkraft und die Geschwindigkeit des Herzschlags vermindern.
  • Narkosemittel zur Inhalation: Verstärken die pulsverlangsamende Wirkung von Beta-Rezeptoren-Blockern.
  • Blutdrucksenkende Arzneimittel: Metohexal kann die Wirkung verstärken.
  • Entzündungshemmende Arzneimittel (z. B. Indometacin): Können die blutdrucksenkende Wirkung von Beta-Rezeptoren-Blockern vermindern.
  • Adrenalin, Noradrenalin oder andere Sympathomimetika: Können zu blutdruckerhöhenden Reaktionen führen.
  • CYP2D6-Inhibitoren: Können die Plasmakonzentration von Metoprolol erhöhen.
  • Alkohol und Hydralazin: Die Plasmakonzentration von Metoprolol kann erhöht werden.
  • Leberenzyminduktoren: Können die Plasmakonzentration von Metoprolol beeinflussen.
  • Nitroglyzerin: Kann die blutdrucksenkende Wirkung von Metoprolol verstärken.
  • Digitalis-Glykoside: Die gleichzeitige Einnahme kann zu einer übermäßigen Bradykardie führen.
  • Insulin und orale Antidiabetika: Metoprolol kann die Freisetzung von Insulin hemmen und die Symptome eines erniedrigten Blutzuckers maskieren.

Metohexal und Alkohol

Bei gemeinsamer Einnahme von Alkohol und Metohexal kann die Blutalkoholkonzentration stärker ansteigen und langsamer wieder abfallen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Metohexal sollte in der Schwangerschaft nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung des behandelnden Arztes angewendet werden. Es gibt Hinweise darauf, dass Metoprolol die Durchblutung der Plazenta vermindert und so zu Wachstumsstörungen des Fetus führen kann. Die Therapie mit Metoprolol sollte 48-72 Stunden vor dem errechneten Geburtstermin beendet werden. Ist dies nicht möglich, sollte das Neugeborene 48-72 Stunden nach der Entbindung sorgfältig ärztlich überwacht werden.

Metoprolol wird in der Muttermilch angereichert. Obwohl nach therapeutischen Dosierungen nicht mit Nebenwirkungen zu rechnen ist, sollten Säuglinge auf Anzeichen einer Arzneimittelwirkung überwacht werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Während der Behandlung mit Metohexal können Schwindel oder Müdigkeit auftreten. Dadurch kann das Reaktionsvermögen soweit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei gleichzeitigem Alkoholgenuss, sowie bei einem Arzneimittelwechsel.

Wichtige Hinweise

  • Metohexal kann die Empfindlichkeit gegenüber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen erhöhen.
  • Bei schweren Nierenfunktionsstörungen kann es zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion kommen.
  • Betablocker sollten nicht plötzlich abgesetzt werden.
  • Bei obstruktiven Atemwegserkrankungen sollte Metohexal nur bei zwingender Notwendigkeit eingesetzt werden.
  • Bei instabilem oder insulinabhängigem Diabetes mellitus kann eine Anpassung der hypoglykämischen Therapie erforderlich sein.
  • Bei eingeschränkter Leberfunktion kann die Bioverfügbarkeit von Metoprolol erhöht sein.
  • Die gleichzeitige Gabe von Adrenalin und Metoprolol kann zu Blutdruckanstieg und Bradykardie führen.
  • Metohexal kann die Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion maskieren.
  • Bei Patienten mit Psoriasis in der Eigen- oder Familienanamnese sollte Metohexal nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung verordnet werden.
  • Vor einer Allgemeinanästhesie muss der Anästhesist über die Metohexal-Behandlung informiert werden.

tags: #metohexal #migrane #dosierung